[{"content":" Archiv # Hier sind die Inhalte der ehemaligen Seebrücke Lüneburg Website.\nSie sind aufgeteilt nach Seiten, Ticker und Aktionen.\n","date":"18 November 2025","externalUrl":null,"permalink":"/archive/","section":"","summary":"","title":"","type":"archive"},{"content":" Kategorien # ","date":"18 November 2025","externalUrl":null,"permalink":"/archive/categories/","section":"","summary":"","title":"","type":"categories"},{"content":"","date":"18 November 2025","externalUrl":null,"permalink":"/authors/","section":"Authors","summary":"","title":"Authors","type":"authors"},{"content":" MENSCHENRECHTE AN JEDER GRENZE Wir sind Seebrücke Lüneburg. Wir setzen uns lokal für sichere Fluchtwege, Aufnahme und gesellschaftliche Teilhabe ein - laut, solidarisch und gemeinsam.\nÜber uns Kontakt Solidarische Küche Wir veranstalten monatlich die Solidarische Küche, bei der wir gemeinsam kochen, essen und uns austauschen. Alle sind willkommen! Mahnwache Horst Wir veranstalten regelmäßig eine Mahnwache vor der Landeserstaufnahmeeinrichtung in Horst. Sonstige Arbeit Wir veranstalten Demonstrationen und Informationsveranstaltungen.\nKomm vorbei, lern uns kennen und werde aktiv. Termine Die Seebrücke Lüneburg trifft sich mittwochs um 19 Uhr. Wenn ihr Interesse habt, meldet euch einfach bei uns.\nDiese und weitere Termine seht Ihr hier:\n","date":"18 November 2025","externalUrl":null,"permalink":"/","section":"Seebrücke Lüneburg","summary":"","title":"Seebrücke Lüneburg","type":"page"},{"content":" Spendenaktion für das Seenotrettungsschiff Ocean Viking # Seit 2014 sind mehr als 22.940 Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer ertrunken.\nDie EU-Staaten leisten kaum Seenotrettung und blockieren die zivilen Seenotretter:innen!\nIm März 2021 hat sich der Landkreis Lüneburg zum Sicheren Hafen erklärt und im Juni die Patenschaft für das Seenotrettungsschiff Ocean Viking von SOS Mediterranee übernommen.\nGemeinsam mit dem Landkreis Lüneburg und SOS Mediterranee sammelt die Seebrücke Spenden für das zivile Seenotrettungsschiff OCEAN VIKING!\nFür jede eingegangene Spende verdoppelt der Landkreis den Betrag bis insgesamt max. 100.000 Euro!\nWIR FÜR DIE OCEAN VIKING! # SEENOTRETTUNG IM MITTELMEER # Die OCEAN VIKING ist seit 2019 als Seenotrettungsschiff auf dem Mittelmeer im Einsatz und hat seitdem mehr als 34.500 Menschen aus Seenot gerettet.\nDas Schiff einen Tag lang zu finanzieren, kostet 14.000 Euro. Dies entspricht allen Kosten, die für den Schiffsbetrieb anfallen, wie das Chartern, Treibstoff, Logistik, Teams an Bord und Ausrüstung.\nHELFT UNS, die OCEAN VIKING zu unterstützen,\ndamit sie weiterhin Menschen aus Seenot retten kann!\nSPENDET an: Landkreis Lüneburg\nIBAN DE60 2405 0110 0000 0038 71 - Sparkasse Lüneburg\nVerwendungszweck: OCEAN VIKING (unbedingt angeben!!)\nStellungnahme zur Patenschaft und finanziellen Unterstützung der Ocean Viking # Der Landkreis Lüneburg nimmt bisher nicht sein Mindestkontingent an geflüchteten Menschen auf. Um dem Titel eines Sicheren Hafens gerecht zu werden, reichte DIE LINKE des Landkreises in Absprache mit den Grünen, der SPD und unterstützt von der Seebrücke einen Antrag für die Übernahme einer Patenschaft sowie die finanzielle Unterstützung bis max. 100.000 Euro des zivilen Seenotrettungsschiffes Ocean Viking ein. Dieser Antrag wurde in der Kreistagssitzung des 24.06. mit einer Rot-Rot-Grünen-Mehrheit angenommen.\nDa die CDU-geführte Kreisverwaltung rechtliche Bedenken in der Umsetzung dieses Antrags sieht, wurde dieser nun vom Landrat Jens Böther (CDU) zur Prüfung beim Innenministerium des Landes Niedersachsens eingereicht. Dazu hat der Landrat auf vier Seiten ausführlichst dargelegt, was alles gegen die Unterstützung ziviler Seenotrettung spreche, anstatt nach Wegen zu suchen, wie man die Seenotretter:innen, die täglich auf dem Mittelmeer an ihr Äußerstes gehen, in ihrer schwierigen Aufgabe unterstützen könnte.\nAufgrund der anhaltenden tödlich​en Abschottungspolitik und des Versagens der Europäischen Union und seiner Mitgliedsstaaten eine staatliche Seenotrettung zu reinstallieren, sind derzeit zivile Seenotrettungsorganisationen die einzige Möglichkeit, Menschen auf der Flucht gezielt vor dem Ertrinken zu retten. Seit 2014 sind mehr als 21.000 Menschen bei ihrer Flucht über das Mittelmeer ertrunken und täglich steigt diese Zahl aufgrund unterlassener Hilfeleistung. Allein in diesem Jahr kam es laut IOM bereits zu mindestens 1146 Todesfällen. Damit hat sich die Zahl zum Vorjahr mehr als verdoppelt.\nAuch Deutschland trägt Verantwortung bei der Schaffung von Fluchtursachen und die Menschen, die über das Mittelmeer fliehen, kommen auch hier im Landkreis Lüneburg an. Menschen, die in unserem Landkreis leben, waren und sind direkt betroffen von den Geschehnissen, die sich auf dem Mittelmeer ereignen. Sich anhand des Grundgesetzes gegen die Unterstützung der Seenotrettung auszusprechen, ist absurd und menschenverachtend. Zu behaupten, Seenotrettung sei ein Pull-Faktor, also ein Anreiz den Weg nach Europa zu wagen, und Beihilfe zur illegalen Einreise, ist die Rhetorik rechter Parteien. Eine Partei, die so argumentiert, hat das C in ihrem Namen nicht verdient.\nWenn Landrat Böther sich an das Credo seiner Partei, nämlich das der „christlichen Nächstenliebe“, halten möchte, sollte er sich dafür einsetzen, jede Möglichkeit zur Unterstützung der Seenotrettungsschiffe herauszufinden und alles für die Entkriminalisierung von Seenotrettung und für die Rettung von Menschenleben zu tun, anstatt sich aktiv dagegen zu engagieren.\nUnsere Forderung lautet: Lasst uns sichere Fluchtwege und Kommunen des Willkommens schaffen!\n#DefendSolidarity #LeaveNoOneBehind\n# # ++AUFRUF++ Mahnwache, Montag, 17 Uhr Am Rathausmarkt # Mehr als 130 Menschen haben in dieser Woche bei einem Seenotfall im Mittelmeer ihr Leben verloren. Dies war kein Unfall! Sowohl europäische als auch libysche Behörden wussten über den Notfall Bescheid, es wurde trotzdem keine Rettung eingeleitet. Es war politisch gewolltes Sterbenlassen der EU. They let them drown. Wir halten eine Mahnwache gegen die tödliche, europäische Abschottungspolitik. Tragt eure Wut und Trauer mit uns auf die Straße: Am Montag, den 26.04.21 um 17 Uhr am Rathausmarkt! #theyletthemdrown #weletthemdrown # Theaterstück: Die Falle # Zoom-Link zur Veranstaltung: https://leuphana.zoom.us/j/98345310052? # **#momobleibt -**Menschenrechtswidrige Abschiebung stoppen! # Bitte nehmt euch einen Moment und unterschreibt die Petition (chng.it/QyxwDBMk2t), um gemeinsam die Abschiebung von Momo, einem Bandmitglied von den Rapfugees, zu verhindern! # Ostermarsch 2021 in Lüneburg # hiermit rufen wir euch zum diesjährigen Ostermarsch 2021 in Lüneburg auf! Kundgebung im Clamart-Park Samstag der 03. April um 11 Uhr Friedensstraße 1, 21335 Lüneburg Vor genau 61 Jahren wurde in der Bundesrepublik der erste Ostermarsch begangen. Ziel der pazifistischen Bewegung war, die atomare Bewaffnung Deutschlands zu verhindern. In einer Zeit der Hochrüstung innerhalb des Kalten Krieges demonstrierten tausende gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands und für eine gewaltfreie Lösung von Konflikten. Der Kalte Krieg ist seit über 30 Jahren vorbei, Deutschland ist keine Atommacht und eine nukleare Eskalation konnte verhindert werden. Dennoch sind in Deutschland Atomwaffen stationiert, Waffen werden im Interesse der Nato und der kriegsinteressieren Mächte in der EU und anderen Weltteilen in großen Mengen in Krisengebiete geliefert, um Stellvertreter- und Ressourcenkriege zu führen. Es muss Schluss sein mit Waffenexporten von europäischem Gebiet – auch Kleinwaffen. Landminen, chemische Kampfstoffe und alle anderen Waffen fördern Leid, Armut und Entmenschlichung. Insbesondere Waffenlieferungen in Länder wie die Türkei, welche Kriege gegen die Bevölkerung und ihre Nachbarn führt, müssen aufhören. Deshalb rufen wir mit der europaweiten Friedensbewegung, als Gewerkschaften, Studierendenschaften, Verbände, Parteien und Initiativen dazu auf, gemeinsam für Frieden auf die Straße zu gehen. # Internationaler Tag gegen Rassismus 21.03.21 # Anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus möchten wir als Seebrücke Lüneburg zur rassistischen EU-Migrationspolitik an den EU-Außengrenzen aber auch innerhalb dieser Stellung beziehen: # Am 14. März 2021 hat die griechische Küstenwache in einem illegalen Massen-pushback bis zu 100 Menschen auf der Flucht in die Türkei zurückgedrängt. Seit 2014 sind bereits über 20 000 Menschen im Mittelmeer ertrunken, Tausende werden in den Elendslagern an den EU-Grenzen festgehalten, andere müssen sich vor Behörden in Wäldern und Bergen verstecken, die Kanarischen Inseln haben sich im letzten Jahr zum Migrationshotspot entwickelt und der rechtspolitische Druck steigt europaweit. # Strukturelle Gewalt passiert. Jeden Tag. Und sie zeigt sich in den verschiedensten Facetten. Strukturelle sowie körperliche Gewalt durch europäische Staaten gegen flüchtende Menschen passieren. Jeden Tag. Die in den EUropäischen Gesellschaften grundlegend verankerten Rassismen manifestieren sich tag-täglich in der EUropäischen Migrationspolitik der Abschottung. Es ist eine Politik des generellen Misstrauens, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Hautfarbe unter Generalverdacht stellt und willkürliche Konsequenzen aus diesen Bewertungen zieht. Erst kürzlich veranschaulichte die Verurteilung zwei junger Männer in einem höchst fragwürdigen Gerichtsprozess die Willkür der Justiz (http://legalcentrelesvos.org/\u0026hellip;/justice-for-the-moria-6/\u0026hellip;). # Es ist eine traurige Erkenntnis, doch die systematische Abschottungspolitik der Europäischen Union ist ein von Grund auf rassistisches System. Anhand äußerer Merkmale wird über eine Rettung entschieden, werden Polizeikontrollen durchgeführt und (Gerichts)urteile gefällt. An den EU-Außengrenzen ereignen sich täglich dramatische Todesfälle, schutzsuchende Menschen werden in gewaltsamen push-backs in ein Land zurückgedrängt, das sie verlassen wollten, Menschen werden gezwungen in den unwürdigsten Lagern zu leben, viele müssen in EUropa tag-täglich um ihre Abschiebung in untragbare Lebensbedingungen fürchten und regelmäßig werden Menschen tatsächlich abgeschoben. # Die EU bricht damit Völkerrecht, sie bricht Menschenrechte und sie handelt gegen jegliche Menschenverständnis. Um so zu handeln braucht es System und den Willen die Augen zu verschließen. Dieses System von Machthierarchien, von struktureller Gewalt und den ihr zugrundeliegenden Rassismen ist keine spontane Erscheinung dieser Zeit. Vielmehr sind sie historisch gewachsen und werden in den patriarchalen und kapitalistischen Weltordnungen unserer Zeit fortgeschrieben. Sie sind in einem Kontext der (post)Kolonialität zu betrachten. Im Kolonialismus verankerte Macht-Asymmetrien leben heute im Alltäglichen, im Politischen und im Wirtschaftlichen weiter und werden von der menschenverachtenden Migrationspolitik EUropas und ihrem Grenzregime verkörpert. Ihre Abschottungspolitik muss als systematische, rassistische Kategorisierung und Degradierung von Menschen erkannt und benannt werden. # Auch wenn sich niemand von diesen subtilen Strukturen befreien kann, ist es unabdingbar sich um eine gleichberechtigte, menschenwürdige Gesellschaft zu bemühen, die sich an Recht und Gesetz hält. Das fängt damit, an die eigenen Denkmuster und Weltbilder zu hinterfragen, die Stärke von Diversität zu erkennen, irrationale Ängste abzubauen, statt sie zu schüren, in den Austausch über diese Probleme zu gehen und (zivilgesellschaftliche) Initiativen und Zusammenschlüsse zu unterstützen. # Weitere Veranstaltungen der #LüneburgerWochengegenRassismus findet ihr hier: https://www.leuphana.de/\u0026hellip;/Meldungen/LWgR_A4-Flyer_Web.pdf # #Blacklivesmatter #rassismustötet #lüneburgerwochengegenrassismus #gemeinsamgegenrassismus # Globaler Klimastreik am 19.03.21 # Am Freitag war globaler Klimastreik! Auch wir waren gemeinsam mit vielen Anderen auf Lüneburgs Straßen, um für die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels zu demonstrieren! 📣 # Die Klimakrise ist auch eine soziale Krise. Tendenziell sind diejenigen, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, am stärksten von Klimawandelfolgen betroffen. # Außerdem wird die Zahl der Menschen, die ihre Heimat aufgrund der Folgen der Klimakrise verlassen müssen weltweit zunehmen. Umso wichtiger ist es für Klimagerechtigkeit und eine Gesellschaft zu kämpfen die solidarisch mit Menschen auf der Flucht umgeht. ✊ # #climatejusticenow #climatestrike #allefürsklima #actnow #allefür1komma5 # #FreeMoria6! In einem willkürlichen Gerichtsprozess wurden zwei junge Männer letzte Woche von einem griechischen Gericht zu fünf Jahren Haft wegen Brandstiftung verurteilt. Gemeinsam mit vier weiteren Angeklagten werden sie beschuldigt, das Feuer gelegt zu haben, das im September 2020 zum Abbrennen des alten Moria-Camps führte. Das Urteil ist ein Skandal und der Prozess eines Rechtsstaats nicht würdig. Der Fall zeigt deutlich, wie die Justiz aktiv internationales und europäisches Recht ignoriert, um Migrant*innen zu kriminalisieren. Der Prozess war von verschiedenen juristischen Einschüchterungsmethoden gezeichnet: Die Polizeipräsenz war konstant hoch, den Angeklagten wurde das Recht aberkannt, ihre Anwält*innen frei zu wählen und auch die Möglichkeit verwehrt, Zeug*innen ins Kreuzverhör zu nehmen. All dies legt die Logik eines Prozesses offen, in dem die Angeklagten nie als gleichberechtigte Individuen betrachtet wurden. Wer migrantischen Protest gegen untragbare Lagerbedingungen als reine Straftat behandelt, ignoriert dadurch aktiv die Zustände und Realitäten aller Bewohner*innen der Camps. Dabei sind die wahren Verantwortlichen des Brandes die griechischen und europäischen Politiker*innen, die die Existenz von entmenschlichenden Lagern überhaupt erst möglich machen. Ob im griechischen Gerichtswesen oder deutsche Asylverfahren sind: ein System kann nicht behaupten, Gleichberechtigung zu garantieren, wenn es gleichzeitig Migrant*innen diskriminiert, kriminalisiert und dadurch ihr Leben und ihre Sicherheit bedroht. Wir fordern: Freiheit für die #Moria6! Evakuiert alle Camps! #LeaveNoOneBehind Mehr Infos und Updates zum Prozess findet ihr beim Legal Centre Lesvos: http://legalcentrelesvos.org/\u0026hellip;/09/justice-for-the-moria-6/ # Der Kreistag hat sich mit großer Mehrheit solidarisch mit den Anforderungen an einen Sicheren Hafen erklärt.* Geflüchteten und in Seenot Geratenen soll demnach Obdach und Hilfe gewährt werden, zusätzlich zur bestehenden Verteilungsquote für Asylsuchende. Auch möchte man sich gegen die Kriminalisierung ziviler Seenotrettung und für die Schließung der Elendslager an den EU-Außengrenzen einsetzen.\nWir sind sehr glücklich über diese Entwicklungen! Weiter geht\u0026rsquo;s! ✊✊🧡🧡\n*Die Stadt Lüneburg ist allerdings noch kein Sicherer Hafen, da viele unserer Forderungen im Stadtrat noch nicht angenommen wurden.\nStellungnahme der Seebrücke Lüneburg # **Am Donnerstag, den 04. Februar 2021, hat der Stadtrat Lüneburg den Antrag “Lüneburg zum Sicheren Hafen” beraten. Der Antrag ist in den letzten Jahren mehrmals gestellt und abgelehnt worden. Im September 2020 wurde er zum wiederholten Male eingereicht. Dieser Antrag wurde seitens der Ratsmitglieder, trotz der Dringlichkeit, viermal vertagt.\nAm 04. Februar wurde nicht der ursprüngliche Antrag zum Sicheren Hafen angenommen, sondern ein gemeinsamer Änderungsantrag der Fraktionen SPD, CDU und FDP, inklusive des hart erkämpften Zusatzes, Geflüchtete über den Verteilungsschlüssel hinaus aufzunehmen. Damit geht der Stadtrat Lüneburg einen(!) Schritt in die richtige Richtung. Dennoch unterscheidet sich der Änderungsantrag in wesentlichen Punkten von dem ursprünglichen Antrag, der von den Fraktionen Bündnis90/Die Grünen und Die Linke im Sinne der Seebrücke Lüneburg gestellt wurde und unterstützt wird.\nUns fehlen im angenommenen Antrag unter anderem folgende Punkte:\naktiver Einsatz für staatliche Seenotrettungsmissionen und gegen Kriminalisierung ziviler Seenotrettung sofern erstere nicht gegeben ist\nVernetzung mit anderen Sicheren Häfen, um sich aktiv für neue und stärkere Programme zur legalen Aufnahme Geflüchteter und gegen die bisherige EU-Abschottungspolitik stark zu machen\nBleibeperspektiven für Geflüchtete in Lüneburg zu schaffen, die nicht allein eine menschliche Versorgung, sondern auch die gesellschaftliche Teilhabe der Ankommenden gewährleistet und sich als Solidarische Stadt für alle Menschen gegen Abschiebungen einsetzt\nTransparenz: Veröffentlichung der entsprechenden Handlungen\nDa der Stadtrat mit dem Beschluss, Geflüchtete über den Verteilungsschlüssel hinaus aufzunehmen, formell nur einen einzigen wichtigen Aspekt des Forderungskatalogs der Seebrücke in seine Lokalpolitik aufgenommen hat, kann man die Stadt Lüneburg weiterhin nicht als Sicheren Hafen betrachten.\nWir fragen den Stadtrat: Was spricht gegen eine humane und solidarische Migrations- und Asylpolitik? Dort, wo die Bundespolitik ihrer Verantwortung nicht gerecht wird, muss die kommunale Politik tätig werden. Reine Lippenbekenntnisse reichen nicht aus.**\nWir werden also weiter laut sein, Wege der Vernetzung suchen und mit den Fraktionen in Verhandlung gehen.\nEin Jahr nach Hanau: kein Vergeben, kein Vergessen – gemeinsam gegen Rassismus!\nEin Jahr nach dem Terroranschlag rufen wir auch in Lüneburg zum Gedenken auf: Am Freitag, den 19.02.21, von 16 bis 18 Uhr auf dem Marktplatz.\nGemeinsam gegen die Angst. Erinnern heißt Verändern.\nMaterial zum Ausdrucken, die Vorlage für das Layout und weitere Infos zum Anschlag sowie Unterstützungsmöglichkeiten findet ihr hier. Bitte denkt an eine Maske. Wir werden FFP2-Masken gegen Spende bereitstellen. Haltet Abstand. Bringt gerne ein Glas mit einem Teelicht oder eine andere Art von Kerze mit.\nKurzfristige, z.B. wetterbedingte Änderungen werden in der Facebookveranstaltung bekannt gegeben.\nIn\n","date":"18 November 2025","externalUrl":null,"permalink":"/archive/seebrucke-luneburg-schafft-sichere-hafen/","section":"","summary":"","title":"Seebrücke Lüneburg - Schafft sichere Häfen!","type":"archive"},{"content":"","date":"18 November 2025","externalUrl":null,"permalink":"/authors/seebruecke/","section":"Authors","summary":"","title":"Seebruecke","type":"authors"},{"content":"","date":"18 November 2025","externalUrl":null,"permalink":"/archive/categories/seite/","section":"","summary":"","title":"Seite","type":"categories"},{"content":" Lüneburg zum sicheren Hafen erklären # Für geflüchtete Menschen in Seenot wird es immer schwerer, sichere Orte zu finden, in die sie von Seenotrettungsorganisationen nach der Rettung aus Todesgefahr gebracht werden können, wie es zahlreiche internationale Abkommen wie SOLAS, die internationale Konvention von 1974 zum Schutz des menschlichen Lebens auf See, und andere zwingend vorschreiben. Europäische Regierungen stellen zum Teil nicht nur jegliche Seenotrettung ein, sondern kriminalisieren zudem die zivilgesellschaftliche Seenotrettung und verhindern deren Arbeit.\nViele Städte in Europa, auch in Deutschland, haben sich bereits solidarisiert und angeboten, in Seenot geratene Menschen aufzunehmen. Die Hansestadt Lüneburg soll hierbei ein Zeichen für Menschlichkeit und Frieden setzen. In den letzten Jahren hat die Bevölkerung der Hansestadt Lüneburg gemeinsam mit Verwaltung und Politik gezeigt, dass sie bereit und fähig ist, geflüchtete Menschen aufzunehmen und zu integrieren. Diesen Weg muss die Hansestadt Lüneburg weitergehen und damit ein deutliches Zeichen von Menschlichkeit und Offenheit unserer Stadt und ihrer Menschen setzen – und dadurch auch ein Gegengewicht zu steigender Fremdenfeindlichkeit und Hass gegenüber hilfsbedürftigen Menschen.\nWir erinnern den Rat der Stadt an eine alte Hansepflicht, die seit dem 14. Jahrhundert besteht und die Rettung von Schiffbrüchigen zur Pflicht für alle Schiffe und Matrosen machte. Die Rettung von Menschen in Seenot ist als Ausdruck von Menschlichkeit tief verankert in den Jahrhunderte alten maritimen Traditionen. Gerade Lüneburg als Hansestadt stände es daher gut zu Gesicht, dieser Pflicht nachzugehen und als weltoffene, humane und vielfältige Stadt einzustehen.\nDie Seenotrettung im Mittelmeer muss unverzüglich wieder aufgenommen und die Kriminalisierung nichtstaatlicher Seenotretter beendet werden. # Deshalb fordern wir den Rat der Stadt Lüneburg dazu auf – gesondert zu den üblichen Aufnahmeverfahren – speziell die im Mittelmeer geretteten Menschen in Lüneburg aufzunehmen bis es eine umfassende europäische Lösung gibt und sich folglich gegenüber der Bundesregierung (insbesondere dem Bundesminister des Inneren, für Bau und Heimat) dafür einzusetzen, das dies ermöglicht werden kann.\nAusreichende Kapazitäten in den städtischen Aufnahmeeinrichtungen sind vorhanden und die Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer hat bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass weitestgehend ein gutes Miteinander funktionieren kann!\nDas Sterben und das Sterbenlassen im Mittelmeer müssen aufhören! Wir brauchen Solidarität für die, die flüchten müssen. Wir wollen, dass Lüneburg zum sicheren Hafen wird!\nWir fordern die Hansestadt Lüneburg auf, sich zum Sicheren Hafen zu erklären. # Dies beinhaltet:\nSich mit Menschen auf der Flucht und der Ziele der SEEBRÜCKE solidarisch zu erklären. Sich öffentlich gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung auf dem Mittelmeer zu positionieren und diese aktiv zu unterstützen, sowie die Patenschaft und finanzielle Unterstützung für ein ziviles Seenotrettungsschiff zu übernehmen bzw. sich daran zu beteiligen. Die schnelle und unkomplizierte Aufnahme und Unterbringung von aus Seenot geretteten Menschen zusätzlich zur Verteilungsquote von Schutzsuchenden sicherzustellen: die Hansestadt Lüneburg erklärt sich bereit, aus Seenot gerettete Menschen, beispielsweise von einem zivilen Seenotrettungsboot, direkt zu übernehmen und unterzubringen. Die Aufnahme geschieht zusätzlich zur Verteilungsquote Asylsuchender. Hierzu wird ein Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Inneres und Sport, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und dem Bundesland Niedersachsen hergestellt. Sich dem Bundesland Niedersachsen und der Bundesregierung gegenüber für die Einrichtung neuer bzw. die deutliche Ausweitung bestehender Programme zur legalen Aufnahme von Flüchtenden einzusetzen und dazu selbst zusätzliche Aufnahmeplätze anzubieten: Die Hansestadt Lüneburg fordert die Regierung des Bundeslandes Niedersachsen auf, ein eigenständiges humanitäres Aufnahmeprogramm für Flüchtende gem. § 23 Absatz 1 AufenhG einzuführen und damit Flüchtenden die legale Einreise nach Deutschland und einen legalen Aufenthalt zu ermöglichen. Die Hansestadt Lüneburg fordert die Regierung des Bundeslandes Niedersachsen und die Bundesregierung auf, im Rahmen des Resettlements gem. § 23 Absatz 4 AufenhG und anderen Programmen der legalen Aufnahme von Flüchtenden dauerhaft und verlässlich erheblich höhere Aufnahmequoten als bisher zu vereinbaren. Nur so kann Deutschland seiner Verantwortung nachkommen, Menschen die Flucht auf gefährlichen illegalisierten Wegen ersparen. Die Hansestadt Lüneburg erklärt sich dem Bundesland Niedersachsen und der Bundesregierung gegenüber bereit, zusätzliche Aufnahmeplätze für Einreisende in diesen Programmen verlässlich zur Verfügung zu stellen. Zudem setzt sich die Hansestadt Lüneburg über das Land für die Streichung des Satzes 3 des § 23 Abs. 1 Aufenthaltsgesetz ein, wodurch die Zustimmungserfordernis des Bundes für eine Flüchtlingsaufnahme entfiele. Die Hansestadt Lüneburg setzt sich mit anderen Städten / Landkreisen für ein Recht auf Kommunale Selbstbestimmung zur zusätzlichen Aufnahme von Flüchtenden ein. Die Hansestadt Lüneburg fordert die Einführung einer eigenständigen Norm zur kommunalen Aufnahme entsprechend dem § 23 Abs. 1 AufenthG zur eigenständigen Aufnahme durch die Länder. Gewährleistung eines langfristigen Ankommens durch zur Verfügung stellen aller nötigen Ressourcen für eine menschenwürdige Versorgung, insbesondere in den Bereichen Unterkunft, Ernährung, medizinische Versorgung und Bildung. Sich auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene aktiv für die Umsetzung der oben genannten Punkte einzusetzen. Gründung eines Bündnisses aller Sicheren Häfen in Europa zur aktiven Gestaltung einer menschenrechtsfreundlichen europäischen Migrationspolitik. Die Öffentlichmachung aller unternommenen Handlungen, um Lüneburg zu einem Sicheren Hafen zu machen. ","date":"18 November 2025","externalUrl":null,"permalink":"/archive/antrag-luneburg-zum-sicheren-hafen-erklaren/","section":"","summary":"Für geflüchtete Menschen in Seenot wird es immer schwerer, sichere Orte zu finden, in die sie von Seenotrettungsorganisationen nach der Rettung aus Todesgefahr gebracht werden können, wie es zahlreiche internationale…","title":"Antrag: Lüneburg zum sicheren Hafen erklären","type":"archive"},{"content":" Spendenaktion für das Seenotrettungsschiff Ocean Viking # Seit 2014 sind mehr als 22.940 Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer ertrunken.\nDie EU-Staaten leisten kaum Seenotrettung und blockieren die zivilen Seenotretter:innen!\nIm März 2021 hat sich der Landkreis Lüneburg zum Sicheren Hafen erklärt und im Juni die Patenschaft für das Seenotrettungsschiff Ocean Viking von SOS Mediterranee übernommen.\nGemeinsam mit dem Landkreis Lüneburg und SOS Mediterranee sammelt die Seebrücke Spenden für das zivile Seenotrettungsschiff OCEAN VIKING!\nFür jede eingegangene Spende verdoppelt der Landkreis den Betrag bis insgesamt max. 100.000 Euro!\nWIR FÜR DIE OCEAN VIKING! # SEENOTRETTUNG IM MITTELMEER # Die OCEAN VIKING ist seit 2019 als Seenotrettungsschiff auf dem Mittelmeer im Einsatz und hat seitdem mehr als 34.500 Menschen aus Seenot gerettet.\nDas Schiff einen Tag lang zu finanzieren, kostet 14.000 Euro. Dies entspricht allen Kosten, die für den Schiffsbetrieb anfallen, wie das Chartern, Treibstoff, Logistik, Teams an Bord und Ausrüstung.\nHELFT UNS, die OCEAN VIKING zu unterstützen,\ndamit sie weiterhin Menschen aus Seenot retten kann!\nSPENDET an: Landkreis Lüneburg\nIBAN DE60 2405 0110 0000 0038 71 - Sparkasse Lüneburg\nVerwendungszweck: OCEAN VIKING (unbedingt angeben!!)\nHelfen Sie mit einer Spende, die Arbeit der Seebrücke Lüneburg langfristig fortzusetzen: # Mensch Mensch Mensch e.V.\nIBAN: DE07430609671167120503\nBIC: GENODEM1GLS\nBankname: GLS Gemeinschaftsbank\nWenn du eine Spendenquittung benötigst, gib dies bitte bei der Überweisung an (inkl. deiner Adresse). Für Beträge unter 200,- € ist keine Spendenquittung nötig – es genügt der Überweisungs- oder Einzahlungsbeleg der Bank (mehr Infos hier).\nWichtig:\nBuchungsvermerk: \u0026ldquo;Seebrücke Lüneburg\u0026rdquo;\n","date":"18 November 2025","externalUrl":null,"permalink":"/archive/spenden/","section":"","summary":"","title":"Spenden","type":"archive"},{"content":" Seebrückehttps://seebruecke.org/ Amikeco Willkommensinitiative Lüneburg www.willkommensinitiative.de Flüchtlingsrat Niedersachsen www.nds-fluerat.org Pro Asyl http://www.proasyl.de Pro Bleiberecht - hier findest du Informationen über das Erstaufnahmelager Horst in Boizenburg http://bleiberecht-mv.org/de/horst/ UNHCRhttp://www.unhcr.org/dach/de/ Mission LIFELINE https://mission-lifeline.de Sea-Watch https://sea-watch.org Jugend rettet https://jugendrettet.org/de/ Sea-Eye https://sea-eye.org ","date":"18 November 2025","externalUrl":null,"permalink":"/archive/links/","section":"","summary":"","title":"Links","type":"archive"},{"content":"","date":"21 Februar 2023","externalUrl":null,"permalink":"/archive/categories/aktion/","section":"","summary":"","title":"Aktion","type":"categories"},{"content":"Das Heinrich-Böll-Haus steht aufgrund von steigender Miete, höheren Nebenkosten und zusätzlich anfallenden Ausgaben vor einer unsicheren Zukunft. Wir rufen daher zu #BöllhausErhalten auf!\nHier erfahrt ihr mehr und hier könnt ihr die Petition unterschreiben\n","date":"21 Februar 2023","externalUrl":null,"permalink":"/archive/bollhaus-erhalten/","section":"","summary":"Das Heinrich-Böll-Haus steht aufgrund von steigender Miete, höheren Nebenkosten und zusätzlich anfallenden Ausgaben vor einer unsicheren Zukunft. Wir rufen daher zu #BöllhausErhalten auf!","title":"Böllhaus erhalten!","type":"archive"},{"content":" Schön, dass auch wir Teil der Wandelwoche Lüneburg sein durften, die vom 15.—18. Juli im Kurpark stattfand.\nFoto: Eva Kern\n#wandelwoche #lüneburg\n#StopDeportations\n#LeaveNoOneBehind\n","date":"25 Juli 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/wandelwoche-luneburg/","section":"","summary":"","title":"Wandelwoche Lüneburg","type":"archive"},{"content":" Wir haben gestern noch einmal das Klima Camp und unsere Aktivitäten reflektiert, und können sagen, dass wir ziemlich froh darüber waren, Teil eines so wichtigen Camps gewesen zu sein. Es war toll Euch alle mal wieder analog zu sehen! Es gibt schon Überlegungen, wann wir das nächste Mal wieder mit unseren neuen Siebdrucken unterwegs sein werden. Wir halten Euch auf dem Laufenden…\nUnd schließlich waren wir sehr beeindruckt von der Lesung und den inhaltlichen Inputs von Rodrigue Péguy Takou Ndie aus seinem Buch „Die Suchenden“ (https://afrique-europe-interact.net/1726-0-Buch-Die\u0026hellip;). Schön, dass so viele von Euch da waren! Es wurde einmal mehr deutlich, dass Grenzen, Grenzakteure wie Frontex und die zunehmende Kriminalisierung von Seenotrettung schreckliche Folgen haben!\n#AbolishFrontex #MenschenrechteSindUnverhandelbar!! #solidarischgehtanders!\n","date":"25 Juli 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/klimacamp-2021/","section":"","summary":"","title":"Klimacamp 2021","type":"archive"},{"content":" Mai / Balkan – Im Jahresbericht 2020 hat das Border Violence Monitoring Network\n286 Fälle gewaltvoller Pushbacks durch EUropäische Behörden in Ländern des\nBalkans analysiert. Wiederkehrende Motive hierbei sind u.a. übermäßiger und\nunangemessener Einsatz von Gewalt durch die Behörden, Drohungen durch sowie\nGebrauch von Schusswaffen und häufig werden Menschen gezwungen sich zu\nentkleiden. Dennoch unterstützt die deutsche Regierung die kroatische Grenzpolizei,\ndie ebendiese brutalen Pushbacks durchführt. Balkanbrücke ","date":"19 Mai 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/bericht-legt-gewaltvolle-praktiken-in-illegalen-pushbacks-offen/","section":"","summary":" Mai / Balkan – Im Jahresbericht 2020 hat das Border Violence Monitoring Network 286 Fälle gewaltvoller Pushbacks durch EUropäische Behörden in Ländern des Balkans analysiert. Wiederkehrende Motive hierbei sind u.a… ","title":"Bericht legt gewaltvolle Praktiken in illegalen Pushbacks offen","type":"archive"},{"content":"","date":"19 Mai 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/categories/ticker/","section":"","summary":"","title":"Ticker","type":"categories"},{"content":" Mai / Zentrales Mittelmeer – Innerhalb weniger Tage erreichten zahlreiche\nFluchtboote die Insel Lampedusa. Gleichzeitig wurden 700 Menschen nach Libyen\nzurückgeführt und mindestens fünf Personen ertranken. Die italienische Küstenwache\nhat erneut die Sea-Watch4 festgesetzt und es befindet sich aktuell kein Rettungsschiff\nim Einsatz. 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Watch The\nMed - Alarmphone ","date":"19 Mai 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/behorden-ignorieren-ihre-pflicht/","section":"","summary":" Mai / Zentrales Mittelmeer – Innerhalb von 36 Stunden haben sieben Fluchtboote mit etwa 572 Menschen Kontakt mit Alarmphone aufgenommen. Trotz unverzüglicher Benachrichtigung reagierten die zuständigen Behörden ni… ","title":"Behörden ignorieren ihre Pflicht","type":"archive"},{"content":" Mai / Spanien – Zwei Fluchtboote mit insgesamt 61 Personen sind spurlos\nverschwunden. Die Suchmissionen durch die NGO Salvamento Marítimo blieben\nbislang erfolglos. Ein Holzboot mit 48 Menschen, das die mauretanische Küste am\n09.05. verließ und kurz darauf Seenot meldete, konnte bislang ebenfalls nicht\nlokalisiert werden. News from the Med ","date":"19 Mai 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/kanarische-inseln-uber-100-menschen-vermisst/","section":"","summary":" Mai / Spanien – Zwei Fluchtboote mit insgesamt 61 Personen sind spurlos verschwunden. Die Suchmissionen durch die NGO Salvamento Marítimo blieben bislang erfolglos. Ein Holzboot mit 48 Menschen, das die mauretanis… ","title":"Kanarische Inseln: über 100 Menschen vermisst","type":"archive"},{"content":"25. April / Griechenland – Mit der Schließung des Camps Kara\nTepe auf Lesbos, werden Menschen nun gegen ihren Willen in das\nnoch prekärere Camp Mavrovouni gebracht. Die\nLebensbedingungen dort sind unwürdig und für besonders schutzbedürftige Menschen wie Familien, alleinerziehende Mütter, Menschen mit Einschränkungen und Überlebende sexualisierte\nGewalt extrem unsicher. #LeaveNoOneBehind\n","date":"2 Mai 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/zwangsumsiedlung-ins-camp-mavrvouni/","section":"","summary":" April / Griechenland – Mit der Schließung des Camps Kara ","title":"Zwangsumsiedlung ins Camp Mavrvouni","type":"archive"},{"content":"21. April / Zentrales Mittelmeer – Libysche und europäische\nBehörden haben 130 Menschen in Seenot wissentlich ertrinken lassen. Alarmphone war mit den schiffsbrüchigen Menschen in Kontakt\nund hatte die Behörden informiert. Erst nach 7 Stunden suchte ein Flugzeug von Frontex den Seenotfall auf und leitete auch dann\nkeine Rettungsaktion ein. Keiner dieser Menschen hätte ertrinken müssen. Alarmphone\n","date":"2 Mai 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/130-menschen-ertrunken/","section":"","summary":" April / Zentrales Mittelmeer – Libysche und europäische ","title":"130 Menschen ertrunken","type":"archive"},{"content":"April / Europa – Während Politiker:innen weiterhin auf die\n“europäische Lösung” warten, ist die Zivilgesellschaft schon lange\nbereit. Über 600 europäische Städte und Kommunen erklären sich solidarisch und sind bereit Geflüchtete aufzunehmen. Seebrücke\n","date":"2 Mai 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/600-kommunen-aufnahmebereit/","section":"","summary":"April / Europa –  Während  Politiker:innen weiterhin auf die","title":"600 Kommunen aufnahmebereit","type":"archive"},{"content":"18. April / Teneriffa – Mit staatlichen Fördermitteln, stellate ein Hotel am Anfang der Pandemie seine Unterbringungskapazitäten geflüchteten Menschen zur Verfügung. Nachdem die Förderung nun eingestellt wurde, führt das Hotel das Programm eigenständig weiter. Damit zeigen die Betreibenden: wir haben Platz und würdige Unterbringung ist möglich! Seebrücke\n","date":"2 Mai 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/hotel-auf-teneriffa-beweist-wir-haben-platz/","section":"","summary":" April / Teneriffa – Mit staatlichen Fördermitteln, stellate ein Hotel am Anfang der Pandemie seine Unterbringungskapazitäten geflüchteten Menschen zur Verfügung. Nachdem die Förderung nun eingestellt wurde, führt… ","title":"Hotel auf Teneriffa  beweist – wir haben Platz!","type":"archive"},{"content":"12. April – 18 Thüringer Organisationen und Initiativen starten eine Online-Petition\nund fordern die Landesregierung auf, gegen das Bundesinnenministerium zu klagen,\num das blockierte Landesaufnahmeprogramm für Geflüchtete durchzusetzen. /\nFlüchtlingsrat Thüringen\n","date":"17 April 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/land-thuringen-soll-gegen-bundesinnenministerium-klagen/","section":"","summary":" April – 18 Thüringer Organisationen und Initiativen starten eine Online-Petition und fordern die Landesregierung auf, gegen das Bundesinnenministerium zu klagen, um das blockierte Landesaufnahmeprogramm für Geflüc… ","title":"Land Thüringen soll gegen Bundesinnenministerium klagen","type":"archive"},{"content":"11. April / Sardinien – Nach sechs Monaten konnte Sea-Eye die von italienischen\nBehörden festgesetzte ALAN KURDI befreien. / Sea-Eye\n","date":"17 April 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/alan-kurdi-wieder-frei/","section":"","summary":" April / Sardinien – Nach sechs Monaten konnte Sea-Eye die von italienischen Behörden festgesetzte ALAN KURDI befreien. / Sea-Eye ","title":"ALAN KURDI wieder frei","type":"archive"},{"content":"10. April / Mittelmeer – Zur Abwehr von Migranten setzt die EU jetzt Flugzeuge auf\ndem Mittelmeer ein. Im Auftrag von Frontex spielen diese eine zentrale Rolle beim\nAbfangen und Zurückbringen von Geflüchteten in die Folter- und Todeslager in\nLibyen. Diese Vorgehensweise macht die EU und Frontex zu Komplizen bei\nVerstößen gegen das Nicht-Zurückweisungs-Prinzip und das Verbot der kollektiven\nAusweisung Schutz suchender Menschen. / REPUBLIK\n","date":"17 April 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/mit-flugzeugen-gegen-gefluchtete/","section":"","summary":" April / Mittelmeer – Zur Abwehr von Migranten setzt die EU jetzt Flugzeuge auf dem Mittelmeer ein. Im Auftrag von Frontex spielen diese eine zentrale Rolle beim Abfangen und Zurückbringen von Geflüchteten in die F… ","title":"Mit Flugzeugen gegen Geflüchtete","type":"archive"},{"content":"7. April / Berlin – Obwohl es als gefährlichstes Land der Welt gilt, findet wieder eine\nSammelabschiebung nach Afghanistan statt. / NWFF - Netzwerk Fluchtforschung\n","date":"17 April 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/erneute-sammelabschiebung-nach-afghanistan/","section":"","summary":" April / Berlin – Obwohl es als gefährlichstes Land der Welt gilt, findet wieder eine Sammelabschiebung nach Afghanistan statt. / NWFF - Netzwerk Fluchtforschung ","title":"Erneute Sammelabschiebung nach Afghanistan","type":"archive"},{"content":"6. April / Ankara – EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Europaratschef\nMichel treffen sich mit Erdogan, um eine Verlängerung des gescheiterten\nFlüchtlingsabkommens auszuhandeln. Die EU belohnt Erdogan für seine autoritäre\nPolitik, anstatt sich von pushbacks und unmenschlichen Praktiken loszusagen. Für\nGeflüchtete gibt es in der Türkei weder Schutz noch Perspektiven und für Frauen\nden hinteren Sofaplatz. / Welt; ProAsyl\n","date":"17 April 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/der-gescheiterte-eu-turkei-deal-soll-verlangert-werden/","section":"","summary":" April / Ankara – EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Europaratschef Michel treffen sich mit Erdogan, um eine Verlängerung des gescheiterten Flüchtlingsabkommens auszuhandeln. Die EU belohnt Erdogan für sein… ","title":"Der gescheiterte EU-Türkei Deal soll verlängert werden","type":"archive"},{"content":"28. März / Libyen Fast 500 Migrant*innen wurden von libyschen Behörden in Gewahrsam\ngenommen. Weiterhein leiden schutzbedürftige Menschen unter dem Versagen von Staaten,\ndie diese eigentlich schützen sollten. IOM\n","date":"1 April 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/weitere-abfangaktionen-in-libyen/","section":"","summary":" März / Libyen Fast 500 Migrant*innen wurden von libyschen Behörden in Gewahrsam genommen. Weiterhein leiden schutzbedürftige Menschen unter dem Versagen von Staaten, die diese eigentlich schützen sollten. IOM ","title":"Weitere Abfangaktionen in Libyen","type":"archive"},{"content":" 25. März Malta 2019 haben drei Jugendliche die Besatzung des Frachtschiffes\nElHiblu 1“ überredet, 108 geflüchtete Menschen nicht ins Bürgerkriegsland Libyen zu\nbringen, sondern nach Malta. Für diesen Einsatz werden sie nun wegen Terrorismusvorwürfen in Malta angeklagt. Wir stehen in Solidarität mit der „ ElHiblu3\u0026quot; und fordern ihre Freilassung. SEEBRÜCKE\n","date":"1 April 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/terrorismusvorwurfe-wegen-friedlicher-notwehr/","section":"","summary":"25. März Malta 2019 haben drei Jugendliche die Besatzung des Frachtschiffes ElHiblu 1“ überredet, 108 geflüchtete Menschen nicht ins Bürgerkriegsland Libyen zu bringen, sondern nach Malta. Für diesen Einsatz werden si…","title":"Terrorismusvorwürfe wegen friedlicher Notwehr","type":"archive"},{"content":" 23. März / Sizilien 116 Menschen werden von der Ocean Viking gerettet und sicher nach\nAugusta in Sizilien gebracht. SOS MEDITERRANEE\n","date":"1 April 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/ocean-viking-rettet-116-menschen/","section":"","summary":" März / Sizilien 116 Menschen werden von der Ocean Viking gerettet und sicher nach Augusta in Sizilien gebracht. SOS MEDITERRANEE ","title":"Ocean Viking rettet 116 Menschen","type":"archive"},{"content":" 22. März / Italien Nachdem die Sea Watch 3 nach monatelanger Zwangspause im Februar\n2021 in den Einsatz zurückkehren konnte, wurde sie in der Nacht vom 21. auf den 23. März\nnach einer Hafenstaatskontrolle in Augusta Sizilien erneut festgesetzt. Einer der Vorwürfe\nder italienischen Küstenwache lautet, dass das Schiff zu viele Menschen transportiert habe.\nEin erneuter Fall einer willkürlichen Hafenstaatskontrolle, die verhindert Menschen in\nSeenot zu retten. #Free Sea Watch SEA WATCH\n","date":"1 April 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-watch-3-in-sizilien-festgesetzt/","section":"","summary":"22. März / Italien Nachdem die Sea Watch 3 nach monatelanger Zwangspause im Februar 2021 in den Einsatz zurückkehren konnte, wurde sie in der Nacht vom 21. auf den 23. März nach einer Hafenstaatskontrolle in Augusta S…","title":"Sea Watch 3 in Sizilien festgesetzt","type":"archive"},{"content":" 22. März / Libyen Mindestens 60 Menschen starben in der Nähe der libyschen Küste, als\nihr Holzboot Feuer fing. ALARM PHONE\n","date":"1 April 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/ein-boot-mit-gefluchteten-fangt-feuer-60-menschen-sterben/","section":"","summary":" März / Libyen Mindestens 60 Menschen starben in der Nähe der libyschen Küste, als ihr Holzboot Feuer fing. ALARM PHONE ","title":"Ein Boot mit Geflüchteten fängt Feuer 60 Menschen sterben","type":"archive"},{"content":"20 . März / Libyen Circa 60 Kilometer vor Libyen hat die OceanViking 106 Menschen von\neinem in Not geratenen Schlauchboot gerettet. Das Boot war völlig überfüllt.\nTAGESSPIEGEL\n","date":"1 April 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/106-menschen-gerettet/","section":"","summary":"20 . März / Libyen Circa 60 Kilometer vor Libyen hat die OceanViking 106 Menschen von einem in Not geratenen Schlauchboot gerettet. Das Boot war völlig überfüllt. TAGESSPIEGEL","title":"106 Menschen gerettet","type":"archive"},{"content":" März / Mittelmeer - 39 Menschen sind auf der Flucht ertrunken ","date":"24 März 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/39-menschen-ertrunken/","section":"","summary":" März / Mittelmeer - 39 Menschen sind auf der Flucht ertrunken ","title":"39 Menschen ertrunken","type":"archive"},{"content":"* *14. März/Mittelmeer - Die Rettungsschiffe Open Arms und Ocean Viking sind auf dem Weg ins zentrale Mittelmeer. Die Aita Mari bereitet sich auf eine neue Mission vor. Danke für den Einsatz! Seebrücke\n","date":"17 März 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/zivile-seenotrettungsschiffe-laufen-aus/","section":"","summary":" März/Mittelmeer - Die Rettungsschiffe Open Arms und Ocean Viking sind auf dem Weg ins zentrale Mittelmeer. Die Aita Mari bereitet sich auf eine neue Mission vor. Danke für den Einsatz! Seebrücke ","title":"Zivile Seenotrettungsschiffe laufen aus","type":"archive"},{"content":" 9. März /Lesbos, Moria - Zwei Minderjährige wurden nach nur sechs Stunden Verhandlung wegen Bandtsiftung mit Gefährdung anderer für die Brände in Moria schuldig gesprochen und trotz mangelnder Beweise zu fünf Jahren Haft verurteilt. Statt die katastrophalen Zustände der Lager zu skandalisieren, in denen Geflüchtete seit Jahren festgehalten werden, werden diese willkürlich und dafür kriminalisiert, dass sie die dortigen Zustände nicht länger aushalten. borderline-europe\n","date":"17 März 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/zwei-jugendliche-zu-funf-jahren-haft-verurteilt/","section":"","summary":"","title":"Zwei Jugendliche zu fünf Jahren Haft verurteilt","type":"archive"},{"content":" 4. März /Italien - 21 Mitstreiter:innen von Jugend Rettet und weiteren zivilen Hilfsorganisationen werden mehr als drei Jahre nach der Beschlagnahmung des Schiffes IUVENTA in Italien angeklagt. Solidarität, der Kampf gegen rassistische Grenzpolitik und für das Recht auf Leben \u0026amp; Sicherheit sind keine Straftaten. Seenotrettung ist Pflicht! neues deutschland /Jugend rettet\n","date":"17 März 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/zivile-seenotretter-innen-angeklagt/","section":"","summary":" März /Italien - 21 Mitstreiter:innen von Jugend Rettet und weiteren zivilen Hilfsorganisationen werden mehr als drei Jahre nach der Beschlagnahmung des Schiffes IUVENTA in Italien angeklagt. Solidarität, der Kampf… ","title":"Zivile Seenotretter:innen angeklagt","type":"archive"},{"content":" 3. März – Die Hansestadt Greifswald und die Wissenschaftsstadt Darmstadt übernehmen Patenschaften für die SEA-EYE4 und beschließen, die lebensrettenden Einsätze des Rettungsschiffes finanziell zu fördern. SEA-EYE\n","date":"17 März 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/greifswald-darmstadt-ubernehmen-patenschaft-fur-sea-eye4/","section":"","summary":" März – Die Hansestadt Greifswald und die Wissenschaftsstadt Darmstadt übernehmen Patenschaften für die SEA-EYE4 und beschließen, die lebensrettenden Einsätze des Rettungsschiffes finanziell zu fördern. SEA-EYE ","title":"Greifswald \u0026 Darmstadt übernehmen Patenschaft für SEA-EYE4","type":"archive"},{"content":" Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus, laden wir in Kooperation mit der @seebruecke_muenster und der Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus (MoBe) in Müster ein zum:\nOnline-Workshop (Zoom): Argumente gegen Rechts*\nSamstag, den 20.03.2021 von 10 bis 13.30 Uhr\nWorum geht es?\nJede menschenverachtende Äußerung lässt sich mindestens mit einem direkten und klaren Argument in Frage stellen.\nViele Menschen sind in solchen Situationen mit menschen-verachtenden Äußerungen sprachlos, hilflos oder perplex. Mit unserem Workshop wollen wir dem etwas entgegensetzen.\nAblauf:\nDer Workshop beginnt mit einem kurzen Sammeln an Erfahrungen mit solchen Situationen. Anschließend gibt es einen Input der Seebrücke zu entkräftenden Gegenargumenten. Nach einer Pause geht es weiter mit einem Vortrag der Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus zu Gesprächs- und Handlungsstrategien im Umgang mit rechten und rassistischen Aussagen. Danach könnt ihr das Neugelernte bei einem Argumentationstraining in Kleingruppen direkt umsetzen und ausprobieren.\nAnnmeldung:\nBitte meldet euch im Vorhinein unverbindlich an per Mail\nan: muenster@seebruecke.org, als Betreff bitte: Anmeldung Workshop gegen Rechts\nWir freuen uns auf euch!?\n* Triggerwarnung: Im Workshop werden rassistische und anderweitig diskriminierende Argumente und Argumentationsstrukuren verwendet.\n","date":"17 März 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/20-03-2021-10-uhr-argumente-gegen-rechts/","section":"","summary":"Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus, laden wir in Kooperation mit der @seebruecke_muenster und der Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus (MoBe) in Müster ein zum: Online-Workshop (Zoom): Arg…","title":"20.03.2021 - 10 Uhr \"Argumente gegen Rechts\"","type":"archive"},{"content":" 27. Februar / Libyen – Erst seit kurzen ist das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ wieder in ihrem Einsatzgebiet vor der lybischen Küste. Am 26. Februar retteten die Helfer dann 45 Geflüchtete aus Seenot. Darunter waren 13 unbegleitete Minderjährige. In einem weiteren Einsatz am darauffolgenden Tag wurde 102 weitere Menschen gerettet. Ihr Schlauchboot hatte bereits Luft verloren. Tagesschau\n","date":"4 März 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-watch-3-rettet-147-menschen/","section":"","summary":"","title":"„Sea-Watch 3“ rettet 147 Menschen","type":"archive"},{"content":" 25. Februar / Griechenland – Im neuen Moria zündete sich eine hochschwangere Frau selbst an. Die 26-jährige hatte zuvor erfahren, dass ihr Transfer nach Deutschland im letzten Moment abgesagt wurde. Nach Angaben aus Ministeriumskreisen handelte es sich um ein „Missverständnis“. Die Frau überlebte schwer verletzt. Nun wird wegen Brandstiftung gegen sie ermittelt. Spiegel online\n","date":"4 März 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/schwangere-zundet-sich-in-lager-kara-tepe-selbst-an/","section":"","summary":" Februar / Griechenland – Im neuen Moria zündete sich eine hochschwangere Frau selbst an. Die 26-jährige hatte zuvor erfahren, dass ihr Transfer nach Deutschland im letzten Moment abgesagt wurde. Nach Angaben aus M… ","title":"Schwangere zündet sich in Lager Kara Tepe selbst an","type":"archive"},{"content":" 24. Februar / Straßburg – Am 23. Februar begann eine Arbeitsgruppe im Europaparlament ihre Tätigkeit, um den offensichtlichen Grundrechtsverletzungen von Frontex nachzugehen. Die europäische Grenzschutz-Agentur steht in der Kritik, weil griechische Grenzbeamte laut Medienberichten in mehreren Fällen Boote mit Schutzsuchenden illegal zurück in Richtung Türkei getrieben haben. Mitarbeiter von Frontex sollen dabei mitunter in der Nähe gewesen sein und dies nicht verhindert haben. neues deutschland\n","date":"4 März 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/untersuchungen-gegen-frontex-gestartet/","section":"","summary":" Februar / Straßburg – Am 23. Februar begann eine Arbeitsgruppe im Europaparlament ihre Tätigkeit, um den offensichtlichen Grundrechtsverletzungen von Frontex nachzugehen. Die europäische Grenzschutz-Agentur steht… ","title":"Untersuchungen gegen Frontex gestartet","type":"archive"},{"content":" 24. Februar / Bihac – Die Polizei hat am 23. Februar zwei der größten besetzten Häuser in Bihac, Bosnien geräumt. Beide boten etwa 200 Menschen auf der Flucht Unterschlupf. Die Geflüchteten wurden zurück in das Lager Lipa gebracht. Weil die bosnischen Lager keinen ausreichenden Schutz für die etwa 8000 Geflüchteten bieten, müssen viele in verlassenen Gebäuden oder im Wald überleben. Sarajevo Times; LeaveNoOneBehind\n","date":"4 März 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/besetzung-in-bihac-geraumt/","section":"","summary":" Februar / Bihac – Die Polizei hat am 23. Februar zwei der größten besetzten Häuser in Bihac, Bosnien geräumt. Beide boten etwa 200 Menschen auf der Flucht Unterschlupf. Die Geflüchteten wurden zurück in das Lager… ","title":"Besetzung in Bihac geräumt","type":"archive"},{"content":" 07 Februar / Bosnien- In Bosnien harren Hunderte Migranten in der Kälte aus,\nversuchen immer wieder, die EU-Außengrenze zu überwinden. Freiwillige, auch aus\nDeutschland, helfen ihnen zu überleben, müssen das aber heimlich tun.\nHilfsorganisationen wie SOS Bihac, SOS Balkanroute und „Ost \u0026amp; Found“ liefern\nprovisorisch Feuerholz, Lebensmittel und Kleidung. Das ist aber häufig nur während\nheimlicher Nachtaktionen möglich. -Spiegel-online\n","date":"18 Februar 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/hilfsorganisationen-an-der-kroatischen-grenze/","section":"","summary":"07 Februar / Bosnien - In Bosnien harren Hunderte Migranten in der Kälte aus, versuchen immer wieder, die EU-Außengrenze zu überwinden. Freiwillige, auch aus Deutschland, helfen ihnen zu überleben, müssen das aber hei…","title":"Hilfsorganisationen an der Kroatischen Grenze","type":"archive"},{"content":" 10 Februar / Libanon - Etwa zwei Millionen Menschen, die meisten aus\nSyrien, müssen bei eisigen Temperaturen in Flüchtlingslagern in den höhergelegen\nRegionen im Libanon ausharren – oft nur in einfachen Zelten und ohne Strom. Im\nLibanon sind gemessen an der Bevölkerung weltweit die meisten syrischen\nGeflüchteten untergekommen. In dem Ort Arsal wurden seit 2013 provisorisch\nFlüchtlingslager errichtet. Der Ort liegt auf rund 1.000 Meter Höhe, die Berge trennen\nden Libanon und Syrien, zur Grenze sind es wenige Kilometer. Das Land selber erlebt\neine katastrophale Finanz- und Wirtschaftskrise, Der Staat möchte die Geflüchteten\nloswerden, der Hass der Bevölkerung wächst. - Zeit\n","date":"18 Februar 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/eisige-temperaturen-in-libanons-lagern/","section":"","summary":"10 Februar / Libanon - Etwa zwei Millionen Menschen, die meisten aus Syrien, müssen bei eisigen Temperaturen in Flüchtlingslagern in den höhergelegen Regionen im Libanon ausharren – oft nur in einfachen Zelten und ohn…","title":"Eisige Temperaturen in Libanons Lagern","type":"archive"},{"content":" 09 Februar / Berlin- In Berlin, Palermo und zahlreichen weiteren Orten auf der Welt\nwurde am 9. Februar den 91 Menschen gedacht, die vor einem Jahr vor der lybischen\nKüste ertranken. Nach einem Notruf beim „alarm phone“ verschwanden sie spurlos und\nsind bis heute vermisst. Ohne die Arbeit der Organisation „Alarm-phone“ wäre es eines\nvon vielen „unsichtbaren Bootsunglücken“ geblieben. – alarm phone\n","date":"18 Februar 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/commemoraction-gedenken-an-die-toten-und-verschwundenen/","section":"","summary":"09 Februar / Berlin - In Berlin, Palermo und zahlreichen weiteren Orten auf der Welt wurde am 9. Februar den 91 Menschen gedacht, die vor einem Jahr vor der lybischen Küste ertranken. Nach einem Notruf beim „alarm pho…","title":"CommemorAction- Gedenken an die Toten und Verschwundenen","type":"archive"},{"content":"07. Februar / Sizilien – Die \u0026ldquo;Ocean Viking\u0026rdquo; darf 422 aus Seenot gerettete Bootsmigranten\nauf die Mittelmeerinsel Sizilien bringen. Das Schiff hatte die Menschen in der vergangenen Woche an zwei Tagen bei mehreren Einsätzen aus Booten vor Libyen aufgenommen. Am Samstag waren bereits zwei Personen wegen ernster Gesundheitsprobleme abgeholt und mit einem Militärhubschrauber nach Malta geflogen worden, wie SOS Mediterranee berichtete. Die Lage auf dem Schiff habe sich durch Enge und schlechtes Wetter weiter verschärft, hieß es. Zudem seien acht Gerettete bei Schnelltests positiv auf das Coronavirus getestet worden. - tagesschau\n","date":"18 Februar 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/422-gerettete-verscharfte-lage-auf-der-ocean-viking/","section":"","summary":" Februar / Sizilien – Die “Ocean Viking” darf 422 aus Seenot gerettete Bootsmigranten auf die Mittelmeerinsel Sizilien bringen. Das Schiff hatte die Menschen in der vergangenen Woche an zwei Tagen bei mehreren Eins… ","title":"422 Gerettete - verschärfte Lage auf der \"Ocean Viking“","type":"archive"},{"content":" **Am 06. Februar haben wir auf dem Marktplatz Kerzen angezündet, Blumen abgelegt und gemeinsame Schweigeminuten gehalten. Parallel mit Gruppen aus verschiedenen afrikanischen und europäischen Ländern haben wir den Menschen gedacht, die auf der Flucht ihr Leben verlieren mussten.\nAm 6.Februar 2014 tötete die GuardiaCivil mehrere Menschen, die versuchten die spanische Enklave Ceuta schwimmend vom Strand Tarajal, Marokko zu erreichen. Der 6.Feb gilt seitdem dem Gedenken der Toten und Vermissten der Migration sowie dem Protest gegen das EU-Grenzregime!**\n","date":"6 Februar 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/06-02-2021-mahnwache-zum-gedenken-der-toten-und-vermissten-der-migration/","section":"","summary":"Am 06. Februar haben wir auf dem Marktplatz Kerzen angezündet, Blumen abgelegt und gemeinsame Schweigeminuten gehalten. Parallel mit Gruppen aus verschiedenen afrikanischen und europäischen Ländern haben wir den Mensc…","title":"06.02.2021- Mahnwache zum Gedenken der Toten und Vermissten der Migration","type":"archive"},{"content":" 18 Januar / Bosnien- Die Zelte sind undicht, die Menschen schmelzen Schnee für etwas Wasser. Die Bedingungen in Lipa sind noch immer prekär. Die von den Behörden errichteten Militärzelte seien undicht und es gebe kein fließendes Wasser, teilte das bosnische Onlineportal klix.ba mit. Demnach nutzten die Menschen bei Temperaturen von bis zu minus 15 Grad Flüsse, um zu baden und ihre Kleidung zu waschen Derzeit harren rund 8.000 Flüchtlinge und Migranten in Bosnien und Herzegowina auf, von denen etwa 1.900 im Freien übernachten. Zeit\n","date":"29 Januar 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/fluchtlingslager-lipa-soll-erst-in-drei-monaten-funktionsfahig-sein/","section":"","summary":"18 Januar / Bosnien - Die Zelte sind undicht, die Menschen schmelzen Schnee für etwas Wasser. Die Bedingungen in Lipa sind noch immer prekär. Die von den Behörden errichteten Militärzelte seien undicht und es gebe kei…","title":"Flüchtlingslager Lipa soll erst in drei Monaten funktionsfähig sein","type":"archive"},{"content":" 24. Januar / Lesbos - Nach dem Brand von Moria wurde mit Kara Tepe schnell ein weiteres, menschenunwürdiges Lager auf Lesbos auf einem ehemaligen militärischen Übungsplatz gebaut. Hilfsorganisationen waren schon lange über Munitions- und Granatenrückstände besorgt. Eine wissenschaftliche Analyse bezüglich einer möglichen Bleivergiftung der Böden hat diese These nun bestätigt\nBerichterstattung über das Lager wird durch griechische Behörden behindert und das Lager ist noch schlimmer als das abgebrannte Moria. Im Camp gibt es kaum bis kein fließendes Wasser und wenn es Lebensmittelausgaben gibt, dann ist verschimmeltes Essen keine Seltenheit. Nun kommen drohende Bleivergiftungen hinzu und bedrohen die Gesundheit von über 7.000 Bewohner*innen. Seebrücke\n","date":"29 Januar 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/bleivergiftungen-in-kara-tepe/","section":"","summary":" Januar / Lesbos - Nach dem Brand von Moria wurde mit Kara Tepe schnell ein weiteres, menschenunwürdiges Lager auf Lesbos auf einem ehemaligen militärischen Übungsplatz gebaut. Hilfsorganisationen waren schon lange… ","title":"Bleivergiftungen in Kara Tepe","type":"archive"},{"content":" 26. Januar / Münster- Weil Griechenland derzeit die grundlegendsten Bedürfnisse von Flüchtlingen nicht erfüllen kann, darf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nach einem Urteil in bestimmten Fällen nicht in das EU-Land abschieben. Das Abschiebeverbot gelte immer dann, wenn die Kläger bereits in Griechenland als Flüchtlinge anerkannt worden waren. Im Falle der Rückkehr nach Griechenland drohe den Klägern die ernsthafte Gefahr einer unmenschlichen und erniedrigenden Behandlung, heißt es zur Begründung. Sie könnten für einen längeren Zeitraum nicht in den Aufnahmeeinrichtungen unterkommen, hätten keine Chance auf Wohnraum oder Arbeit. Zeit\n","date":"29 Januar 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/ovg-blockt-abschiebung-unmenschliche-behandlung/","section":"","summary":" Januar / Münster - Weil Griechenland derzeit die grundlegendsten Bedürfnisse von Flüchtlingen nicht erfüllen kann, darf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nach einem Urteil in bestimmten Fällen nicht in d… ","title":"OVG blockt Abschiebung: Unmenschliche Behandlung","type":"archive"},{"content":" 24. Januar / Sizilien – Die Ocean Viking hatte seit Donnerstag bei drei Einsätzen insgesamt 374 Menschen aus Guinea, dem Sudan und Sierra Leone an Bord. Darunter befinden sich nach Angaben der NGO 165 Minderjährige, 131 von ihnen seien unbegleitet. Die libysche Küstenwache hatte auf die Anfrage der NGO, die Menschen dort in Sicherheit zu bringen, nicht reagiert. Danach hatte SOS Méditerranée Hilfegesuche an Malta und Italien gerichtet. Das Schiff werde am Montagmorgen im zugewiesenen Hafen in Augusta ankommen. Zeit\n","date":"29 Januar 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/ocean-viking-darf-in-sizilien-anlegen-374-gerettete/","section":"","summary":"","title":"Ocean Viking\" darf in Sizilien anlegen - 374 Gerettete","type":"archive"},{"content":" Das Bild des Lüneburger Wasserturmes behangen mit dem Seebrücken-Banner ist zum Symbol des ewigen Kampfes der Lüneburger Seebrücke und unseren treuen Begleiter*innen geworden.\nLeider wurde diese Aktion*(siehe unten)* und damit auch ein Kletteraktivist angeklagt und musste sich am Donnerstag, den 21. Januar 2021, vor dem Lüneburger Amtsgericht blicken lassen.\nWie toll, dass Ihr bei unserer Soli-Kundgebung dabei wart, Euch solidarisch gezeigt habt und den Platz vorm Amtsgericht (mit Abstand) gefüllt habt. Danke dafür!?\n**Uns hat die positive Nachricht erreicht, dass das Verfahren, das uns sowieso völlig unerklärlich ist, eingestellt wurde! Das freut uns sehr und ermutigt uns, weiterzumachen!?\nWir sind weiterhin der Überzeugung, dass für die unmenschlichen, politisch gewollten und verbrecherischen Taten an den Rändern Europas die Regierenden in der EU, in Deutschland und in den Städten angeklagt werden müssten!✊**\n","date":"24 Januar 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/21-01-21-soli-kundgebung-protest-ist-legitim/","section":"","summary":"Das Bild des Lüneburger Wasserturmes behangen mit dem Seebrücken-Banner ist zum Symbol des ewigen Kampfes der Lüneburger Seebrücke und unseren treuen Begleiter*innen geworden. Leider wurde diese Aktion (siehe unten) u…","title":"21.01.21 Soli-Kundgebung: Protest ist legitim!","type":"archive"},{"content":" 07.01.21 / Moria- Psychische Probleme sind ein ernstes Problem im neuen Moria. Bereits vor ihrer Ankunft auf Lesbos haben die meisten Menschen traumatische Erfahrungen gemacht, nun werden sie in einem stark überfüllten und unterversorgten Lager retraumatisiert. „Wir sehen viele Menschen mit Depressionen, Selbstmordgedanken und Posttraumatischen Stresssyndromen. Nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern.\u0026quot;, sagt Christoph, ein Arzt der medizinischen Hilfsorganisation Cadus.\n„Ich schätze, dass über 50% der Patienten psychische und psychosomatische Probleme haben - das heißt, dass ihre körperlichen Beschwerden, wie z.B. chronische Schmerzen, mit psychischem Stress zusammenhängen.\u0026quot; - leavenoonebehindchannel\n","date":"24 Januar 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/mentale-gesundheit-traumatische-teufelskreise-in-moria/","section":"","summary":"","title":"Mentale Gesundheit: Traumatische Teufelskreise in Moria","type":"archive"},{"content":" 30.12.20 / Berlin- Die Union plant neue rassistische Gesetze: Die innereuropäische Migration, die während der Spargelsaison noch als höchstes Gut beschützt werden musste, soll nun eingeschränkt werden – allerdings nur für geflüchtete Menschen.\nDie Union plant, schutzsuchenden Menschen, die innerhalb der europäischen Union migrieren und insbesondere im Zuge dessen nach Deutschland kommen, die Sozialleistungen zu kürzen. So sollen Menschen bestraft und abgeschreckt werden, die sich z.B. in Griechenland aus den unmenschlichen Lagern oder aus der Obdachlosigkeit befreien konnten und nun in Deutschland Schutz suchen. - Seebrücke\n","date":"24 Januar 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/union-will-gefluchteten-weitere-grundrechte-nehmen/","section":"","summary":"30.12.20 / Berlin - Die Union plant neue rassistische Gesetze: Die innereuropäische Migration, die während der Spargelsaison noch als höchstes Gut beschützt werden musste, soll nun eingeschränkt werden – allerdings nu…","title":"Union will Geflüchteten weitere Grundrechte nehmen","type":"archive"},{"content":" 11.01.2021/ Berlin- Nach fünf Monaten Festsetzung nimmt die Ocean Viking in diesem Moment wieder Kurs auf das zentrale Mittelmeer. Nach monatelangen Bemühungen und kostspieligen Investitionen, um das Schiff frei zu bekommen, können wir wieder Leben retten. „Zurzeit ist kein anderes ziviles Rettungsschiff im zentralen Mittelmeer im Einsatz. Umso wichtiger ist es, dass wir wieder zurück sind.” Jana Ciernioch, politische Referentin von SOS MEDITERRANEE Deutschland. -SOS Mediterannee\n","date":"24 Januar 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/ocean-viking-als-einziges-rettungsschiff-wieder-im-einsatz/","section":"","summary":"11.01.2021/ Berlin - Nach fünf Monaten Festsetzung nimmt die Ocean Viking in diesem Moment wieder Kurs auf das zentrale Mittelmeer. Nach monatelangen Bemühungen und kostspieligen Investitionen, um das Schiff frei zu b…","title":"Ocean Viking als einziges Rettungsschiff wieder im Einsatz","type":"archive"},{"content":" 12. Januar / Bosnien – 2000 Menschen versuchen im Norden Bosnien-Herzegowinas bei Schnee und Kälte im Wald zu überleben. Das abgebrannte Lager Lipa gilt trotz neuer Zelte als unbewohnbar - und die Kommunen blockieren Hilfe. – Tagesschau Die Migrantinnen und Migranten im ausgebrannten Flüchtlingslager in Lipa waren aus Protest gegen ihre Lebensbedingungen in einen Hungerstreik getreten. Diesen hätten sie jetzt beendet, berichtete das bosnische Nachrichtenportal klix.ba. - Zeit\n","date":"24 Januar 2021","externalUrl":null,"permalink":"/archive/versuchen-nicht-zu-erfrieren/","section":"","summary":" Januar / Bosnien – 2000 Menschen versuchen im Norden Bosnien-Herzegowinas bei Schnee und Kälte im Wald zu überleben. Das abgebrannte Lager Lipa gilt trotz neuer Zelte als unbewohnbar - und die Kommunen blockieren… ","title":"Versuchen, nicht zu erfrieren","type":"archive"},{"content":"14. Dezember / Bosnien – Im Flüchtlingslager Lipa in Bosnien überwintern Hunderte Geflüchtete, teilweise nur in Plastikzelten. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat der Regierung in Sarajewo nun ein Ultimatum gestellt: sollte diese keine Lösung für die 1400 Lager-Bewohner*innen finden, wird die IOM das Lager aufgeben. Tagesschau\n","date":"20 Dezember 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/in-plastikzelten-durch-den-winter/","section":"","summary":" Dezember / Bosnien – Im Flüchtlingslager Lipa in Bosnien überwintern Hunderte Geflüchtete, teilweise nur in Plastikzelten. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat der Regierung in Sarajewo nun ein… ","title":"In Plastikzelten durch den Winter","type":"archive"},{"content":"9.-11. Dezember / Berlin – Die Innenminister*innen der Länder und des Bundes haben auf der halbjährlichen Innenministerkonferenz (IMK) entschieden: Der seit 2012 bestehende Abschiebungsstopp nach Syrien wird nicht verlängert. Demnach kann jeder Einzelfall geprüft werden, um darüber zu entscheiden ob Migrant*innen in das Kriegs- und Folterland Syrien zurückgeführt werden sollen. Deutschlandfunk\n","date":"20 Dezember 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/abschiebestopp-nach-syrien-wird-aufgehoben/","section":"","summary":"9.-11. Dezember / Berlin – Die Innenminister*innen der Länder und des Bundes haben auf der halbjährlichen Innenministerkonferenz (IMK) entschieden: Der seit 2012 bestehende Abschiebungsstopp nach Syrien wird nicht ver…","title":"Abschiebestopp nach Syrien wird aufgehoben","type":"archive"},{"content":"9. Dezember / Ägäis – 28 Menschen kommen auf Kalymnos an. Bei der Ankunft trennen griechische Behörden Frauen und Kinder von Männern und schicken diese illegalerweise in Rettungsbooten zurück auf das Mittelmeer, wo sie später von der türkischen Küstenwache gefunden werden. Alarm Phone\n","date":"20 Dezember 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/illegaler-pushback-bei-kalymnos/","section":"","summary":" Dezember / Ägäis – 28 Menschen kommen auf Kalymnos an. Bei der Ankunft trennen griechische Behörden Frauen und Kinder von Männern und schicken diese illegalerweise in Rettungsbooten zurück auf das Mittelmeer, wo si… ","title":"Illegaler Pushback bei Kalymnos","type":"archive"},{"content":"1. Dezember / Gran Canaria Nach der Auflösung eines Flüchtlingslagers auf Gran Canaria, sind die ersten neu angekommenen Migrant*innen in Militärbaracken und Hotels untergebracht worden. Immer mehr Geflüchtete steuern die Kanarischen Inseln an. Bis auf wenige Ausnahmen weigert sich die spanische Regierung derzeit, die Menschen auf das spanische Festland zu bringen, weil sie eine Sogwirkung für weitere Migrant*innen befürchtet. Alarm Phone\n","date":"20 Dezember 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/schliessung-des-lagers-arguenguin/","section":"","summary":" Dezember / Gran Canaria Nach der Auflösung eines Flüchtlingslagers auf Gran Canaria, sind die ersten neu angekommenen Migrant*innen in Militärbaracken und Hotels untergebracht worden. Immer mehr Geflüchtete steuern… ","title":"Schließung des Lagers Arguenguin","type":"archive"},{"content":"Vielen Dank, dass Ihr am 13.12.2020 so zahlreich zur Mahnwache erschienen seid!? Wir sehen uns bald wieder auf den Straßen\u0026hellip; Lasst uns weiter laut sein! ✊\nHier ein paar Impressionen vom Nachmittag.\n","date":"13 Dezember 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/mahnwache-am-13-12-2020/","section":"","summary":"Vielen Dank, dass Ihr am 13.12.2020 so zahlreich zur Mahnwache erschienen seid!? Wir sehen uns bald wieder auf den Straßen… Lasst uns weiter laut sein! ✊","title":"Mahnwache am 13.12.2020","type":"archive"},{"content":"18. November / Berlin – Der Berliner Senat klagt gegen Seehofers\nAblehnung des Landesaufnahmeprogramms für schutzsuchende Menschen. In\nDeutschland gibt es genug Hilfsbereitschaft und Kapazitäten, um die\nschutzsuchenden Menschen aus den Lagern an\nden EU-Außengrenzen aufzunehmen.Seebrücke\n","date":"27 November 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/berlin-klagt-gegen-bundesinnenministerium/","section":"","summary":" November / Berlin – Der Berliner Senat klagt gegen Seehofers Ablehnung des Landesaufnahmeprogramms für schutzsuchende Menschen. In Deutschland gibt es genug Hilfsbereitschaft und Kapazitäten, um die schutzsuchende… ","title":"Berlin klagt gegen Bundesinnenministerium","type":"archive"},{"content":"24. November / Kanaren – Die NGO SARAH hat nun ein Schiff\nauf Beobachtungsmission ins Gebiet um die Kanaren geschickt.\nDie Flucht auf die spanischen Inseln wird besonders seit diesem\nJahr vermehrt versucht. Dabei kommen zum Teil mehrere hundert\nPersonen in einer Woche ums Leben. Schon jetzt sind die Zustände\nim Lager auf Gran Canaria menschenunwürdig und die dortigen Strukturen\nsind mit der Aufnahme und Unterbringung der\nMenschen überfordert. Search and Rescue for All Humans (SARAH)\n","date":"27 November 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/erstes-ngo-schiff-auf-mission-im-atlantik/","section":"","summary":" November / Kanaren – Die NGO SARAH hat nun ein Schiff auf Beobachtungsmission ins Gebiet um die Kanaren geschickt. Die Flucht auf die spanischen Inseln wird besonders seit diesem Jahr vermehrt versucht. Dabei komm… ","title":"Erstes NGO-Schiff auf Mission im Atlantik","type":"archive"},{"content":"24. November / Libyen – 130 Menschen wurden mit Unterstützung\nder EU-Marinemission EUNAVORMED IRINI nach Libyen zurückgeschleppt, wo\nihnen Haft und Folter drohen. Das widerspricht der Genfer\nFlüchtlingskonvention, die die Länder der EU unterzeichnet haben.\nSea-Watch\n","date":"27 November 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/illegale-ruckfuhrungen-nach-libyen/","section":"","summary":" November / Libyen – 130 Menschen wurden mit Unterstützung der EU-Marinemission EUNAVORMED IRINI nach Libyen zurückgeschleppt, wo ihnen Haft und Folter drohen. Das widerspricht der Genfer Flüchtlingskonvention, die… ","title":"Illegale Rückführungen nach Libyen","type":"archive"},{"content":"25. November / Griechenland – Im Nachfolgelager von Moria herrschen\nextrem prekäre Bedingungen für die rund 7.000 dort eingesperrten\nMenschen. Es gelten strikte regeln sowie harte Strafen bei Verstoß, es\ngibt u.a. keine Duschmöglichkeiten, keine winterfesten Zelte sowie keine\nmedizinische Versorgung. Die Bundesregierung verweigert dennoch weiterhin\nweitreichende Maßnahmen zur Aufnahme von Menschen. Seebrücke\n","date":"27 November 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/notdurftige-zustande-im-lager-kara-tepe/","section":"","summary":" November / Griechenland – Im Nachfolgelager von Moria herrschen extrem prekäre Bedingungen für die rund 7.000 dort eingesperrten Menschen. Es gelten strikte regeln sowie harte Strafen bei Verstoß, es gibt u.a. kei… ","title":"Notdürftige Zustände im Lager Kara Tepe","type":"archive"},{"content":" November / Libyen – In den letzten Tagen kenterten mehrere Boote vor Libyens Küste. Es ertranken 74 Menschen, darunter ein sechs Monate altes Kind. Die Küstenwache und Fischer brachten die Überlebenden ans Festland. Bereits am Mittwoch rettete die Open Arms über 110 Menschen, sechs starben. News from the Med / Tagesschau ","date":"13 November 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/situation-vor-libyens-kuste-spitzt-sich-zu/","section":"","summary":" November / Libyen – In den letzten Tagen kenterten mehrere Boote vor Libyens Küste. Es ertranken 74 Menschen, darunter ein sechs Monate altes Kind. Die Küstenwache und Fischer brachten die Überlebenden ans Festlan… ","title":"Situation vor Libyens Küste spitzt sich zu","type":"archive"},{"content":" November / Griechenland – Vor der griechischen Insel Samos verunglückte Sonntag ein Boot mit Menschen, welche aus der Türkei übergesetzt hatten. 17 Menschen konnten von der Küstenrettung gerettet werden. Sieben weitere schwammen zum Festland. Ein sechsjähriger Junge ertrank. Neues-Deutschland.de ","date":"13 November 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/schiffbruchige-vor-samos/","section":"","summary":" November / Griechenland – Vor der griechischen Insel Samos verunglückte Sonntag ein Boot mit Menschen, welche aus der Türkei übergesetzt hatten. 17 Menschen konnten von der Küstenrettung gerettet werden. Sieben wei… ","title":"Schiffbrüchige vor Samos","type":"archive"},{"content":" November / Libyen – Menschen treiben seit vier Tagen in Schlauchbooten ohne Versorgung vor Libyens Küste. Europäische Behörden ignorieren bisher jegliche Notrufe. Alarm Phone ","date":"13 November 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/fluchtversuche-vor-libyens-kuste/","section":"","summary":" November / Libyen – Menschen treiben seit vier Tagen in Schlauchbooten ohne Versorgung vor Libyens Küste. Europäische Behörden ignorieren bisher jegliche Notrufe. Alarm Phone ","title":"Fluchtversuche vor Libyens Küste","type":"archive"},{"content":" Oktober / Griechenland – Die Ägäis wurde von einem Erdbeben der Stufe 7 erschüttert. In Izmir stürzten Gebäude ein, die Küsten wurden von Tsunamis getroffen. Die griechische Regierung verlagerte daraufhin das Lager Moria 2.0 auf einen ehemaligen Militärstützpunkt an die Küste. Sollte ein Tsunami auf Lesvos treffen, werden die Menschen, die den Brand in Moria überlebt haben, diesem hilflos ausgeliefert sein. Bundesländer und Kommunen bieten Hilfe an, doch die Bundesregierung untersagt die humanitäre Unterstützung. Seebrücke ","date":"13 November 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/erdbeben-verandert-die-lagersituation-in-moria-2-0/","section":"","summary":" Oktober / Griechenland – Die Ägäis wurde von einem Erdbeben der Stufe 7 erschüttert. In Izmir stürzten Gebäude ein, die Küsten wurden von Tsunamis getroffen. Die griechische Regierung verlagerte daraufhin das Lage… ","title":"Erdbeben verändert die Lagersituation in Moria 2.0","type":"archive"},{"content":" Oktober / Griechenland – Das Lager Pikpa auf Lesvos, das als menschenfreundliche Alternative zu den großen staatlichen Lagern galt und hauptsächlich ehrenamtlich betreut wurde, wurde geräumt. ZDFheute ","date":"13 November 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/pikpa-auf-lesvos-geraumt/","section":"","summary":" Oktober / Griechenland – Das Lager Pikpa auf Lesvos, das als menschenfreundliche Alternative zu den großen staatlichen Lagern galt und hauptsächlich ehrenamtlich betreut wurde, wurde geräumt. ZDFheute ","title":"Pikpa auf Lesvos geräumt","type":"archive"},{"content":"28. Oktober / Ägäis - Allein im Oktober hat die NGO Aegean Boat Report 32 illegale Pushbacks durch die griechische Küstenwache verzeichnet. 881 Kinder, Frauen* und Männern* wurde das Recht auf Asyl verwehrt. Die griechische Regierung und ihre Behörden verletzen Grund- und Menschenrechte von Flüchtenden. News from the Med\n","date":"1 November 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/pushbacks-im-agaischen-meer/","section":"","summary":" Oktober / Ägäis - Allein im Oktober hat die NGO Aegean Boat Report 32 illegale Pushbacks durch die griechische Küstenwache verzeichnet. 881 Kinder, Frauen* und Männern* wurde das Recht auf Asyl verwehrt. Die griec… ","title":"Pushbacks im Ägäischen Meer","type":"archive"},{"content":"23.Oktober/ Kanaren - An einem Wochenende verloren fast 200 Schiffsbrüchige zwischen dem Senegal und den kanarischen Inseln ihr Leben. Auch die spanischen Urlaubsinseln sind eine europäische Außengrenze! Alarmphone\n","date":"1 November 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/schiffsungluck-an-eu-grenze-im-atlantik/","section":"","summary":"23.Oktober/ Kanaren - An einem Wochenende verloren fast 200 Schiffsbrüchige zwischen dem Senegal und den kanarischen Inseln ihr Leben. Auch die spanischen Urlaubsinseln sind eine europäische Außengrenze! Alarmphone","title":"Schiffsunglück an EU-Grenze im Atlantik","type":"archive"},{"content":"2020/ Kanaren - Auf den Kanaren kommen immer mehr Bootsflüchtlinge an. Allein in diesem Jahr sind dort mehr als 8000 Migrant*innen angekommen und es herrscht ein zunehmend menschenfeindliches Klima. Die Lager sind überfüllt und auch dort leben die Menschen unter zutiefst unwürdigen Bedingungen. Das spanische Festland weigert sich die Menschen aufzunehmen. Tagesblatt.lu\n","date":"1 November 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/kein-moria-3-0-auf-den-kanarischen-inseln/","section":"","summary":"2020/ Kanaren - Auf den Kanaren kommen immer mehr Bootsflüchtlinge an. Allein in diesem Jahr sind dort mehr als 8000 Migrant*innen angekommen und es herrscht ein zunehmend menschenfeindliches Klima. Die Lager sind übe…","title":"Kein Moria 3.0 auf den Kanarischen Inseln!","type":"archive"},{"content":"Oktober 2020/ Europa - Die EU muss sich nun den Vorwürfen stellen, an den illegalen Pushbacks in der Ägäis beteiligt zu sein. Mithilfe von Daten von NGOs, Beweismaterial und Berichten von Zeug*innen, hat ein Medienteam offenlegen können, dass die EU-Grenzschutzagentur Frontex passiv sowie aktiv in den Zurückweisungen involviert ist. Spiegel\n","date":"1 November 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/beweise-fur-mitwirken-der-eu-an-illegalen-pushback/","section":"","summary":"Oktober 2020/ Europa - Die EU muss sich nun den Vorwürfen stellen, an den illegalen Pushbacks in der Ägäis beteiligt zu sein. Mithilfe von Daten von NGOs, Beweismaterial und Berichten von Zeug*innen, hat ein Medientea…","title":"Beweise für Mitwirken der EU an illegalen Pushback","type":"archive"},{"content":" 27.10.2020 Seebrücke Lüneburg goes Ratssitzung # ICH GLAUBE, ICH HASSE ANDI SCHEUER. Kolumne von Stephan Anpalagan gelesen von Bela B. # Demo 12.09.2020\nMoria brennt! Evakuiert die Lager. JETZT. A Short Story of Moria | Joko und Klaas Demo 06.07.2019\nNotstand der Menschlichkeit 29.04.2019 Menschenkette ums Lüneburger Rathaus. Wir fordern die Hansestadt Lüneburg auf: Lüneburg zum sicheren Hafen zu erklären. Ein Video von der Landeszeitung Lüneburg (LZplay)\nARD-Monitor 02.05.2019 Flüchtlinge im Kreuzfeuer Demonstration 23.2.2019, -Lüneburg zum Sicheren Hafen erklären - mit 350 Teilnehmer*innen\nSolidarität statt Abschottung Demonstration am 28.07.2018 in Lüneburg Mahnwache, Lüneburg 04.08.2018, orange day Redebeitrag der Seebrücke Lüneburg am 29.07.2018 Hamburger Kundgebung Allein gelassen im Mittelmeer Beitrag von ARD Monitor 16.1.2019 # Updates von der europäischen Außengrenze\nein Vortrag von Nico \u0026amp; Nina Gassmann von der NGO Mare Liberum 27.12.2018\nAls Organisation für Menschenrechtsbeobachtungen geben wir Euch einen Überblick der aktuellen Entwicklungen an der EU-Außengrenze auf dem Mittelmeer. Mare Liberum betreibt ein Schiff auf dem Mittelmeer, um Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren. Dabei arbeiten wir zur Zeit in der Ägäis, der Seegrenze zwischen der Türkei und Griechenland. Hier flüchten noch immer tausende Menschen auf der Suche nach Schutz und Würde.\nDieses Video der New York Times dokumentiert sehr deutlich, dass die sogenannte Lybische Küstenwache nicht willens und auch nicht in der Lage ist, die Seenotrettung im Mittelmeer zu koordinieren und durchzuführen. Eine Rückführung der geretteten in den Folterstaat Lybien ist ein Verstoß gegen die Genfer Konvention, dem Seenotrettungsrecht, dem Asylrecht, dem Völkerrecht und den Menschenrechten. Veröffentlicht am 27.12.2018 ","date":"27 Oktober 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/videos/","section":"","summary":"","title":"Videos","type":"archive"},{"content":"Mindestens 15 Menschen sind gestern nach Angaben der IOM im #Mittelmeer ertrunken, 5 Überlebende wurden durch Fischer gerettet. Das sind 15 weitere Opfer der tödlichen Politik Europas. Weiterhin sind fast alle zivilen Seenotrettungsschiffe festgesetzt und Hilfsorganisationen werden durch europäische Staaten verfolgt.\nWir werden nicht müde, sichere Fluchtwege und staatliche #Seenotrettung zu fordern, die Toten mahnen uns weiter zu kämpfen. Wir machen weiter in mehr als hundert Lokalgruppen! Komm auch du in die Bewegung: WIR ALLE SIND DIE #SEEBRÜCKE!\n_______\nAt least 15 people drowned yesterday in the #Mediterranean according to the IOM, 5 survivors were rescued by fishermen. These are 15 more victims of Europe\u0026rsquo;s deadly policy. Still almost all civilian sea rescue ships have been detained and aid organizations are being pursued by European states.\nWe do not tire of calling for safe passage and state sea rescue, the dead remind us to continue fighting. We continue in more than a hundred local groups! You, too, can get involved in the movement: WE ALL ARE THE SEEBRÜCKE!\nSource: Mission Lifeline, Hermine Poschmann\n","date":"22 Oktober 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/15-menschen-ertrunken-weitere-tote-im-mittelmeer/","section":"","summary":"Mindestens 15 Menschen sind gestern nach Angaben der IOM im #Mittelmeer ertrunken, 5 Überlebende wurden durch Fischer gerettet. Das sind 15 weitere Opfer der tödlichen Politik Europas. Weiterhin sind fast alle zivilen…","title":"15 Menschen ertrunken. Weitere Tote im Mittelmeer","type":"archive"},{"content":"Gestern haben italienische Behörden das zivile Rettungsschiff “Alan Kurdi” erneut festgesetzt. Die Schiffe Sea-Watch 4, Ocean Viking und Mare Jonio sind ebenfalls festgesetzt: Die lebensrettende Arbeit der Hilfsorganisationen wird dadurch bewusst verhindert. In den vergangenen Wochen sind hunderte Menschen ertrunken und noch mehr von der sogenannten libyschen Küstenwache auf See nach Libyen verschleppt worden.\nEuropa betreibt auch 2020 weiter seine tödliche Politik. Allzu oft dienen den Behörden die lächerlichsten Gründe als Vorwand, um die Seenotrettung zu verhindern. Die Sea-Watch 4, das von der EKD unterstützte Schiff, wird so seit Wochen festgehalten, weil es angeblich “zu viele” Rettungswesten an Bord hätte.\nWir fordern weiterhin: Lasst alle Schiffe frei, setzt eine staatliche Seenotrettung ein und ermöglicht sichere Fluchtwege nach Europa.\n(Quelle: seebruecke.org) ","date":"13 Oktober 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/seenotrettungsschiff-alan-kurdi-erneut-festgesetzt/","section":"","summary":"Gestern haben italienische Behörden das zivile Rettungsschiff “Alan Kurdi” erneut festgesetzt. Die Schiffe Sea-Watch 4, Ocean Viking und Mare Jonio sind ebenfalls festgesetzt: Die lebensrettende Arbeit der Hilfsorgani…","title":"Seenotrettungsschiff \"Alan Kurdi\" erneut festgesetzt","type":"archive"},{"content":" Wir waren zwei Tage beim ersten Klimacamp in Lüneburg! Vielen Dank an die Orga vom @klimacamplg und euch, die bei uns dort vorbeigeschaut haben! ❤\nAm Samstag waren wir auf dem Markt der Möglichkeiten, wo wir unsere Arbeit vorgestellt haben und ihr euch Seebrücken-Shirts bedrucken konntet!\nSonntags haben wir gemeinsam Papierboote gefaltet, um der Menschen zu gedenken, die am 03. und 11. Oktober vor sieben Jahren auf dem Mittelmeer vor Lampedusa verstorben sind.\n","date":"10 Oktober 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/seebrucke-luneburg-auf-dem-ersten-klimacamp-2020/","section":"","summary":"Wir waren zwei Tage beim ersten Klimacamp in Lüneburg! Vielen Dank an die Orga vom @klimacamplg und euch, die bei uns dort vorbeigeschaut haben! ❤ Am Samstag waren wir auf dem Markt der Möglichkeiten, wo wir unsere Ar…","title":"Seebrücke Lüneburg auf dem ersten Klimacamp 2020","type":"archive"},{"content":" Fragmente eines Liebesbriefes und ein paar Fotos, ein Kapuzenshirt, eine Hose, ein Gürtel – das ist alles, was von ​„Nr. 387“ bleibt, einem der tausend Migrant*innen, die am 18. April 2015 vor der libyschen Küste ertranken, als das Geisterschiff, auf dem sie übersetzen wollten, sank. Es war seit dem Zweiten Weltkrieg die opferreichste Tragödie im Mittelmeer. In Mailand leitet die Rechtsmedizinerin Cristina Cattaneo eine Untersuchung nie gekannten Ausmaßes zur Identifi­zierung der Toten. José Pablo Baraybar ist beim Internationalen Roten Kreuz für die Ertrunkenen im Mittelmeer zu­ständig. In Mauretanien, an der Grenze zu Mali, und im Senegal besucht er An­gehörige von Verschollenen, um möglichst viele Informationen zusammenzutragen und DNA-Proben zu nehmen, die dann die Teams von Cristina Cattaneo mit den Daten der Ertrunkenen vergleichen. Auf Sizilien sucht Georgia Mirto auf Friedhöfen nach Gräbern von Verschwundenen. Drei Jahre lang begleitet der Dokumentarfilm seine Pro­tagonisten. Sie haben tagtäglich mit dem Tod zu tun, doch es geht ihnen vor allem um die Lebenden – um die Familien, die nicht trauern können.\nAm 03.10.2020 fand eine Filmveranstaltung im Scala statt, organisiert vom SCALA, SOS Mediterranee und Seebrücke Lüneburg. Der ca 60 minütige erschütternde, wie bewegende Dokumentarfilm bildete den Startpunkt für eine anregende Diskussion unter den Teilnehmern, in welcher Till Rummenhohl von SOS Mediterranee über die katastrophale Situation im Mittelmeer berichtete. Gegenstand der Diskussion waren besonders die politischen Schikanen, mit welchen die Regierungen Europas die aktive Seenotrettung bewusst verhindern wollen und somit verantwortlich zu machen sind für weitere Tote, die auf den Flüchtlingsrouten ertrinken.\n","date":"3 Oktober 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/387-eine-filmverantstaltung-im-scala-in-kooperation-mit-sos-mediterranee-am-03-10-2020/","section":"","summary":"","title":"#387 Eine Filmverantstaltung im SCALA in Kooperation mit SOS Mediterranee am 03.10.2020","type":"archive"},{"content":"14.-25. September / Libyen – Bei sechs Schiffsunglücken verloren mindestens 190 Menschen ihr Leben oder gelten als vermisst. Die Schiffsbrüchigen wurden von Fischerbooten vor der libyschen Küste gerettet und überwiegend von den Behörden nicht als Seenotfälle anerkannt. Allein in diesem Jahr wurden 471 Todesfälle im Mittelmeer gemeldet. Die Dunkelziffer ist hoch. Alarm Phone, IOM / Missing Migrants Project\n","date":"3 Oktober 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/fast-200-todesfalle-vor-libyen-im-september/","section":"","summary":"14.-25. September / Libyen – Bei sechs Schiffsunglücken verloren mindestens 190 Menschen ihr Leben oder gelten als vermisst. Die Schiffsbrüchigen wurden von Fischerbooten vor der libyschen Küste gerettet und überwiege…","title":"Fast 200 Todesfälle vor Libyen im September","type":"archive"},{"content":" September / Europa – Der Vorschlag der EU-Komission sieht nach wie vor kein europäisches Seenotrettungsprogramm vor. Es fordert zwar die Entkriminalisierung der Seenotrettung, jedoch äußert es sich nicht zur Kooperation der EU mit der sogenanntenlibyschen Küstenwache, die flüchtende Menschen in die Lager zurückzwingt. SOS Mediterranee, tagesschau ","date":"3 Oktober 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/vorschlag-fur-neuen-eu-migrationspakt/","section":"","summary":" September / Europa – Der Vorschlag der EU-Komission sieht nach wie vor kein europäisches Seenotrettungsprogramm vor. Es fordert zwar die Entkriminalisierung der Seenotrettung, jedoch äußert es sich nicht zur Koope… ","title":"Vorschlag für neuen EU-Migrationspakt","type":"archive"},{"content":" September / Italien – Nach einer 11- stündigen Hafenkontrolle in Palermo wird nun auch das letzte zivile Rettungsschiff an seiner Arbeit auf dem Mittelmeer gehindert. Der Hauptvorwurf lautet, die Rettung von Menschenleben entspreche nicht der Registrierung des Schiffes. Die Sea-Watch 4 habe z.B. zu viele Rettungswesten an Bord und das Abwassersystem sei nicht für diese Anzahl an geretteten Personen ausgelegt. United 4 Rescue ","date":"3 Oktober 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-watch-4-festgesetzt/","section":"","summary":" September / Italien – Nach einer 11- stündigen Hafenkontrolle in Palermo wird nun auch das letzte zivile Rettungsschiff an seiner Arbeit auf dem Mittelmeer gehindert. Der Hauptvorwurf lautet, die Rettung von Mensc… ","title":"Sea-Watch 4 festgesetzt","type":"archive"},{"content":"Seit 18. September / Griechenland – Die Polizei verhindert die Lebensmittelausgabe durch NGOs im Flüchtlingslager Katape. Das Lager wurde in Folge des Brands in Moria errichtet. Zuvor hatte die Polizei versucht die Menschen gewaltsam in das bereits überfüllte Camp zu zwingen. Seebrücke\n","date":"3 Oktober 2020","externalUrl":null,"permalink":"/archive/versorgung-der-menschen-im-lager-katape-verhindert/","section":"","summary":"Seit 18. September / Griechenland – Die Polizei verhindert die Lebensmittelausgabe durch NGOs im Flüchtlingslager Katape. Das Lager wurde in Folge des Brands in Moria errichtet. Zuvor hatte die Polizei versucht die Me…","title":"Versorgung der Menschen im Lager Katape verhindert","type":"archive"},{"content":"Unter den Opfern der jüngsten Tragödie im Mittelmeer befinden sich viele Frauen und Kinder. In diesem Jahr starben bereits 1.071 Menschen bei der gefährlichen Passage über das Mittelmeer.\nNach dem Bootsunglück vor der italienischen Insel Lampedusa sind laut den Vereinten Nationen 13 weibliche Leichen geborgen worden. Weitere 17 Menschen, darunter Frauen und Kinder, würden vermisst, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf mit.\nDie Tragödie hatte sich in der Nacht zum Montag ereignet, kurz vor dem Minister-Treffen der EU, bei dem am Dienstag in Luxemburg über die Seenotrettung beraten wurde. Der IOM zufolge starben seit Anfang Januar 1.071 Menschen bei der gefährlichen Passage über das Mittelmeer mit kaum seetauglichen Schlepperbooten.\n12-jähriges Mädchen unter den Toten # Unter den vier Toten des Unglücks vor Lampedusa, die von überlebenden Angehörigen identifiziert wurden, ist der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ zufolge ein zwölfjähriges Mädchen. Trotz schlechter Wetterbedingungen wurde die Suche nach den Vermissten am Dienstag am Unglücksort sechs Seemeilen von Lampedusa entfernt fortgesetzt.\nNach der Rekonstruktion der zuständigen Staatsanwaltschaft Agrigent war das Boot von Libyen aus mit Flüchtlingen aus dem südlichen Afrika gestartet, um an der tunesischen Küste 15 Tunesier aufzunehmen, bevor es bei stürmischem Wetter Richtung Lampedusa fuhr.\n50 Menschen an Bord # Insgesamt sollen rund 50 Menschen an Bord gewesen sein. Das überfüllte Boot kenterte nach Angaben der italienischen Küstenwache aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse und einer plötzlichen Bewegung der Menschen an Bord, als sich Rettungsschiffe näherten. Küstenwache und Finanzpolizei konnten gemeinsam 22 Menschen retten.\nMalta hat sich inzwischen bereiterklärt, 40 von der spanischen Hilfsorganisation Open Arms gerettete Flüchtlinge aufzunehmen. Unter den Menschen, die in maltesischen Gewässern gerettet worden waren, sind nach Angaben von Open Arms vier Kinder. Die private Seenotrettungsorganisation Sea-Watch forderte unterdessen „der weiteren Abschottung Europas etwas entgegenzusetzen“. Die Rettung menschlichen Lebens müsse in der Flüchtlingspolitik Priorität haben. (epd/mig)\n","date":"10 Oktober 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/17-fluchtlinge-vermisst-nach-bootsungluck-vor-lampedusa-13-leichen-geborgen/","section":"","summary":"Unter den Opfern der jüngsten Tragödie im Mittelmeer befinden sich viele Frauen und Kinder. In diesem Jahr starben bereits 1.071 Menschen bei der gefährlichen Passage über das Mittelmeer.","title":"17 Flüchtlinge vermisst Nach Bootsunglück vor Lampedusa 13 Leichen geborgen","type":"archive"},{"content":" ","date":"28 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/die-bootschaft-der-solidaritat-in-luneburger-strassen-und-geschaften/","section":"","summary":"","title":"Die \"Bootschaft\" der Solidarität in Lüneburger Straßen und Geschäften","type":"archive"},{"content":"Nach jahrelangem Hickhack zeichnet sich eine Minimallösung im Streit über die Seenotrettung im zentralen Mittelmeer ab. Vier EU-Staaten – Deutschland, Frankreich, Italien und Malta – haben bei einem Treffen auf Malta verabredet, Bootsflüchtlinge künftig automatisch aufzunehmen und solidarisch zu verteilen.\nMan habe sich auf ein gemeinsames Papier verständigt, sagte der maltesische Innenminister Michael Farrugia am Montag nach Verhandlungen mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und zwei weiteren Amtskollegen. Dieses solle bei einem Innenministertreffen Anfang Oktober den anderen EU-Staaten präsentiert werden.\nDetails der Einigung wurden zunächst nicht bekannt. Die Minister machten jedoch klar, dass es sich um einen „temporären“, also zeitlich befristeten Mechanismus für „Notfälle“ handeln soll. Es geht also nicht um die dauerhafte Einführung von Flüchtlingsquoten, gegen die sich vor allem Osteuropa seit Jahren sträubt.\nEr sei „hoch zufrieden“, erklärte Seehofer nach der vorläufigen Einigung. Er hatte sich bereit erklärt, ein Viertel der hilfesuchenden Menschen aufzunehmen. Frankreich könnte ein weiteres Viertel übernehmen. Außerdem haben Kroatien, Finnland, Irland, Litauen, Luxemburg und Portugal ihre Beteiligung zugesagt.\nWende kam mit Regierungswechsel in Italien # Das Treffen auf Malta war lange geplant, stand zunächst jedoch unter keinem guten Stern. Hilfsschiffe mit erschöpften Flüchtlingen irrten immer wieder tagelang durch das Mittelmeer, ohne einen aufnahmebereiten Hafen zu finden. Jedes Mal gabe es Streit um die Frage, wo die Menschen bleiben könnten. Die Wende kam erst mit dem Regierungswechsel in Italien.\nSeit dem Abgang des rechtspopulistischen Innenministers Matteo Salvini sind die italienischen Häfen wieder offen für die Helfer. Die Innenminister der EU können sich nun endlich um die seit Jahren überfällige politische Lösung kümmern, statt wie bisher verzweifelt nach Häfen zu suchen und um die Aufnahme der Bootsflüchtlinge zu feilschen.\nAllerdings sind noch nicht alle Streitfragen ausgeräumt. So fordert Italien, dass auch Frankreich seine Häfen für Rettungsboote öffnet. Umstritten ist auch, ob und wie Asylsuchende von „Wirtschaftsflüchtlingen“ unterschieden werden sollen. Ob diese Probleme geklärt werden konnten, bleibt zunächst unklar.\nZudem bleibt das Problem der Seenotrettung ungelöst. Die EU hat zwar ihre Marinemission „Sophia“ verlängert – doch sie verfügt nicht mehr über eigene Boote. Die Hauptlast bei der Rettung liegt daher immer noch bei privaten oder kirchlichen Hilfsorganisationen. Die Retter sind denn auch unzufrieden und fordern von der EU mehr Einsatz.\nZwiespältiges Echo # Zwiespältig fällt auch das Echo in der Politik aus. Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn begrüßte die Einigung, forderte aber die Beteiligung weiterer EU-Länder. „Wir brauchen mindestens zwölf Staaten, die ihrer Verantwortung nachkommen und gerettete Migranten aus dem zentralen Mittelmeer aufnehmen“, sagte er.\nDahinter steht offenbar die Sorge, ein Automatismus bei der Seenotrettung könne wieder mehr Flüchtlinge auf die gefährliche Fahrt nach Europa locken. Zuletzt waren die Zahlen auf der zentralen Mittelmeerroute jedoch deutlich zurückgegangen.\n","date":"26 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/innenministertreffen-zur-seenotrettung-notfalllosung-steht/","section":"","summary":"Nach jahrelangem Hickhack zeichnet sich eine Minimallösung im Streit über die Seenotrettung im zentralen Mittelmeer ab. Vier EU-Staaten – Deutschland, Frankreich, Italien und Malta – haben bei einem Treffen auf Malta…","title":"Innenministertreffen zur Seenotrettung Notfalllösung steht","type":"archive"},{"content":"Was für ein Erfolg: Am 20. September streikten allein in Deutschland 1,4 Millionen Menschen für Klimagerechtigkeit! Die SEEBRÜCKE war mit auf der Straße. In Berlin Blockierten Aktivist/innen der SEEBRÜCKE und von Ende Gelände Hauptverkehrsstraßen um zu zeigen, dass wir dem Klimakabinett die desaströsen Vorschläge nicht durchgehen lassen.\nIn Köln, Hamburg, Stuttgart und vielen weiteren Städten legte die SEEBRÜCKE im Rahmen der Aktionswoche bereits mit einer Plakataktion nach und zeigt: Die Klimakrise ist eine Rassismuskrise! Tagtäglich sterben Menschen im Mittelmeer und die Verursacher*innen der Klimakrise schauen weg. Wir schauen nicht weg, sondern streiten weiter für Klimagerechtigkeit und sichere Fluchtwege!\n","date":"26 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/die-seebrucke-streikt-mit/","section":"","summary":"Was für ein Erfolg: Am 20. September streikten allein in Deutschland 1,4 Millionen Menschen für Klimagerechtigkeit! Die SEEBRÜCKE war mit auf der Straße. In Berlin Blockierten Aktivist/innen der SEEBRÜCKE und von Ende…","title":"Die SEEBRÜCKE streikt mit!","type":"archive"},{"content":" Vielen Dank an alle, die sich an unserer Kampagne “EKD schick ein Schiff!” beteiligt haben! Denn in diesem Newsletter sagen wir: “Juhu, die Kirche schickt ein ein Schiff!”\nDer Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat tatsächlich beschlossen, in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis ein zusätzliches Schiff zur Rettung von Ertrinkenden ins Mittelmeer zu senden. Hierfür wird nun ein Verein gegründet.\nDiese tolle Entscheidung verkündete Landesbischof Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der EKD am 12. September bei einer gemeinsamen Bilanz-Pressekonferenz mit Vertreter*innen von Rettungs- und Hilfsorganisationen, Kommunen sowie der SEEBRÜCKE. Die Bilanz fiel von allen Seiten eindeutig aus: Die Politik versagt mit Hinblick auf die aktuelle Situation in Libyen und auf dem Mittelmeer. Auch nach der heute in Malta gefundenen Einigung bleiben die von Kommunen und Zivilgesellschaft formulierten Forderungen gültig! Über 90 Kommunen haben sich zu Sicheren Häfen erklärt. Für sie muss eine Möglichkeit geschaffen werden, freiwillig zusätzliche Schutzsuchende aufzunehmen.\nAlle Menschen müssen das Recht haben, sich frei und sicher zu bewegen! Lasst uns gemeinsam weiter für dieses Recht einstehen!\n","date":"26 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/juhu-die-kirche-schickt-ein-schiff/","section":"","summary":"","title":"Juhu, die Kirche Schickt ein Schiff!","type":"archive"},{"content":"In keinem anderen Monat dieses Jahres sind so viele Migrant*innen auf dem Seeweg nach Italien gekommen wie im September. Das liegt aber weder an der neuen Regierung, die in der Sache bisher wenig an der Migrationspolitik der alten Koalition geändert hat, noch an der Präsenz der NGOs im zentralen Mittelmeer. Die Mehrzahl der zivilen Rettungsboote liegt zur Zeit in europäischen Häfen. Ausschlaggebend sind zwei andere Faktoren: zum einen nutzen die Boat-people die Wetterbedingungen, die noch günstig sind, ehe Herbst und Winter die Überfahrt nach Europa nahezu unmöglich machen. Zum anderen sollen Schlepper inzwischen auch auf die ‚tunesische‘ Route ausgewichen sein, auf der bisher vor allem Tunesier die italienische Küste angesteuert haben – auf sog. Phantombooten und aus eigener Kraft. Die Route gilt als vergleichsweise ‚einfach‘, vor allem weil die libysche Route zunehmend riskanter geworden ist, nachdem die EU der von Milizen dominierten Küstenwache Libyens die Kontrolle über das zentrale Mittelmeer faktisch überlassen hat und es stillschweigend hinnimmt, dass abgefangene Boat-people in Lager zurück deportiert werden, die von Politikern der EU als KZs bezeichnet werden.\n","date":"24 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/italien-zahl-der-bootslandungen-nimmt-wieder-zu/","section":"","summary":"In keinem anderen Monat dieses Jahres sind so viele Migrant*innen auf dem Seeweg nach Italien gekommen wie im September. Das liegt aber weder an der neuen Regierung, die in der Sache bisher wenig an der Migrationspoli…","title":"Italien, Zahl der Bootslandungen nimmt wieder zu","type":"archive"},{"content":"Berlin will die Blockade der Sicheren Häfen durchbrechen: Der Senat der Hauptstadt fordert, dass die Bundesländer endlich selbst über die Aufnahme von zusätzlichen geflüchteten Menschen entscheiden dürfen. Bisher ist dafür die Zustimmung der Bundesregierung notwendig. Gelingt der Vorstoß, könnten Bundesländer künftig viel mehr Schutz suchende Menschen aufnehmen - und sie eigenständig den Städten zuweisen, die sich zu Sicheren Häfen erklären.\nDass der Berliner Senat jetzt diese Gesetzesänderung fordert, ist der Erfolg der vielen Aktiven, die sich für die Aufnahme von Mitmenschen stark machen. Berlin verkündete das Vorhaben beim SEEBRÜCKEN-Kongress im Juni. Doch nur mit der Zustimmung weiterer Bundesländer kann Berlin die nötige Gesetzesänderung auf durchsetzen. Dass genügend Bundesländer mitmachen, ist alles andere als sicher.\nDeshalb müssen wir wieder laut werden! Fordert gemeinsam die Landesregierungen Eurer Bundesländer auf, die Initiative Berlins zu den sogenannten Landesaufnahmeprogrammen (LAP) im Bundesrat zu unterstützen! ","date":"24 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/berlin-will-gesetzesanderung-fur-sichere-hafen-jetzt-den-vorstoss-unterstutzen/","section":"","summary":"Berlin will die Blockade der Sicheren Häfen durchbrechen: Der Senat der Hauptstadt fordert, dass die Bundesländer endlich selbst über die Aufnahme von zusätzlichen geflüchteten Menschen entscheiden dürfen. Bisher ist…","title":"Berlin will Gesetzesänderung für Sichere Häfen - jetzt den Vorstoß unterstützen!","type":"archive"},{"content":"Heute einigten sich die Innenminister von Malta, Deutschland, Finnland, Frankreich und Italien bei einem EU-Treffen in Malta auf eine Übergangslösung zur Aufnahme und Verteilung von auf dem Mittelmeer geretteten Menschen. Endlich soll es einen freiwilligen Notfallmechanismus geben. Die Vorstellung der genauen Ergebnisse steht noch aus. Für die SEEBRÜCKE ist jedoch jetzt schon klar:\nDies ist ein zu kleiner Schritt in die richtige Richtung. Wir werden solange weiter auf die Straßen gehen, bis es eine grundsätzliche Lösung gibt und kein Mensch mehr im Mittelmeer stirbt. Es bleibt viel zu tun: Europas Staaten müssen mit staatlicher Seenotrettung Verantwortung übernehmen, die lebensgefährlichen Rückführungen nach Libyen sofort stoppen und aufhören, die sogenannte libysche Küstenwache zu unterstützen und auszubilden. Für all diese Aufgaben haben die Innenminister heute keine Lösung gefunden.\n","date":"24 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/malta-einigung-ist-keine-losung/","section":"","summary":"Heute einigten sich die Innenminister von Malta, Deutschland, Finnland, Frankreich und Italien bei einem EU-Treffen in Malta auf eine Übergangslösung zur Aufnahme und Verteilung von auf dem Mittelmeer geretteten Mensc…","title":"Malta-Einigung ist keine Lösung!","type":"archive"},{"content":"Dass im Mittelmeer noch immer Menschen ertrinken, sei nicht hinnehmbar, findet die evangelische Kirche. Gemeinsam mit anderen Organisationen will sie nun ein eigenes Rettungsschiff schicken. Sie erfüllt damit die Forderung einer Basisbewegung.\nIn der Verwaltung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover ist am Dienstagmorgen ein Drohbrief mit einem verdächtigen weißen Pulver eingegangen. Die Berufsfeuerwehr habe die Substanz gesichert und inzwischen als ungefährlich eingestuft, teilte die Polizei mit. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen zu einer „Bedrohung im Flüchtlingskontext“ aufgenommen. Zum Inhalt des Schreibens und Art der Substanz mache die Polizei derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben.\nNach Angaben der Polizei hatte ein Mitarbeiter des Kirchenamtes gegen 8.30 Uhr den Brief geöffnet, der an den Vorstand adressiert war. Beim Öffnen sei eine zunächst unbekannte Substanz aus dem Umschlag gerieselt. Dabei sei der Mann mit dem Pulver in Berührung gekommen. Sofort seien Polizei und Feuerwehr über den Notruf benachrichtigt worden. Die Berufsfeuerwehr Hannover habe die Substanz dann gesichert. Inzwischen hätten zwei Labore das Pulver als harmlos bewertet.\nDie EKD hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass sie sich mit einem eigenen Schiff an der Seenotrettung im Mittelmeer beteiligen will. Man wolle nicht hinnehmen, dass dort weiter Menschen ertrinken, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm. Gemeinsam mit anderen Organisationen will die EKD einen Verein gründen, der ein eigenes Schiff kauft, umbaut und betreibt. Zum dahinter stehenden Bündnis gehören nach Angaben des Bischofs zahlreiche Institutionen und Organisationen, auch Kirchengemeinden und Sportvereine. Bedford-Strohm rechnet mit einem hohen sechsstelligen bis niedrigen siebenstelligen Betrag für die Aktion.\nDie Idee, ein eigenes Schiff ins Mittelmeer zu entsenden, wird innerhalb der evangelischen Kirche seit dem Kirchentag im Juni in Dortmund diskutiert. Eine Resolution der Laienbewegung hatte die EKD aufgefordert, mit einer eigenen Rettungsmission ein Zeichen zu setzen. „Wir setzen damit ein klares Zeichen“, sagte Bedford-Strohm. Egal aus welchen Gründen Menschen in Lebensgefahr seien, bestehe die Pflicht zu helfen, sagte Bedford-Strohm:\n„Not hat keine Nationalität.“ # Die Kirche sei in dieser Situation kein politischer, sondern ein „diakonischer Akteur“, betonte er.\nSeenotrettung Streitthema # Die Seenotrettung im Mittelmeer ist ein Streitthema unter den EU-Staaten. Italien hatte unter Innenminister Matteo Salvini, der inzwischen nicht mehr im Amt ist, wiederholt Rettungsschiffen die Einfahrt in Häfen verweigert. Crews und Gerettete mussten teilweise wochenlang auf dem Wasser ausharren. Deutschland setzt darauf, dass sich die EU-Staaten auf eine Verteilung der Geretteten einigen, weil Italien nicht allein für die Anlandenden aufkommen will. In der nächsten Woche will sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) mit der neuen italienischen Innenministerin Luciana Lamorgese in Berlin treffen.\nIn der Haushaltsdebatte im Bundestag sagte Seehofer: „Ich denke, wir müssen nicht darüber diskutieren, dass wir Menschen vor dem Ertrinken retten, aber wir wollen ein Regelverfahren, das diese erbärmlichen Zustände der letzten Monate vermeidet.“ Am 23. September kommen einige der EU-Innenminister auf Malta zusammen, um weiter darüber zu beraten.\nEKD hofft auf Unterstützung # Bedford-Strohm präsentierte den Beschluss für ein eigenes Schiff gemeinsam mit Vertretern von „Ärzte ohne Grenzen“, den Organisationen „Seebrücke“ und „Sea-Eye“ sowie dem Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). Die brandenburgische Hauptstadt gehört zum Bündnis „Städte Sicherer Häfen“, die als Kommunen anbieten, zusätzliche Flüchtlinge aufzunehmen.\nWelche Organisationen genau den Verein mitgründen werden, blieb zunächst offen. Bedford-Strohm hofft auch auf Unterstützung aus der katholischen Kirche. Der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, äußerte sich zunächst zurückhaltend. Das Engagement der EKD sei begrüßenswert. Auch für die katholische Kirche bleibe die Seenotrettung ein wichtiges Anliegen. „Neben diesem evangelischen Projekt wird es auch auf katholischer Seite weiterhin Aktivitäten in diesem Feld geben“, sagte Kopp, ohne konkretere Angaben zu machen.\nKostenverteilung noch unklar # Unklar ist auch noch, wer welchen Anteil an den Kosten trägt. Die Evangelisch-reformierte Kirche hatte bereits vor längerer Zeit angekündigt, 15.000 Euro für ein kirchliches Seenotrettungsschiff spenden zu wollen. Die EKD selbst unterstützte bereits das Aufklärungsflugzeug „Moonbird“ im Mittelmeer finanziell.\nBegrüßt wurde die Initiative der EKD von den Grünen. Die Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt und die Abgeordnete Luise Amtsberg sagten, die Kirche gehe mit gutem Beispiel voran. Die parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion, Britta Haßelmann, twitterte: „Danke dafür“. Auch der Kirchentag begrüßte in einer Mitteilung, dass die EKD seiner Forderung nachkommt.\n(epd/mig)\n","date":"19 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/evangelische-kirche-will-eigenes-rettungsschiff-ins-mittelmeer-schicken/","section":"","summary":"Dass im Mittelmeer noch immer Menschen ertrinken, sei nicht hinnehmbar, findet die evangelische Kirche. Gemeinsam mit anderen Organisationen will sie nun ein eigenes Rettungsschiff schicken. Sie erfüllt damit die Ford…","title":"Evangelische Kirche will eigenes Rettungsschiff ins Mittelmeer schicken","type":"archive"},{"content":"Während weitere Flüchtlinge im Mittelmeer aus Seenot gerettet werden, streiten Italien und Malta über Zuständigkeiten. Die Geretteten bleiben derweil im Ungewissen.\nDas private Rettungsschiff „Ocean Viking“ hat 48 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet. Die Menschen, darunter Frauen, Kleinkinder und ein Baby, seien mit einem Holzboot rund 50 Seemeilen von der libyschen Küste entfernt in Seenot geraten, teilten die Organisationen „Ärzte ohne Grenzen“ und SOS Méditerranée am Dienstag per Twitter mit. Die beiden Initiativen betreiben das Schiff gemeinsam.\nDerweil herrschte Irritation zwischen den maltesischen und italienischen Küstenbehörden. Die italienische Küstenwache hatte in der Nacht auf Dienstag mit zwei Schiffen 90 Flüchtlinge in maltesischen Gewässern gerettet, deren Boot in Seenot geraten war. Die maltesische Leitstelle habe die Aktion koordiniert und zugesagt, ein Schiff zu schicken, teilte die italienische Küstenwache mit. Das Schiff sei nicht angekommen und Malta verweigere die Aufnahme der Geretteten.\nMalta nimmt Gerettete aus eigenen Gewässern nicht auf # Der Vorfall sorgte für Unverständnis bei der italienischen Küstenwache. Denn bisher hat sich Malta stets geweigert, Flüchtlinge aufzunehmen, die nicht in maltesischen, sondern in libyschen Gewässern aufgenommen wurden. In diesem Fall gerieten die Flüchtlinge nicht nur in der maltesischen Rettungszone in Seenot, sondern der Einsatz wurde auch von maltesischen Behörden koordiniert. Die beiden italienischen Rettungsschiffe hätten in Erwartung weiterer Anweisungen der maltesischen Behörden Kurs auf Malta genommen.\nUnterdessen erreichte ein Boot mit zehn Tunesiern die italienische Insel Lampedusa. Um das wegen des kontinuierlichen Zustroms überfüllte Flüchtlingslager der Insel zu entlasten, brachten die Behörden 70 Migranten mit einer Linienfähre nach Sizilien. (epd/mig)\n","date":"18 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/malta-verweigert-aufnahme-ocean-viking-rettet-vor-libyen-48-fluchtlinge/","section":"","summary":"Während weitere Flüchtlinge im Mittelmeer aus Seenot gerettet werden, streiten Italien und Malta über Zuständigkeiten. Die Geretteten bleiben derweil im Ungewissen.","title":"Malta verweigert Aufnahme „Ocean Viking“ rettet vor Libyen 48 Flüchtlinge","type":"archive"},{"content":"Nach Blockade\nZwei EU-Länder nehmen Migranten der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; auf\nSeit Tagen liegt das Rettungsschiff \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; vor Malta, nur noch wenige Migranten sind an Bord. Nun wurde offenbar eine Lösung für sie gefunden.\nDie maltesische Regierung hat mitgeteilt, dass es für die auf dem deutschen Rettungsschiff \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; verbliebenen Migranten nach tagelanger Blockade eine Lösung gibt. Zwei EU-Länder hätten sich zur Aufnahme der fünf verbleibenden Migranten bereit erklärt. Die Migranten sollten nicht in Malta bleiben. Welche Staaten die Menschen übernehmen, blieb unklar.\nDas Schiff der Regensburger Organisation Sea-Eye hatte vor etwa zehn Tagen 13 Migranten auf dem Mittelmeer aufgenommen, die meisten wurden schon zuvor als Notfälle an Land gebracht. Von der Crew wurden zwei Suizidversuche gemeldet. Die Menschen kommen nach Angaben der NGO aus Tunesien. Sie werden nun von maltesischen Armeeschiffen an Land gebracht.\nNun ist noch das Rettungsschiff \u0026ldquo;Ocean Viking\u0026rdquo; mit 84 Bootsflüchtlinge auf dem Meer blockiert. Das Boot darf - wie so viele andere Schiffe zuvor - bisher weder in Malta noch in Italien anlegen.\nVertreter von EU-Regierungen suchen nach Lösung\nAuf der Suche nach einer Lösung, wie Bootsflüchtlinge innerhalb der EU verteilt werden sollen, könnte es jedoch bald Fortschritte geben. Am 23. September hat Malta Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Italiens, des EU-Ratsvorsitzenden Finnland sowie der EU-Kommission in die maltesische Stadt Vittoriosa eingeladen, wie eine Sprecherin des maltesischen Innenministeriums bestätigte. Das ursprünglich für den 19. September vorgesehene Treffen hatte zunächst wegen Terminproblemen verschoben werden müssen.\nDie Übergangsregelung soll verhindern, dass Italien und Malta Schiffen mit geretteten Migranten an Bord weiter die Einfahrt in ihre Häfen versagen. Beide Länder hatten dies zuletzt mehrfach getan und gefordert, dass andere EU- Staaten vorher zusagen, alle Migranten an Bord der Schiffe aufzunehmen. Die Menschen mussten daraufhin oft für mehrere Wochen auf den Schiffen ausharren.\nhöh/dpa\n","date":"13 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/pressemitteilung-vom-10-09-2019/","section":"","summary":"Nach Blockade","title":"Pressemitteilung vom 10.09.2019","type":"archive"},{"content":"Tagelang fand die \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; keinen sicheren Hafen für ihr Schiff - inzwischen hat Malta auch die letzten Migranten evakuiert. Doch nun erheben die deutschen Seenotretter Vorwürfe gegen die Regierung.\nDie deutsche Seenotrettungsorganisation Sea-Eye fühlt sich von der maltesischen Regierung unter Druck gesetzt. Das sagte Gorden Isler, Sprecher der NGO, dem SPIEGEL, nachdem Malta die fünf auf dem Schiff verbliebenen Migranten evakuiert hatte.\n\u0026ldquo;Malta hat uns erpresst\u0026rdquo;, sagte Isler. \u0026ldquo;Hätten wir unseren gerichtlichen Protest nicht zurückgezogen, wären die Migranten nicht evakuiert worden. Die maltesische Regierung entfernt sich damit weiter von etablierten rechtsstaatlichen Grundsätzen.\u0026rdquo; Mit dem Protest wollte Sea-Eye gerichtlich klären lassen, ob Malta für die \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; und die Migranten an Bord zuständig ist. Islers Verdacht: \u0026ldquo;Hätte uns das Gericht Recht gegeben, wäre klar geworden, dass Malta Hilfe zu Unrecht verweigert hat.\u0026rdquo;\nZehn Tage Warten auf dem Meer\nZehn Tage hatte die \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; mit zuletzt noch fünf geretteten Migranten an Bord vor der Küste Maltas gelegen, acht Migranten waren zuvor aus medizinischen Gründen evakuiert worden. Von der Crew wurden zwei Suizidversuche gemeldet.\nMalta hatte sich nach Sea-Eye-Angaben für nicht zuständig erklärt, obwohl die \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; die Migranten von einem Holzboot innerhalb der maltesischen Such- und Rettungszone aufgenommen hatte.\nDienstagabend holte die maltesische Regierung die Migranten schließlich mit Schiffen der Armee von Bord. Sie habe eine Evakuierung angeboten, \u0026ldquo;nachdem Sea-Eye den gerichtlichen Protest gegen die maltesische Regierung zurückgezogen hatte\u0026rdquo;, hieß es in einer Pressemitteilung\n. Zwei EU-Staaten hätten sich zur Aufnahme der Migranten bereit erklärt; die Migranten würden nicht in Malta bleiben.\nDen Protest hatte Sea-Eye bei einem maltesischen Gericht eingelegt. Das Ziel der NGO: Das Gericht sollte die Zuständigkeit Maltas formal feststellen. Den Protest zog Sea-Eye anschließend zurück.\nEU-Staaten wollen auf Malta beraten\nSeit Monaten finden private Rettungsschiffe im Mittelmeer oft tage- oder wochenlang keinen sicheren Hafen. Italien und Malta verweigern sich meist so lange, bis unter Federführung der EU-Kommission andere EU-Staaten die Aufnahme der geretteten Migranten zusagen.\nNach der Evakuierung der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; ist derzeit noch das Rettungsschiff \u0026ldquo;Ocean Viking\u0026rdquo; mit 84 Bootsflüchtlinge auf dem Meer. Am 23. September wollen sich Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Finnlands sowie der EU-Kommission auf Malta treffen, um über die Regeln für private Seenotretter zu diskutieren.\nNach Angaben der Internationalen Organisation für Migration sind 2019 im Mittelmeer bereits 641 Menschen gestorben. Das sind weniger als in den vergangenen Jahren, allerdings ist die Route noch tödlicher geworden.\n","date":"13 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/evakuierung-der-alan-kurdi/","section":"","summary":"Tagelang fand die “Alan Kurdi” keinen sicheren Hafen für ihr Schiff - inzwischen hat Malta auch die letzten Migranten evakuiert. Doch nun erheben die deutschen Seenotretter Vorwürfe gegen die Regierung.","title":"Evakuierung der \"Alan Kurdi\"","type":"archive"},{"content":"Berlin (epd). Die evangelische Kirche will gemeinsam mit anderen Organisationen ein Schiff zur Rettung von Menschen aus Seenot ins Mittelmeer schicken. Dass dort weiterhin Menschen ertrinken, sei etwas, das man nicht hinnehmen könne, sagte der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche Heinrich Bedford-Strohm, in Berlin. Er kündigte an, dass ein Verein gegründet werden soll, der ein eigenes Schiff kauft.\nZum dahinter stehenden Bündnis gehören nach Angaben des Bischofs zahlreiche Institutionen und Organisationen, auch Kirchengemeinden und Sportvereine. Bedford-Strohm rechnet mit einem hohen sechsstelligen bis niedrigen siebenstelligen Betrag für Kauf und Umbau des Schiffes.\nDie Idee, ein eigenes Schiff zu entsenden, wird innerhalb der evangelischen Kirche seit dem Kirchentag im Juni in Dortmund diskutiert. Eine Resolution der dortigen Teilnehmer hatte die EKD aufgefordert, mit einer eigenen Rettungsmission ein Zeichen zu setzen. „Wir setzen damit ein klares Zeichen“, sagte Bedford-Strohm nun. Das Schiff sei Teil des diakonischen Auftrags der Kirche. Den Beschluss für die Gründung des Vereins hat der Rat der EKD nach Bedford-Strohms Worten am 6. September gefasst. In dem Gremium habe es eine große Einigkeit zu der Frage gegeben, sagte er.\nEgal aus welchen Gründen Menschen in Lebensgefahr sind, bestehe die Pflicht zu helfen, sagte Bedford-Strohm:\n„Not hat keine Nationalität“\nKritikern, die der Auffassung sind, die evangelische Kirche handele damit nicht verantwortlich, sondern „gesinnungsethisch“, hielt der bayerische Landesbischof entgegen: „Barmherzigkeit und Verantwortung können nicht gegeneinander ausgespielt werden.“ Er betonte aber, die Kirche sei in dieser Situation kein politischer, sondern ein „diakonischer Akteur“.\nSeenotrettung ist ein Streitthema unter EU-Staaten # Seenotrettung im Mittelmeer ist ein Streitthema unter den EU-Staaten. Unter Innenminister Matteo Salvini, der inzwischen nicht mehr im Amt ist, hatte Italien wiederholt Rettungsschiffen die Einfahrt in Häfen verweigert. Crews und Gerettete mussten teilweise wochenlang auf dem Wasser ausharren. Deutschland setzt darauf, dass sich die EU-Staaten auf eine Verteilung der Geretteten einigen, weil Italien nicht allein für die Anlandenden aufkommen will.\n","date":"12 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/seenotrettung-evangelische-kirche-will-schiff-ins-mittelmeer-schicken-vereinsgrundung-kauf-und-umbau-eines-bootes-geplant/","section":"","summary":"Berlin (epd). Die evangelische Kirche will gemeinsam mit anderen Organisationen ein Schiff zur Rettung von Menschen aus Seenot ins Mittelmeer schicken. Dass dort weiterhin Menschen ertrinken, sei etwas, das man nicht…","title":"Seenotrettung: Evangelische Kirche will Schiff ins Mittelmeer schicken - Vereinsgründung, Kauf und Umbau eines Bootes geplant","type":"archive"},{"content":"Die deutsche Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete wurde am Dienstagabend in Barcelona mit der Ehrenmedaille des katalanischen Regionalparlaments geehrt. Ausgezeichnet wurde auch der Gründer der spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms, Oscar Camps. Überreicht wurden die Ehrenmedaillen vom katalanischen Parlamentspräsidenten Roger Torrent, die Laudatio hielt Fußballtrainer Pep Guardiola.\nNachdem er eine Minute Katalanisch gesprochen hatte, wechselte Guardiola, der frühere Trainer des FC Bayern München, für ein paar Sätze auf Deutsch und sagte: „Danke dir, Kapitänin, dass du uns so viel Bedeutendes und Fundamentales gezeigt hast. Besonders, dass die Solidarität, die Tugend und die Stärke eines jeden Landes sein soll: Wir brauchen offene Häfen. Wenn diese Häfen noch geschlossen sind, müssen wir sie öffnen, um Humanität in jedem Land zu verankern. Denn wir wollen nicht, wie du so treffend gesagt hast, dass sich die Vergangenheit in der Zukunft wiederholt.“ Danach sprach der 48-Jährige auf Katalanisch weiter.\n„Eins möchte ich klar sagen: Medaillen und Worte werden nicht ausreichen“, erklärte Rackete und forderte „konkrete Akte der Solidarität“. Sie war Ende Juni in Italien festgenommen worden, nachdem sie ihr Schiff „Sea-Watch 3“ mit 40 Flüchtlingen an Bord in den Hafen von Lampedusa gesteuert hatte, obwohl Italiens damaliger Innenminister Matteo Salvini von der rechtsextremen Lega-Partei das Anlegen von Rettungsschiffen in italienischen Häfen verboten hatte.\n","date":"12 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/wir-brauchen-offene-hafen-carola-rackete-wird-von-geehrt/","section":"","summary":"D ie deutsche Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete wurde am Dienstagabend in Barcelona mit der Ehrenmedaille des katalanischen Regionalparlaments geehrt. Ausgezeichnet wurde auch der Gründer der spanischen Hilfsorganisa…","title":"„Wir brauchen offene Häfen“  Carola Rackete wird von geehrt","type":"archive"},{"content":"Am Samstagmorgen rettete die Crew der ALAN KURDI auf dem Weg in die libysche SAR-Zone 13 Menschen aus einem überladenen Holzboot in der maltesischen SAR-Zone. Malta weigert sich die Koordinierung zu übernehmen und verweist an Deutschland. Italien verbot die Einfahrt in italienische Gewässer. Die 13 Männer, davon 8 Minderjährige, wollten nach Lampedusa, hielten aber Kurs auf Sizilien. Einen Kompass gab es nicht. Aus eigener Kraft hätte das überladene Holzboot keinen Ort sicher erreichen können.\nItalien hält an der Gültigkeit des \u0026ldquo;Salvini Dekrets\u0026rdquo; fest Sea-Eye legt Beschwerde vor maltesischem Gericht ein zwei Minderjährige drohen mit Suizid medizinische Evakuierung zweier Geretteter wurde angefragt Italien hat eine neue Regierung. Die Einsatzleitung der ALAN KURDI erkundigte sich deshalb beim italienischen Innenministerium um 10:25 Uhr, ob das sogenannte \u0026ldquo;Salvini Dekret\u0026rdquo; mit der Nr. 53/2019 weiter Gültigkeit habe. Um 12:26 Uhr bestätigte das Ministerium kurz und knapp: \u0026ldquo;We inform you that the Decree no. 53/2019 is still valid.\u0026rdquo;\nDie Einsatzleitung hat der Kemptener Arzt Jan Ribbeck. \u0026ldquo;Offenbar hält auch die neue Regierung in Rom an dem harten Kurs gegen zivile Rettungskräfte fest\u0026rdquo;, kommentiert Ribbeck.\nMalta weigerte sich seit fünf Tagen die Verantwortung für die Koordinierung des Rettungseinsatzes zu übernehmen, obgleich die maltesische Behörde (RCC Malta) niemals bestritt, dass sich der Vorfall in der maltesischen SAR-Zone ereignete. Sea-Eye entschied nun erstmalig Beschwerde vor einem maltesischen Gericht einzureichen, um die Zuständigkeit der maltesischen Rettungsleitstelle gerichtlich feststellen zu lassen.\nDerweil verschlechtert sich der Gemütszustand der Geretteten an Bord. Seit Tagen versucht Einsatzleiter Jan Ribbeck die Geretteten zu beruhigen und von der schwierigen Situation abzulenken. Sie schlafen bei schlechtem Wetter an Deck in einem Container. Insgesamt leiden zwei Gerettete seit Dienstag unter schweren Angstattacken und verursachen so auch bei den anderen Geretteten zunehmende Stresserscheinungen. Sie diskutieren immer wieder mit Einsatzleiter Jan Ribbeck darüber, selbst an Land schwimmen zu wollen, auch wenn sie dabei sterben könnten.\n\u0026ldquo;Beide reden nicht nur offen über ihre suizidalen Gedanken, sondern mussten wiederholt davon abgehalten werden, durch die Sicherheitsnetze über die Reeling zu klettern. Wir haben entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen und 24 Stunden Wachen an Deck, aber wir haben jetzt wirklich einen gefährlichen Punkt erreicht und ich mache mir große Sorgen\u0026rdquo;, sagt Ribbeck weiter.\nAm frühen Donnerstagnachmittag bat die Einsatzleitung deshalb das RCC Malta darum, die beiden Jungen schnellstmöglich zu evakuieren. Schließlich stimmte die maltesische Rettungsleitstelle der Evakuierung der Betroffenen zu.\n\u0026ldquo;Wir informieren die deutschen Behörden fortlaufend über die schwierige Situation an Bord der ALAN KURDI. Eine politische Einigung ist derzeit jedoch nicht absehbar.\u0026rdquo; sagt Gorden Isler, Sprecher von Sea-Eye. \u0026ldquo;Die neue Regierung in Rom zeigt schon in ihren ersten Stunden Härte gegen die ALAN KURDI und bietet ebenfalls keine Hilfe an. Offenbar will man den Italienern zeigen, dass es keinen Salvini braucht, um gegen Rettungskräfte anzukämpfen\u0026rdquo;, sagt Isler weiter.\n","date":"5 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/minderjahrige-drohen-mit-suizid-sea-eye-wendet-sich-an-maltesisches-gericht/","section":"","summary":"Am Samstagmorgen rettete die Crew der ALAN KURDI auf dem Weg in die libysche SAR-Zone 13 Menschen aus einem überladenen Holzboot in der maltesischen SAR-Zone. Malta weigert sich die Koordinierung zu übernehmen und ver…","title":"Minderjährige drohen mit Suizid – Sea-Eye wendet sich an maltesisches Gericht","type":"archive"},{"content":"In den vergangenen Tagen wurden Dutzende Harragas* noch an oder vor der algerischen Küste abgefangen. Weiteren mehreren Dutzend gelang die Meerespassage bis in die spanische Region Almeria und vermehrt auch nach Ibiza. Sogar ein Kreuzfahrtschiff (Corsica Lines, Algier-Marseille) rettete gerade algerische Harragas. Heute berichtet die Tageszeitung „Le Quotidien d’Oran“, dass ungefähr 14 Harragas vermisst werden. Der spanische Seenotrettungsdienst Salvamento Marítimo habe die Suche eingestellt.\n*Harragas, aus dem Arabischen حراقة, ḥarrāqa ‚diejenigen, die (ihre Einwanderungspapiere) verbrennen‘, sind nordafrikanische Migranten, die illegal aufs europäische Festland oder europäische Inseln in behelfsmäßigen Booten einzuwandern versuchen. Der Name leitet sich von der Praxis her, ihre Einwanderungspapiere zu verbrennen, wenn sie festgenommen werden. ","date":"5 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/mindestens-14-algerische-harragas-vermisst/","section":"","summary":"In den vergangenen Tagen wurden Dutzende Harragas* noch an oder vor der algerischen Küste abgefangen. Weiteren mehreren Dutzend gelang die Meerespassage bis in die spanische Region Almeria und vermehrt auch nach Ibiza…","title":"Mindestens 14 algerische Harragas* vermisst","type":"archive"},{"content":"Ein neues Bootsunglück im Mittelmeer löst Trauer und Bestürzung aus. Wieder sind Flüchtlinge ertrunken, darunter auch Kinder. Zugleich sucht die deutsche „Eleonore“ mit rund 100 Geretteten an Bord dringend einen Hafen.\n„Alan Kurdi“ wieder im Einsatz # Am Montagabend war ein weiteres Rettungsschiff im Mittelmeer gestartet. Die „Alan Kurdi“ stach im spanischen Hafen Castellón in See und steuert das Rettungsgebiet vor der libyschen Küste an, wie die Hilfsorganisation Sea-Eye in Regensburg mitteilte. Voraussichtlich am Freitag werde man das Gebiet erreichen.\nNach einem Bootsunglück vor der libyschen Küste im Mittelmeer wird befürchtet, dass mehr als 40 Flüchtlinge gestorben sind. Mehrere Tote seien geborgen worden, und etwa 40 Menschen würden vermisst, teilte das UN-Hilfswerk für Flüchtlinge (UNHCR) am Dienstag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Etwa 60 Menschen seien gerettet worden. Die libysche Küstenwache und örtliche Fischer hätten sich seit dem frühen Morgen an der Rettungsaktion beteiligt. Unter den Toten sind laut der Internationalen Organisation für Migration auch Kinder.\nDas deutsche Rettungsschiff „Eleonore“ mit rund 100 Flüchtlingen an Bord sucht unterdessen dringend einen sicheren Hafen im Mittelmeer. Der italienische Innenminister Matteo Salvini verbot dem Schiff der Organisation Mission Lifeline, in italienische Hoheitsgewässer einzufahren.\nKeine Versorgung mit Lebensmitteln # Nach Angaben des Kapitäns Claus-Peter Reisch untersagte zugleich Malta, dass ein Versorgungsschiff Wasser und Lebensmittel an die „Eleonore“ liefert. „Man möchte offenbar, dass unsere Gäste und wir verhungern und verdursten“, twitterte er. Laut der Crew verweigerte auch Malta die Einfahrt in seine Gewässer. Das Schiff war am Dienstagabend noch zehn Seemeilen von der 12-Meilen-Zone Maltas entfernt.\nÜber das Verbot, in italienische Gewässer einzufahren, wurde die Crew der „Eleonore“ offiziell nicht informiert, wie Lifeline-Sprecher Axel Steier dem „Evangelischen Pressedienst“ sagte. Auch Verteidigungsministerin Elisabetta Trenta und Transportminister Danilo Toninelli hätten die Anordnung bereits unterzeichnet, berichtete der italienische Rundfunk.\nAngeklagt und verurteilt # Die Crew der „Eleonore“ mit Kapitän Reisch war erst am Freitag zu ihrem ersten Rettungseinsatz vor der libyschen Mittelmeerküste aufgebrochen. Das erste Schiff der Organisation, die „Lifeline“, war im vergangenen Sommer in Malta beschlagnahmt worden. Mit 234 geretteten Flüchtlingen an Bord hatte es dort erst nach tagelanger Irrfahrt anlegen dürfen.\nKapitän Reisch wurde mit der Begründung angeklagt, das Schiff falsch registriert zu haben. Nach monatelangen Verzögerungen verurteilte ein Gericht in der maltesischen Hauptstadt Valletta den 58 Jahre alten Kapitän Mitte Mai zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro. Gegen das Urteil hat Reisch Revision eingelegt.\nAm Montag jährt sich der Tod des Flüchtlingskindes Alan Kurdi zum vierten Mal, das dem deutschen Rettungsschiff seinen Namen gab. „An diesem Tag werden wir Wache in einem Seegebiet halten, in dem Tausende Menschen Söhne und Töchter verloren haben“, erklärte Sea-Eye-Vorsitzender Gorden Isler. Der Leichnam des Jungen wurde am 2. September 2015 an der türkischen Küste in der Nähe Bodrums angespült. Fotos des toten Jungen gingen um die Welt. (epd/mig)\n","date":"5 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/bootsungluck-vor-libyen-italien-und-malta-weisen-rettungsschiff-mit-100-fluchtlingen-ab/","section":"","summary":"Ein neues Bootsunglück im Mittelmeer löst Trauer und Bestürzung aus. Wieder sind Flüchtlinge ertrunken, darunter auch Kinder. Zugleich sucht die deutsche „Eleonore“ mit rund 100 Geretteten an Bord dringend einen Hafen.","title":"Bootsunglück vor Libyen + Italien und Malta weisen Rettungsschiff mit 100 Flüchtlingen ab","type":"archive"},{"content":"In Italien gebiert die untergehende flüchtlingsfeindliche Politik des scheidenden Innenministers Matteo Salvini ein altbekanntes Ungeheuer: „Kämpfende Verwaltungen“, die sich an keine Normen gebunden sehen, attackieren andere Institutionen, die rechtsstaatlich vorgehen. Die militärische maritime Zollbehörde („Guardia di Finanza“) hat heute gegen die „Mare Jonio“ ein Zwangsgeld in Höhe von 300.000 Euro verhängt und das Schiff beschlagnahmt, nachdem die italienische Hafenbehörde („Capitaneria di Porto“) und die Küstenwache („Guardia Costiera“) der „Mare Jonio“ die Einfahrt und das Anlanden der Geretteten in Lampedusa gestern erlaubt hatten.\nDie „Mare Jonio“ hatte noch 31 Gerettete an Bord, die am Tag zuvor teilweise in einen Hunger- und Durststreik getreten waren. Nach Folter in den libyschen Internierungslagern litten sie immer heftiger unter dem „sadistischen Rassismus“ des italienischen Innenministeriums, das sie ausserhalb der italienischen Gewässer blockiert hielt. Nach hochoffiziellen medizinischen Besuchen an Bord kam schließlich die Einfahrt- und Anlandungserlaubnis.\nBereits in den Tagen zuvor hatte die Küstenwache der „Mare Jonio“ mitgeteilt, sie solle sich doch bitte mit über 30 anderen staatlichen Institutionen in Verbindung setzen, die allesamt in unterschiedlichen Funktionen an der Blockade des Schiffs ausserhalb der italienischen Gewässer beteiligt seien. Diese ungewöhnliche Aufforderung war ein Hinweis darauf, dass sich staatliche Verwaltungen weiterhin darauf vorbereiteten, jenseites jeglichen Gesetzes gegen Gerettete und ihre NGO-Retter*innen vorzugehen. Ein anderer Fingerzeig fand sich Tage zuvor im Schreiben an die „Aquarius“, ebenfalls mit Erlaubnis der Anlandung: Dort wurde mit Paragraph und juristischer Sachkenntnis dargelegt, gegen welche nationalen und internationalen Gesetze das 2. Sicherheitsdekret des scheidenden Innenministers Salvini verstößt.\nGegen die Formierung einer „kämpfenden Verwaltung“ reichten gestern Rechtsanwälte, Politiker und Marine-Militärs eine umfangreiche Klageschrift bei der nationalen Staatsanwaltschaft Italiens, beim Menschenrechtskommissariat des Europarats, beim UNHCR und bei der EU-Kommission ein. Der Senator Gregorio de Falco, Mitunterzeichner der Klageschrift, wegen Linksabweichung aus der 5-Sterne-Bewegung ausgeschlossen und Marine-Offizier der Küstenwache, fasst Motiv und Punkte der Klageschrift heute in der „Huffington Post“ zusammen. Das weiterreichende Ziel dürfte neben der Aufhebung der Sicherheitsdekrete und dem Stop der wachsenden Eigenmächtigkeit bestimmter Institutionen auch die juristische Belangung des scheidenden Innenministers Matteo Salvini sein.\nDie institutionellen Kämpfe begleiten die derzeitige Regierungsbildung. Die 5-Sterne-Bewegung und der bleibende Ministerpräsident Giuseppe Conte halten an den Sicherheitsdekreten Salvinis fest. Die sozialdemokratische PD bereitet den Neustart des Innenministeriums unter durchaus repressiven Vorzeichen vor. Sollte nicht der innenministerielle Vorgänger Minniti neuberufen werden, stehen Polizeipräfekten für den Posten bereit. Die institutionellen Kreise, denen an einer Neuauflage einer mehr oder minder humanen Seenotrettung im Mittelmeer und an der Wiederherstellung ihrer beruflichen Ehre gelegen ist, werden einen langen Atem benötigen.\n","date":"3 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/kampfende-verwaltung-gegen-boat-people/","section":"","summary":"In Italien gebiert die untergehende flüchtlingsfeindliche Politik des scheidenden Innenministers Matteo Salvini ein altbekanntes Ungeheuer: „Kämpfende Verwaltungen“, die sich an keine Normen gebunden sehen, attackiere…","title":"„Kämpfende Verwaltung“ gegen Boat-people","type":"archive"},{"content":"Am Freitagvormittag setzte die ALAN KURDI Kurs auf Malta. In der Nacht zum Freitag hatte Italien dem 20 Meilen entfernten Schiff einen sicheren Hafen verwehrt und verwies auf die Zuständigkeit des 100 Seemeilen entfernten Nachbarlandes Malta. \u0026ldquo;Sollte es medizinische Notfälle geben, so könne Malta einen Arzt schicken, hieß es aus der italienischen Rettungsleitstelle in Rom.\u0026rdquo; Auch die Familie aus Cameroon und eine schwangere Frau dürfen nicht nach Lampedusa.\n40 Personen in internationalem Gewässer vor Libyen gerettet Seenotrettungsleitstelle in Rom verweist auf die Zuständigkeit von Malta Familie mit Kindern und eine schwangere Frau müssen an Bord bleiben 15 Minderjährige an Bord der ALAN KURDI Nach der Rettung von 40 Menschenleben wartet die ALAN KURDI nun vor der italienischen Insel Lampedusa auf eine politische Lösung für die Geretteten. In sozialen Netzwerken kommentiert der italienische Innenminister, dass Sea-Eye die Menschen zurück nach Libyen bringen solle. Der Bundesregierung wirft Matteo Salvini Erpressung vor.\n\u0026ldquo;Wir haben 40 Menschen gerettet, davon sind 15 Menschen minderjährig und besonders schutzbedürftig. Zwei von ihnen haben den Luftangriff von Tadschura überlebt, um nun von Salvini vor Lampedusa zu Geiseln gemacht zu werden. So wird das menschenunwürdige Geschacher um Einzelschicksale nahtlos fortgesetzt und die ALAN KURDI gibt ihm nach der Gregoretti weiteren Anlass zum Streit mit seinen EU Nachbarn.\u0026rdquo; , sagt Gorden Isler -Sprecher von Sea-Eye e. V.\nNachdem sich Deutschland bei der Verteilung von Geretteten im Falle des italienisches Küstenwacheschiffes \u0026ldquo;Gregoretti\u0026rdquo; beteiligte, erwartete man in Berlin wohl auch Entgegenkommen von Rom im Falle des deutschen Schiffes ALAN KURDI. Matteo Salvini nutzt diese Möglichkeit jedoch zum politischen Eklat mit Deutschland.\n\u0026ldquo;Salvini nutzt die Flagge unseres Schiffes und missbraucht die schwierige Situation, auf dem Rücken der geretteten Menschen, für einen politischen Konflikt mit Deutschland. Ihn scheint nur die Frage zu leiten, was ihm innenpolitisch nutzt. Salvini braucht für seine populistische Politik Feindbilder. Dazu gehören Hilfsorganisationen wie Sea-Eye, Flüchtende und seine EU Nachbarn. Ich halte ihn für einen sehr gefährlichen Mann\u0026rdquo;, sagt Isler weiter.\nIn der Nacht zum Freitag hatte Einsatzleiterin Barbara Held in Lampedusa um die Zuweisung eines sicheren Hafens gebeten.\n\u0026ldquo;Wir haben insbesondere darauf hingewiesen, dass sich eine Familie mit drei Kindern, eine schwangere Frau und 12 weitere Minderjährige an Bord befinden.\u0026rdquo; sagt Barbara Held.\nDie ALAN KURDI war zu diesem Zeitpunkt rund 20 Seemeilen von Lampedusa entfernt. Rom verwies jedoch auf die Zuständigkeit von Malta. So befände sich die ALAN KURDI südlich von Lampedusa in der maltesischen SAR Zone und damit in maltesischer Verantwortung. Rom leitete die Anfrage in einer Email an das mehr als 100 Seemeilen entfernte Malta weiter und schrieb, dass Malta einen Arzt senden könnte, wenn es medizinische Notfälle auf der ALAN KURDI gäbe. Auf die besondere Schutzbedürftigkeit zahlreicher Menschen an Bord des Schiffes ging Rom nicht weiter ein. So mussten die Familie aus Cameroon, eine schwangere Frau und 12 Minderjährige eine weitere Nacht auf den Holzplanken der ALAN KURDI verbringen.\nIn den sozialen Netzwerken forderte der italienischen Innenminister die Hilfsorganisationen weiter heraus. \u0026ldquo;Mal sehen, wer zuerst müde wird.\u0026rdquo; hieß es dort. Sea-Eye hat nun entschieden Richtung Malta zu fahren.\n\u0026ldquo;Wir werden Matteo Salvini keine weitere Plattform bieten, um diese unwürdige Vorstellung weiter vorzuführen. Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber den geretteten Menschen wahr und fahren nun nach Malta. Noch haben wir das nötige Proviant und Diesel um bis nach Malta zu kommen und können daher diese Entscheidung noch für uns selbst treffen.\u0026rdquo; sagt Gorden Isler -Sprecher von Sea-Eye e. V.\n","date":"2 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/familie-mit-kindern-und-schwangere-frau-durfen-das-deutsche-schiff-nicht-verlassen/","section":"","summary":"Am Freitagvormittag setzte die ALAN KURDI Kurs auf Malta. In der Nacht zum Freitag hatte Italien dem 20 Meilen entfernten Schiff einen sicheren Hafen verwehrt und verwies auf die Zuständigkeit des 100 Seemeilen entfer…","title":"Familie mit Kindern und schwangere Frau dürfen das deutsche Schiff nicht verlassen","type":"archive"},{"content":"Das Schiff der NGO-Rettungsorganisation „Lifeline“ hat das Verbot der Einfuhr und des Aufenthalts in italienischen Gewässern durchbrochen und fährt auf den sizilianischen Hafen Pozzallo zu. Die „Eleonore“ hat nach 8 Tagen Blockade und dem Aufziehen eines schweren Unwetters den Notstand an Bord ausgerufen. Das rechtfertigt die Einfahrt in einen Hafen.\nDie „Mare Jonio“ und die „Alan Kurdi“, die ebenfalls unter unmenschlichen Bedingungen auf See ausharren, haben sich noch nicht getraut, die italienischen bzw. maltesischen Einfahrtverbote zu durchbrechen.\nDie „Eleonore“ hatte vergeblich auf den Verhandlungseinsatz der deutschen Regierung gegenüber Malta gewartet. Die „Mare Jonio“ ist Gegenstand der laufenden Verhandlungen der Regierungsbildung geworden. Die noch amtierenden 5-Stelle-MinisterIn (der Verteidung und des Transports) der vorigen Regierung unterzeichneten das Einfahrtsverbot des scheidenden Innenministers Matteo Salvini gegen die „Mare Jonio“ bei laufenden Verhandlungen mit der sozialdemokratischen PD. Deren Vorsitzender hatte am Wochenende erklärt, dass die Affäre um die „Mare Jonio“ zeige, dass sich in Sachen Migration in Italien alles ändern müsse.\nUnterdessen läuft ein Marineschiff ebenfalls im Hafen von Pozzallo ein. An Bord sind 29 Gerettete. In der Nacht zu Montag war bereits ein Holzboot mit Dutzenden von Maghrebinern, vor allem Tunesiern, autonom in Lampedusa gelandet.\n","date":"2 September 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/eleonore-durchbricht-mit-104-geretteten-an-bord-blockade-vor-sizilien/","section":"","summary":"Das Schiff der NGO-Rettungsorganisation „Lifeline“ hat das Verbot der Einfuhr und des Aufenthalts in italienischen Gewässern durchbrochen und fährt auf den sizilianischen Hafen Pozzallo zu. Die „Eleonore“ hat nach 8 T…","title":"„Eleonore“ durchbricht mit 104 Geretteten an Bord Blockade vor Sizilien","type":"archive"},{"content":"Ein neues Bootsunglück im Mittelmeer löst Trauer und Bestürzung aus. Wieder sind Flüchtlinge ertrunken, darunter auch Kinder. Zugleich sucht die deutsche „Eleonore“ mit rund 100 Geretteten an Bord dringend einen Hafen.\n„Alan Kurdi“ wieder im Einsatz # Am Montagabend war ein weiteres Rettungsschiff im Mittelmeer gestartet. 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Der italienische Innenminister Matteo Salvini verbot dem Schiff der Organisation Mission Lifeline, in italienische Hoheitsgewässer einzufahren.\nKeine Versorgung mit Lebensmitteln # Nach Angaben des Kapitäns Claus-Peter Reisch untersagte zugleich Malta, dass ein Versorgungsschiff Wasser und Lebensmittel an die „Eleonore“ liefert. „Man möchte offenbar, dass unsere Gäste und wir verhungern und verdursten“, twitterte er. Laut der Crew verweigerte auch Malta die Einfahrt in seine Gewässer. Das Schiff war am Dienstagabend noch zehn Seemeilen von der 12-Meilen-Zone Maltas entfernt.\nÜber das Verbot, in italienische Gewässer einzufahren, wurde die Crew der „Eleonore“ offiziell nicht informiert, wie Lifeline-Sprecher Axel Steier dem „Evangelischen Pressedienst“ sagte. Auch Verteidigungsministerin Elisabetta Trenta und Transportminister Danilo Toninelli hätten die Anordnung bereits unterzeichnet, berichtete der italienische Rundfunk.\nAngeklagt und verurteilt # Die Crew der „Eleonore“ mit Kapitän Reisch war erst am Freitag zu ihrem ersten Rettungseinsatz vor der libyschen Mittelmeerküste aufgebrochen. Das erste Schiff der Organisation, die „Lifeline“, war im vergangenen Sommer in Malta beschlagnahmt worden. Mit 234 geretteten Flüchtlingen an Bord hatte es dort erst nach tagelanger Irrfahrt anlegen dürfen.\nKapitän Reisch wurde mit der Begründung angeklagt, das Schiff falsch registriert zu haben. Nach monatelangen Verzögerungen verurteilte ein Gericht in der maltesischen Hauptstadt Valletta den 58 Jahre alten Kapitän Mitte Mai zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro. Gegen das Urteil hat Reisch Revision eingelegt.\nAm Montag jährt sich der Tod des Flüchtlingskindes Alan Kurdi zum vierten Mal, das dem deutschen Rettungsschiff seinen Namen gab. „An diesem Tag werden wir Wache in einem Seegebiet halten, in dem Tausende Menschen Söhne und Töchter verloren haben“, erklärte Sea-Eye-Vorsitzender Gorden Isler. Der Leichnam des Jungen wurde am 2. September 2015 an der türkischen Küste in der Nähe Bodrums angespült. Fotos des toten Jungen gingen um die Welt. (epd/mig)\n","date":"28 August 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/bootsungluck-vor-libyen-italien-und-malta-weisen-rettungsschiff-mit-100-fluchtlingen-ab-2/","section":"","summary":"Ein neues Bootsunglück im Mittelmeer löst Trauer und Bestürzung aus. Wieder sind Flüchtlinge ertrunken, darunter auch Kinder. Zugleich sucht die deutsche „Eleonore“ mit rund 100 Geretteten an Bord dringend einen Hafen.","title":"Bootsunglück vor Libyen + Italien und Malta weisen Rettungsschiff mit 100 Flüchtlingen ab","type":"archive"},{"content":"Wie Ihr sicher wisst, gibt es ein neues Schiff und es ist seit ein paar Tagen wieder im Mittelmeer unterwegs. Gestern gab es schon den ersten Einsatz für Kapitän Claus-Peter Reisch und seine Crew. 31 Meilen Vor der libyschen Küste konnten etwa 100 Menschen aus Seenot gerettet werden. Die Luftkammern des Schlauchbootes waren bereits defekt und leerten sich. Ein Großteil der Menschen konnte per RHIB zu unserem Schiff gebracht werden. Einige mussten direkt vom Schlauchboot auf die „Eleonore“ geborgen werden, da die Zeit knapp wurde. Zudem näherte sich ein Boot der sogenannten Libyschen Küstenwache in voller Fahrt, kam bis auf 50 Meter heran und bedrohte die Crew. Die geretteten Menschen hatten große Angst, dass sie zurück nach Libyen müssen. Die Anweisung, einen Sicherheitsabstand von 500 Metern zu halten, wurde anfangs ignoriert und die Rettung der Schiffbrüchigen gestört. Dank der Souveränität und des Nachdrucks von Kapitän Reisch haben die Milizen letztlich abgelassen. Wir sind froh, dass alle unsere Gäste nun in Sicherheit sind.\nNoch ist kein sicherer Hafen für die Geretteten gefunden – und die Menschen an Bord müssen versorgt werden.\n","date":"27 August 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/heute-haben-wir-tolle-neuigkeiten/","section":"","summary":"Wie Ihr sicher wisst, gibt es ein neues Schiff und es ist seit ein paar Tagen wieder im Mittelmeer unterwegs. Gestern gab es schon den ersten Einsatz für Kapitän Claus-Peter Reisch und seine Crew. 31 Meilen Vor der li…","title":"Heute haben wir tolle Neuigkeiten.","type":"archive"},{"content":"Immer mehr zivile Rettungsschiffe kehren in den lebensrettenden Dienst zurück. Die \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; hat den spanischen Hafen von Castellon am späten Montagabend verlassen und Kurs auf die Libysche SAR Zone genommen. Sie wird das Einsatzgebiet voraussichtlich am Freitag erreichen.\n\u0026ldquo;Am 2. September jährt sich der Tod des Jungen Alan Kurdi zum vierten Mal. An diesem Tag werden wir Wache in einem Seegebiet halten, in dem tausende Menschen Söhne und Töchter verloren haben.\u0026rdquo; sagt Gorden Isler, Vorsitzender von Sea-Eye e.V.\nDen Einsatz führen der Hamburger Kapitän Klaus Merkle und der Kemptener Einsatzleiter Jan Ribbeck an. Es ist das gleiche Team, dass bereits im ersten Einsatz des Schiffes zum Weihnachtsfest 17 Menschen vor Libyen rettete, um dann 11 Tage vor Malta auszuharren.\n","date":"26 August 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/einsatz-zum-vierten-todestag-von-alan-kurdi/","section":"","summary":"","title":"Einsatz zum vierten Todestag von Alan Kurdi","type":"archive"},{"content":" Das niederländische Ministerium für Seefahrt und Wasserwirtschaft hat für Nichtregierungsorganisationen strengere Sicherheitsvorkehrungen seit April 2019 gefordert. In diesem Zusammenhang wurden im Januar 2019 Mängel bei der Seawatch 3 festgestellt. Die geforderten Sicherheitsvorkehrungen hängen von der Anzahl der an Bord befindlichen Personen ab. Seawatch gibt an, dass es bei ihrer Arbeit meist nicht möglich ist, die Anzahl dieser Personen vor Auslaufen des Schiffes genau anzugeben und somit ist das Einhalten der geforderten Sicherheitsvorkehrungen insgesamt für die Seawatch schwer möglich.\nVielmehr sieht Seawatch in den geforderten Sicherheitsvorkehrungen eine Blockade der zivilen Seenotrettung und damit eine Kriminalisierung dieser.\n","date":"10 August 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-watch-kann-wieder-retten/","section":"","summary":"","title":"Sea-Watch kann wieder retten","type":"archive"},{"content":"Am Mittwochmorgen entdeckte die Crew der ALAN KURDI in internationalem Gewässer, 29 Seemeilen vor Libyen ein überfülltes, blaues Schlauchboot mit 40 Personen. Die zuständigen Behörden wurden informiert und die Rettung der Menschen kurz darauf eingeleitet. Unter den Menschen befinden sich eine schwangere Frau, drei Kleinkinder, ein Mann mit Schusswunde und zwei Menschen, die den Bombenangriff auf das Tadschura Internierungscamp in Libyen überlebt haben. Die ALAN KURDI setzt nun Kurs auf den nächsten sicheren Hafen, Lampedusa.\n40 Personen in internationalem Gewässer vor Libyen gerettet Seenotrettungsleitstellen in Rom, Tunis und Tripolis antworten nicht Sea-Eye in Kontakt mit dem deutschen Auswärtigen Amt ALAN KURDI setzt Kurs auf Lampedusa Nach nur zwei Tagen im Einsatzgebiet vor der libyschen Küste entdeckte die Crew der ALAN KURDI, zu der wiederholt auch Einsatzkräfte der spanischen Organisation Proem Aid gehören, am frühen Mittwochmorgen (31.07) ein überfülltes blaues Schlauchboot mit 40 Personen. Nachdem Schwimmwesten verteilt und die Seenotrettungsleitstellen in Tripolis, Tunis, Rom, Valletta und Bremen informiert waren, entschied die Hamburger Einsatzleiterin Barbara Held die Menschen zügig von dem instabilen Schlauchboot zu evakuieren. Antwort auf Kontaktversuche erhielt Sea-Eye bisher nur von der Seenotrettungsleitstelle in Bremen, der Rettungsleitstelle auf Malta und dem Auswärtigen Amt in Berlin.\nUnter den geretteten Menschen befinden sich zwei Frauen, eine davon im sechsten Monat schwanger und drei Kleinkinder. Eines ist ein Jahr und die anderen beiden zwei und vier Jahre alt. Drei Personen weisen Verletzungen auf und befinden sich in medizinischer Behandlung. Einer von ihnen hat eine Schusswunde am Oberarm, die ihm nach seiner Aussage durch libysche Milizen zugefügt wurde. Die Wunden der anderen beiden Menschen scheinen bereits älter zu sein und von Folterungen in den libyschen \u0026ldquo;Detention Camps\u0026rdquo; zu stammen. Die 40 Menschen stammen aus Nigeria, Mali, Kongo, Ghana, Liberia und der Elfenbeinküste.\n\u0026ldquo;Ich wäre lieber hier im Meer gestorben, anstatt in Libyen zu bleiben\u0026rdquo;, sagt Mohammed (30) aus der Elfenbeinküste.\nNachdem die Menschen an Bord mit Nahrung, Wasser und Decken versorgt sind, fangen einige von ihnen an ihre Geschichten zu erzählen. Geschichten, die beschreiben, wie sie durch die Sahara gelaufen sind und für 40 Kilometer am Stück nur eine Flasche Wasser hatten, nur um dann in Libyen gefangen genommen und gefoltert zu werden. Die Crew erfährt außerdem, dass zwei der geretteten Menschen bei dem verheerenden Luftangriff auf das Internierungslager in Tadschura dabei waren, bei dem vor drei Wochen circa 50 Menschen ums Leben gekommen waren.\nGeografisch ist Lampedusa der nächste sichere Hafen, welchen die ALAN KURDI nun dementsprechend anlaufen wird.\n„Seenotrettungsleitstellen haben unverzüglich zu reagieren sobald es einen Seenotfall gibt. Politisches Kalkül darf dabei keine Rolle spielen. Wir fordern, dass die 40 Menschen an Bord der ALAN KURDI, gemäß den internationalen Gesetzen, umgehend an Land gebracht werden können, wo sie weiter versorgt werden können. Diese Menschen haben bereits mehr durchgemacht, als jeder von uns sich auch nur ansatzweise vorstellen kann. Sie brauchen umgehend weitreichendere Hilfe“, sagt Carlotta Weibl, Sprecherin für Sea-Eye.\n„Es ist gut, dass sich die EU-Außenminister nun endlich, wie zuletzt in Paris, treffen, um über eine Lösung für aus Seenot Gerettete zu sprechen. Wir brauchen allerdings jetzt sofort eine Lösung für die 40 Menschen an Bord der ALAN KURDI. Wie auch in Vergangenheit sehen wir die gesamte EU in der Verantwortung und fordern eine schnelle humanitäre Lösung für die Geretteten auf unserem Schiff.“, so Weibl weiter.\n","date":"31 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/zwei-gerettete-haben-luftangriff-auf-tadschura-camp-uberlebt/","section":"","summary":"Am Mittwochmorgen entdeckte die Crew der ALAN KURDI in internationalem Gewässer, 29 Seemeilen vor Libyen ein überfülltes, blaues Schlauchboot mit 40 Personen. Die zuständigen Behörden wurden informiert und die Rettung…","title":"Zwei Gerettete haben Luftangriff auf Tadschura Camp überlebt","type":"archive"},{"content":"Das Anlegeverbot des italienischen Innenministers Salvini für Boote, die Migrant*innen in Seenot gerettet haben, trifft nicht nur die NGOs, sondern auch das eigene Militär. Das galt schon im August 2018 für die „Diciotti“ und trifft nun die „Gregoretti“, ebenfalls ein Schiff der italienischen Küstenwache, auf dem sich seit Freitag 131 Boat-people befinden. Der Kapitän der „Gregoretti“ hat sich in der Nacht zu Sonntag in Absprache mit dem für die Küstenwache zuständigen Minister Danilo Toninelli über das Anlandeverbot hinweggesetzt und am NATO-Kai im Hafen der sizilianischen Stadt Augusta angelegt. Die Geretteten dürfen allerdings nicht an Land, zunächst müsse deren Verteilung auf andere europäische Länder geregelt sein. Toninelli appellierte – wohl in Anspielung auf den am letzten Wochenende in Paris beschlossenen Ad-Hoc-Mechanismus – an die EU: „Die EU muss jetzt reagieren, denn die Migrationsfrage geht den ganzen Kontinent etwas an.“ Noch deutlicher Salvini: Die EU müsse jetzt das tun, was sie in Paris ohne ihn beschlossen hat.\nDer linksliberale „Il Fatto Quotidiano“ berichtet derweil, dass Salvini angeblich bereit sei, die Migrant*innen bis spätestens morgen an Land gehen zu lassen, um zu vermeiden, dass er ein zweites Mal mit dem Vorwurf der Geiselnahme konfrontiert wird.\nFFM\n","date":"28 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/italien-politik-der-geschlossenen-hafen-gilt-auch-fur-eigene-kustenwache/","section":"","summary":"Das Anlegeverbot des italienischen Innenministers Salvini für Boote, die Migrant*innen in Seenot gerettet haben, trifft nicht nur die NGOs, sondern auch das eigene Militär. Das galt schon im August 2018 für die „ Dici…","title":"Italien: Politik der geschlossenen Häfen gilt auch für eigene Küstenwache","type":"archive"},{"content":"Die marokkanische Marine hat im Mittelmeer 242 Migranten gerettet. Ihre Schlauchboote seien beim Versuch, nach Spanien zu gelangen, in Seenot geraten, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur MAP. Unter ihnen seien 50 Frauen und zwölf Minderjährige gewesen.\nDie aus Gebieten südlich der Sahara stammenden Migranten hätten sich nahe der spanischen Küste befunden, unter anderem in der Straße von Gibraltar. Einige hätten gesundheitliche Probleme gehabt. Sie seien behandelt worden und in marokkanische Häfen zurückgebracht worden. […]\nNach Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind seit Jahresbeginn mehr als 15.000 Migranten in Spanien angekommen, 12.000 davon über den Seeweg. Mehr als 200 kamen bei der Überfahrt ums Leben. Wegen der harten Haltung der populistischen Regierung in Italien nutzen Flüchtlinge wieder verstärkt die Route weiter westlich über das Mittelmeer, die nach Spanien führt.\nTagesschau | 27.07.2019\n","date":"28 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/marokkos-marine-rettet-242-migranten/","section":"","summary":"Die marokkanische Marine hat im Mittelmeer 242 Migranten gerettet. Ihre Schlauchboote seien beim Versuch, nach Spanien zu gelangen, in Seenot geraten, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur MAP. Unter ihnen seien 5…","title":"„Marokkos Marine rettet 242 Migranten“","type":"archive"},{"content":"Am Montag (22.07.2019) beschlossen auf deutsch-französische Initiative hin „ungefähr“ 15 EU-Staaten in Paris einen „Ad-Hoc-Mechanismus“ zum Schicksal von Boat-people im zentralen Mittelmeer, der für den Sommer 2019 gelten soll. Am Dienstag (23.07.) legten, wie wohl auch zuvor, zahlreiche Flüchtlingsboote aus Libyen ab, wie sich aus späterem Monitoring durch Alarmphone und das NGO-Flugzeug „Moonbird“ rekonstruieren lässt. Spätestens am Mittwoch (24.07.) befanden sich diese Boote in Seenot. Nach Schätzung von UN-Instanzen ertranken am Mittwoch ca. 150 Boat-people. Am selben Tag wurden 269 Boat-people von der sogenannten libyschen Küstenwache abgefangen. Sie berichteten der IOM nach der Deportationslandung in Tripolis von den 150 Ertrunkenen und wurden anschließend in das Internierungslager Tajoura verbracht, wo wenige Wochen zuvor 50 Internierte durch Bombardierung umgekommen waren. Am Donnerstag (25.07.) wurden 143 Boat-people nach über 40 Stunden verzweifelten Notrufen nach Malta gerettet. 50 Boat-people wurden vom italienischen Fischkutter „Accursio Giarratanò“ gerettet. Tunesischen Fischern gelang es, die italienische Guardia di Finanza zur Rettung von 91 Boat-people zu bewegen, die diese an den italienischen Fischkutter „Accursio Giarratanò“ übergab. Ab Donnerstag (25.07.) wartete der italienische Fischkutter 30 Stunden darauf, die 141 Geretteten der maltesischen Küstenwache zu übergeben, aber diese antwortete durchgehend nicht. Am Freitag (26.07.) übernahm das Schiff „Gregoretti“ der italienischen Küstenwache die 141 Geretteten. 6 von ihnen wurden zur medizinischen Behandlung nach Lampedusa gebracht. Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat am heutigen Freitag dem italienischen Küstenschiff „Gregoretti“ die Anlandung in italienischen Häfen und die Aufnahme der Geretteten verboten. Die „Gregoretti“ liegt jetzt mit den Geretteten an Bord vor Lampedusa. Salvini hat sich bei seiner Blockade der „Gregoretti“ auf den gerade beschlossenen „Ad-Hoc-Mechanismus“ der EU-Kommission berufen.\nDas zentrale Mittelmeer ist die am dichtesten überwachte Meeresregion der Welt. Der am letzten Montag verkündete „Ad-Hoc-Mechanismus“ der EU-Staaten ist – im Lichte dieser mörderischen Woche – eine zwischenstaatliche EU-Anleitung zum massenhaften Ertrinkenlassen im zentralen Mittelmeer.\nFFM\n","date":"26 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/eu-ad-hoc-mechanismus-ertrinkenlassen-in-kraft/","section":"","summary":"Am Montag (22.07.2019) beschlossen auf deutsch-französische Initiative hin „ungefähr“ 15 EU-Staaten in Paris einen „Ad-Hoc-Mechanismus“ zum Schicksal von Boat-people im zentralen Mittelmeer, der für den Sommer 2019 ge…","title":"EU: Ad-Hoc-Mechanismus „Ertrinkenlassen“ in Kraft","type":"archive"},{"content":"Am Donnerstagnachmittag startete die fünfte Sea-Eye-Mission mit der ALAN KURDI. Die 20 Crewmitglieder aus sechs europäischen Nationen werden von der Hamburger Ärztin Barbara Held in den Einsatz geführt. Held nahm seit 2016 bereits an zahlreichen Rettungseinsätzen als leitende Bordärztin auf den Schiffen von Hilfsorganisationen teil. Insgesamt war sie dort an der Rettung von mehr als 8.000 Menschenleben beteiligt. Auf der ALAN KURDI fährt sie nun zum ersten Mal als Einsatzleiterin.\n\u0026ldquo;Dass Rettungsschiffe nicht auslaufen dürfen ist unerträglich für mich. Den Tod vieler Menschen in Kauf zu nehmen ist unterlassene Hilfeleistung. Wir hoffen wirksam helfen zu können\u0026rdquo;, sagt Einsatzleiterin Held, die beruflich als Schiffsärztin arbeitet.\nBarbara Held wird landseitig von einem Team erfahrener Einsatzleiter und juristischen Experten im See- und Völkerrecht unterstützt.\nAndrey Kovaliov ist zum zweiten Mal Kapitän der ALAN KURDI. Er war außerdem mehrmals Schiffsführer auf dem Rettungsschiff \u0026ldquo;Aquarius\u0026rdquo;.\nDie ALAN KURDI wird die Libysche Such- und Rettungszone voraussichtlich am Dienstag erreichen. Dort gibt es derzeit keine Rettungsschiffe. Derweil meldete das Suchflugzeug Moonbird heute morgen einen Seenotfall.\nZusätzliche Unterstützung erhoffet sich Sea-Eye von dem neuen Rettungsschiff OCEAN VIKING, dass von MSF und SOS Mediterranee entsandt worden ist. Es wird in wenigen Tagen das Mittelmeer erreichen.\n","date":"25 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/deutsches-rettungsschiff-bewahrte-in-vier-missionen-200-menschenleben/","section":"","summary":"Am Donnerstagnachmittag startete die fünfte Sea-Eye-Mission mit der ALAN KURDI. Die 20 Crewmitglieder aus sechs europäischen Nationen werden von der Hamburger Ärztin Barbara Held in den Einsatz geführt. Held nahm seit…","title":"Deutsches Rettungsschiff bewahrte in vier Missionen 200 Menschenleben","type":"archive"},{"content":"Am Donnerstagnachmittag startete die fünfte Sea-Eye-Mission mit der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo;. Die 20 Crewmitglieder aus sechs europäischen Nationen werden von der Hamburger Ärztin Barbara Held (52) in den Einsatz geführt. Held nahm seit 2016 bereits an zahlreichen Rettungseinsätzen als leitende Bordärztin auf den Schiffen von Hilfsorganisationen teil. Insgesamt war sie dort an der Rettung von mehr als 8.000 Menschenleben beteiligt. Auf der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; fährt sie nun zum ersten Mal als Einsatzleiterin. Andrey Kovaliov (50) ist zum zweiten Mal Kapitän der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo;. Er war ausserdem mehrmals Schiffsführer auf dem Rettungsschiff \u0026ldquo;Aquarius\u0026rdquo;.\nDie \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; wird die Libysche Such- und Rettungszone voraussichtlich am Dienstag erreichen. 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Dafür haben wir ein neues Schiff gechartert, die Ocean Viking. Wie ihr sicherlich wisst, hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten die Lage auf dem Mittelmeer noch mehr zugespitzt. Während Libyen endgültig in einen Bürgerkrieg abgerutscht ist und sogar küstennahe Internierungslager mit Geflüchteten von Bomben getroffen werden, hat die EU ihre Seenotrettung trotz der verschärften Notlage vor Ort praktisch eingestellt. Täglich sterben mindestens sechs Menschen auf der Flucht im Mittelmeer, Dunkelziffer unbekannt.\nAls humanitäre Organisation können wir dieses Sterbenlassen von Kindern, Frauen und Männern nicht hinnehmen. Deshalb haben wir in den vergangenen Monate nicht nur unseren Einsatz an Land verstärkt und uns auf allen Ebenen für die Einhaltung des Seerechts stark gemacht, sondern auch nach einem neuen Schiff gesucht. Im Dezember letzten Jahres mussten wir uns von unserem vorherigen Schiff, der Aquarius, trennen. Dieses wurde aus politischen Gründen blockiert. Wir konnten aber ein geeignetes Schiff finden, das uns unter den gegenwärtigen Bedingungen die Rückkehr in unser Einsatzgebiet auf See ermöglicht. Dank eurer Unterstützung konnten wir die Ocean Viking chartern und ausbauen. Es ist ein erprobtes Rettungsschiff, das unter norwegischer Flagge fährt.\nDie Ocean Viking ist robuster, schneller und jünger als die Aquarius. Für den Einsatz auf dem Mittelmeer haben wir sie in den vergangenen Wochen eigenhändig umgebaut und angepasst. Wir haben mehrere Notunterkünfte für Gerettete eingebaut, eine Klinik für unseren medizinischen Kooperationspartner Ärzte ohne Grenzen installiert sowie Stauraum für unsere Rettungsausrüstung und Vorräte geschaffen.\nUm unser Vorhaben nicht zu gefährden, mussten wir bei unseren Vorbereitungen größtmögliche Vertraulichkeit wahren. Zu groß war die Gefahr, durch administrative oder anders motivierte Blockaden an der Fahrt ins Mittelmeer gehindert zu werden. Nun können wir aber wieder ­­­­in den Einsatz auf See starten, und unsere Mission erfüllen: Leben retten und Zeugnis ablegen. Die Ocean Viking ist auch euer Schiff, es ist ein Schiff der gemeinsamen humanen Werte.\n","date":"21 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/mit-einem-neuen-schiff-stechen-wir-wieder-in-see-sos-heisst-backatsea/","section":"","summary":"","title":"Mit einem neuen Schiff stechen wir wieder in See – SOS heißt BackAtSea","type":"archive"},{"content":"In weniger als einer Woche soll das unter deutscher Flagge fahrende Rettungsschiff ALAN KURDI, der Regensburger Seenotretter \u0026ldquo;Sea-Eye\u0026rdquo;, aus dem Hafen von Palma de Mallorca für insgesamt drei Wochen in die Libysche Such- und Rettungszone (SAR-Zone) zurückkehren.\nDort hatte die Crew der ALAN KURDI zuletzt 109 Menschen vor dem Ertrinken gerettet. Die ALAN KURDI ist derzeit das einzige zivile Rettungsschiff, dass in der Libyschen SAR Zone operiert, ohne von den Behörden festgehalten zu werden.\nDie erste Woche dieser Mission wird nun von der Hamburger Band Revolverheld finanziert, die kürzlich bei den Schlossfestspielen in Regensburg öffentlich für die Seenotrettung eintrat.\n\u0026ldquo;Wir freuen uns über dieses lautstarke Commitment. Wir werden die Mission mit der finanziellen Hilfe von Revolverheld jetzt sicher starten können und treffen nun letzte Vorbereitungen für die fünfte Mission der ALAN KURDI. Ein herzliches Danke aus Regensburg an Revolverheld\u0026rdquo;, sagt Gorden Isler, Sprecher von Sea-Eye e. V.\nRevolverheld sind seit 2015 aktive Unterstützer der zivilen Seenotrettung.\n\u0026ldquo;Der Betrieb eines Schiffes unter deutscher Flagge ist finanziell sehr aufwendig. Die ALAN KURDI wird von Sea-Eye ausschließlich durch Spenden finanziert. Wer Revolverheld mit einer Spende folgen möchte, der möge das jetzt bitte tun. Unsere weiteren Missionen in 2019 sind finanziell noch nicht abgesichert\u0026rdquo;, sagt Isler weiter.\n","date":"17 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/die-hamburger-band-spendet-nach-konzert-in-regensburg-fur-sea-eye-mission/","section":"","summary":"","title":"Die Hamburger Band spendet nach Konzert in Regensburg für Sea-Eye-Mission","type":"archive"},{"content":"Retten verboten. Wer gegen das Verbot verstößt, soll teuer dafür zahlen, zumindest wenn es sich bei den Rettenden um private NGOs handelt, die sich, wenn es nach dem Willen der EU ginge, fernhalten sollen vom Mittelmeer. Schien schon die im Salvini Dekret 2 vorgesehene Androhung eines Bußgelds in Höhe von 50.000 € maßlos, so hat die spanische Regierung kürzlich drastisch nachgelegt. Kaum hatte sich die „Open Arms“ Ende Juni über die Blockade durch die spanische Regierung hinwegsetzt und von Neapel aus wieder Kurs in Richtung zentrales Mittelmeer genommen, erhielt der Kapitän des Rettungsschiffs aus Kreisen des Entwicklungsministeriums einen Brief, in dem ihm bis zu 900.000 € Geldstrafe angedroht wurde, sollte sich das Boot der spanischen NGO Proactiva sich wieder aktiv an Rettungseinsätzen im Mittelmeer beteiligen. Da kann sich Salvini natürlich nicht lumpen lassen: prompt kündigte er vor dem Hintergrund der Landung der „Alex“ im Hafen von Lampedusa an, dass die Lega sich für die Erhöhung der im Sicherheitsdekret 2 angekündigten Geldstrafe auf 1 Million € stark machen werde. Zu vermuten ist, dass der italienische Innenminister überrascht war von der Welle der Solidarität, die der Sea-Watch 3 nicht nur in Deutschland, sondern auch in Italien entgegengebracht wurde. Dort waren auf einer Facebook-Seite innerhalb kürzester Zeit 430.000 € gesammelt worden.\n# ","date":"14 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/zivile-seenotrettung-soll-teuer-werden/","section":"","summary":"Retten verboten. Wer gegen das Verbot verstößt, soll teuer dafür zahlen, zumindest wenn es sich bei den Rettenden um private NGOs handelt, die sich, wenn es nach dem Willen der EU ginge, fernhalten sollen vom Mittelme…","title":"Zivile Seenotrettung soll teuer werden","type":"archive"},{"content":"Die 44 Geretteten wurden am Nachmittag von der maltesischen Marine an Land gebracht. Für die #AlanKurdi endet der Einsatz, wir müssen Diesel und Kraft tanken. Ohne uns wird nun kein Schiff der zivilen Flotte mehr vor der libyschen Küste sein.\n","date":"11 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/kein-schiff-der-zivilen-flotte-in-der-libyschen-sar-zone/","section":"","summary":"Die 44 Geretteten wurden am Nachmittag von der maltesischen Marine an Land gebracht. Für die # AlanKurdi endet der Einsatz, wir müssen Diesel und Kraft tanken. Ohne uns wird nun kein Schiff der zivilen Flotte mehr vor…","title":"Kein Schiff der zivilen Flotte in der libyschen SAR Zone","type":"archive"},{"content":"Im Interview mit dem NDR hat der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius klare Zeichen gesetzt: Der niedersächsische Innenminister geht mit der europäischen Blockadepolitik hart ins Gericht und fordert eine europäische Rettungsmission. Entscheidend ist, dass etwas passiert! Und, dass nicht immer alle auf andere warten. Fest steht, seit die Seerettung im Mittelmeer zurückgefahren wurde, sterben mehr Menschen als vorher. Da können wir als Europäer nicht zuschauen. Alle ducken sich weg. Keiner übernimmt Verantwortung. Als hätten wir aus der Geschichte nichts gelernt. Wir haben 1938 die Konferenz von Evian gehabt, die sich schon geweigert hat, Flüchtlinge aus Deutschland aufzunehmen, die ein politisches Desaster war. Wieder erleben wir, wie Menschen zu Tode kommen. Niedersachsen habe wiederholt seine Bereitschaft erklärt, Flüchtlinge aufzunehmen, und werde dies auch weiterhin tun. NDR-Interview vom 09.07.2019 mit Pistorius: Niedersachsen will Bootsflüchtlinge aufnehmen. \u0026lt;https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Innenminister-Pistorius-im-Interview-zu-Seenotrettung,mittelmeer154.html\u0026gt; Die Seebrückengruppen in Lüneburg begrüßen die klaren und deutlichen Worte des niedersächsischen Innenministers und fordern die Fraktionen im Lüneburger Stadtrat auf, sich endlich dem Städtebund der inzwischen 66 Städte, die sich bereit erklärt haben aus Seenot Gerettete Flüchtlinge aufzunehmen, anzuschließen. Lüneburg muss sicherer Hafen werden.\n","date":"11 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/niedersachsens-innenminister-pistorius-spd-erklart-sich-bereit-fluchtlinge-aus-dem-mittelmeer-aufzunehmen/","section":"","summary":"Die Seebrückengruppen in Lüneburg begrüßen die klaren und deutlichen Worte des niedersächsischen Innenministers und fordern die Fraktionen im Lüneburger Stadtrat auf, sich endlich dem Städtebund der inzwischen 66 Städ…","title":"Niedersachsens Innenminister Pistorius (SPD) erklärt sich bereit, Flüchtlinge aus dem Mittelmeer aufzunehmen.","type":"archive"},{"content":"Die privaten Seenotretter geraten an ihre Grenzen: Schiffe liegen beschlagnahmt fest, die Diskussionen mit Malta und Italien zehren an den Nerven der Crews. Der Verein „Mission Lifeline“ will mit einem neuen Schiff weiter Menschenleben retten.\nDas Rettungsschiff \u0026#34;Alan Kurdi\u0026#34; © Sea Eye/Fabian Heinz Private Seenotretter ringen um ihre Präsenz auf dem Mittelmeer. Die „Alan Kurdi“ des Regensburger Vereins Sea-Eye hat ihren Einsatz zunächst beendet. „Wir müssen Diesel und Kraft tanken“, schrieb Vorsitzender Gordon Isler in der Nacht zum Mittwoch auf Twitter. „Die Diskussionen mit maltesischen oder italienischen Behörden über humanitäre Selbstverständlichkeiten sind aufreibend.“ Ohne die „Alan Kurdi“ werde es nun kein Schiff der zivilen Flotte mehr vor der libyschen Küste geben, schrieb Isler.\nDie „Alan Kurdi“ hatte am Dienstagnachmittag noch einmal 44 Flüchtlinge an die Marine von Malta übergeben, die sie zuvor in maltesischen Hoheitsgewässern aufgenommen hatte. „Das bedeutet, dass Malta verantwortlich war und sich schließlich auch verantwortlich gezeigt hat“, erklärte Isler auf Anfrage des „Evangelischen Pressedienstes“.\nMission Lifeline will weitermachen # Die Dresdner Flüchtlingshilfsorganisation „Mission Lifeline“ kündigte unterdessen einen neuen Rettungseinsatz im Mittelmeer an. „Wir haben ein neues Schiff und statten es gerade aus“, sagte Sprecher Axel Steier in MDR aktuell. Das Schiff sei kleiner als die „Lifeline“, die seit 2018 auf Malta festliegt, könne aber bis zu 100 Menschen aufnehmen. „Lifeline“-Kapitän Claus-Peter Reisch wollten noch am Mittwoch Gespräche im Auswärtigen Amt führen, um Vereinbarungen für Kontingent-Lösungen zu erreichen. Ziel sei es, unter anderem mit Malta, Luxemburg und Deutschland vor Beginn der Mission Vereinbarungen zur Aufnahme von Geretteten zu finden, erklärte der Verein.\nDie „Lifeline“ hatte im Sommer 2018 im Mittelmeer 234 Flüchtlinge an Bord genommen. Nach tagelanger Irrfahrt durfte das Schiff in Maltas Hauptstadt Valletta anlegen, wurde jedoch von den Behörden beschlagnahmt. Kapitän Reisch wurde vor einigen Wochen wegen falscher Registrierung des Rettungsschiffes zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Er legte Revision ein.\nSchiffe beschlagnahmt # Aber auch andere Rettungsschiffe liegen derzeit beschlagnahmt fest, so die „Sea-Watch 3“ und die „Iuventa“ des Vereins Jugend rettet sowie das Segelschiff „Alex“ des italienischen Vereins Mediterranea, das nach der „Sea-Watch 3“ Lampedusa mit 46 Flüchtlingen angelaufen hatte.Den Klagen von Überlebenden und Menschenrechtsorganisationen unter anderem gegen Italien vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte räumt der Migrationsforscher Jochen Oltmer von der Universität Osnabrück wenig Wirkungsmöglichkeiten ein. Solche Verfahren dauerten in der Regel sehr lange. Sie endeten häufig ohne klare rechtliche Vorgaben für die angeklagten Staaten, sagte er dem „Evangelischen Pressedienst“.\n„Koalition der Willigen“ # Statt dessen setzt der Wissenschaftler auf die „Koalition der Willigen“, um die im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge in Europa zu verteilen. Diese könne auch eine eigene Mission zur Seenotrettung im Mittelmeer starten. Eine „Koalition der Willigen“ hatte jüngst unter anderem Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) gefordert, um die Mittelmeer-Flüchtlinge in der EU zu verteilen.\nUnterdessen fährt Italiens Innenminister Matteo Salvini im Kampf gegen die Seenotretter neue Geschütze auf und bemüht sich um eine Verschärfung der Strafen für private Seenotretter. Die rechtsnationale Lega erzielte dazu eine erste Einigung mit dem Koalitionspartner, der Fünf-Sterne-Bewegung, über einen Änderungsantrag zum kürzlich verabschiedeten Sicherheitsdekret. Demnach soll die Strafe künftig von bisher maximal 50.000 auf bis zu eine Million Euro steigen. (epd/mig)\n","date":"11 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/alan-kurdi-beendet-einsatz/","section":"","summary":"Die privaten Seenotretter geraten an ihre Grenzen: Schiffe liegen beschlagnahmt fest, die Diskussionen mit Malta und Italien zehren an den Nerven der Crews. Der Verein „Mission Lifeline“ will mit einem neuen Schiff we…","title":"\"ALAN KURDI\" BEENDET EINSATZ","type":"archive"},{"content":"Das alte Schiff des Dresdner Seenotrettungsvereins liegt noch beschlagnahmt in Malta fest. Dennoch plant Mission Lifeline eine neue Rettungsaktion im Mittelmeer. Derzeit wird ein Schiff vorbereitet.\nDer Dresdner Seenotrettungsverein Mission Lifeline plant eine neue Rettungsmission. Mitbegründer Axel Steier sagte MDR AKTUELL: \u0026ldquo;Wir haben ein neues Schiff und statten es gerade aus.\u0026rdquo;\nUm was für ein Schiff es sich konkret handelt und wo es gerade vorbereitet wird, wollte der Verein nicht sagen. \u0026ldquo;Wir müssten damit rechnen, dass uns die Behörden vor Ort behindern\u0026rdquo;, erklärte Steier.\nDie Arbeiten am bordeigenen Krankenhaus seien aber abgeschlossen, es müssten nur noch kleine Ausstattungsarbeiten ausgeführt werden. Das Schiff sei etwas kleiner als die \u0026ldquo;Lifeline\u0026rdquo;, könne aber bis zu 100 Menschen aufnehmen.\n","date":"10 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/mission-lifeline-plant-neue-rettungsaktion/","section":"","summary":"Das alte Schiff des Dresdner Seenotrettungsvereins liegt noch beschlagnahmt in Malta fest. Dennoch plant Mission Lifeline eine neue Rettungsaktion im Mittelmeer. Derzeit wird ein Schiff vorbereitet.","title":"Mission Lifeline plant neue Rettungsaktion","type":"archive"},{"content":"Heute Nachmittag hat das libysche Innenministerium nach Angaben des UNHCR 350 Überlebende des Internierungslagers Tajoura freigelassen, das am 02.07.2019 bombardiert worden war. Ein Kampfjet wahrscheinlich der Vereinigten Arabischen Emirate, verbündet mit den Haftar-Truppen, hatte das Internierungslager im Vorort von Tripolis bombardiert. Dabei sind mindestens 53 Internierte umgekommen. Die Überlebenden hatten mit der Forderung nach Freilassung einen Hungerstreik begonnen.\n","date":"9 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/bombardiertes-tajoura-lager-libyscher-innenminister-lasst-internierte-frei/","section":"","summary":"Heute Nachmittag hat das libysche Innenministerium nach Angaben des UNHCR 350 Überlebende des Internierungslagers Tajoura freigelassen, das am 02.07.2019 bombardiert worden war. Ein Kampfjet wahrscheinlich der Vereini…","title":"Bombardiertes Tajoura-Lager: Libyscher Innenminister lässt Internierte frei","type":"archive"},{"content":"Angesichts erwarteter Bombardierungen von Tripolis und Umgebung durch die Haftar-Truppen und die Vereinigten Arabischen Emirate, angesichts der Bombardierung des Internierungslagers Tajoura am 02.07.2019 mit 60 bis 100 Toten und unzähligen Verletzten, angesichts der Annahme, dass mehr Internierte ausbrechen und fliehen könnten, angesichts der Zunahme von Flüchtlingsbooten, die aus Libyen und Tunesien eigenständig Italien erreichen, hat die italienische Regierung eine dreifache Blockade des zentralen Mittelmeers beschlossen. Die ersten Teile des Blockadeplans sollen sofort umgesetzt werden, da Flüchtlingsboote auf dem Weg sind.\nDie erste Linie der Seeblockade sieht vor, dass Kriegsschiffe der italienischen Marine und Patrouillenboote der Guardia di Finanza den Zugang der italienischen Häfen und Küsten blockieren. Ein Durchbrechen des Zufahrtsverbots, wie es die „Mare Jonio“, die „Sea Watch 3“ und die „Alex“ praktiziert haben, soll sich nicht wiederholen. Auch selbständige Flüchtlingsboote sollen vor Erreichen der Häfen und Küsten aufgebracht werden.\nDie zweite Linie der Seeblockade sollen Kriegsschiffe der italienischen Marine und Patrouillenboote der Guardia di Finanza vor der libyschen und tunesischen Küste aufbauen. Sie sollen ablegende Flüchtlingsboote aufspüren und die Koordination der Push-Backs durch die sogenannte libysche und auch durch die tunesische Küstenwache übernehmen.\nDie dritte Linie der Seeblockade hätte die sogenannte libysche und die tunesische Küstenwache zu bilden. Die Libyer sollen 10 italienische Patrouillenboote zusätzlich erhalten.\nMit der tunesischen Regierung will die italienischen Regierung sofort Verhandlungen über Mehraufnahmen Rückgeführter – und abgefangener Boat-people? – aufnehmen.\nAuf welchen Widerstand wird die italienische Seeblockade stoßen? Erstens ist fraglich, ob die libyschen Küstenmilizen das Abfangen der Boat-people als prioritär ansehen werden, wenn sich der Krieg an Land zuspitzt. Zweitens sollte sich die Flüchtlingssolidarität in Europa auf nachhaltige Aktionen gegen die EU-Instanzen konzentrieren. Trotz der derzeitigen wohlfeilen Statements von Ministern zur Seenotrettung ist von dem Fakt auszugehen, dass die italienische Regierung die Drecksarbeit für die EU erledigen soll. Andernfalls wäre die sogenannte Dublin-Regelung schon längst gefallen. Die Aktionen sind politisch präziser zu adressieren. Schließlich ist an eine breit aufgestellte transnationale Karawane zu denken, die sich von Tunesien aus in Gang setzt und die Internierungslager wie auch die Bürgermeister und Milizen aufsucht.\nAus: FFM\n","date":"9 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/italien-bereitet-dreifache-blockade-im-zentralen-mittelmeer-vor/","section":"","summary":"Angesichts erwarteter Bombardierungen von Tripolis und Umgebung durch die Haftar-Truppen und die Vereinigten Arabischen Emirate, angesichts der Bombardierung des Internierungslagers Tajoura am 02.07.2019 mit 60 bis 10…","title":"Italien bereitet dreifache Blockade im zentralen Mittelmeer vor","type":"archive"},{"content":"Die Crew der „Alan Kurdi“ nimmt zum zweiten Mal in der laufenden Mission aus Seenot gerettete Menschen an Bord und plant sie zeitnah an die maltesische Marine zu übergeben.\nNach der Übergabe von 65 Geretteten an maltesische Behörden am Sonntag, setzte das Schiff noch am Sonntagabend Kurs in Richtung libysche Such-und-Rettungszone. Kurz nach Erreichen der Zone hörte die Besatzung über Funk mit, wie tunesische Fischer und nahezu zeitgleich das zivile Suchflugzeug „Colibri“ den Seenotfall an die maltesische Seenotrettungsleitstelle meldeten. Die Sea-Eye Crew bot den maltesischen Behörden Unterstützung an und änderte den Kurs entsprechend.\nDie maltesischen Behörden ernannten den naheliegenden Frachter MV „Iver Best“ zum sog. On-Scene-Coordinator und übergaben ihm damit die Koordinierungsbefugnis vor Ort. Auf Anweisung der „Iver Best“ begann die Crew der „Alan Kurdi“ kurz nach ihrer Ankunft mit dem Austeilen der Schwimmwesten. Weiterhin ordnete die Besatzung des Frachters die Aufnahme der Menschen an Bord des Rettungsschiffes „Alan Kurdi“ an.\n44 Menschen, darunter vier Frauen und drei Kinder konnten sicher an Bord der „Alan Kurdi“ gebracht werden. Die Kinder sind 15 Monate, drei und fünf Jahre alt. Die Menschen stammen aus Syrien, Libyen, Pakistan, Bangladesch und Guinea. Nach eigenen Angaben sind die Menschen am frühen Samstagmorgen in Zuwara gestartet.\nDie maltesischen Behörden nannten der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; eine Koordinate an der die Menschen von den Maltesern übernommen werden sollen. Momentan wartet die crew auf die Ankunft der maltesischen Marine. Die „Alan Kurdi“ plant ihren Einsatz im Such- und Rettungsgebiet vor Libyen nach der Übergabe fortzuführen.\n„Wir sind unglaublich froh, dass wir erneut zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein konnten und wir nun 44 weitere Menschen in Sicherheit wissen. Ein 15 Monate altes Baby sollte sich niemals in einer so lebensgefährlichen Situation befinden müssen. Hoffentlich wird die maltesische Marine die Menschen schnell übernehmen, sodass wir weiter im Suchgebiet präsent sein können, wo wir ganz offensichtlich gebraucht werden.“, sagt Sea-Eye Sprecherin Carlotta Weibl\n","date":"9 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-eye-rettet-erneut-44-menschen-vor-lampedusa/","section":"","summary":"Die Crew der „Alan Kurdi“ nimmt zum zweiten Mal in der laufenden Mission aus Seenot gerettete Menschen an Bord und plant sie zeitnah an die maltesische Marine zu übergeben.","title":"Sea-Eye rettet erneut 44 Menschen vor Lampedusa","type":"archive"},{"content":"Das zivile Aufklärungsflugzeug #Colibri erreichte heute ein Hilferuf tunesischer Fischer über einen Seenotfall kurz vor Lampedusa, ein Holzboot mit ca. 40 Menschen an Bord in der malt. SAR-Zone. Colibri war kurz darauf vor Ort und informierte RCC Malta zur weiteren Koordinierung. Nach #Colibri überflogen 3 staatliche Flugzeuge den Seenotfall, 2 der Operation Sophia und 1 FRONTEX-Flugzeug. RCC Malta koordiniert den Fall und forderte alle Schiffe in der Umgebung zum Eingreifen auf. Die #AlanKurdi von @seaeyeorg ist auf dem Weg.\n","date":"8 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/hilferuf-tunesischer-fischer-uber-einen-seenotfall/","section":"","summary":"Das zivile Aufklärungsflugzeug # Colibri erreichte heute ein Hilferuf tunesischer Fischer über einen Seenotfall kurz vor Lampedusa, ein Holzboot mit ca. 40 Menschen an Bord in der malt. SAR-Zone. Colibri war kurz dara…","title":"Hilferuf tunesischer Fischer über einen Seenotfall","type":"archive"},{"content":"Carola Rackete ist frei - vorläufig. Das Verfahren gegen sie ist aber noch nicht\neingestellt.\nNachfolgend der Internationale Aufruf: Brücken statt Blockaden. Für\nGerechtigkeit und Solidarität mit allen Menschen auf der Flucht ? Freiheit für\nCarola Rackete und die IUVENTA10! Eine europäische Initiative von\nWissenschaftler_innen und Kulturschaffenden aus 6 europäischen Ländern, die in\nden letzten 36 Stunden sich hinsichtlich der Ereignisse im Mittelmeer entwickelt\nhat. Nun ist der Aufruf online gegangen und kann gerne quer um die Welt\ngeschickt und weiter unterzeichnet werden.\nZur Unterschriftenliste:\nhttps://you.wemove.eu/campaigns/brucken-statt-blockaden # ","date":"8 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/brucken-statt-blockaden/","section":"","summary":"Carola Rackete ist frei - vorläufig. Das Verfahren gegen sie ist aber noch nicht eingestellt.","title":"Brücken statt Blockaden!","type":"archive"},{"content":" ","date":"8 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-eye-sucht-crew-fur-kommende-mission-kapitan-in-schiffsmechaniker-in-einsatzleiter-in-gesucht/","section":"","summary":"","title":"Sea-Eye sucht Crew für kommende Mission Kapitän*In, Schiffsmechaniker*In, Einsatzleiter*In gesucht!","type":"archive"},{"content":"Malta hat sich zur Aufnahme der 65 Flüchtlinge bereiterklärt, die die „Alan Kurdi“ vor der libyschen Küste gerettet hatte. Sämtliche an Bord befindlichen Geretteten würden umgehend in andere EU-Staaten gebracht, erklärte der maltesische Premierminister Joseph Muscat am Sonntag auf Twitter. Die Bootsflüchtlinge sollten am Sonntagabend mit einem Schiff der maltesischen Marine an Land gebracht werden.\nNachdem die italienischen Behörden die Genehmigung verweigert hatten, den Hafen von Lampedusa anzulaufen, hatte die „Alan Kurdi“ des Regensburger Vereins Sea-Eye am Samstag von dort aus Malta angesteuert. Die maltesischen Behörden hatten dem Schiff ebenfalls die Einfahrt in ihre Hoheitsgewässer untersagt. Das Schiff dürfe auch nach dem Transport der Bootsflüchtlinge auf die Insel voraussichtlich keinen maltesischen Hafen anlaufen, berichtete die Tageszeitung „Times of Malta“ unter Berufung auf eine Sea-Eye-Sprecherin.\nGroße Erleichterung an Bord # Unter den Geretteten der „Alan Kurdi“ befanden sich den Angaben nach 39 Kinder und Jugendliche. Drei der insgesamt 65 Flüchtlinge seien wegen der Hitze kollabiert, erklärte die deutsche Hilfsorganisation.\n„Auch wenn die Erleichterung an Bord groß ist, müssen die EU und alle Mitgliedstaaten endlich eine dauerhafte Einigung finden“, erklärte Sea-Eye Pressesprecherin Carlotta Weibl am Sonntagabend. Humanitäre Hilfe der Zivilgesellschaft müsse Zugang zu europäischen Häfen haben und dürfe nicht zum Spielball der Politik werden. „Wir retten Menschenleben auf dem Mittelmeer und werden jedes Mal in politische Spielchen gezogen. Wenn die Staats- und Regierungschefs diskutieren wollen, sollen sie diskutieren, aber nicht auf dem Rücken von Menschen auf der Flucht und nicht zu Lasten der zivilen Organisationen“, so Weibl.\n","date":"7 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/malta-nimmt-65-aus-seenot-gerettete-menschen-auf/","section":"","summary":"Malta hat sich zur Aufnahme der 65 Flüchtlinge bereiterklärt, die die „Alan Kurdi“ vor der libyschen Küste gerettet hatte. Sämtliche an Bord befindlichen Geretteten würden umgehend in andere EU-Staaten gebracht, erklä…","title":"Malta nimmt 65 aus Seenot gerettete Menschen auf","type":"archive"},{"content":" Die \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; hat nun einen Kurs Richtung Malta gesetzt. Während der italienische Innenminister Salvini unter Androhung von drakonischen Strafen die Seenotrettung im Mittelmeer verhindern will, müssen nun auch andere Staaten zeigen, ob sie Italiens Kurs stützen. In den letzten Tagen hatte zuerst die \u0026ldquo;Sea-Watch 3\u0026rdquo; und nun die \u0026ldquo;Alex\u0026rdquo; Lampedusa als Nothafen angesteuert. Am Nachmittag verkündete das italienische Segelschiff \u0026ldquo;Alex\u0026rdquo; den Notstand und fuhr unter Nothafenrecht in den Hafen von Lampedusa ein. Das 18m lange Segelschiff hatte am Donnerstagabend 55 Menschen von einem Schlauchboot gerettet. \u0026ldquo;Es kann doch nicht sein, dass Menschen in Not erst ein weiteres Mal in Lebensgefahr sein müssen, bis wir sie in einen sicheren Hafen bringen dürfen\u0026rdquo;, sagt Gorden Isler, Einsatzleiter der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo;. \u0026ldquo;Wir haben die Menschen vor dem Tod gerettet und nun sollen wir dafür bestraft werden\u0026rdquo;, sagt Isler weiter. \u0026ldquo;Wir haben erlebt, dass die italienische Regierung dazu bereit ist, die Geretteten so lange auf Schiffen festzuhalten, bis Lebensgefahr besteht. Wir unterstützen den Einsatz unserer Seenotrettungskollegen, die die Menschen in Italien an Land gebracht haben. Die Entscheidung nach Lampedusa zu fahren war richtig\u0026rdquo;, sagt Gorden Isler, Einsatzleiter auf der \u0026ldquo;Alan Kurdi \u0026ldquo;Für uns ist es nun an der Zeit, Europa aus der Geiselhaft des italienischen Innenministers zu befreien. Wenn die Staats- und Regierungschefs ihre Kritik am italienischen Innenminister ernst meinen, können sie uns auf Malta einlaufen lassen. Dort könnten sowohl die Geretteten als auch die Crew sicher anlanden. Innenminister Seehofer könnte kurzfristig zusagen, die Geretteten aufzunehmen und einige der hilfsbereiten Kommunen zu verteilen, die die Aufnahmebereitschaft bereits beschlossen haben\u0026rdquo; sagt Isler weiter. Der Inselstaat Malta ist der nächste sichere Hafen. Die \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; wird Malta bereits am Sonntagnachmittag erreichen. ","date":"6 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-eye-wendet-sich-von-italien-ab-und-setzt-kurs-auf-malta/","section":"","summary":"","title":"Sea-Eye wendet sich von Italien ab und setzt Kurs auf Malta","type":"archive"},{"content":"Die Sea-Watch-Kapitänin Rackete steht nicht mehr unter Hausarrest in Italien, die Vorwürfe gegen sie sind aber nicht vom Tisch. Während Europa über eine Antwort auf die Flüchtlingstragödie im Mittelmeer streitet, sind die Seenotretter lahmgelegt.\nNach der Freilassung der Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete aus ihrem Hausarrest in Italien mischen sich Erleichterung und Forderungen nach einem Ende der Strafverfolgung. Rackete erklärte in der Nacht zum Mittwoch auf Twitter, die Entscheidung sei ein Sieg über die Kriminalisierung von Helfern.\nDer Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, nannte die Freilassung Racketes einen „Punktsieg für Rechtsstaatlichkeit und Menschlichkeit“. Zivile Seenotretter dürften nicht kriminalisiert werden. Der EKD-Migrationsexperte Manfred Rekowski bekräftigte, der Einsatz der Helfer sei „kein Verbrechen, sondern die Reaktion auf ein politisches Versagen im Blick auf den Umgang mit Flüchtlingen an den europäischen Außengrenzen“.\n","date":"3 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/trotz-freilassung-bleibt-sea-watch-ausgebremst-die-sea-watch-kapitanin-rackete-steht-nicht-mehr-unter-hausarrest-in-italien/","section":"","summary":"Die Sea-Watch-Kapitänin Rackete steht nicht mehr unter Hausarrest in Italien, die Vorwürfe gegen sie sind aber nicht vom Tisch. Während Europa über eine Antwort auf die Flüchtlingstragödie im Mittelmeer streitet, sind…","title":"Trotz Freilassung bleibt Sea-Watch ausgebremst Die Sea-Watch-Kapitänin Rackete steht nicht mehr unter Hausarrest in Italien","type":"archive"},{"content":"Bei einem Luftangriff auf das Camp Tadschura bei Tripolis wurden Dutzende Zivilisten getötet und verletzt. Zum wiederholten Mal gerieten Migranten und Flüchtlinge im libyschen Bürgerkrieg ins Kreuzfeuer der Konfliktparteien.\nKinder und ein Teil eines Sprengkörpers (Symbolfoto) © UNAMID @ flickr.com (CC 2.0) Ein Luftangriff auf ein Internierungslager für Flüchtlinge und Migranten in Libyen hat international Bestürzung ausgelöst. Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, erklärte am Mittwoch in Genf, Zivilisten dürften niemals ein militärisches Ziel sein. Bei dem Angriff auf das Lager Tadschura östlich der Hauptstadt Tripolis waren in der Nacht zum Mittwoch mindestens 44 Menschen getötet und mehr als 130 verletzt worden.\nDer Leiter der UN-Mission in Libyen, Ghassan Salamé, sprach von einer feigen Tat. „Dieser Angriff kann ganz klar ein Kriegsverbrechen darstellen, da er völlig überraschend unschuldige Menschen tötete, die durch schlimme Umstände in diese Unterkunft gezwungen waren“, sagte er. Es sei das zweite Mal, dass das Lager in Tadschura mit 600 Insassen angegriffen worden sei. Die international anerkannte Regierung unter Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch beschuldigte Milizen des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar, für den Angriff verantwortlich zu sein. Haftar hatte eine Offensive auf Tripolis angekündigt.\nDas von Grandi geleitete Flüchtlingshilfswerk UNHCR und die Internationale Organisation für Migration (IOM) verlangten eine unabhängige und vollständige Untersuchung des Angriffs. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Den Konfliktparteien sei die genaue geografische Lage des Camps bekannt gewesen. Zudem sei den Parteien klar gewesen, dass sich in dem Lager Zivilisten aufgehalten hätten. Grandi erklärte, Libyen sei kein sicheres Land, in das Flüchtlinge zurückgeschickt werden dürften. Die willkürlichen Inhaftierungen dort müssten aufhören.\nTodesängste # „Ärzte ohne Grenzen“ sprach von einer schrecklichen Tragödie, die leicht hätte vermieden werden können, und forderte die sofortige Evakuierung aller inhaftierten Migranten und Flüchtlinge aus Libyen. Zum Zeitpunkt des Angriffs seien in Tadschura mehr als 600 Männer, Frauen und Kinder gefangen gewesen, sagte der medizinische Leiter von „Ärzte ohne Grenzen“ in Libyen, Prince Alfani: „Unsere Teams haben das Zentrum gerade gestern besucht und 126 Menschen in der Zelle gesehen, die getroffen wurde.“ Eine zweite Zelle für Frauen wurde den Angaben zufolge beschädigt. Ein Team der Nothilfeorganisation half beim Transport von Schwerverletzten in eine Klinik.\nDie Überlebenden in Tadschura stünden Todesängste aus, sagte Alfani. Es sei nicht das erste Mal, dass Migranten und Flüchtlinge in Libyen ins Kreuzfeuer geraten seien. Seit Beginn des Konflikts zwischen der Regierung und den Milizen Haftars Anfang April habe es mehrfach Angriffe auf Lager oder in deren Nähe gegeben. Seitdem sind nach Angaben der Vereinten Nationen fast 100.000 Menschen auf der Flucht vor der Gewalt.\n(epd/mig)\n","date":"3 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/luftangriff-auf-fluchtlingslager-in-libyen/","section":"","summary":"Bei einem Luftangriff auf das Camp Tadschura bei Tripolis wurden Dutzende Zivilisten getötet und verletzt. Zum wiederholten Mal gerieten Migranten und Flüchtlinge im libyschen Bürgerkrieg ins Kreuzfeuer der Konfliktpa…","title":"Luftangriff auf Flüchtlingslager in Libyen","type":"archive"},{"content":"Die Flucht über das Mittelmeehr wird immer gefährlicher. In diesem Jahr ist jeder 45. Geflüchtete bei der Überfahrt gestorben, 2015 war es noch jeder 269. UNHCR fordert mehr Seenotretter.\nNach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) steigen die Risiken bei Fluchten über das Mittelmeer. Im Jahr 2015 sei jeder 269. Mensch bei der Überfahrt gestorben, ein Jahr später schon jeder 71. und in diesem Jahr jeder 45., sagte Dominik Bartsch, UNHCR-Repräsentant in Deutschland, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.\nInsgesamt ertranken laut Bartsch im vergangenen Jahr 2.277 Menschen auf der Mittelmeer-Route, in diesem Jahr waren es bereits 584. Seit 2015 starben 14.867 Frauen, Männer und Kinder bei der Fahrt über das Mittelmeer.\nBartsch fordert mehr Seenotretter # Bartsch sprach sich dafür aus, dass es mehr Seenotretter geben müsse, und fügte hinzu: „Ich erwarte, dass sich Italien an seine humanistische und auch nautische Tradition erinnert.“ Zum Fall der in Italien festgenommenen Kapitänin Carola Rackete sagte Bartsch, in einer Notsituation hätten Leben und Gesundheit Priorität. „Eine Kriminalisierung der Seenotrettung kann und wird nicht die Lösung des Problems sein“, sagte er.\n","date":"2 Juli 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/jeder-45-migrant-ertrinkt-bei-fahrt-uber-das-mittelmeer/","section":"","summary":"Die Flucht über das Mittelmeehr wird immer gefährlicher. In diesem Jahr ist jeder 45. Geflüchtete bei der Überfahrt gestorben, 2015 war es noch jeder 269. UNHCR fordert mehr Seenotretter.","title":"Jeder 45. Migrant ertrinkt bei Fahrt über das Mittelmeer","type":"archive"},{"content":"Momentan wartet die „Sea Watch 3“ vor den italienischen Gewässern bei Lampedusa. Es ist wohl wiederum die Aufgabe der Staatsanwaltschaft Agrigent, das Schiff vorübergehend zu beschlagnahmen, um die Geretteten an Land zu bringen. Politisch geht die italienische Regierung mit einer unerhörten Hetze in die Konfrontation.\nDie italienische Tageszeitung „La Repubblica“ schreibt: Auf Anordnung der italienischen Regierung und italienischer Geheimdienste, die auf dem Kriegsschiff „Capri“ vor Tripolis stationiert sind, hat die sogenannte libysche Küstenwache gestern die „Sea Watch 3“ angewiesen, ihr die 52 Geretteten in Tripolis zu übergeben. Die UNO und zahlreiche Gerichtshöfe in Italien wie auch des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs haben einen solchen europäischen Push Back explizit verboten. Bekanntermaßen werden rückdeportierte Boat-people in libysche Folterlager gebracht, die inzwischen mehrfach den libyschen Kriegswirren ausgesetzt waren\nDer italienische Innenminister Matteo Salvini hat eine vorzeitige Anwendung seines Dekrets angekündigt, das die Einfahrt der Sea Watch 3 in italienische Gewässer verbietet, weil sie den Anordnungen der sogenannten libyschen Küstenwachen-Leitstelle nicht Folge geleistet hat.\nAusserdem greift Salvini bei seinen Beschimpfungen der Seenotretter*innen zu einer bemerkenswerten neuen Wortwahl: Die „Sea Watch 3“ sei ein Piratenschiff, es sei „fuori legge“ (deutsch: „vogelfrei“). Rhetorisch gibt er es zum Abschuss frei.\nMöglicherweise, so schreibt „La Repubblica“, haben die Regierungen Italiens und Maltas soeben einen Pakt gegen künftige Anlandungen Geretteter geschlossen.\n","date":"14 Juni 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-watch-aktuell-barbaren-gegen-seenotrettung/","section":"","summary":"Momentan wartet die „Sea Watch 3“ vor den italienischen Gewässern bei Lampedusa. Es ist wohl wiederum die Aufgabe der Staatsanwaltschaft Agrigent, das Schiff vorübergehend zu beschlagnahmen, um die Geretteten an Land…","title":"Sea Watch aktuell: Barbaren gegen Seenotrettung","type":"archive"},{"content":"Die Crew der #SeaWatch 3 hat soeben 52 Menschen aus Seenot gerettet, etwa 47 Meilen vor Zawiya, Libyen. Das Boot wurde heute Morgen vom Flugzeug Colibri entdeckt. Wir werden nicht aufhören, Menschenleben auf See zu verteidigen!\n","date":"13 Juni 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-watch-3-rettet-52-aus-seenot/","section":"","summary":"Die Crew der # SeaWatch 3 hat soeben 52 Menschen aus Seenot gerettet, etwa 47 Meilen vor Zawiya, Libyen. Das Boot wurde heute Morgen vom Flugzeug Colibri entdeckt. Wir werden nicht aufhören, Menschenleben auf See zu v…","title":"Sea-Watch 3 rettet 52 aus Seenot","type":"archive"},{"content":"In den frühen Morgenstunden am Dienstag, 10.06.2019, sind 7 Menschen bei dem Versuch, die griechische Insel Lesbos zu erreichen, ertrunken. Die Nationalitäten der Migrant*innen und Geflüchteten seien noch nicht geklärt, allerdings handele es sich vorwiegend um Afrikaner*innen, wie der Aegaen Boat Report auf facebook veröffentlicht.\nDarauf, dass die Türkei für afrikanische Migrant*innen und Geflüchtete eine Station auf der Migrationsroute nach Europa oder Nordamerika sei, verweist Ahval vom 10.06.2019. Der Artikel macht zugleich auf die prekären Lebensbedingungen von afrikanischen Migrant*innen aufmerksam. Da die Türkei nur Durchgangsland auf der intendierten Migration nach Europa oder Nordamerika sei und die Weiterreise teuer sei, seien die Migrant*innen gezwungen, temporär in der Türkei zu bleiben, wo sie ohne Krankenversicherung in 10 bis 15-Stunden-Schichten in Textilwerkstätten arbeiten oder sich mit Gelegenheitsverkäufen über Wasser zu halten versuchen.\nAuch wenn die Zahl der Migrant*innen, die die Europäische Union mit dem Boot aus der Türkei zu erreichen versuchen, seit 2015 kleiner geworden ist, auch auf die Existenz des EU-Türkei-Abkommens und illegale Push-Backs der türkischen Küstenwache zurückzuführen, wagen immer wieder Menschen die gefährliche Überfahrt.\n","date":"11 Juni 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/turkei-griechenland-7-tote-bei-bootspassage/","section":"","summary":"In den frühen Morgenstunden am Dienstag, 10.06.2019, sind 7 Menschen bei dem Versuch, die griechische Insel Lesbos zu erreichen, ertrunken. Die Nationalitäten der Migrant*innen und Geflüchteten seien noch nicht geklär…","title":"Türkei/Griechenland: 7 Tote bei Bootspassage","type":"archive"},{"content":"Channel 4 hat ein Video aus dem Lager Zintan, tief in der libyschen Wüste gelegen, veröffentlicht, das unter die Haut geht. In diesem Lager sind seit September 20 Menschen gestorben. Zu sehen ist in den 10 Minuten der Protest zahlreicher, überwiegend eritreischer Geflüchteter, die in diesem Lager gefangen sind. Ihre Transparente wurden mit Tomatenmark geschrieben, das sie sich vom Mund abgespart haben. Zu sehen sind die Lebensumstände im Lager, die Verteilung von einem Becher Wasser pro Person aus einem Eimer, eine stotternde Stellungnahme des EU Flüchtlingskommissars Avramopoulos und eine Stellungnahme des UNHCR-Sekretärs für Menschenrechte, Rupert Colville, der auf die Frage der Moderatorin, ob er die Verantwortung für die Ertrunkenen, die Push-Backs und die Lager bei der EU-Flüchtlingspolitik sehe, antwortet: „Yes, that is absolutely right“.\nEin 22 jähriger Eritreer gibt dem Protest seine Stimme:\n„In Zintan we are dying, starving, hungry, sick.\nA lot of people are developed mental disorders.\nI can’t explain my feelings.\nI can’t control, because we are dying!\nWe are detained in hell.\nWe are praying in our sleep.\nAt this time we are hopelessly desparate.\nLet me comment for all the peoples in the world to know our pain.\nA lot of people are dying in the detention center with untold story\nunderaged, innocent refugees.\nAll these people think they have been left here to die.“\nColville nennt ein zweites Lager, und zwar bei der libyschen Hafenstadt Koms [Al-Khums], wohin vor zwei Wochen 200 von der „Küstenwache“ eingefangene Boat-people gebracht wurden, von denen aber nur noch 30 im Lager aufgefunden werden konnten. Die anderen sind verschollen. Die meisten Lager liegen in der Nähe von Tripolis und geraten zunehmend zwischen die Fronten von Haftar- und regierungstreuen Milizen.\nColville sagt, die Zustände in den Lagern lägen „beyond the powers of the agency“. Allein die EU könne die dortigen Zustände durch eine Änderung ihrer Migrationspolitik beeinflussen. Offenbar wird UNHCR, der die Aktionen der libyschen Milizen und die Zustände in den Lagern bislang eher lautlos begleitet hat, nun nervös. Der Protest im Todeslager, die zwischen die Fronten geratenen Gefangenen und die Tatsache, dass im Lager von Al-Khums 170 Gefangene spurlos verschwunden sind, zeigt, dass die Dinge aus dem Ruder laufen.\nDas sind „die Bilder, an die wir uns“ nach den Worten des ehemaligen Innenministers de Maiziere, „gewöhnen müssen“. Müssen wir das?\nDie Bilder sind ein Hohn auf die Mühen der Aktivist*innen in der Seenotrettung, bei der Seebrücke und in den Solidarity Cities. Wann gibt es endlich ein Bündnis aus Stadtverwaltungen, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, UN und anderen internationalen Agenturen, um die EU-libyschen Push Backs zu stoppen und die Evakuierung der Geflüchteten aus den libyschen Lagern – nach Europa! – durchzusetzen?\n","date":"9 Juni 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/protest-eritreischer-refugees-im-todeslager-zintan/","section":"","summary":"Channel 4 hat ein Video aus dem Lager Zintan, tief in der libyschen Wüste gelegen, veröffentlicht, das unter die Haut geht. In diesem Lager sind seit September 20 Menschen gestorben. Zu sehen ist in den 10 Minuten der…","title":"Protest eritreischer Refugees im Todeslager Zintan","type":"archive"},{"content":"Die sea-Watch 3 hat den Hafen von Licata verlassen und ist auf dem Weg in die Such- und Rettungszone. Seit mehr als 3 Wochen befand sich im zentralen Mittelmeer kein ziviles Rettungsschiff, das aus Libyen fliehenden Menschen zu Hilfe kommen konnte.\n","date":"9 Juni 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-watch3-ist-auf-dem-weg-in-die-sar-zone/","section":"","summary":"Die sea-Watch  3 hat den Hafen von Licata verlassen und ist auf dem Weg in die Such- und Rettungszone. Seit mehr als 3 Wochen befand sich im zentralen Mittelmeer kein ziviles Rettungsschiff, das aus Libyen fliehenden…","title":"Sea-Watch3 ist auf dem Weg in die SAR-Zone","type":"archive"},{"content":"Die #AlanKurdi hat das Trockendock verlassen und die Inspektion erfolgreich bestanden. Weitere Arbeiten können auf dem Wasser erledigt und das Schiff auf seinen vierten Einsatz vorbereitet werden. Wir wünschen der Crew viel Erfolg und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel. Es werden noch dringend Spenden benötigt! https://sea-eye.org/spenden/?neues-spendenformular-3319/spende\n","date":"9 Juni 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/die-alan-kurdi-verlasst-das-trockendock/","section":"","summary":"","title":"Die Alan Kurdi verlässt das Trockendock","type":"archive"},{"content":"Genf. Rupert Colville, Sprecher der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, hat sich am Freitag in Genf besorgt über die Lage der Migranten in Libyen gezeigt. Gerade die Situation der Flüchtlinge in den Internierungslagern sei unhaltbar, weshalb er auch die von der Europäischen Union unterstützte Praxis der sogenannten libyschen Küstenwache, auf dem Mittelmeer geborgene Migranten zurück in das Land zu bringen, kritisierte. Libyen sei »unter keinen Umständen« ein sicheres Land. Die UNO geht von mindestens 3.400 internierten Flüchtlingen in Libyen aus, die in den überfüllten Lagern sexualisierter Gewalt und Zwangsarbeit ausgesetzt sind. (dpa/jW)\n","date":"8 Juni 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/uno-libyen-kein-sicheres-land-fur-migranten/","section":"","summary":"Genf. Rupert Colville, Sprecher der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, hat sich am Freitag in Genf besorgt über die Lage der Migranten in Libyen gezeigt. Gerade die Situation der Flüchtlinge in den Internierungsla…","title":"UNO: Libyen kein sicheres Land für Migranten","type":"archive"},{"content":"Mitarbeiter*innen des UNHCR und der IOM stehen bei Push-Backs der sogenannten libyschen Küstenwache in den Häfen und zählen die Zurückdeportierten. Außerdem suchen sie die libyschen Gefangenenlager auf, um einige Wenige auszuwählen, die entweder nach Niger oder in die EU evakuiert werden. Aufgrund dieses Monitoring in den Häfen und der Gefangenenlager schlagen erste UNHCR-Gruppen in Libyen Alarm: Die Internierungen werden immer grausamer, allein schon wegen zunehmender Überfüllung und der Sommerhitze. Besonders dramatisch sei die Situation im „Haftlager“ [UNHCR] in Zintan mit aktuell 654 Internierten. Es drohten Verzweiflungsszenarien. Nötig sei ein sofortiger Stopp der Push-Backs nach Libyen.\nMSF fordert nach einer neuen Bestandsaufnahme eine „sofortige humanitäre Evakuierung“ aller 5.800 Internierten und die „Schließung der Haftzentren“.\n","date":"7 Juni 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/libyen-unhcr-alarm-wegen-zunahme-der-lagerbevolkerung/","section":"","summary":"Mitarbeiter*innen des UNHCR und der IOM stehen bei Push-Backs der sogenannten libyschen Küstenwache in den Häfen und zählen die Zurückdeportierten. Außerdem suchen sie die libyschen Gefangenenlager auf, um einige Weni…","title":"Libyen, UNHCR: Alarm wegen Zunahme der Lagerbevölkerung","type":"archive"},{"content":"1 Jahr nachdem Salvini die Schliessung italienischer Häfen verkündete, bringt die #Asso25 Gerettete nach Italien. Dennoch fand die Rettung erst nach 48h auf See und 24h nach unserem Notruf statt, meldet Sea-Watch.\n","date":"7 Juni 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-watch-meldet-die-hafen-sind-offen/","section":"","summary":"1 Jahr nachdem Salvini die Schliessung italienischer Häfen verkündete, bringt die # Asso25 Gerettete nach Italien. Dennoch fand die Rettung erst nach 48h auf See und 24h nach unserem Notruf statt, meldet Sea-Watch.","title":"Sea-Watch meldet: Die Häfen sind offen!","type":"archive"},{"content":"Drei Staatsanwaltschaften haben erneut Ermittlungen gegen den italienischen Innenminister Matteo Salvini aufgenommen. In allen drei Fällen geht es wiederum um den Versuch, die Seenotrettung gänzlich zu unterbinden oder zumindest die Anlandung von Geflüchteten, insbesondere von Minderjährigen, zu verhindern. Neben der örtlichen Hafenjustiz haben anscheinend einige Hafenverwaltungen und die sizilianische Anwaltsgruppe Associazione diritti e frontiere (Adif) gute Vorarbeit geleistet. Die konkreten Ermittlungsfälle betreffen die jüngsten innenministeriellen Verfügungen gegen die „Seawatch“ und die „Mare Jonio“, jeweils mit Geretteten an Bord, und die aktuellen Dekrete Salvinis.\n","date":"7 Juni 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/drei-neue-staatsanwaltliche-ermittlungen-gegen-salvini/","section":"","summary":"Drei Staatsanwaltschaften haben erneut Ermittlungen gegen den italienischen Innenminister Matteo Salvini aufgenommen. In allen drei Fällen geht es wiederum um den Versuch, die Seenotrettung gänzlich zu unterbinden ode…","title":"Drei neue staatsanwaltliche Ermittlungen gegen Salvini","type":"archive"},{"content":"62 Boat-people – von den gestern 250 Vermissten – wurden am Spätnachmittag und Abend des 06.06.2019 von dem Schleppboot „Asso 25“ gerettet. Alarmphone und die NGO-Flugzeuge hatten es geschafft, ein Monitoring um die Zone des gesichteten Schiffswracks in der maltesischen SAR-Zone aufzubauen. Das Schleppboot mit den Geretteten an Bord hat nach Aufforderung durch die italienische Küstenwache zunächst Kurs auf Lampedusa genommen und steuert nun Pozzallo (Sizilien) an. Das italienische Innenministerium schweigt. Die Staatsanwaltschaft Agrigento scheint sich einzuschalten.\nAm Freitagmorgen befinden sich demnach im zentralen Mittelmeer – nach 50 Stunden auf See – noch 190 Boat-people in akuter Seenot, ohne weitere Kommunikationsmöglichkeiten, oder sind ertrunken. Der UNHCR hat sich gestern wegen der zusammengebrochenen Seenotrettung gegenüber den 700 Schiffbrüchigen im zentralen Mittelmeer eingeschaltet. Von Pull-Faktoren könne keine Rede sein, so der UNHCR.\n","date":"7 Juni 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/schleppboot-mit-62-boat-people-richtung-sizilien/","section":"","summary":"62 Boat-people – von den gestern 250 Vermissten – wurden am Spätnachmittag und Abend des 06.06.2019 von dem Schleppboot „Asso 25“ gerettet. Alarmphone und die NGO-Flugzeuge hatten es geschafft, ein Monitoring um die Z…","title":"Schleppboot mit 62 Boat-people Richtung Sizilien","type":"archive"},{"content":"Dramatischer Tag gestern auf dem Mittelmeer mit mehreren Booten in Not. Mehr als 370 Flüchtlinge und Migranten wurden gerettet und nach Malta gebracht . In den letzten 5 Tagen versuchen durchschnittlich 300 Menschen pro Tag die gefährliche Überfahrt von Libyen.\nDie von der EU finanzierte sog. libysche Küstenwache hat diese Woche über 300 Flüchtlinge und Migranten abgefangen und sie nach Libyen zurückgebracht, einem Land, in dem sie regelmäßigen Gefahren und Misshandlungen ausgesetzt sind. Libyen ist kein sicherer Ort, um auf See gerettete Menschen von Bord zu bringen!\n","date":"6 Juni 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/arzte-ohne-grenzen-eine-kurze-zusammenfassung-der-letzten-5-tage/","section":"","summary":"Dramatischer Tag gestern auf dem Mittelmeer mit mehreren Booten in Not. Mehr als 370 Flüchtlinge und Migranten wurden gerettet und nach Malta gebracht . In den letzten 5 Tagen versuchen durchschnittlich 300 Menschen p…","title":"Ärzte ohne Grenzen, eine kurze Zusammenfassung der letzten 5 Tage","type":"archive"},{"content":"Im zentralen Mittelmeer haben Alarmphone und die NGO-Flugzeuge Colibri und Moonbird in den letzten 37 Stunden über 700 Boat-people auf mehreren Schlauchbooten erkannt und ihr SOS mit allem erdenklichen Nachdruck an die Seenotrettungsleitstellen weitergegeben. Nach dem Schweigen, das einen Tag andauerte, gibt die maltesische Seenotrettung heute Nachmittag bekannt, dass sie insgesamt 370 Boat-people gerettet hat. Die sogenannte libysche Küstenwache, die sich zu Übungen ganz woanders aufhielt, will 80 Boat-people aufgegriffen und in die libyschen Folter- Gefängnisse zurückgebracht haben. Wieviel Tote bei den heutigen Seenotrettungen gesichtet oder geborgen wurden, gaben weder die Malteser noch die Libyer bekannt. Gerettete berichten auf Malta von Toten.\nFotos und ein Video der heutigen Schiffswracks, aufgenommen von den NGO-Flugzeugen, veröffentlicht soeben die italienische Tageszeitung Avvenire. Zu erkennen sind Schiffbrüchige, die kurz vor dem Sinken ihrer Boote dokumentiert wurden.\nNach einfacher Zählung fehlt von über 250 Boat-people im zentralen Mittelmeer jede Spur. Nach eineinhalb Tagen zahlreicher SOS-Rufe, Abwarten und Verstummen ihrer Telefone müssen wir davon ausgehen, dass sie heute ertrunken sind.\nSergio Scandura vom italienischen Radio Radicale hat Luftaufklärungs-Fotos veröffentlicht, die die sogenannte libysche Küstenwache benutzt hat, um Push-Back-Einsätze durchzuführen. Da die Libyer nicht über die entsprechende Luftaufklärungstechnik verfügen, können diese Fotos nur von Frontex oder der EU-Militäroperation Eunavfor stammen. Die EU-Staaten haben dafür gesorgt, dass ihre Küstenwachen aus dem zentralen Mittelmeer weitgehend abgezogen und ihre Seenotrettungsleitstellen für SOS-Meldungen oftmals nicht mehr erreichbar sind, und sie haben einen informationellen Black-Out über das Geschehen im zentralen Mittelmeer verhängt. Zeitgleich werden jetzt Nachweise dafür erbracht, dass die EU mithilfe der EU-ausgebildeten sogenannten libyschen Küstenwache und mithilfe der EU-Luftaufklärung die völkerrechtswidrigen und unmenschlichen Push-Backs zurück in die libyschen Gefängnisse koordiniert, die ebenfalls von der EU finanziert werden.\n","date":"6 Juni 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/malta-libyen-heute-uber-250-boat-people-unter-eu-beobachtung-ertrunken/","section":"","summary":"Im zentralen Mittelmeer haben Alarmphone und die NGO-Flugzeuge Colibri und Moonbird in den letzten 37 Stunden über 700 Boat-people auf mehreren Schlauchbooten erkannt und ihr SOS mit allem erdenklichen Nachdruck an di…","title":"Malta, Libyen: heute über 250 Boat-people unter EU-Beobachtung ertrunken?","type":"archive"},{"content":" Die tödlichste Migrationsroute der Welt # BERLIN/DEN HAAG (Eigener Bericht) – Menschenrechtsanwälte werfen der EU und ihren Mitgliedstaaten „crimes against humanity“ („Verbrechen gegen die Menschheit“) vor und haben beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) Anzeige wegen des Flüchtlingssterbens im Mittelmeer erstattet. Die EU-Flüchtlingsabwehr habe das Mittelmeer in die „tödlichste Migrationsroute der Welt“ transformiert, heißt es in dem Anzeigedokument; dass dort in den vergangenen Jahren weit mehr als 10.000 Menschen zu Tode gekommen seien, sei keiner „Naturkatastrophe“ und keinem „tragischen Fehler“ geschuldet, sondern einer bewusst gestalteten Politik. Die Anwälte belegen dies detailliert an zwei Maßnahmen. Demnach hat die Ablösung der italienischen Seenotrettungsoperation „Mare Nostrum“ durch die Frontex-Operation „Triton“ im Herbst 2014 die Zahl der Opfer absehbar erhöht. Zudem hat die Kooperation mit der libyschen Küstenwache zur Internierung Zehntausender Flüchtlinge in Folter- und Mordlagern geführt. Beides hat besonders die Bundesregierung forciert, und dies in voller Kenntnis der mörderischen Folgen.\nEin doppeltes Novum # Die Menschenrechtsanwälte Omer Shatz und Juan Branco haben am gestrigen Montag beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag Anzeige gegen die EU und ihre Mitgliedstaaten erstattet. Shatz lehrt an der Yale Law School in New Haven (Connecticut) und an der Pariser Sciences Po; Branco hat unter anderem für den IStGH und für das Pariser Außenministerium gearbeitet sowie WikiLeaks und Julian Assange beraten. Die Anzeige ist in doppelter Hinsicht ein Novum. Zum einen wird der IStGH, sofern er Untersuchungen einleitet, erstmals gegen EU-Staaten ermitteln, darunter Deutschland. Nach seiner Gründung hatte das Gericht jahrelang ausschließlich Strafverfahren gegen Politiker aus afrikanischen Ländern angestrengt und erst spät, als seine Legitimität in Afrika vollends zu schwinden drohte, Ermittlungen in einigen Staaten Asiens und Südamerikas aufgenommen. Shatz und Branco konstatieren nun: „Mitarbeiter und Repräsentanten der EU und ihrer Mitgliedstaaten unterscheiden sich in nichts von jeder anderen nicht-europäischen Person. Sie verdienen dieselbe strenge Behandlung“.[1] Ein Novum ist die Anzeige zum anderen, weil sie erstmals den Tod zahlloser Flüchtlinge bei der Überfahrt über das Mittelmeer auf die Tagesordnung des IStGH setzt.\nVermeidbare Todesopfer # Dabei fokussieren Shatz und Branco ihre Anzeige beim IStGH auf zwei politische Maßnahmen der EU. Eine von ihnen betrifft den Übergang von der italienischen Seenotrettungsoperation „Mare Nostrum“ zur Frontex-Operation „Triton“. Die italienische Regierung hatte im Oktober 2013 nach einer Serie furchtbarer Bootsunglücke, bei denen viele hundert Flüchtlinge zu Tode kamen, „Mare Nostrum“ gestartet, um das Massensterben im Mittelmeer zu beenden. Bis zum 31. Oktober 2014 gelang es in der Tat, mehr als 150.000 Menschen das Leben zu retten. Rom drang darauf, die Maßnahme in eine EU-Operation zu überführen, scheiterte jedoch: Brüssel beschloss, „Mare Nostrum“ durch eine Frontex-Operation („Triton“) zu ersetzen. „Triton“ unterschied sich dabei von der Vorläuferoperation nicht zuletzt dadurch, dass Rettungseinsätze nur noch innerhalb einer 30-Meilen-Zone vor den italienischen Küsten durchgeführt werden durften. Die Entscheidung für „Triton“ fiel, obwohl Frontex-Mitarbeiter ausdrücklich gewarnt hatten, eine Abkehr von „Mare Nostrum“ werde zu „viel mehr Toten auf See“ führen.[2] Brüssel nahm das Massensterben demnach wissentlich in Kauf. Auf der Mittelmeer-Zentralroute, die „Mare Nostrum“ einigermaßen abgedeckt hatte, kamen in den Jahren von 2015 bis 2018 laut Angaben der International Organization for Migration (IOM) mindestens 11.897 Menschen ums Leben – „vermeidbare Todesopfer“, konstatieren Shatz und Branco.\nVermeidbare Folteropfer # Die zweite Maßnahme, die Shatz und Branco ins Zentrum ihrer Anzeige rücken, ist die EU-Unterstützung für den Auf- und den Ausbau der sogenannten libyschen Küstenwache. Brüssel reagierte damit auf das im internationalen Recht festgeschriebene Verbot, Flüchtlinge ohne jegliche Prüfung ihres Asylantrags in ein Bürgerkriegsgebiet abzuschieben. Durften Bootsflüchtlinge wegen des Non-Refoulement-Gebotes nicht nach Libyen zurückgebracht werden, so gestattete es der Aufbau der Küstenwache, sie bereits am Verlassen der libyschen Hoheitsgewässer zu hindern – aus Sicht der EU ein optimales Resultat. Freilich nahm Brüssel damit zugleich in Kauf, dass die Flüchtlinge von den Küstenwächtern in den berüchtigten libyschen Lagern interniert wurden und werden. Die Zustände in den Lagern, in denen Folter, Misshandlung, Vergewaltigung, sogar Versklavung und Mord an der Tagesordnung sind, sind schon seit Jahren bekannt.[3] Das hat die EU nicht davon abgehalten, die Effizienz der Küstenwache durch Ausbildungsmaßnahmen und durch Bereitstellung von Informationen über den Aufenthaltsort von Flüchtlingsbooten zu steigern – mit der Folge, dass die Zahl der internierten Flüchtlinge weiter stieg. Shatz und Branco schätzen die Zahl derjenigen, die von der Küstenwache aufgegriffen und in Lager gesteckt wuren, allein für die Jahre 2016 bis 2018 auf mehr als 40.000.\nDie Prioritäten der EU # Beide Maßnahmen hat die Bundesregierung maßgeblich vorangetrieben. So wurde „Mare Nostrum“ vor allem auf deutschen Druck beendet. Berlin hatte sich dafür stark gemacht, weil – so formulierte es der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière – „Mare Nostrum“, ursprünglich „als Nothilfe gedacht“, sich „als Brücke nach Europa erwiesen“ habe; das müsse geändert werden. Der damalige deutsche „Triton“-Leiter Klaus Rösler legte großen Wert darauf, Rettungsoperationen strikt auf die 30-Meilen-Zone zu beschränken; in einem Schreiben mit Datum vom 9. Dezember 2014 an den Direktor der italienischen Grenzpolizei setzte er sich dafür ein, Notrufen von außerhalb dieser Zone nicht mehr Folge zu leisten, um den Flüchtlingen keine „Anreize“ zu bieten. Der zeitweiligen Befehlsverweigerung italienischer und maltesischer Behörden verdankten allein am dritten Februarwochenende 2015 mehr als 2.700 Flüchtlinge, die außerhalb der 30-Meilen-Zone in Seenot gerieten, ihr Leben (german-foreign-policy.com berichtete [4]). Der damalige Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen und heutige UN-Generalsekretär António Guterres protestierte: „Einige Regierungen räumen der Abwehr von Flüchtlingen höhere Priorität ein als dem Recht auf Asyl“.[5] Berlin blieb hart. Nach dem Tod von rund 700 Menschen, deren Boot am 19. April 2015 außerhalb der 30-Meilen-Zone und damit jenseits der „Triton“-Zuständigkeit kenterte, teilte der damalige deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit, man werde sich nun darauf konzentrieren, „Schlepperorganisationen das Handwerk“ zu legen.[6]\nLibyens Lager # Auch die Übertragung der Flüchtlingsabwehr an die sogenannte libysche Küstenwache ist von Berlin systematisch gefördert worden. Die EU hatte schon 2013 begonnen, in dem Land eine Küstenwache aufzubauen; das Vorhaben litt jedoch unter dem 2014 neu entflammten Bürgerkrieg. Als der deutsche UN-Sondergesandte Martin Kobler Ende 2015 die sogenannte Übergangsregierung in Tripolis installierte – nicht zuletzt, um eine formelle Ansprechstelle für die Flüchtlingsabwehr zu erhalten -, unterstützte er dabei auch eine erneute Kooperation zwecks Auf- und Ausbau von Libyens Küstenwache.[7] Im Jahr 2016 dehnte Brüssel die Trainingsmaßnahmen für die Küstenwächter aus und kündigte offiziell an, ihnen die nötigen Daten zum Abfangen von Flüchtlingen zu übermitteln.[8] Praktisch durchgeführt wurde die Ausbildung von der EU-„Operation Sophia“ im Mittelmeer, an der sich auch Einheiten der deutschen Marine beteiligten. Die EU hielt an der Kooperation fest, obwohl regelmäßig brutale Übergriffe der Küstenwächter bekannt wurden – und obwohl von ihnen festgesetzte Flüchtlinge regelmäßig in libyschen Lagern interniert wurden, die Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Niger in internen Schreiben offen als „Konzentrationslager“ einstuften.[9] Die Bundesregierung zog keinerlei Konsequenzen daraus.\nAuf dem Rechtswege # Die gestern erstattete Anzeige ist der jüngste Schritt in den Bemühungen internationaler Menschenrechtler, gegen die mörderische deutsch-europäische Flüchtlingsabwehr auf dem Rechtswege vorzugehen und deren politische Organisatoren zur Rechenschaft zu ziehen. Weitere Verfahren sind bereits eingeleitet worden. german-foreign-policy.com berichtet in Kürze.\n[1], [2] Omer Shatz, Juan Branco: Communication to the Office of the Prosecutor of the International Criminal Court Pursuant to the Article 15 of the Rome Statute. Paris, 03.06.2019.\n[3] S. dazu Libysche Lager und Das Erfolgsbarometer der EU.\n[4] S. dazu Kein Ende in Sicht.\n[5] Europa lässt weiter sterben. proasyl.de 23.12.2014.\n[6] Presse- und Informationsamt der Bundesregierung: Unglück im Mittelmeer. Berlin, 19.04.2015.\n[7] S. dazu Gegen Terror und Migration (II).\n[8] S. dazu Lager für Europa (II).\n[9] S. dazu Rückschub in die Hölle.\ngerman foreign policy | 03.06.2019\nDie Klageschrift als PDF: EU-ICC-FINAL-OS-signed-03062019 # ","date":"5 Juni 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/klage-massensterben-mittelmeer-eu-verbrechen-gegen-die-menschheit/","section":"","summary":"BERLIN/DEN HAAG (Eigener Bericht) – Menschenrechtsanwälte werfen der EU und ihren Mitgliedstaaten „crimes against humanity“ („Verbrechen gegen die Menschheit“) vor und haben beim Internationalen Strafgerichtshof (IStG…","title":"Klage Massensterben Mittelmeer: „EU-Verbrechen gegen die Menschheit“","type":"archive"},{"content":"SEEBRÜCKE befürwortet Potsdamer Erklärung + Nächste Schritte beim Kongress „Sichere Häfen. Leinen los für kommunale Aufnahme“ + Öffentliche Gründung Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ am 14.06.19 im Roten Rathaus\nBerlin, 4.6.2019.\nDie SEEBRÜCKE begrüßt den Vorstoß von acht Kommunen am gestrigen Nachmittag. In der Potsdamer Erklärung fordern Flensburg, Greifswald, Hildesheim, Krefeld, Marburg, Potsdam, Rostock und Rottenburg am Neckar die Aufnahme von zusätzlichen aus Seenot geretteten Menschen. Ein neuer Verteilungsschlüssel solle die direkte Aufnahme ermöglichen. Die Städte, die sich zu Sicheren Häfen erklärt hatten, setzten damit im Vorfeld des Deutschen Städtetags ein Zeichen für die Umsetzung der kommunalen Aufnahme. Der Potsdamer Erklärung wird beim Kongress der SEEBRÜCKE die Gründung des kommunalen Bündnisses „Städte Sicherer Häfen“ folgen.\n„Es ist ein Skandal, dass Bundesinnenminister Seehofer die aufnahmebereiten Kommunen immer noch blockiert. Es ist ein wichtiger Schritt, dass die Städte nun gemeinsam Initiative ergreifen und die Aufnahme von zusätzlichen Geflüchteten fordern. Wir unterstützen dies und freuen uns, dass die Städte bei dem SEEBRÜCKEN-Kongress ein Bündnis gründen werden. Das ist notwendig, damit der Potsdamer Erklärung entschlossene Taten für die kommunale Aufnahme folgen“, sagt Liza Pflaum, Sprecherin der SEEBRÜCKE.\nDie SEEBRÜCKE veranstaltet am 13. und 14. Juni 2019 im Roten Rathaus den Kongress „Sichere Häfen. Leinen los für kommunale Aufnahme“. Der Kongress steht unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller und findet in Kooperation mit der Landeshauptstadt Potsdam statt. Wir laden Sie dazu ein, über den Kongress zu berichten.\nPressevertreter*innen haben am 14. Juni um 9:00 Uhr die Möglichkeit direkt von der Gründung des kommunalen Bündnisses „Städte Sicherer Häfen“ zu berichten. Anschließend gibt es um 9:30 Uhr die Möglichkeit bei einem Pressegespräch Interviews zu führen. Wir bitten Pressevertreter*innen sich vorab oder vor Ort im Roten Rathaus bei der SEEBRÜCKE anzumelden.\nDie SEEBRÜCKE ist eine breite soziale Bewegung, die sich mit über 90 Lokalgruppen bundesweit für die kommunale Aufnahme von aus Seenot geretteten Menschen einsetzt. Seit Ende Juni 2018 fordern tausende Menschen mit wiederholten Demonstrationen und kreativen Aktionen die Schaffung von Sicheren Häfen. Seitdem erklärten sich bereits 59 Städte und Gemeinden zu Sicheren Häfen.\n","date":"4 Juni 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/seebrucke-befurwortet-potsdamer-erklarung/","section":"","summary":"SEEBRÜCKE befürwortet Potsdamer Erklärung + Nächste Schritte beim Kongress „Sichere Häfen. Leinen los für kommunale Aufnahme“ + Öffentliche Gründung Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ am 14.06.19 im Roten Rathaus","title":"SEEBRÜCKE BEFÜRWORTET POTSDAMER ERKLÄRUNG","type":"archive"},{"content":"Das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch ist in Italien wieder freigegeben worden. Die Organisation twitterte, dass das Schiff \u0026ldquo;nicht länger konfisziert\u0026quot;sei. ","date":"2 Juni 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-watch-3-ist-wieder-frei/","section":"","summary":"Das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch ist in Italien wieder freigegeben worden. Die Organisation twitterte, dass das Schiff “nicht länger konfisziert\"sei.","title":"Sea-Watch 3 ist wieder frei","type":"archive"},{"content":"Europäische Migrationspolitik tötet: Mindestens ein Mensch ertrinkt, festgehalten vom Aufklärungsflugzeug #Moonbird. Ital. Marineschiff in der Nähe greift trotz Maydays nicht ein und wartet auf sog. Libysche Küstenwache, die Überlebende illegal zurück nach Libyen schleppt.\nhier der Twitter Verlauf: # 1. Sea-Watch‏ @seawatchcrew 29. Mai # Ein Schlauchboot mit ca. 80 Menschen an Bord, darunter Kinder, wurde heute morgen von #Moonbird in internationalen Gewässern gesichtet. Das italienische Marineschiff P490 ist das nächste Schiff in der Umgebung. Wir fordern @ItalianNavy dazu auf, schnellstens Hilfe zu leisten.\n2. Sea-Watch‏ @seawatchcrew 29. Mai # Seit Stunden gibt es keine Neuigkeiten von dem Boot. Beim letzten Sichtkontakt war P490 von der italienischen Marine nur 9 Seemeilen entfernt. @ItalianNavy schickte einen Helikopter zur Beobachtung vorbei, P490 veranlasste aber keine Rettungsmaßnahmen.\n3. Alarm Phone‏ @alarm_phone 23:40 - 29. Mai 2019 # According to the #migrants, a 5-year-old girl has died on board. They also told us at 8.25h that the helicopter was still there and that the boat they saw was not a cargo but a military boat. We are quite certain it is an @ItalianNavy vessel, the P490. It has to rescue NOW!\n4. Sea-Watch‏ @seawatchcrew 30. Mai # Situation drastisch verschärft: ca. 90 Menschen sind seit 35h auf See, nun ist der Tod eines 5jährigen Kleinkindes gemeldet worden. @ItalianNavy wartet auf \u0026lsquo;#LibyscheKüstenwache\u0026rsquo; - auf Kosten von Menschenleben? Eine Notsituation verschwindet nicht einfach, wenn man wegschaut.\n5. Sea-Watch‏ @seawatchcrew 30.05.2019, 14:05 # .@ItalianNavy rettet nach Druck aus Zivilgesellschaft 100 Menschen, die gestern von #Moonbird entdeckt wurden. 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EU-finanziertes refoulement von allein heute Hunderten muss jetzt beendet werden!\n","date":"28 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/zwei-boote-von-der-sog-libyschen-kustenwache-zuruckgeschleppt/","section":"","summary":"Heute entdeckte # Moonbird 2 Boote, mittlerweile wurden sie von der sog. libyschen Küstenwache zurückgeschleppt. 2-3 weitere offene Fälle werden genauso enden, da Schiffe vor Ort bisher nicht retten. EU-finanziertes r…","title":"zwei Boote von der sog. \"libyschen Küstenwache\" zurückgeschleppt","type":"archive"},{"content":"Das Gericht in Trapani hat zwei Boat-people freigesprochen. Sie hatten im Juli 2018 das Schiff „Vos Thalassa“, das sie und 65 weitere Boat-people nach Libyen zurückbringen wollte, zur Umkehr und zum Kurs nach Italien gezwungen. Das Gericht begründete den Freispruch mit „legitimer Verteidigung“ der Boat-people. Der Richterspruch wird als Präzedenzurteil eingestuft.\nDie beiden Boat-people waren 10 Monate in U-Haft gehalten worden, weil sie laut Staatsanwaltschaft „Gewalt, Widerstand gegen Staatsangestellte und Begünstigung der illegalen Einreise“ getätigt hätten. Eine besondere Rolle bei dem Kriminalisierungsversuch hatten damals die öffentlichen Hetzanweisungen des Innenministers Matteo Salvini und des Infrastruktur- und Transportministers Danilo Toninelli gespielt. Sie hatten die beiden Boat-people als „Delinquenten“ bezeichnet, die als „gewalttätige Entführer in Handschellen abgeführt werden sollen“. „Die Übeltäter sínd ohne Nachlass zu bestrafen“, so die Minister seinerzeit. Die Verteidigung kündigt an, dass sie die beiden Minister deswegen vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bringen wird.\n","date":"25 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/urteil-schiffsentfuhrung-nach-italien-legitime-verteidigung/","section":"","summary":"Das Gericht in Trapani hat zwei Boat-people freigesprochen. Sie hatten im Juli 2018 das Schiff „Vos Thalassa“, das sie und 65 weitere Boat-people nach Libyen zurückbringen wollte, zur Umkehr und zum Kurs nach Italien…","title":"Urteil Schiffsentführung nach Italien: „legitime Verteidigung“","type":"archive"},{"content":"Am gestrigen 23.05.2019 spitzte sich mittags im zentralen Mittelmeer das Schicksal von vier Flüchtlingsbooten mit insgesamt ca. 340 Boat-people zu. Das Alarmphone hatte einen Notruf aus einem dieser Boote erhalten und informierte das italienische IMRCC. Seawatch meldete mithilfe des NGO-Flugzeugs „Colibri“ aus der Luft, dass ein italienisches Kriegsschiff in der Nähe ist. Dieses fuhr aber nicht zu den Schiffbrüchigen, sondern schickte einen Hubschrauber, der aus der Luft an der Deportation dieser Boat-people durch die sogenannte libysche Küstenwache teilnahm. Zwei weitere der vier Flüchtlingsboote wurden ebenfalls von den libyschen Küstenmilizen gekapert. Dem vierten Flüchtlingsboot gelang anscheinend die Flucht. Heute morgen um 4 Uhr legte es mit 57 Boat-people in Lampedusa an. – In den letzten 48 Stunden haben 9 Boote mit 130 Geflüchteten die Ankunft an der italienischen Küste aus eigener Kraft geschafft.\n","date":"24 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/1-boot-erreicht-lampedusa-3-boote-unter-italienischem-luftkommando-nach-libyen/","section":"","summary":"Am gestrigen 23.05.2019 spitzte sich mittags im zentralen Mittelmeer das Schicksal von vier Flüchtlingsbooten mit insgesamt ca. 340 Boat-people zu. 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Recht und Humanität verpflichten uns hierzu. Darauf haben die Kirchen in den letzten Jahren immer wieder deutlich hingewiesen. Die Beschlagnahmung des zivilen Rettungsschiffs Sea-Watch 3 durch italienische Behörden und die geplanten weiteren Gesetzesverschärfungen für Seenot-Rettungskräfte sollen Lebensrettung im Mittelmeer unmöglich machen. Das Verhalten des italienischen Innenministers widerspricht allem, wofür das Christentum steht. Die Kriminalisierung der Seenotrettung muss ein Ende haben. Nach dem UN-Hochkommissariat für Menschenrechte sollte auch die Bundesregierung in dieser Frage gegenüber Italien deutlich Stellung beziehen. Der Sea-Watch-Crew danke ich für ihren unermüdlichen Einsatz. Erneut wurde dutzenden Menschen das Leben gerettet.“\nAus: EKD Presseerklärung 20.05.2019\n","date":"20 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/ekd-scharfe-kritik-an-sea-watch-beschlagnahmung/","section":"","summary":"","title":"EKD: Scharfe Kritik an Sea-Watch-Beschlagnahmung","type":"archive"},{"content":"Seit Monaten eskalieren die Kämpfe rund um die libysche Hauptstadt Tripolis. Ein Krieg, in dem auch mehr als 3.000 Flüchtlinge ins Kreuzfeuer geraten. Viele von ihnen wurden bei ihrer Flucht nach Europa auf dem Mittelmeer von der sog. libyschen Küstenwache abgefangen und in Flüchtlingsgefängnisse gesteckt. Beobachter beschreiben die Zustände dort als menschenunwürdig – und nun stecken die Gefangenen auch noch mitten im Krieg.\nTrotz alledem unterstützen die EU und auch Deutschland die sog. libysche Küstenwache. Und das soll auch weiterhin so bleiben. In den letzten Jahren hat sich die EU immer mehr aus der Seenotrettung für Flüchtlinge auf dem Mittelmeer zurückgezogen. Stattdessen arbeitet sie mit der sog. libyschen Küstenwache zusammen. Sie soll gegen Schlepper vorgehen und bringt gerettete Flüchtlinge in Flüchtlingsgefängnisse auf dem libyschen Festland. Zeugen, NGOs und auch die UN beschreiben die Zustände in diesen Lagern immer wieder als grauenhaft. Es gebe regelmäßig Misshandlungen, Folter und brutalen sexuellen Missbrauch.\nDer Begriff „libysche Küstenwache“ klingt so, als handele es sich dabei um eine organisierte, offizielle Truppe. Tatsächlich besteht die Küstenwache aus Milizionären verschiedener Milizen, die keiner effizienten, zentralen Kontrolle unterliegen und auch eigene Interessen verfolgen. Es ist bekannt, dass diese Milizen teilweise selbst als Schlepper fungieren. Also genau das sind, was sie eigentlich bekämpfen sollen. Der EU und auch der deutschen Bundesregierung ist all das bekannt. Trotzdem unterstützen sie die Küstenwache finanziell und rüsten sie aus.\nLibyen ist seit Jahren extrem instabil. Verschiedene Warlords und Milizen kämpfen um die Macht. Seit einigen Monaten eskaliert die Lage weiter. Libyen befindet sich in einem offenen Bürgerkrieg. Einige der Flüchtlingsgefängnisse, in die die sog. libysche Küstenwache – unterstützt und ausgerüstet von der EU – Geflüchtete zurückbringt, liegen seitdem direkt im Kriegsgebiet. Ein libyscher Offizieller hat via Facebook gesagt, dass ein großer Teil der sog. libyschen Küstenwache nun für den Bürgerkrieg abgezogen worden sei. Die EU unterstützt inzwischen also Bürgerkriegsparteien. Die Bundesregierung sieht aber auch darin offenbar keinen Grund, die Unterstützung einzustellen. Das hat sie auf Anfrage von MONITOR gesagt. Das Video gibt den Recherchestand von Anfang Mai 2019 wieder.\nAutoren: Nikolaus Steiner, Jana Heck, Kamilla Pfeffer Schnitt: Rolf Mertler\n","date":"20 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/monitor-20-05-2019-fluchtlinge-zwischen-den-fronten-im-burgerkrieg/","section":"","summary":"Seit Monaten eskalieren die Kämpfe rund um die libysche Hauptstadt Tripolis. Ein Krieg, in dem auch mehr als 3.000 Flüchtlinge ins Kreuzfeuer geraten. Viele von ihnen wurden bei ihrer Flucht nach Europa auf dem Mittel…","title":"Monitor 20.05.2019 / Flüchtlinge zwischen den Fronten im Bürgerkrieg","type":"archive"},{"content":"Gestern Abend um 20:30 Uhr Ortszeit wurden die restlichen 47 von 65 geretteten Menschen an Bord der Sea-Watch 3 in enger Zusammenarbeit mit der italienischen Küstenwache auf der Insel Lampedusa sicher an Land gebracht. Die vierte Ausschiffung durch ein ziviles Rettungsschiff in Italien in diesem Jahr beweist einmal mehr, dass die Rede von geschlossenen Häfen vor allem eines ist: Gerede.\n“Die Häfen sind nicht geschlossen, sie können nicht geschlossen werden. Wir haben eine gesetzliche Verpflichtung, eine moralische Verpflichtung, einen Akt der Solidarität bekräftigt: Seenotrettung muss geschützt und verteidigt werden”, sagte Giorgia Linardi, Sea-Watch-Vertreterin in Italien, als die Überlebenden im Hafen von Einheimischen mit Bannern mit der Aufschrift “Welcome to Lampedusa” und “Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt” begrüßt wurden.\nDie 47 Personen wurden in enger und freundschaftlicher Zusammenarbeit von der italienischen Küstenwache und der Zollbehörde an Bord genommen, da die Sea-Watch 3 als zu groß erachtet wurde, um im Hafen von Lampedusa anzulegen. Die Sea-Watch 3 wurde jedoch offiziell “provisorisch beschlagnahmt” und aufgefordert, in den Hafen von Licata zu fahren.\n“Wir freuen uns für die Überlebenden, die genug durchgemacht haben und hoffentlich nun endlich etwas Ruhe und Frieden haben können.”, sagt Philipp Hahn, Missionsleiter der Sea-Watch 3. “Die anschließende Beschlagnahmung unseres Schiffes war ebenso vorhersehbar wie skandalös. Wir haben kein Gesetz gebrochen, wir haben uns vielmehr erneut für das Seerecht und die Genfer Flüchtlingskonvention eingesetzt, und wir erwarten deshalb keine weiteren rechtlichen Folgen. Aber die Sea-Watch 3 ist ein Rettungsschiff, kein Kreuzfahrtschiff. Jeder Tag, den es im Hafen liegt, kann Menschenleben kosten.”\nInsgesamt 65 Personen waren am 15. Mai von der Sea-Watch 3-Crew aus einem Schlauchboot in Seenot gerettet worden, etwa 30 Seemeilen vor der libyschen Küste. Die zuständigen Behörden hatten erneut ihre seerechtliche Verpflichtung zur Bereitstellung eines sicheren Hafens missachtet und das Schiff sich selbst überlassen. Wohl aus politischem Kalkül angesichts der anstehenden EU-Wahlen, hatten die italienischen Behörden am Freitag eine höchst ungewöhnliche, teilweise Ausschiffung aus internationalen Gewässern durchgeführt: 18 Personen, darunter Familien mit kleinen Kindern, wurden von einem Schiff der Küstenwache von der Sea-Watch 3 evakuiert. Infolgedessen hatte sich der psychologische Zustand der zurückgelassenen Geretteten so weit verschlechtert, dass Kapitän und Besatzung ihre Gesundheit und Sicherheit nicht mehr garantieren konnten; sie erklärten den Notstandund fuhren in italienische Hoheitsgewässer ein.\nBereits am Samstag forderten die Vereinten Nationen in einem Schreiben die italienische Regierung auf, ein Dekret des Innenministers Salvini zurückzuziehen, in welchem sie feststellen, dass “Such- und Rettungsaktionen zur Rettung von Menschenleben auf See keinen Verstoß gegen die nationalen Rechtsvorschriften über Grenzkontrollen oder irreguläre Migration darstellen können, da das Recht auf Leben Vorrang vor nationalen und europäischen Rechtsvorschriften, bilateralen Abkommen und Absichtserklärungen sowie jeder anderen politischen oder administrativen Entscheidung, die auf die “Bekämpfung der irregulären Migration” abzielt haben sollte”, und dass das Salvini-Dekret nicht nur ein weiterer politischer Versuch ist, Such- und Rettungsaktionen von zivilgesellschaftlichen Organisationen im Mittelmeerraum zu kriminalisieren, sondern seine Umsetzung eine Verletzung der Menschenrechte darstellt.\n","date":"20 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/presseerklarung-von-seawatch-sea-watch-3-schifft-65-uberlebende-in-lampedusa-aus/","section":"","summary":"","title":"Presseerklärung von SeaWatch :   Sea-Watch 3 schifft 65 Überlebende in Lampedusa aus","type":"archive"},{"content":" Das zivile Rettungsschiff Sea-Watch 3 ist soeben mit 47 geretteten Personen an Bord in italienische Hoheitsgewässer eingefahren. Gestern Abend hatte die italienische Küstenwache die Anlandung von 18 Frauen, Kindern und Männern angeordnet und durchgeführt. Die nicht zu den Familien gehörenden Menschen mussten an Bord zurückbleiben, unter ihnen acht unbegleitete Minderjährige, eine schwangere Frau und eine Person mit Behinderung. Nach dieser inakzeptablen, diskriminierenden Trennung wurde die medizinische und psychologische Situation an Bord des Schiffes untragbar und die Besatzung konnte die Sicherheit der geretteten Personen nicht mehr gewährleisten.\nAm 15. Mai hatte die Crew der Sea-Watch 3 65 Menschen aus einem in Not geratenen Schlauchboot etwa 30 Seemeilen vor der libyschen Küste gerettet. Wieder einmal hatten die zuständigen Behörden die Verantwortung von sich gewiesen und die verpflichtend im Seerecht vorgeschriebene Zuweisung eines sicheren Hafen abgelehnt. Die einzige vermeintliche ‘Behörde’, die irgendwelche Anweisungen gegeben hatte, war die sogenannte Libysche Küstenwache, die die Sea-Watch 3 am Morgen des 16. Mai drangsalierte, die Such- und Rettungszone vor Libyen zu verlassen.\nNach der Begegnung mit den Libyern fuhr das Schiff nach Norden und blieb noch anderthalb Tage außerhalb der italienischen Hoheitsgewässer auf hoher See. Gestern führte die italienische Küstenwache schließlich eine höchst ungewöhnliche Teil-Evakuierung in internationalen Gewässern durch: 18 Personen, die zu Familien mit kleinen Kindern gehören, wurden von einem Schiff der Küstenwache an Land gebracht. “Es ist eine so unverfrorene Heuchelei, dass Italien angesichts der bevorstehenden EU-Wahlen hastig Familien mit kleinen Kindern von der Sea-Watch 3 evakuiert, während 47 weitere Menschen, die die gleichen Rechte genießen und eine schnelle Lösung ebenso verdienen, an Bord gelassen werden, darunter acht unbegleitete Minderjährige”, sagt Philipp Hahn, Einsatzleiter der Sea-Watch 3. “Menschenrechte gelten für alle und dürfen nicht für politische Spiele außer Kraft gesetzt werden.“\nHeute, am Tag nach der Anlandung der Familien, verschlechterte sich die ohnehin heikle Situation an Bord noch weiter, sodass Kapitän und Besatzung der Sea-Watch 3 nicht mehr für den Schutz der Geretteten garantieren konnten. “Die meisten der Geretteten sind seekrank. Für die Menschen, die sich aufgrund ihrer Zeit in Libyen und auf dem Schlauchboot bereits in einem schlechten Gesundheitszustand befinden, ist das gefährlich. Es besteht ein hohes Risiko der Dehydrierung, das unter Umständen sogar lebensbedrohlich werden kann. Psychologisch gesehen führte die Tatsache, dass sie gestern nicht mit den Familien von Bord gehen durften, zu großer Frustration für die zurückgelassenen Menschen, von denen einige bereits Gedanken über Selbstverletzung und Selbstmord äußerten”, sagt Carolin Möhrke, Ärztin an Bord von Sea-Watch 3.\nDeshalb – und im Wissen, dass sich die vermeintliche Schließung der Häfen durch den italienischen Vize-Premierminister wiederholt als nichtig erwiesen hat – hat das Schiff nun unter Berufung auf den humanitären Notstand Kurs auf den Hafen von Lampedusa gesetzt. Die schutzbedürftigen Menschen an Bord dürfen nicht weiter als Geiseln politischer Spielchen auf See festgehalten werden.\n","date":"19 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-watch-3-vor-hafeneinfahrt-in-lampedusa-aufgrund-humanitaren-notstandes/","section":"","summary":"","title":"Sea-Watch 3 vor Hafeneinfahrt in Lampedusa aufgrund humanitären Notstandes","type":"archive"},{"content":" In einer spektakulären Kletteraktion haben Aktivist*innen in Berlin am Freitagmorgen (17.5.19) in Solidarität mit der Seenotrettung auf dem Mittelmeer die 30m hohe Skulptur „Molecule Man“ auf der Spree mit einer riesigen orangen Rettungsweste und Augenbinden bekleidet. Parallel bekundeten vorbeifahrende Schiffe und Aktivist*innen auf der angrenzenden Elsenbrücke am Treptower Park ihre Solidarität mit Transparenten und prangerten die tödliche Migrationspolitik der Europäischen Union an.\nDie Seebrücke Bewegung begrüßt dieses Zeichen eine Woche vor der Europawahl und ruft die Mitgliedsstaaten der EU dazu auf, dem Sterben auf dem Mittelmeer endlich ein Ende zu bereiten und nicht weiter wegzuschauen.\nIn den letzten 5 Jahren starben mindestens 18.248 Menschen auf dem Mittelmeer, alleine 2019 liegt die offizieller Ziffer bisher bei 500. Während die EU ihre Abschottungspolitik vorantreibt und eine solidarische Aufnahme von Geflüchteten blockiert, schließen europäische Staaten ihre Häfen für zivile Rettungsboote und ihre Crew-Mitglieder werden systematisch eingeschüchtert und kriminalisiert. Erst letzte Woche wurde das Rettungsschiff Mare Jonio der NGO Mediterranea auf Sizilien festgesetzt. Gegen die Crew der Organisation Jugend Rettet, die Iuventa10, wird derzeit in Italien ermittelt und ihren Mitgliedern drohen bis zu 20 Jahre im Gefängnis. Andere Rettungsschiffe wie die Iuventa, die Aita Mari, die Open Arms und die Lifeline werden weiterhin festgehalten. Am Samstag letzter Woche durfte die Sea-Watch 3 nach illegaler Blockade durch die Niederlande den Hafen von Marseille verlassen und befindet sich als derzeit einziges Rettungsschiff wieder im Einsatz mit 65 gerettete Menschen an Bord.\nAuch heute kommt es wieder darauf an und wir fordern von Deutschland und Berlin eine sofortige Aufnahme der geretteten Menschen! Von der EU fordern wir eine eigene Seenotrettungsmission, sichere Fluchtwege nach Europa und eine solidarische Verteilung der Geflüchteten unter den Mitgliedsstaaten.\nJetzt kommt es darauf an, Druck zu machen. Kurz vor der Europawahl fordern wir dazu auf: schaut nicht weg und beteiligt euch am 19. Mai an den deutschlandweiten Demonstrationen Ein Europa für Alle.\n","date":"17 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/rettungsweste-fur-berlins-grosste-statue/","section":"","summary":"","title":"Rettungsweste für Berlins größte Statue","type":"archive"},{"content":" Wir demonstrieren auf dem Mittelmeer. Seenotrettung muss wieder möglich sein! # Momentan werden Rettungsschiffe auf dem Mittelmeer daran gehindert, Menschen in Seenot vor dem Ertrinken zu retten. Die EU will damit verhindern, dass Menschen ihr Recht auf Flucht und Asyl wahrnehmen. Zur Abschreckung lässt sie Menschen im Mittelmeer ertrinken. Damit es keine Zeugen für dieses Sterben gibt, werden Seenotrettungsorganisationen wie MISSION LIFELINE kriminalisiert.\nDiese grausame Politik nehmen wir nicht hin. Es ist unserer aller Pflicht und ein Gebot der Menschlichkeit, dass wir Menschen nicht ertrinken lassen. Deswegen starten wir eine Protestaktion, die es so noch nicht gegeben hat: Eine Schiffs-Demonstration, die genau dort ein Zeichen setzt, wo die Politik uns nicht haben will – auf dem Mittelmeer. Wir kreuzen vom 16. bis 21. Juni mit einer Flotte von Schiffen auf dem zentralen Mittelmeer und zwingen die EU hinzusehen. Wir erinnern sie daran, dass es ihre Pflicht ist, Menschen vor dem Ertrinken zu retten.\nWerde Teil der YACHTFLEET # Ihr wollt dabei sein und gemeinsam mit uns dafür kämpfen, dass Seenotrettung auf dem Mittelmeer wieder möglich ist? Dann rauf auf die Yacht – jedes Schiff und jede Crew, die sich uns anschließt, erhöht den Druck auf die EU. Gemeinsam setzen wir mit der YACHTFLEET ein Zeichen: Wir nehmen es nicht hin, dass die Politik Menschen in Not im Stich lässt. Und wir nehmen es nicht hin, dass sie das Schicksal dieser Menschen vor den Augen der Öffentlichkeit abschottet.\nGemeinsame Vorbereitung # Wir können nicht ausschließen, dass wir während der Demonstration im zentralen Mittelmeer auf Menschen in Seenot treffen. Darauf müssen wir vorbereitet sein, und deswegen machen wir im Vorfeld mit allen Teilnehmenden ein Demo-Training und eine Einsatzbesprechung. So wissen alle, wie sie im Notfall angemessen reagieren können.\nAblauf # bis 5. Juni – Anreise\nbis 10. Juni – Vorbereitung und individuelles Training\n10. bis 11. Juni – Treffen aller Teilnehmer*innen\n12. bis 15. Juni – gemeinsames Training\n16. bis 21. Juni – YACHTFLEET Demo im zentralen Mittelmeer\nab 21. Juni – Fahrt in Hafen und Nachbereitung\nWeitere Infos und Kontakt # Für alle, die die YACHTFLEET-Demo unterstützen wollen: Bitte kontaktiert uns unter: info@mission-lifeline.de\nVerbreitet den Aufruf zur YACHTFLEET und ladet eure Freund*innen ein, ihn zu unterstützen, indem ihr unsere Veranstaltung auf Facebook teilt.\n","date":"16 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/achtung-die-yacht-fleet-hat-zulauf-an-schiffen-bekommen-deshalb-suchen-wir-dringend-segler-innen-zur-verstarkung-der-crews-mail-an-crew-mission-lifeline-de/","section":"","summary":"","title":"+++ Achtung +++ Die @yacht_fleet hat Zulauf an Schiffen bekommen! Deshalb suchen wir dringend Segler*innen zur Verstärkung der Crews! Mail an crew@mission-lifeline.de","type":"archive"},{"content":"Kurz nach Ankunft in der Such- und Rettungszone konnte die #SeaWatch3 65 Personen aus einem Schlauchboot in Seenot retten, das zuvor vom Aufklärungsflugzeug #Colibri ca 30 Seemeilen vor Libyen entdeckt wurde. Für die 65 Menschen wird nun an Bord der #SeaWatch 3 gesorgt. Unter ihnen befinden sich 11 Frauen, 2 Babys, 5 Kinder und 8 unbegleitete Minderjährige, viele erschöpft \u0026amp; seekrank. Die SeaWatch 3 hat die Zuweisung eines sicheren Hafens angefordert \u0026amp; warten auf Anweisungen.\n","date":"16 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/seawatch-3-rettet-65-personen/","section":"","summary":"Kurz nach Ankunft in der Such- und Rettungszone konnte die # SeaWatch3 65 Personen aus einem Schlauchboot in Seenot retten, das zuvor vom Aufklärungsflugzeug # Colibri ca 30 Seemeilen vor Libyen entdeckt wurde. Für di…","title":"SeaWatch 3 rettet 65 Personen","type":"archive"},{"content":"Das Verwaltungsgericht Hamburg hat in seinem Beschluss vom 13. Mai dem Eilantrag der Menschenrechtsbeobachtungsorganisation Mare Liberum e.V. vollständig stattgegeben. Danach darf das Schiff des Vereins vorerst wieder auslaufen, um die menschenrechtliche Situation in der Ägäis zu dokumentieren.\nHintergrund der Festsetzung ist eine Weisung des Bundesverkehrsministeriums an die Berufsgenossenschaft Verkehr, zivile Rettungsschiffe auf dem Mittelmeer mit Restriktionen zu belegen. Wie üblich bei umgebauten und umgenutzten Schiffen dieser Art, ist die MARE LIBERUM als Sportboot registriert. In einer Festhalteverfügung vom 23. April bestritt die BG Verkehr den Freizeitzweck. Das Verwaltungsgericht urteilte richtungweisend: „Nach Prüfung der Sach- und Rechtslage dürfte sich die Festhalteverfügung der Antragsgegnerin als rechtswidrig erweisen“.\n„Die BG Verkehr müsste nach dieser Urteilsbegründung anerkennen, dass die MARE LIBERUM über gültige Zertifikate verfügt. Die Auffassung der BG Verkehr war zu offensichtlich vom politischen Willen geprägt, unsere Arbeit zu sabotieren. Das vom CSU-Politiker Andreas Scheuer geführte Verkehrsministerium hat keine Rechtsgrundlage, gemeinnützige Vereine an der zivilen Seenotrettung und Menschenrechtsbeobachtung zu hindern“, erklärte Mare Liberum-Sprecher, Hanno Bruchmann, nach der Entscheidung.\nAuf Anfrage antwortete die Bundesregierung kürzlich, sich „gegen pauschale Kriminalisierung und eine Behinderung der Tätigkeit privater Seenotretterinnen und Seenotretter“ zu wenden. Der Erlass des Verkehrsministeriums richtet sich jedoch explizit gegen private Seenotrettungsschiffe auf dem Mittelmeer.\n„Die Crew der MARE LIBERUM kann nun wieder das Auslaufen vorbereiten doch der Erlass des Verkehrsministeriums muss zurückgenommen werden. Solange staatliche Stellen ihre Aufgaben nicht erfüllen, muss die private Seenotrettung und Menschenrechtsbeobachtung unterstützt statt sabotiert werden. Seit unserer Festsetzung, sind in der Meerenge zwischen der Türkei und Griechenland mindestens sechs Personen während der Überfahrt ertrunken und mindestens ein Flüchtlingsboot, das bereits in europäischen Gewässern war, wurde illegal zurück in die Türkei gedrängt. Nur wenige Informationen gelangen an die Öffentlichkeit.“, so Bruchmann.\n","date":"15 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/mare-liberum-siegt-vor-gericht/","section":"","summary":"Das Verwaltungsgericht Hamburg hat in seinem Beschluss vom 13. Mai dem Eilantrag der Menschenrechtsbeobachtungsorganisation Mare Liberum e.V. vollständig stattgegeben. Danach darf das Schiff des Vereins vorerst wieder…","title":"Mare Liberum siegt vor Gericht!","type":"archive"},{"content":"Um öffentlich auf die Urteilsverkündung im Prozess gegen Kapitän Claus- Peter Reisch aufmerksam zu machen, versammelten sich am Dienstag Vormittag (14.05.) zwischen 11:00 und 12:00 Uhr ca. 20 Aktivistinnen und Aktivisten der Initiative „Seebrücke“ symbolisch vor den Stufen des Lüneburger Landgerichts. Der Kapitän des zivilen Seenotrettungsschiffes „Lifeline“ wurde in Folge einer Rettungsmission, bei der 234 Menschenleben gerettet wurden, im Juni angeklagt sein Schiff fehlerhaft registriert zu haben. Dafür wurde er am Dienstag um 11:30h von einem maltesischen Gericht zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Die Initiative „Seebrücke“ sieht darin ein politisches Urteil, dessen primäres Ziel die Kriminalisierung ziviler Seenotrettung ist. Diese werde kriminalisiert, um Rettern von Geflüchteten im Mittelmeer ihre Arbeit zu erschweren und so die Abschottungspolitik Europas voranzutreiben. „Das ist eine Schande für Europa“ so eine Rednerin.\nDie Veranstalter erklärten ihre Solidarität mit der „Mission Lifeline“ und riefen angesichts des Urteils Passanten dazu auf am kommenden Sonntag an der „Ein Europa für Alle“- Demonstration in Hamburg teilzunehmen und appellierten erneut an den Lüneburger Stadtrat, die Hansestadt endlich effektiv zum Sicheren Hafen zu machen.\nInterview mit Lifeline Kapitän Claus-Peter Reisch \u0026ldquo;Wir werden in Berufung gehen\u0026rdquo; # Ein Beitrag von: Julia Nether Bayrischer Rundfunk / radioWelt\nUrteil gegen Lifeline-Kapitän Reisch: Justiz jagt die Falschen # Ein Beitrag von: Ina Krauß, BR-Politikredaktion\n","date":"14 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/14-5-19-urteil-gegen-kapitan-claus-peter-reisch-ist-eine-schande-fur-europa/","section":"","summary":"Um öffentlich auf die Urteilsverkündung im Prozess gegen Kapitän Claus- Peter Reisch aufmerksam zu machen, versammelten sich am Dienstag Vormittag (14.05.) zwischen 11:00 und 12:00 Uhr ca. 20 Aktivistinnen und Aktivis…","title":"14.5.19 Urteil gegen Kapitän Claus Peter Reisch ist eine Schande für Europa","type":"archive"},{"content":"Die Sea-Watch 3 ist auf dem Weg ins Einsatzgebiet. Wie dringend sie dort gebraucht wird, zeigten die letzten 48 Stunden: Mindestens 8 Boote, darunter ein gekentertes mit vermutlich bis zu 70 Toten; mindestens 240 zurück nach Libyen verschleppte Menschen; unsere Luftaufklärung im Dauereinsatz. Einen besonders verzweifelten Fluchtversuch beobachtete die Crew der #Moonbird am Samstag:\nWährend einer Abfangaktion durch die sogenannte Libysche Küstenwache sprangen mehrere Menschen von einem Schlauchboot, das schon seit dem Vortag unterwegs war. Um der illegalen Rückführung nach Libyen zu entgehen, schwamm eine*r von ihnen zum in der Nähe wartenden Offshore-Versorgungsschiff Vos Triton, das den Fall beobachtet aber nicht eingegriffen hatte. Das Schiff versuchte erst wegzufahren, konnte aber von der Crew über Funk zum Anhalten bewegt werden. Drei weitere Schwimmende, die es nicht zur Triton schafften, suchten auf den Überresten ihres bereits zerstörten Schlauchbootes Zuflucht. Doch weder das Treibholz noch das europäisch geflaggte Schiff boten Schutz: Die Libyer wurden an Bord der Vos Triton gelassen und nahmen den oder die Schwimmer*in gefangen, zusammen mit zwei weiteren Menschen, die vermutlich bereits in der Nacht zuvor zu dem Schiff übergesetzt hatten. „Jedes dieser Boote, die sich im Moment auf den Weg machen, gleicht einer Verzweiflungstat, doch das Bild dieser Menschen, die sich schwimmend zu retten versuchen bleibt im Gedächtnis,“ sagt Neeske Beckmann, Tactical Coordinator auf der #Moonbird. \u0026ldquo;Die EU koordiniert mittlerweile ganz offen den Völkerrechtsbruch an ihrer Außengrenze, indem sie Flugzeuge schickt, die die Libyer zu den Fluchtbooten leiten. Doch deren Inkompetenz führt inmitten des Chaos auch zu ein paar überraschend positiven Zwischenfällen: So rettete, nachdem die italienische Marine am Donnerstag mit gutem Beispiel voran gegangen war, auch die italienische Küstenwache erneut 68 Menschen, die maltesische 85. Genau um solche Interventionen einzufordern sind wir hier und fliegen weiter fast täglich Einsätze, denn niemand sollte auf See sterben und niemand sollte zurück nach Libyen entführt werden.“\n","date":"12 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/moonbird-verzweifelte-fluchtversuche/","section":"","summary":"Die Sea-Watch 3 ist auf dem Weg ins Einsatzgebiet. Wie dringend sie dort gebraucht wird, zeigten die letzten 48 Stunden: Mindestens 8 Boote, darunter ein gekentertes mit vermutlich bis zu 70 Toten; mindestens 240 zurü…","title":"#Moonbird: Verzweifelte Fluchtversuche","type":"archive"},{"content":"Nachdem die illegale Blockade durch die Niederlande gerichtlich aufgehoben wurde sind wir endlich wieder unterwegs ins Suchgebiet. Wir wünschen der Crew eine erfolgreiche Mission und immer eine Hand breit Wasser unter dem Kiel. ","date":"12 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-watch-3-kurs-auf-sar-zone/","section":"","summary":"Nachdem die illegale Blockade durch die Niederlande gerichtlich aufgehoben wurde sind wir endlich wieder unterwegs ins Suchgebiet. Wir wünschen der Crew eine erfolgreiche Mission und immer eine Hand breit Wasser unter…","title":"Sea-Watch 3 Kurs auf SAR - Zone","type":"archive"},{"content":"Die Menschen an Bord melden, dass Handelsschiffe an ihnen vorbeifahren, ohne zu helfen. Bis jetzt gibt es anscheinend keinerlei Bemühungen, dass die Menschen gerettet werden.\n","date":"12 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/11-05-2019-wieder-ein-schlauchboot-in-seenot-80-menschen/","section":"","summary":"Die Menschen an Bord melden, dass Handelsschiffe an ihnen vorbeifahren, ohne zu helfen. Bis jetzt gibt es anscheinend keinerlei Bemühungen, dass die Menschen gerettet werden.","title":"11.05.2019 Wieder ein Schlauchboot in Seenot, 80 Menschen!","type":"archive"},{"content":"Das Schiff \u0026ldquo;Mare Jonio\u0026rdquo; der italienischen Organisation Mediterranea und die italienische Marine haben auf dem Mittelmeer Dutzende Flüchtlinge aufgenommen. Die Marine rettete nach eigenen Angaben vor der libyschen Küste 36 Menschen vor dem Ertrinken, darunter zwei Frauen und acht Kinder. Das Schiff \u0026ldquo;Mare Jonio\u0026rdquo; der italienischen Organisation Mediterranea nahm 30 weitere Menschen auf, darunter zwei schwangere Frauen und vier Minderjährige.\n","date":"11 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/10-05-2019-im-mittelmeer-sind-66-menschen-von-der-mare-jonio-und-der-italienischen-kustenwache-vor-dem-ertrinken-gerettet-worden/","section":"","summary":"Das Schiff “Mare Jonio” der italienischen Organisation Mediterranea und die italienische Marine  haben auf dem Mittelmeer Dutzende Flüchtlinge aufgenommen. Die Marine rettete nach eigenen Angaben vor der libyschen Küs…","title":"10.05.2019 Im Mittelmeer sind 66 Menschen von der \"Mare Jonio\" und der italienischen Küstenwache vor dem Ertrinken gerettet worden.","type":"archive"},{"content":"Vor der tunesischen Küste sind nach Angaben des UN-Flüchtlingswerks UNHCR mindestens 65 Menschen ertrunken. Das Boot, mit dem die Migranten nach Europa gelangen wollten, sei etwa 45 Seemeilen (rund 83 Kilometer) vor der tunesischen Küstenstadt Sfax untergegangen, teilte die Organisation am Freitag mit. Die tunesische Nachrichtenagentur TAP sprach mit Verweis auf lokale Behörden von mindestens 70 Toten.\nFischer, die sich in der Nähe des Unglücksortes aufgehalten hatten, retteten den Angaben zufolge 16 Menschen vor dem Ertrinken. Eine Person sei direkt ins Krankenhaus gebracht worden, die anderen warteten in der südtunesischen Stadt Zarzis zunächst noch darauf, an Land gehen zu dürfen, teilte das UNHCR mit.\nBerichtete der Tagesspiegel am 10.05.2019\n","date":"11 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/10-5-2019-dutzende-tote-bei-bootsungluck-vor-tunesien/","section":"","summary":"Vor der tunesischen Küste sind nach Angaben des UN-Flüchtlingswerks UNHCR mindestens 65 Menschen ertrunken. Das Boot, mit dem die Migranten nach Europa gelangen wollten, sei etwa 45 Seemeilen (rund 83 Kilometer) vor d…","title":"10.5.2019 Dutzende Tote bei Bootsunglück vor Tunesien","type":"archive"},{"content":"","date":"10 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/moonbird-video-tagesbericht-9-5-2019/","section":"","summary":"","title":"Moonbird Video Tagesbericht 9.5.2019","type":"archive"},{"content":"Die Organisation Ärzte ohne Grenzen berichten über einen Bombeneinschlag in der Nacht zum 8.5. 2019 direkt neben einem Gefängnis wo Flüchtlingsfrauen festgehalten werden.\nhttps://twitter.com/MSF_Sea/status/1126092852990287872\n","date":"8 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/bombeneinschlag-80-meter-neben-einem-fluchtlingsgefangnis-in-libyen/","section":"","summary":"Die Organisation Ärzte ohne Grenzen berichten über einen Bombeneinschlag in der Nacht zum  8.5. 2019 direkt neben einem Gefängnis wo Flüchtlingsfrauen festgehalten werden.","title":"Bombeneinschlag 80 Meter neben einem Flüchtlingsgefängnis in Libyen","type":"archive"},{"content":"Die Moonbird (Aufklärungsflugzeug der Seenotrettungsorganisation Seawatch) entdeckte am 8.5.2019 um 18:20 ein weißes Schlauchboot mit ca. 80 Menschen an Bord 45 Meilen vor der Libyschen Küste. Es stellte sich heraus, dass die Seenotleitstellen waren bereits informiert waren und das zivile Seenotrettungsschiff \u0026ldquo;Mare Jonio\u0026rdquo;, obwohl in der Nähe befindlich, nicht alarmierten.\n","date":"8 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/schlauchboot-mit-ca-80-personen-45n-m-vor-libyen-in-seenot/","section":"","summary":"Die Moonbird (Aufklärungsflugzeug der Seenotrettungsorganisation Seawatch) entdeckte am 8.5.2019 um 18:20 ein weißes Schlauchboot mit ca. 80 Menschen an Bord 45 Meilen vor der Libyschen Küste. Es stellte sich heraus,…","title":"Schlauchboot mit ca. 80 Personen 45n.m. vor Libyen in Seenot","type":"archive"},{"content":"Boot in Seenot vor Libyen. Alarmphone berichtet: \u0026ldquo;Seit dem Morgen sind wir in Kontakt mit einem Boot, mit 150 Personen. Nachdem wir eine GPS-Position um 11:15 Uhr MESZ erhalten haben, haben wir sie an MRCC Rom weitergeleitet. Bootsmotor ist kaputt, es klafft ein Loch, Wasser kommt herein.\u0026rdquo; Das Boot und die darauf befindlichen Menschen werden seitdem vermisst.\n","date":"8 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/8-5-2019-um-11-15-boot-mit-ca-150-menschen-an-bord-in-seenot-vermisst/","section":"","summary":"Boot in Seenot vor Libyen. Alarmphone berichtet: “Seit dem Morgen sind wir in Kontakt mit einem Boot, mit 150 Personen. Nachdem wir eine GPS-Position um 11:15 Uhr MESZ erhalten haben, haben wir sie an MRCC Rom weiterg…","title":"8.5.2019 um 11:15  Boot mit ca. 150 Menschen an Bord in Seenot vermisst","type":"archive"},{"content":"Der niederländische Staat hat die Sea-Watch 3 zu Unrecht seit Anfang April am Auslaufen gehindert – zu diesem Schluss kam heute ein Gericht in Den Haag, dem die Beurteilung unseres Eilantrags gegen die Festsetzung des Schiffs oblag. Das Urteil bestätigt die politische Motivation hinter der neuen Verordnung der niederländischen Regierung, welche die Grundlage für die Blockade bot und Sea-Watch als einziger NGO keine Übergangszeit zugestand. Die Sea-Watch 3 wird ihren Such- und Rettungseinsatz so bald wie möglich wieder aufnehmen.\nZuvor hatte die Ministerin für Infrastruktur und Wasserwirtschaft eine neue Verordnung für Schiffe von Nichtregierungsorganisationen erlassen. Während den Betreiber*innen anderer Schiffe eine Übergangszeit von einem Jahr zur Implementierung der neuen Vorschriften gewährt wurde, sollte dies für die Sea-Watch 3 – das einzige zivile Rettungsschiff – nicht gelten. Die politischen Absichten der niederländischen Regierung sind dabei klar: die Blockade ziviler Seenotrettung mit allen Mitteln. Folgerichtig leiteten wir juristische Schritte gegen die ministerielle Entscheidung ein, mit denen wir heute erfolgreich waren.\nDas Gericht in Den Haag urteilte, dass die Ministerin unsere legitimen Interessen verletzt habe. Im Zuge des fahrlässigen ministerialen Vorgehens sei der Grundsatz der Rechtssicherheit nicht ausreichend beachtet worden. Insbesondere wurde eine Verletzung des Eigentumsrechts festgestellt. Konkret urteilt das Gericht: Die Sea-Watch 3 ist an die Verordnung vorläufig nicht gebunden und darf auslaufen. Der niederländische Staat wird angewiesen, mit uns eine Vereinbarung zu treffen, die eine langfristige Implementierung der neuen Vorschriften ermöglicht, dabei aber unseren Interessen Rechnung trägt und Rechtssicherheit garantiert.\nAnne Dekker, die Niederländische Sprecherin von Sea-Watch, hält fest: “Wir freuen uns einerseits, dass das Gericht zu unseren Gunsten entschieden hat und die Ministerin gerügt wurde. Andererseits sind wir besorgt darüber, wie weit die Regierungen im Kampf gegen Organisationen gehen, die sich für die Rettung von Menschenleben einsetzen”.\nMit Bekanntgabe des Urteils wurde bereits begonnen, das Schiff wieder fit für den Einsatz zu machen. Unser Ziel ist, so schnell wie möglich in die SAR-Zone vor der libyschen Küste zurückkehren. Dies ist auch bitter notwendig: Derzeit ist nur ein einziges ziviles Seenotrettungsschiff in der SAR-Zone aktiv – während einer von zehn Menschen bei dem Versuch, über das Mittelmeer zu fliehen, stirbt. Es wird höchste Zeit, dass die Sea-Watch 3 wieder unterwegs ist.\n","date":"8 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-watch-gewinnt-vor-gericht-in-den-haag/","section":"","summary":"Der niederländische Staat hat die Sea-Watch 3 zu Unrecht seit Anfang April am Auslaufen gehindert – zu diesem Schluss kam heute ein Gericht in Den Haag, dem die Beurteilung unseres Eilantrags gegen die Festsetzung des…","title":"Sea-Watch gewinnt vor Gericht in Den Haag","type":"archive"},{"content":"Zum Empfang des Regierungschefs der libyschen Einheitsregierung, Faris al-Sarradsch, in Berlin heute Abend sagt Philipp Frisch von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland:\n„In Tripolis sind weiterhin mehr als 3.000 willkürlich eingesperrte Flüchtlinge und Migranten nahe der Kampfzone in akuter Gefahr. Einige dieser Internierungslager befinden sich nur wenige Kilometer von der Front entfernt und mehrmals hat es in der Umgebung Luftangriffe gegeben. Artilleriegeschosse sind nur wenige hundert Meter von den Internierungslagern entfernt eingeschlagen. Dennoch bleiben diese Menschen eingesperrt und können nicht einmal vor den Kämpfen fliehen.\nBundeskanzlerin Merkel und der von Deutschland und der EU unterstützte Regierungschef Faris al-Sarradsch müssen sofort Notmaßnahmen zu ihrem Schutz ergreifen. Die Flüchtlinge und Migranten, darunter Schwangere und Kinder, müssen umgehend aus Libyen heraus in Sicherheit gebracht werden. Eine Rettung von 146 Menschen nach Italien vor wenigen Tagen zeigt, dass das möglich ist. Allen, die nicht sofort ausgeflogen werden können, muss mindestens sofort freigestellt werden, die Internierungslager zu verlassen, um sich selbst in Sicherheit bringen zu können. Das Zurückbringen von Schutzsuchenden vom Mittelmeer nach Libyen muss sofort beendet werden. Die EU muss für Seenotrettung im Mittelmeer sorgen und sofort die Blockade ziviler Rettungsschiffe beenden.\nEs ist unfassbar, dass Deutschland und die EU fast nichts zur Rettung von Schutzsuchenden tun, für deren Lage sie mitverantwortlich sind. Sogar in den vergangenen Tagen wurden mehr als 250 Bootsflüchtlinge durch die von der EU unterstützte libysche Küstenwache auf dem Mittelmeer aufgehalten und entgegen internationalem Recht nach Libyen zurückgezwungen. Diese Menschen sind jetzt in Libyen eingesperrt, obwohl viele von ihnen genauso schutzbedürftig sind wie die nach Italien Evakuierten. Das spricht allen Grundsätzen des Flüchtlingsschutzes Hohn.“\nSeit Ausbruch der Kämpfe in der libyschen Hauptstadt Tripolis Anfang April sind alle Zivilisten in der Region in massiver Gefahr. Mehr als 50.000 libysche Zivilisten sind geflohen. Besonders gefährdet sind mehr als 3.000 Flüchtlinge und Migranten, die in Internierungslagern der libyschen Einheitsregierung unter Faris al-Sarradsch willkürlich nahe den Kampflinien festgehalten werden.\nSpiegel Online / 5.5.2019 / Kommentar von Maximilian Popp: Barbarei im Namen Europas\n","date":"7 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/arzte-ohne-grenzen-fordert-notrettung-eingesperrter-fluchtlinge-nahe-des-kampfgebiets-in-tripolis/","section":"","summary":"Zum Empfang des Regierungschefs der libyschen Einheitsregierung, Faris al-Sarradsch, in Berlin heute Abend sagt Philipp Frisch von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland:","title":"Ärzte ohne Grenzen fordert Notrettung eingesperrter Flüchtlinge nahe des Kampfgebiets in Tripolis","type":"archive"},{"content":"Die Fahrt über das zentrale Mittelmeer war noch nie so gefährlich. Seit Anfang des Jahres sind schon 442 Boat-people bei der Fahrt von Libyen nach Südeuropa ertrunken. Der Prozentsatz ist jetzt schon höher als 2014. Der UNHCR schlägt Alarm: in diesem Jahr hat jeder Dritte auf der libyschen Route sein Leben gelassen.\n","date":"7 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/2019-jeder-dritte-migrant-stirbt-auf-dem-weg-von-libyen-nach-europa/","section":"","summary":"Die Fahrt über das zentrale Mittelmeer war noch nie so gefährlich. Seit Anfang des Jahres sind schon 442 Boat-people bei der Fahrt von Libyen nach Südeuropa ertrunken. Der Prozentsatz ist jetzt schon höher als 2014. D…","title":"2019: Jeder dritte Migrant stirbt auf dem Weg von Libyen nach Europa","type":"archive"},{"content":"Das italienische Rettungsschiff „Mare Jonio“ der NGO „Mediterranea Saving Humans“ befindet sich in der Todeszone vor den libyschen Gewässern und beobachtete – auch über abgehörte Kommunikation – in der vergangenen Nacht erneute Push-Backs der sogenannten libyschen Küstenwache unter Leitung militärischer EU-Flugzeuge. Die Besatzung von „Mare Jonio“ erkannte ein maltesisches Militärflugzeug (‘AS1126’), beteiligt waren weitere Flugzeuge wahrscheinlich der italienischen Luftwaffe. Sie führten vom Himmel das libysche Patrouillenboot der Milizen aus Misrata zu zwei fliehenden Booten mit 180 Boat-people und leiteten ihre Deportation zurück nach Libyen. Das Rettungsschiff „Mare Jonio“ war nicht rechtzeitig zu den fliehenden Booten gelangt.\nBereits mehrmals konnte in diesem Jahr dokumentiert werden, dass die sogenannte libysche Küstenwache direkt als Push-Back-Agentur der EU arbeitet und – jetzt mitten im Krieg – die abgefangenen Geflüchteten in Internierungslager verbringt.\nFilmaufnahme des zivilen Aufklärungsflugzeug Kolibri\n","date":"3 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/eu-flugzeuge-koordinieren-neue-push-backs-nach-libyen/","section":"","summary":"Das italienische Rettungsschiff „Mare Jonio“ der NGO „Mediterranea Saving Humans“ befindet sich in der Todeszone vor den libyschen Gewässern und beobachtete – auch über abgehörte Kommunikation – in der vergangenen Nac…","title":"EU-Flugzeuge koordinieren neue Push-Backs nach Libyen","type":"archive"},{"content":"In der türkischen Ägäis ist ein Boot mit Flüchtlingen an Bord gesunken. Dabei ertranken nach offiziellen Angaben vier Frauen und fünf Kinder. Die Küstenwache teilte mit, sie habe fünf weitere Menschen gerettet. Drei weitere Flüchtlinge werden noch vermisst.\n","date":"3 Mai 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/fluchtlingsboot-gesunken-mindestens-neun-tote/","section":"","summary":"In der türkischen Ägäis ist ein Boot mit Flüchtlingen an Bord gesunken. Dabei ertranken nach offiziellen Angaben vier Frauen und fünf Kinder. Die Küstenwache teilte mit, sie habe fünf weitere Menschen gerettet. Drei w…","title":"Flüchtlingsboot gesunken - mindestens neun Tote","type":"archive"},{"content":"Das Rettungsschiff „Mare Jonio“ hat soeben in Sizilien abgelegt und fährt Richtung Todeszone vor Libyen. Seit gestern Nachmittag befinden sich dort 23 Boat-people in Seenot. Alarmphone hatte die italienische Seenotrettungsstelle erfolglos benachrichtigt, seit heute morgen sucht das Flugzeug „Colibri“ der association Pilotes volontaires nach dem Boot, ein italienischer Frachter soll in der Nähe sein. Die „Mare Jonio“ braucht 20 Stunden, um dort anzukommen. An Bord des NGO-Schiffes ist auch ein Priester, Bischöfe unterstützen die Fahrt. Unterdessen hat die NGO „Mediterranea Saving Humans“, die das Rettungsschiff betreibt, Klage gegen den Innenminister Matteo Salvini wegen übler Nachrede und eines offensichtlich illegalen Dekrets gegen Seenotrettung eingereicht.\n","date":"30 April 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/mare-jonio-fahrt-zur-todeszone-vor-libyen/","section":"","summary":"Das Rettungsschiff „Mare Jonio“ hat soeben in Sizilien abgelegt und fährt Richtung Todeszone vor Libyen. Seit gestern Nachmittag befinden sich dort 23 Boat-people in Seenot. Alarmphone hatte die italienische Seenotret…","title":"„Mare Jonio“ fährt zur Todeszone vor Libyen","type":"archive"},{"content":" ","date":"29 April 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/29-04-2019-menschenkette-um-das-luneburger-rathaus/","section":"","summary":"","title":"29.04.2019 Menschenkette um das Lüneburger Rathaus","type":"archive"},{"content":"Seit gestern Nachmittag befinden sich 23 Boat-people vor Libyen in Seenot. Medien aus Malta griffen die Nachricht auf und schalteten die italienische Küstenwache ein.\nHeute Nacht kamen 55 Boat-people mit einem Segelboot aus der Türkei in Süditalien an, unter ihnen 11 Minderjährige. Ein zweites ‚Phantomboot‘ mit 30 Boat-people an Bord, das aus Tunesien kam, ist ebenfalls in der Nacht an einem Strand in Sizilien gelandet.\nAlarmphone Twitter\n","date":"29 April 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/23-menschen-in-seenot-vor-libyen-85-in-suditalien-angekommen/","section":"","summary":"Seit gestern Nachmittag befinden sich 23 Boat-people vor Libyen in Seenot. Medien aus Malta griffen die Nachricht auf und schalteten die italienische Küstenwache ein.","title":"23 Menschen in Seenot vor Libyen | 85 in Süditalien angekommen","type":"archive"},{"content":" MARE LIBERUM FESTGESETZT DURCH DEUTSCHE BEHÖRDEN # Das Schiff MARE LIBERUM wird am Auslaufen gehindert. Die Freiwilligen des gleichnamigen gemeinnützigen Vereins leisten darauf Menschenrechtsbeobachtungen in der Ägäis, um Aufmerksamkeit auf die gefährliche Fluchtroute zwischen der Türkei und Griechenland zu lenken, Solidarität und fundamentale Menschenrechte zu stärken.\nHintergrund der Festsetzung ist eine Weisung des Bundesverkehrsministeriums an die Berufsgenossenschaft Verkehr, zivile Rettungsschiffe auf dem Mittelmeer gesondert zu behandeln. „Das vom CSU-Politiker Scheuer geführte Verkehrsministerium will offenbar mit perfiden Mitteln jede Präsenz zivilgesellschaftlicher Akteure auf dem Mittelmeer verhindern, damit die tödliche Grenzpolitik der EU nicht dokumentiert werden kann. Wir stellen noch heute einen Eilantrag, um so schnell wie möglich wieder auslaufen zu können“, erklärt Hanno Bruchmann, Sprecher von Mare Liberum.\nIn der Festsetzungsverfügung wird unterstellt, die MARE LIBERUM sei ein Rettungsschiff, in dieselben Kategorie einzustufen wie gewerbliche Frachter und nicht, wie bisher üblich, als Sport- und Freizeitboot. Unter die breite Kategorie der Sport- und Freizeitboote fallen auch umgebaute Fischkutter, auf denen Journalisten Start und Ziel von Regatten wie der „Kieler Woche“ beobachten. Von der MARE LIBERUM aus beobachten _wechselnde Besetzungen ohne Bezahlung in ihrer Freizeit die menschenrechtliche Situation in der Ägäis. Offizielle Stellen sollen dadurch angehalten werden, Flüchtende aus Seenot zu retten und gemäß der geltenden Menschenrechte zu behandeln. Das Schiff wurde nie als Frachter betrieben. Dennoch setzen die Behörden die 1917 als Fischkutter gebaute und 1964 zum Hausboot umgebaute MARE LIBERUM nun gleich mit Container- oder Tankschiffen. Mit der Einstufung als Frachtschiff gehen Ausrüstungsanforderungen einher, die Mare Liberum unmöglich erfüllen kann.\n„Die Behauptung, wir würden einen Frachter betreiben, macht uns fassungslos. Dass nicht anerkannt wird, dass wir unsere Freizeit dafür opfern, die Behandlung der Geflüchteten zu verbessern, ist eine Beleidigung für unsere Ehrenamtlichen“, so Bruchmann.\nTaz Artikel 29.04.2019\n","date":"29 April 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/pressemitteilung-mare-liberum/","section":"","summary":"","title":"Pressemitteilung Mare Liberum","type":"archive"},{"content":" Für die Besatzung der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; dauert die Odyssee weiter an. Malta hatte die Ausschiffung der ehrenamtlichen Crew abgelehnt. (Foto: Fabian Heinz/sea-eye.org)\nDie 64 Geretteten der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; sind seit Samstagnachmittag in Sicherheit. Nach 10 Tagen Seeblockade holte die maltesische Army schließlich auch die verliebenen 62 Menschen ab. Zwei Frauen wurden zuvor aus medizinischen Gründen evakuiert.\n\u0026ldquo;Wir haben 64 Menschen das Leben gerettet. Das bleibt für immer.\u0026quot; sagt der Hamburger Kapitän Werner Czerwinski. Es war sein erster Einsatz als Kapitän eines Schiffes, dass von einer Hilfsorganisation betrieben wird. Für seine Crew muss der Kapitän nun einen anderen Hafen anfahren. Schon im Januar verweigerte Malta der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; einen Austausch der Besatzung. Die ehrenamtliche Crew durfte das Schiff jedoch verlassen. Auch hier handelt Malta nun noch härter gegen Sea-Eye. *\u0026ldquo;Formal kann man halt gegen Sea-Eye und unser Schiff nichts unternehmen. Wenn Malta also solche Maßnahmen anwendet, dann muss man klar von Schikane sprechen.\u0026quot;*sagt Gorden Isler, Vorsitzender von Sea-Eye e.V. Die meisten Crewmitglieder sind ehrenamtlich an Bord. Daheim warten familiäre und berufliche Verpflichtungen auf Teile der Sea-Eye-Crew. Die besorgte Mutter eines Besatzungsmitgliedes spricht von einer Verletzung der Rechte ihrer Tochter und wird sich ans Lagezentrum des Auswärtigen Amtes wenden. Die Crewmitglieder sind wütend und schwer enttäuscht. \u0026ldquo;Wir können Malta nicht dazu zwingen, unsere Crewmitglieder an Land zu lassen. Wir verurteilen den Missbrauch staatlicher Machtbefugnisse und die illegale Einschränkung der Freiheit unserer Besatzungsmitglieder, die zuletzt ihre eigene Gesundheit riskierten, um Menschenleben zu retten.\u0026quot; sagt Isler weiter.\nJuristen befassen sich ehrenamtlich bereits in Italien und Deutschland mit dem sogenanntenFall der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo;\u0026rsquo; Offenkundig kam es in den Tagen nach dem Rettungseinsatz vom 3. April zu mehreren Verletzungen staatlicher Schutzpflichten. \u0026ldquo;Wir sahen Verletzungen der Menschenrechte auf Freiheit, körperlicher Unversehrtheit und dem Schutz der Familie. Wir werden intensiv prüfen, welche Rechtsmittel uns zur Verfügung stehen. Kein Politiker steht über dem Gesetz.\u0026quot; sagt Isler weiter. Die \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; fährt nun Richtung Spanien. Aufgrund der Seeblockade musste die Folgemission abgesagt werden. Die Hilfsorganisation muss nun eine weitere große Aufgabe bewältigen. Eine Werftpause muss eingelegt werden. Das Schiff muss aus dem Wasser. \u0026ldquo;Das wird sehr viel Geld kosten. Aktuell reichen die Spenden dafür noch nicht aus. Wir werden das Gespräch mit unseren Unterstützern suchen, um die Alan Kurdi schnell wieder einsetzen zu können, denn der Juni des vergangenen Jahres, war der tödlichste Monat vor der libysche Küste. Bis dahin müssen wir es schaffen.\u0026quot; sagt Isler.\nEin Krieg droht in Libyen. In Kürze könnten dann selbst Libyer auf Schlauchboote steigen, um sich in Europa in Sicherheit zu bringen. Ein humanitäres Desaster und weitere verheerende Verluste von Menschenleben drohen.\n","date":"15 April 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/schikane-gegen-sea-eye-crew/","section":"","summary":"","title":"Schikane gegen Sea-Eye-Crew","type":"archive"},{"content":" 62 Menschen verlassen die \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; am elften Tag der Blockade, nachdem bereits 2 Geflüchtete medizinisch evakuiert worden sind. Das Bild zeigt den Moment der Freude, als die Geretteten erfuhren, dass sie an Land dürfen. (Foto: Fabian Heinz/sea-eye.org)\nAm Samstagmorgen erklärte der maltesischen Premierminister Joseph Muscat, dass die 64 Geretteten der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; auf 4 EU Mitgliedsstaaten verteilt werden, das Schiff selbst aber nicht in den Hafen von Malta einfahren dürfe. Damit endet die Seeblockade der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; am 11 Tag nach der Rettung in internationalen Gewässern vor Libyen. Die EU Kommission vermittelte zwischen Malta und 4 weiteren Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Während der Verhandlungen durften die Geretteten das Sea-Eye Schiff nicht verlassen. \u0026ldquo;Es ist einfach nicht erklärbar, warum es notwendig war, dass die Leute während der langen Verhandlungen an Bord bleiben mussten, während Regierungen über 64 Einzelschicksale verhandelten.\u0026rdquo; sagt Gorden Isler, Vorsitzender von Sea-Eye e.V. In der Presseerklärung am Morgen spricht die maltesische Regierung von erneutem Druck, der auf Malta ausgeübt worden ist. \u0026ldquo;Für diese Umdeutung der Wirklichkeit fehlt uns bei Sea-Eye jedes Verständnis. Was ist denn mit dem Druck, den 64 Menschen in Seenot auf einem Schlauchboot aushalten? Was ist mit dem Druck, der elf Tage auf unsere Crew und 64 gerettete Menschen ausgeübt worden ist?\u0026quot; sagt Isler weiter. Aus Erklärungen der maltesischen Regierung als auch aus dem Schriftverkehr mit der maltesischen Rettungsleitstelle geht hervor, dass man der Meinung ist, dass die \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; einen tunesischen Hafen hätte ansteuern müssen. \u0026ldquo;Uns ist nicht bekannt, dass die italienische Küstenwache oder die maltesische Army jemals aus Seenot gerettete Menschen nach Tunesien brachte. Wir verstehen nicht, warum man uns immer wieder so einen Rechtsbruch aufzwängen möchte.\u0026rdquo; sagt Jan Ribbeck, Einsatzleiter bei Sea-Eye e.V. Tatsächlich bezog die \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; während ihres gesamten Einsatzes alle Rettungsleitstellen in ihre Kommunikation ein. *\u0026ldquo;Wir haben jederzeit transparent und umfassend kommuniziert. Unsere Handlungen leiten sich aus den Verpflichtungen des internationalen Rechts ab, dem wir uns in den vergangenen drei Wochen offenbar allein verpflichtet fühlten.\u0026rdquo; sagt Ribbeck weiter.*Die Vereinsleitung von Sea-Eye e.V. steht klar vor Kapitän und Crew der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo;.\nDie dritte Beobachtungsmission der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; zeigte auf, dass die Libysche Küstenwache in mehreren Seenotfällen handlungsunfähig oder unwillig war. An Bord der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; gab es 64 menschliche Beweise für deren Unfähigkeit. Bis heute gibt es keine Antworten auf Anrufe und Emails des Sea-Eye-Schiffes. Darüber hinaus werden noch heute 2 Schlauchboote vermisst, nach denen niemand gesucht hat. 8 Menschen ertranken in den vergangenen Tagen, weil die Libysche Küstenwache erst von anderen Rettungsleitstellen auf einen Seenotfall in deren Zuständigkeitsbereich aufmerksam gemacht werden musste. *\u0026ldquo;Wenn man Libyen die Verantwortung für eine Such- und Rettungszone gibt, dann muss man sicherstellen können, dass Libyen dieser Verantwortung gerecht werden kann. Aktuell ist das nicht der Fall. Wer also ist verantwortlich?\u0026quot;*fragt Isler. Die Realität zeichnet ein anderes Bild, als die Wirklichkeit, die europäische Politiker zu zeichnen versuchen. Wenn Libyen diese Zuständigkeit nicht wahrnehmen kann, dann hat Europa ein Such- und Rettungszone geschaffen, für die niemand mehr Verantwortung trägt. *\u0026ldquo;Streng genommen müsste die IMO dieses Seegebiet als Todeszone deklarieren und nicht als SAR Zone, denn es gibt kein tödlicheres Seegebiet auf der Erde, als vor Libyen.\u0026quot;*sagt Isler weiter. 64 Menschen sind diesem Schicksal entkommen. Über ihre Zukunft kann man nur spekulieren. Sicher weiss man, dass sie für den Moment weiterleben werden. Ihr Leben liegt nun in den Händen jener Menschen, die 10 Tage benötigten, um über einfache, grundsätzliche und humanitäre Fragen zu verhandeln.\n","date":"13 April 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/politische-losung-fur-die-geretteten-der-alan-kurdi-deutschland-frankreich-portugal-und-luxemburg-einigen-sich-mit-malta/","section":"","summary":"","title":"Politische Lösung für die Geretteten der Alan Kurdi Deutschland, Frankreich, Portugal und Luxemburg einigen sich mit Malta","type":"archive"},{"content":"Mittwochnacht (10.4.) hatte die 23 Jahre alte Nigerianerin Osumah einen epileptischen Anfall. Osumah gehört zu den beiden schwangeren Frauen an Bord der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo;. .Osumah gehört zu den beiden schwangeren Frauen an Bord der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo;. Dies ist der zweite Notfall der sich in den letzten 8 Tagen auf der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; ereignete und eine Evakuierung nach Malte eingeleitet wurde. Die meisten der Geretteten sind nach ihrer Flucht und durch die extremen Bedingungen in libyschen Gefangenenlagern in einem schwachen körperlichen Zustand. Viele der Entkräfteten Menschen waren Seekrank, welche sie noch mehr erschöpft und erholen sich nur langsam davon. Die Nahrungsmittel- und Wasservorräte werden in Kürze auf der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; erschöpft sein, und die medizinische Situation kann sich schnell verschlechtern. \u0026ldquo;Wir können nur hoffen, dass es der jungen Frau schnell wieder besser geht. Hier an Bord konnten wir ihr nicht mehr helfen.\u0026quot;sagt Werner Czerwinski, Kapitän der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo;.Noch mehr Sorgen bereiten den Kapitän jedoch die kommenden Tage.\u0026ldquo;Die Menschen kommen zu mir und fragen mich, wie lange sie noch an Bord bleiben müssen und warum es so lange dauert. Sie haben wirklich Angst vor der nächsten Schlechtwetterphase. Viele von ihnen waren seekrank und erholen sich nur langsam davon. Sie sehen, wie zwei Frauen kollabierten und evakuiert werden mussten. Das ist doch kein Zustand für Menschen, die so etwas hinter sich haben und es ist auch kein Zustand für meine Crew.\u0026quot; sagt Czerwinski weiter. Seit mehr als 8 Tagen wird dem Schiff nach der Rettung von 64 Menschen ein sicherer Hafen in Europa verwehrt. Italien und Malta verwiesen immer wieder auf die Zuständigkeit Libyens. Das ist das gleiche Land, dessen Hauptstadt seit Tagen von militärischen Truppen umstellt worden ist. Dort finden schwere Kämpfe statt. OPEN THE PORT # ","date":"11 April 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/notfall-um-mitternacht-auf-der-alan-kurdi-schwangere-frau-muss-nach-epileptischem-anfall-evakuiert-werden/","section":"","summary":"","title":"Notfall um Mitternacht auf der Alan Kurdi Schwangere Frau muss nach epileptischem Anfall evakuiert werden","type":"archive"},{"content":" Vater Celeb, Mutter Vivian und Sohn Manuel wollen nicht voneinander getrennt werden und entscheiden an Bord der Alan Kurdi zu bleiben. (Foto: Fabian Heinz/sea-eye.org)\nAm Freitagnachmittag erklärt sich Italien bereit zwei Kinder und deren Mütter aus humanitären Gründen mit einem Boot zu evakuieren. Sea-Eye legte sofort Protest beim Auswärtigen Amt ein. \u0026ldquo;Die Mütter und Kinder von ihren Vätern zu trennen, ohne dass es dafür einen vernünftigen Grund gibt ist aktive Familientrennung und emotionale Folter.\u0026quot; teilt Gorden Isler dem Auswärtigen Amt mit. Tatsächlich vereinbarten Deutschland und Italien die Evakuierung zweier Familien aus humanitären Gründen. Einsatzleiter Jan Ribbeck insistierte mehrfach gegenüber dem MRCC Rom, die Familien nicht zu trennen.*\u0026ldquo;We once again confirm emphatically that it is our deeply understanding not to separate family members from one another. Asking for your permission to disembark 6 people corresponding 2 families with each 3 persons.\u0026rdquo; schreibt Ribbeck am Freitagnachmittag.*Auch im Funkverkehr mit dem Schiff behaupteten die Piloten des Patrouillenbootes, dass dies so mit dem deutschen Außenministerium abgesprochen sei und übten Druck auf den Kapitän der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; aus. Gegenüber Sea-Eye bestätigte das Auswärtige Amt indes nicht, dass man sich auf die Trennung der Familien geeinigt habe und natürlich die Familien insgesamt gemeint waren. Nach stundenlangen Verhandlungen fragte die Crew der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; selbst bei den Familien nach. Beide Familien äußerten den ausdrücklichen Wunsch nicht von einander getrennt zu werden. Die Einsatzleitung brach die Evakuierung daher ab und beantragte in Rom erneut die Zuweisung eines sicheren Hafens auf Lampedusa. Die Abschlägige Antwort kam innerhalb weniger Minuten.\nIn der UN Menschenrechtscharta heisst es (\u0026hellip;) Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat. (\u0026hellip;) Sea-Eye wirft Italien vor entscheidende Schutzpflichten bei seiner politischen Instrumentalisierung der Familien ausser acht gelassen zu haben. Es gab keinen objektiven Grund auf die Trennung der Familien zu bestehen. Mutmasslich war es die Absicht der politischen Entscheider die Crew der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; in ein moralisches Dilemma zu manövrieren. Sea-Eye verurteilt diese politische Strategie und fordert einen verantwortungsvolleren Kurs einzuschlagen. Am Abend entschied die Vereinsleitung den nächsten sicheren Hafen anzusteuern und informierte das Auswärtige Amt. Die Erfahrungen mit der italienischen Regierung schafften weder Vertrauen, noch Zuversicht in eine schnelle, verantwortungsbewusste und humanitäre Lösung.*\u0026ldquo;Hier geht es allein um die Sicherheit der geretteten Menschen. Denn sie sind Menschen und das allein genügt aus ihnen die gleichen Menschenrechte zuzugestehen, die wir für uns selbst in Anspruch nehmen.\u0026quot;sagt Gorden Isler, Sprecher von Sea-Eye e.V.\u0026ldquo;Matteo Salvini demütigte heute nicht nur die Geretteten. Er instrumentalisiert alles und jeden, um allein für sich die größtmöglichen politischen Vorteile aus dieser Situation zu ziehen. Dass ihm das gelingt zeigen auch die vielen italienischen Hassmails, die uns seit zwei Tagen erreichen.\u0026quot;*sagt Isler weiter. Die \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; ist nun auf dem Weg nach Malta. Es ist der nächste sichere Hafen und das Schiff wird am Wochenende Wetterschutz, Trinkwasser und möglicherweise auch Nahrungsmittel benötigen. Auf die Trennung von Familien hatte Malta aber niemals bestanden.\n","date":"6 April 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/italien-besteht-auf-trennung-von-familien-evakuierung-wird-auf-wunsch-der-familien-abgebrochen/","section":"","summary":"","title":"Italien besteht auf Trennung von Familien Evakuierung wird auf Wunsch der Familien abgebrochen","type":"archive"},{"content":"Mit Blick auf die Situation von Flüchtlingen im Mittelmeer haben sich mehr als 250 zivilgesellschaftliche Organisationen mit einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt. Die Unterzeichner schreiben: „Politik nimmt tausendfaches Sterben billigend in Kauf.“\nMit einem offenen Brief haben mehr als 250 zivilgesellschaftliche Organisationen von der Bundesregierung einen Notfallplan für die Bootsflüchtlinge auf dem Mittelmeer gefordert. „Wir sind erschüttert angesichts der gegenwärtigen europäischen Politik, die immer stärker auf Abschottung und Abschreckung setzt – und dabei tausendfaches Sterben billigend in Kauf nimmt“, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben, das unter anderem von „Ärzte ohne Grenzen“ und Amnesty International unterzeichnet wurde. Adressiert ist das Schreiben direkt an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ging auch ans Bundesinnenministerium, das Auswärtige Amt sowie die zuständigen Ausschüsse im Bundestag.\n„Die Pflicht zur Seenotrettung ist Völkerrecht und das Recht auf Leben nicht verhandelbar“, heißt es in dem Offenen Brief. Die Verantwortung liege in erster Linie bei der EU und ihren Mitgliedstaaten. Die EU hatte kürzlich mit der Entscheidung, für die Mittelmeer-Mission „Sophia“ keine Schiffe mehr einzusetzen, für Empörung bei Flüchtlingshelfern gesorgt. Schiffe der Mission retteten auch regelmäßig gekenterten Migranten das Leben.\nOrganisationen fordern Verteilmechanismus # Konkret fordern die Organisationen von der Bundesregierung, sich für einen Verteilmechanismus für die geretteten Menschen einzusetzen. Derzeit werden von Fall zu Fall ausnahmebereite Staaten gesucht. Die Organisationen fordern zudem, keine Migranten nach Libyen zurückzuschicken und deutschen Städten und Gemeinden zu erlauben, zusätzliche Flüchtlinge aufzunehmen, wenn sie sich dazu bereiterklären.\n„Das Aussetzen der Operation ‚Sophia‘ und der Abzug der Marine vor der libyschen Küste ist in der dramatisch zugespitzten Situation im Mittelmeer im wörtlichen Sinne unterlassene Hilfeleistung“, erklärte der Vorsitzende des Paritätischen Gesamtverbandes, Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes, der den Brief ebenfalls unterzeichnet hat. Die Seenotrettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer zu beenden, komme einem „moralischen Offenbarungseid“ gleich, sagte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. Die EU habe sich verpflichtet, Schutzsuchenden Zugang zu einem fairen Asylverfahren zu gewähren. „Stattdessen setzt sie immer stärker auf Abschottung und Abschreckung“, kritisierte er. (epd/mig)\n","date":"4 April 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/offener-brief-uber-250-organisationen-fordern-angela-merkel-zum-handeln-auf/","section":"","summary":"Mit Blick auf die Situation von Flüchtlingen im Mittelmeer haben sich mehr als 250 zivilgesellschaftliche Organisationen mit einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt. Die Unterzeichner schreiben: „…","title":"Offener Brief: Über 250 Organisationen fordern Angela Merkel zum Handeln auf","type":"archive"},{"content":" ","date":"3 April 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/alan-kurdi-rettet-64-menschenleben-sea-eye-allein-im-einsatzgebiet-libysche-kustenwache-antwortet-und-rettet-nicht/","section":"","summary":"","title":"\"Alan Kurdi\" rettet 64 Menschenleben  Sea-Eye allein im Einsatzgebiet - Libysche Küstenwache antwortet und rettet nicht.","type":"archive"},{"content":"Die Europäische Union hat nach Angaben von Flüchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos seit 2015 zur Rettung von fast 730.000 Flüchtlingen im Mittelmeer beigetragen. „Die Rettung von Menschenleben bleibt für die EU und ihre Mitgliedstaaten ein Muss“, erklärte Avramopoulos in einem Schreiben an das EU-Parlament. Unterdessen reagierte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit scharfer Kritik auf den Abzug der beiden letzten im Einsatz befindlichen Schiffe aus der EU-Marinemission „Sophia“.\n„Die Entscheidung der EU-Mitgliedsstaaten, die Operation ‚Sophia‘ faktisch zu beenden, ist ein bedrückender Rückschlag für ein Europa der Humanität, sagte Dominik Bartsch, der Leiter des UNHCR in Deutschland, der „Welt am Sonntag“. Zugleich forderte er neue Maßnahmen zur Rettung von Migranten zwischen Libyen und Europa aus Seenot.\nEU beendet Seenotrettung # Die EU hatte vor einigen Tagen beschlossen, den Einsatz von Schiffen auf dem Mittelmeer für die Operation „Sophia“ zu beenden. An der Operation hatte sich seit 2015 auch die deutsche Marine mit Schiffen beteiligt. Die Beobachtung des Seeraums soll künftig aus der Luft erfolgen.\nDamit kann die EU auch keine Flüchtlinge zwischen Libyen und Europa mehr aus Seenot retten.\nOhne Schiffe könne „Sophia“ weder ihr Mandat – den Kampf gegen Schlepper und Menschenhändler – erfüllen, noch Menschen aus Seenot retten, kritisierte der deutsche UNHCR-Vertreter Bartsch. Er verlangte den Aufbau neuer Rettungsmissionen, um die Kapazitäten für die Seenotrettung zu erhöhen. „Das heißt, es braucht mehr Schiffe, egal, wer sie stellt – in den Gewässern zwischen Libyen und Europa, dort wo Menschen ertrinken“, sagte Bartsch.\nZudem müssten Beschränkungen für private Retter aufgehoben werden. „Die Rettung von Menschen aus Seenot ist ein humanitärer und rechtlicher Imperativ, der in internationalen Übereinkommen festgeschrieben ist“, betonte Bartsch.\nUNHCR: Libyen nicht sicher # Im Schreiben von EU-Flüchtlingskommissar Avramopoulos heißt es, auch Nichtregierungsorganisationen hätten eine „entscheidende Rolle bei der Rettung von Leben gespielt“. Auf See werde echte humanitäre Hilfe geleistet, die nicht kriminalisiert dürfe. Der EU-Flüchtlingskommissar forderte aber auch, alle Akteure im Mittelmeerraum müssten dafür sorgen, dass die Hilfe auf See unter Beachtung internationaler Regeln erfolge und nicht das Geschäftsmodell von Schleppern aufrecht erhalte.\nUNHCR-Vertreter Bartsch unterstrich, dass Libyen kein „sicherer Hafen“ sei, in den man Menschen zurückbringen könne. „Nach wie vor sitzen Tausende Menschen vor den Toren Europas in libyschen Internierungslagern unter menschenunwürdigen Bedingungen fest, werden vergewaltigt, verkauft oder versklavt“, erklärte der UNHCR-Vertreter.\n","date":"1 April 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/unhcr-fordert-neue-rettungsmission-im-mittelmeer/","section":"","summary":"Die Europäische Union hat nach Angaben von Flüchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos seit 2015 zur Rettung von fast 730.000 Flüchtlingen im Mittelmeer beigetragen. „Die Rettung von Menschenleben bleibt für die EU und…","title":"UNHCR fordert neue Rettungsmission im Mittelmeer","type":"archive"},{"content":"Aufmerksame Fischer, Bürgermeister*innen und Aktivist*innen stellen in Italien und Spanien fest: Boat-people, die aus eigener Kraft die Meerespassage schaffen, werden nach Polizeikontrollen registriert und in die Hotspots gebracht, aber ihre Ankunft wird nicht mehr den Rathäusern, den kommunalen und staatlichen Statistik-Ämtern und erst recht nicht den nachfragenden Aktivist*innen gemeldet. Darauf machte jüngst der Bürgermeister von Lampedusa aufmerksam. Die Ankunft von Boat-people halte kontinuierlich an, aber man müsse selbst an der Küste und in den Häfen Ausschau halten, um überhaupt noch eine Ahnung von dieser Realität zu bekommen. Aus Andalusien lässt sich Ähnliches berichten.\nDa die Regierungen Roms und Madrids die zivilstaatlichen Rettungskräfte aus den Todeszonen zurückgezogen haben und die NGO-Schiffe größtenteils kriminalisiert und an die Leine gelegt sind, gilt dieses Verschwinden aus der Statistik auch für die Ertrunkenen. Für das zentrale Mittelmeer lese man unten die Twitter-Kurzberichte der letzten Tage des Rettungsschiffs „Alan Kurdi“ der NGO „Sea Eye“. Für das westliche Mittelmeer geben der untenstehende Bericht der Tageszeitung „El Pais“ und die verzweifelt-vagen Berichte des Alarmphones sowie der Aktivistin Helena Maleno über verschwundene Flüchtlingsboote Aufschluss. Das spanische „Salvamento Marítimo“ fährt seit Jahresbeginn grundsätzlich nicht mehr zu Rettungseinsätzen in die „marokkanische“ SaR. Spanische kleine Inseln befinden sich zwar längs der marokkanischen Mittelmeerküste von der Meerenge bis hin zur marokkanisch-algerischen Grenze, aber eine spanische Rettung findet in weiten südlichen Zonen des westlichen Mittelmeers nicht mehr statt.\nBekanntermaßen sind das zentrale Mittelmeer und die Meerenge von Gibraltar die dichtestüberwachten Meereszonen der Welt. Aber die militärische Meeresüberwachung meldet keine einzige Schiffskatastrophe. Die einigermaßen verlässliche statistische Zählung der im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge, ob durch Menschenrechtler*innen oder die UNO, ist erst ca. fünf Jahre alt. Mit dem erzwungenen Abzug der berichtenden Quellen aus den maritimen Todeszonen kehrt Europa zum Status Quo Ante zurück: Man weiß vom massenhaften Ertrinkenlassen, aber man kann es wegen fehlender statistischer Quellen abstreiten. Spektakuläre Einzelfälle werden für die Weltöffentlichkeit inszeniert. Im Unterschied zur „australischen Lösung“, die eine absolute Lagerverbringung der Boat-people auf kleine Inseln 1.000 km vor Australien setzt, bildet sich mit dem statistisch nicht mehr erfassten Massensterbenlassen im Mittelmeer und spektakulären Einzelrettungsaktionen eine „europäische Lösung“ heraus.\n","date":"1 April 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/italien-spanien-anlandende-und-ertrunkene-werden-statistisch-nicht-mehr-erfasst/","section":"","summary":"Aufmerksame Fischer, Bürgermeisterinnen und Aktivistinnen stellen in Italien und Spanien fest: Boat-people, die aus eigener Kraft die Meerespassage schaffen, werden nach Polizeikontrollen registriert und in die Hots…","title":"Italien, Spanien: Anlandende und Ertrunkene werden statistisch nicht mehr erfasst","type":"archive"},{"content":"Die \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; ist derzeit das einzige Schiff in diesem Gebiet des Mittelmeers, dass den eindeutigen Auftrag hat, auch die Menschenrechte jener Menschen zu schützen, die keinen europäischen Pass bei sich tragen. Wie wichtig das ist zeigt ein Schiffsunglück am Dienstag. Neben einem Baby, dass nur noch leblos aus dem Wasser geborgen werden konnte, ertranken weitere 28 Menschen oder werden bis heute vermisst. Zwar gelang es dem italienischen Rettungsschiff \u0026ldquo;Mare Jonio\u0026rdquo; noch am Montag 49 Menschen vor dem Ertrinken zu retten, doch die italienische Regierung ordnete unmittelbar nach dem Eintreffen des Schiffes auf Lampedusa die Beschlagnahmung an. \u0026ldquo;Wir haben keine Angst vor einer Beschlagnahmung unseres Schiffes, denn die Alan Kurdi trägt die Bundesflagge. Wir vertrauen weiter auf die Unterstützung unseres Flaggenstaates, bei politisch ausgerichteten Auseinandersetzungen mit uns, so wie es auch im Dezember der Fall war.\u0026rdquo; sagte Gorden Isler, Vorsitzender von Sea-Eye e.V. Das Auswärtige Amt unterstützte die Organisation im Januar, als Malta sich weigerte 17 Geretteten einen sicheren Hafen zu bieten. \u0026ldquo;Wir werden die deutschen Behörden, genau wie die Öffentlichkeit, aktiv über jedes Ereignis im Einsatzgebiet informieren\u0026rdquo;, so Isler weiter.\nMit dem voraussichtlichen Ende der EUNAVFOR MED Operation SOPHIA am 31.03.2019 ist die \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; das letzte europäische Schiff in diesem Gebiet des Mittelmeeres, auf dem sich trainierte Rettungskräfte befinden. Europäische Handelsschiffe meiden das Seegebiet zunehmend, da auch sie bereits von Italien blockiert worden sind. Das Sea-Eye-Schiff wird das Einsatzgebiet voraussichtlich am Dienstag erreichen und seine Beobachtungsmission starten. Dazu befindet sich auch ein Menschenrechtsbeobachter an Bord, der seine Arbeit anschließend auswerten und veröffentlichen wird.\nOb die \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; tatsächlich Menschen helfen können wird ist ungewiß. Zu groß ist das Einsatzgebiet, dass zu Zeiten der italienischen Marineoperation \u0026ldquo;Mare Nostrum\u0026rdquo; regelmäßig von 6 Schiffen abgesucht worden ist. Zu diesem Zeitpunkt wurden von Italien 26 Schiffe eingesetzt, um möglichst viele Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Doch \u0026ldquo;Mare Nostrum\u0026rdquo; folgten ausschließlich europäische Marine Operationen mit dem Mandat des Grenzschutzes und der Bekämpfung des Menschenhandels. Gerettet wurde trotzdem. Doch auch damit ist nun Schluss. Italien entsendete die SOPHIA-Schiffe zuletzt in die entlegensten Mittelmeerwinkel. Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nahm diese destruktive, italienische Politik zum Anlass die deutsche Fregatte \u0026ldquo;Augsburg\u0026rdquo; abzuziehen. Die deutschen Soldaten seien dort seit Monaten \u0026ldquo;ohne eine sinnvolle Aufgabe\u0026rdquo; gewesen. Dort gab es keine Schleuser zu bekämpfen, keine zu rettenden Menschen aber wenigstens gibt es nun dichte, blaue Außengrenzen. Unterdessen fanden allein in diesem Jahr mehr als 300 Menschen den Tod, oder werden noch vermisst.\n","date":"21 März 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/alan-kurdi-setzt-kurs-auf-libysche-rettungszone/","section":"","summary":"Die “Alan Kurdi” ist derzeit das einzige Schiff in diesem Gebiet des Mittelmeers, dass den eindeutigen Auftrag hat, auch die Menschenrechte jener Menschen zu schützen, die keinen europäischen Pass bei sich tragen. Wie…","title":"\"Alan Kurdi\" setzt Kurs auf Libysche Rettungszone","type":"archive"},{"content":" Eine Gruppe von Aktivist*innen hat in der Nacht vom 20.3 auf den 21.3. im Lunabrunnen auf dem Marktplatz in Lüneburg ein Mahnmal gegen das Massensterben im Mittelmeer errichtet. Damit setzen sie ein Zeichen gegen die Ablehnung des Antrags der Seebrücke „Lüneburg zum sicheren Hafen erklären“ am 28.2.2019 im Stadtrat durch SPD, CDU, FDP und AFD.\nEs ist eine Skulptur aus Pappmaché-Armen, die auf einer blauen Plane über dem Brunnen montiert sind. Die Arme stehen symbolisch für die Tausenden von Menschen, die Jahr für Jahr auf der Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrinken. Der Protest richtet sich gegen die Abschottungspolitik der Europäischen Union und Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung. Seit vorgestern Abend (19.3.) wird das Seenotrettungsschiff „Mare Jonio“ im Hafen von Lampedusa festgehalten und die Besatzung wurde festgenommen. Damit ist kein ziviles Seenotrettungsschiff mehr auf dem Mittelmeer im Einsatz, das bedeutet, dass durch diese Politik der Abschottung der Tod von Tausenden in Kauf genommen und aktiv Rettung von Menschen verhindert wird. Die Aktivist*innen fordern, dass die Stadt Lüneburg nicht weiter gleichgültig zuschaut, wie geltendes Völkerecht verletzt wird, sondern sich dazu bereit erklärt aus Seenot gerettete Menschen aufzunehmen.\nEs folgt der Text, den wir auf einem Schild am Mahnmal angebracht haben:\n17.000 Menschen\nsind seit 2014 im Mittelmeer ertrunken.\nDoch statt dem Sterben im Mittelmeer ein Ende zu setzen und sichere Fluchtwege zu schaffen schottet sich Europa zunehmend ab und kriminalisiert die Seenotrettung.\nDamit verletzen wir geltendes Völkerrecht.\nDie Initiative Seebrücke hat im Stadtrat einen Antrag gestellt Lüneburg zum sicheren Hafen zu erklären, somit aus dem Mittelmeer gerettete Menschen aufzunehmen. Dieser Antrag wurde am 28.2. 2019 von SPD, CDU und AFD abgelehnt. Diese Entscheidung können wir nicht akzeptieren, denn so nehmen wir den Tod von Tausenden in Kauf.\nMenschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Hunger und Armut. Menschen, die ihre Heimat aufgeben in der Hoffnung auf ein besseres Leben\nMit diesem Mahnmal wollen wir das alltägliche Leid Flüchtender für uns in Lüneburg ein Stückchen greifbarer machen. Flucht ist kein Verbrechen!\nReicht ihnen die Hand!\n","date":"21 März 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/mahnmal-am-lunabrunnen-auf-den-rathausmarkt-luneburg/","section":"","summary":"","title":"Mahnmal am Lunabrunnen auf den Rathausmarkt Lüneburg","type":"archive"},{"content":" Eine Gruppe von Aktivist*innen hat in der Nacht vom 20.3 auf den 21.3. im Lunabrunnen auf dem Marktplatz in Lüneburg ein Mahnmal gegen das Massensterben im Mittelmeer errichtet. Damit setzen sie ein Zeichen gegen die Ablehnung des Antrags der Seebrücke „Lüneburg zum sicheren Hafen erklären“ am 28.2.2019 im Stadtrat durch SPD, CDU, FDP und AFD.\nEs ist eine Skulptur aus Pappmaché-Armen, die auf einer blauen Plane über dem Brunnen montiert sind. Die Arme stehen symbolisch für die Tausenden von Menschen, die Jahr für Jahr auf der Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrinken. Der Protest richtet sich gegen die Abschottungspolitik der Europäischen Union und Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung. Seit vorgestern Abend (19.3.) wird das Seenotrettungsschiff „Mare Jonio“ im Hafen von Lampedusa festgehalten und die Besatzung wurde festgenommen. Damit ist kein ziviles Seenotrettungsschiff mehr auf dem Mittelmeer im Einsatz, das bedeutet, dass durch diese Politik der Abschottung der Tod von Tausenden in Kauf genommen und aktiv Rettung von Menschen verhindert wird. Die Aktivist*innen fordern, dass die Stadt Lüneburg nicht weiter gleichgültig zuschaut, wie geltendes Völkerecht verletzt wird, sondern sich dazu bereit erklärt aus Seenot gerettete Menschen aufzunehmen.\nEs folgt der Text, den wir auf einem Schild am Mahnmal angebracht haben:\n17.000 Menschen sind seit 2014 im Mittelmeer ertrunken. Doch statt dem Sterben im Mittelmeer ein Ende zu setzen und sichere Fluchtwege zu schaffen schottet sich Europa zunehmend ab und kriminalisiert die Seenotrettung. Damit verletzen wir geltendes Völkerrecht.\nDie Initiative Seebrücke hat im Stadtrat einen Antrag gestellt Lüneburg zum sicheren Hafen zu erklären, somit aus dem Mittelmeer gerettete Menschen aufzunehmen. Dieser Antrag wurde am 28.2. 2019 von SPD, CDU und AFD abgelehnt. Diese Entscheidung können wir nicht akzeptieren, denn so nehmen wir den Tod von Tausenden in Kauf. Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Hunger und Armut. Menschen, die ihre Heimat aufgeben in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Mit diesem Mahnmal wollen wir das alltägliche Leid Flüchtender für uns in Lüneburg ein Stückchen greifbarer machen. Flucht ist kein Verbrechen!\nReicht ihnen die Hand!\n","date":"21 März 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/mahnmal-am-lunabrunnen-auf-den-rathausmarkt-luneburg-2/","section":"","summary":"","title":"Mahnmal am Lunabrunnen auf den Rathausmarkt Lüneburg","type":"archive"},{"content":"Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat heute am späten Vormittag vor seinem technischen Beratungsstab laut der Zeitung „La Repubblica“ die Parole ausgegeben: „Verhaftet sie!“ Gemeint sind der Kapitän und die Schiffahrtsleitung der „Mare Jonio“, die gestern abend 50 Schiffbrüchige im zentralen Mittelmeer gerettet haben. Das Schiff liegt mit den Geretteten an Bord vor Lampedusa. Matteo Salvini gab diese Parole aus, als die Durchsuchung der „Mare Jonio“ durch die Guardia di Finanza ergebnislos abgeschlossen war und bekannt wurde, dass es wenige Stunden zuvor eine Schiffskatastrophe vor Libyen gegeben hat. Zeitgleich hat sich ein italienisches Solidarbündnis der Seenotrettung um die „Mare Jonio“ gebildet, das von den antirassistischen Gruppen bis zu den Bürgermeistern von Lampedusa, Palermo und Neapel sowie bis zu den parlamentarischen Parteien der Linken und der Sozialdemokratie reicht. Eine internationale Solidarität tut sofort not.\n","date":"20 März 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/salvini-verhaftet-sie-solidaritat-mit-geretteten-und-rettungssschiff-vor-lampedusa/","section":"","summary":"Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat heute am späten Vormittag vor seinem technischen Beratungsstab laut der Zeitung „La Repubblica“ die Parole ausgegeben: „Verhaftet sie!“ Gemeint sind der Kapitän und di…","title":"Salvini: „Verhaftet sie!“ Solidarität mit Geretteten und Rettungssschiff vor Lampedusa!","type":"archive"},{"content":"Im Mittelmeer sind 45 Migranten auf dem Weg von Marokko nach Spanien ertrunken. 22 seien gerettet worden, als ihr Schlauchboot vor Marokko in Seenot geriet, sagte ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf. Dabei berief er sich auf Aussagen von Überlebenden. Das Unglück hatte sich am Donnerstag ereignet. An Bord des Bootes befanden sich überwiegend Flüchtlinge aus dem südlichen Afrika.\n","date":"18 März 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/45-migranten-vor-kuste-marokkos-ertrunken/","section":"","summary":"Im Mittelmeer sind 45 Migranten auf dem Weg von Marokko nach Spanien ertrunken. 22 seien gerettet worden, als ihr Schlauchboot vor Marokko in Seenot geriet, sagte ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migr…","title":"45 Migranten vor Küste Marokkos ertrunken","type":"archive"},{"content":"Derweil die italienische \u0026ldquo;Mare Jonio\u0026rdquo; auf dem Weg in die libysche Such- und Rettungszone ist, wird unsere Crew auf Palma de Mallorca trainiert. Das Schiff soll Palma zu Beginn der neuen Woche verlassen und ebenfalls Kurs auf die libysche SAR Zone setzen. Es ist einige Monate her, dass insgesamt zwei Schiffe zeitgleich in dieser andauernden, blauen Katastrophenregion anwesend sind. *Wir waren mal 12!*Ebenfalls im Einsatz ist das Sea-Watch Flugzeug \u0026ldquo;Moonbird\u0026rdquo;. Nach intensiver Wartung, kehrt das zivile Suchflugzeug in den wichtigen Einsatz zurück.\n","date":"17 März 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/alan-kurdi-vor-drittem-einsatz/","section":"","summary":"Derweil die italienische “Mare Jonio” auf dem Weg in die libysche Such- und Rettungszone ist, wird unsere Crew auf Palma de Mallorca trainiert. Das Schiff soll Palma zu Beginn der neuen Woche verlassen und ebenfalls K…","title":"\"Alan Kurdi\" vor drittem Einsatz","type":"archive"},{"content":" Letztes Schiff einer Hilfsorganisation im Einsatz # Am Donnerstag erreichte das letzte verbliebene Schiff einer Hilfsorganisation die libysche Rettungszone. Es ist der zweite Einsatz des neuen Sea-Eye-Schiffes unter deutscher Flagge, doch der erste Einsatz mit dem neuen Namen \u0026lsquo;Alan Kurdi\u0026rsquo;. Das Schiff verließ am Wochenende den Hafen von Palma de Mallorca. Die lange Anfahrt war alternativlos, weil Malta dem Schiff im Dezember die Einfahrt in den Hafen verweigerte.\nSchon am Mittwoch passierte die \u0026lsquo;Alan Kurdi\u0026rsquo; die Insel Lampedusa und konnte dem Funkverkehr eines Flugzeugs mit der Tunesischen Küstenwache folgen. Die Rede war eindeutig von einem Seenotfall. So sei nach einem \u0026ldquo;Rubberboat in Distress\u0026rdquo; gesucht worden. Die Crew der \u0026lsquo;Alan Kurdi\u0026rsquo; bot Hilfe an, doch erhielt keine weiteren Informationen von der tunesischen Küstenwache. \u0026ldquo;Wir haben immer wieder versucht Kontakt aufzunehmen. Man interessierte sich aber mehr für unsere Registrierung, unser Schiff und die Art unseres Einsatzes. Wir erhielten keine Informationen und konnten deshalb nicht helfen.\u0026rdquo; sagt Dominik Reisinger, Einsatzleiter der \u0026lsquo;Alan Kurdi\u0026rsquo;.\nAm gleichen Tag lobte der italienische Innenminister Matteo Salvini den erfolgreichen \u0026lsquo;Push-Back\u0026rsquo; von 120 geretteten Menschen, die von der libyschen Küstenwache zurück nach Libyen gebracht worden sind. \u0026ldquo;Es ist unwahrscheinlich, dass es sich um den gleichen Fall handelt, denn die tunesische Küstenwache operiert nicht so weit im Osten. Wir müssen in den kommenden Tagen versuchen herauszubekommen, was mit den Menschen geschehen ist, nach denen hier im Osten von Tripolis gesucht worden ist.\u0026quot; so Reisinger weiter.\nUnterdessen drohte der italienische Innenminister der \u0026lsquo;Alan Kurdi\u0026rsquo; offen in Sozialen Netzwerken. *\u0026ldquo;Diese Leute sollten wissen, daß sie mit ihrer Ladung illegaler Einwanderer nie ankommen werden.“*zwitschert Salvini am Dienstag. *\u0026ldquo;Solch menschenverachtende Nebengeräusche skrupelloser Dauerwahlkämpfer haben auf unseren Einsatz keine Auswirkungen. Der italienische Innenminister ist weit weg, satt, warm und sicher an seinem Schreibtisch und schreibt davon, dass Menschen niemals ankommen werden. Das ist nur noch schwer zu unterbieten, aber er wird uns sicher überraschen.\u0026quot;*sagt Gorden Isler, Pressesprecher von Sea-Eye e.V.\nDie Besatzung der \u0026lsquo;Alan Kurdi\u0026rsquo; stammt insgesamt auf 5 Nationen. Die Einsatzkräfte werden erstmalig von zwei Hilfsorganisationen gestellt. Die spanische Hilfsorganisation stellt ingesamt vier professionelle Rettungskräfte. *\u0026ldquo;Die Spanier ergänzen unser Team perfekt. Wir sind sehr glücklich über diese Zusammenarbeit und können noch viel voneinander lernen.\u0026quot;*Dominik Reisinger. Der Wetterbericht sagt der Crew des Schiffes schwere Tage voraus. Die \u0026lsquo;Alan Kurdi\u0026rsquo; ist auf sich allein gestellt. Es gibt keine staatlichen Kräfte vor Ort, die mit Hilfsorganisationen kooperieren. Alle anderen Schiffe ziviler Hilfsorganisationen werden grundlos in Häfen blockiert oder unter fadenscheinigen Gründen festgehalten. *\u0026ldquo;Es ist die Suche nach der buchstäblichen Nadel im Heuhaufen. Wir hoffen dass sich bei den aktuellen Wetterprognosen keine Menschen auf Gummibooten in der libyschen SAR Zone befinden. Es wäre für solche Seelen reines Glück, wenn wir sie vorher finden würden.\u0026quot;*sagt Reisinger weiter.\n","date":"21 Februar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-eye-schiff-alan-kurdi-erreicht-die-libysche-rettungszone/","section":"","summary":"Am Donnerstag erreichte das letzte verbliebene Schiff einer Hilfsorganisation die libysche Rettungszone. Es ist der zweite Einsatz des neuen Sea-Eye-Schiffes unter deutscher Flagge, doch der erste Einsatz mit dem neue…","title":"Sea-Eye-Schiff 'Alan Kurdi' erreicht die libysche Rettungszone","type":"archive"},{"content":"Das Alarmphone wurde heute von Überlebenden eines Bootes angerufen, die\nauf einem Handelsschiff illegal nach Libyen zurückgeschafft wurden. Wie\nso viele andere auch, wurde auch diese Gruppe von 62 Personen von der\nBesatzung belogen,ihnen wurde gesagt, sie würden nach Europa gebracht.\nEiner der Überlebenden erzählte uns, was mit ihnen gemacht wurde - wir\nwollen dieses wichtige Zeugnis mit euch teilen:\n\u0026ldquo;Es war gestern Abend gegen 23:00 Uhr. Wir waren schon weit gekommen,\nwir dachten sogar, wir erreichten Italien, als wir etwas vor uns sahen,\ndas groß war wie ein Berg. Die Menschen im Boot litten, einige von ihnen\nwaren vermutlich bereits tot. Wir waren 62 Personen, alles Männer und\neine Frau. Schließlich war da ein Frachter und wir bestiegen das Schiff.\nSie sagten zu uns: \u0026ldquo;Wir fahren nach Rom\u0026rdquo;. Sie gaben uns ein paar Kekse\nund Medikamente. Dann sind wir eingeschlafen, wir waren so erschöpft.\nWir wussten nicht, wohin sie uns bringen würden.\nUm 8:45 Uhr wachten wir auf und waren in Tripolis. Die libysche Polizei\nnahm uns mit und sperrte uns ein. Wir leiden hier sehr. Wenn wir vorher\ngewusst hätten, was sie mit uns machen würden, wären wir besser gestorben.\nWeißt du, wir mussten fliehen, nachdem mein Schwiegervater umgebracht\nwurde. Wir haben gar nichts mehr. Wir können nicht zurück und weiter\nkommen wir auch nicht. Wir haben sämtliches Geld ausgegeben, um das\nSchiff nach Italien zu bezahlen.\nIhr müsst uns helfen! Es liegt in den Händen der Europäer, uns zu helfen\nund dieses Leiden zu beenden!\u0026rdquo;\nWir wurden heute von Überlebenden einer Mittelmeerüberquerung aus dem\nMeer gerufen, während sie auf einem Handelsschiff illegal nach Libyen\nzurückgebracht wurden. Wie so viele andere auch, wurde auch diese Gruppe\nvon 62 Personen von der Besatzung getäuscht und sagte, sie würden nach\nEuropa gebracht. Einer der Überlebenden erzählte uns, was mit ihnen\npassiert ist, und wir wollen dieses wichtige Zeugnis mit dir teilen:\n\u0026ldquo;Es ist gestern Abend gegen 23:00 Uhr passiert. Wir waren weit weg\ngewesen, wir dachten sogar, wir erreichten Italien, als wir etwas vor\nuns sahen, das groß wie ein Berg war. Das Volk litt, und ich dachte,\neinige von ihnen wären bereits tot. Wir waren 62 Personen, alle Männer\nund nur eine Frau. Schließlich brachte uns ein Boot und wir stiegen in\ndieses Boot ein. Sie sagten uns: \u0026ldquo;Wir werden nach Rom gehen\u0026rdquo;. Dann gaben\nsie uns ein paar Kekse und auch Medikamente. Wir sind eingeschlafen,\nweil wir erschöpft waren. Wir wussten nicht einmal, wohin sie uns\nbringen würden. Um 8:45 Uhr wachten wir auf und waren in Tripolis. Die\nlibysche Polizei nahm uns vom Boot und hielt uns fest. Wir leiden hier\nwirklich. Wenn wir vorher gewusst hätten, was sie mit uns machen würden,\nhätten wir besser sterben sollen. Weißt du, wir mussten fliehen, nachdem\nmein Schwiegervater getötet wurde. Wir haben nichts mehr übrig. Wir\nkönnen nicht zurück und nicht vorwärts gehen. Wir haben alles\nausgegeben, was wir für das Schiff nach Italien bezahlen mussten. Du\nmusst uns helfen! Es liegt in den Händen der Europäer, uns zu helfen und\ndieses Leiden zu beenden!\u0026rdquo;\n","date":"13 Februar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/alarmphone-zeugnis-eines-uberlebenden-62-boatpeople-werden-von-einem-frachter-illegal-nach-libyen-zuruckgeschafft/","section":"","summary":"Das Alarmphone wurde heute von Überlebenden eines Bootes angerufen, die auf einem Handelsschiff illegal nach Libyen zurückgeschafft wurden. Wie so viele andere auch, wurde auch diese Gruppe von 62 Personen von der Bes…","title":"Alarmphone: Zeugnis eines Überlebenden: 62 boatpeople werden von einem Frachter illegal nach Libyen zurückgeschafft","type":"archive"},{"content":" ","date":"12 Februar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/20-02-2019-veranstaltung/","section":"","summary":"","title":"20.02.2019 Veranstaltung","type":"archive"},{"content":"Am Sonntagvormittag (10.02) erhielt das ehemalige, deutsche Forschungsschiff den Namen \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo;. Taufpate des Schiffes ist der Vater des gleichnamigen Jungen, der am 02.09.2015 im Mittelmeer ertrank. (alle Fotos: Maik Lüdemann)\nDer Vater des ertrunkenen Jungen, Abdullah Kurdi reiste am Samstagabend in Palma an. Die Sozialministerin der Balearen Fina Santiago bedankte sich in ihrer Rede bei Sea-Eye für die wichtige, humanitäre Arbeit und die bewegende Zeremonie am Sonntagmorgen. \u0026ldquo;Die Balearische Regierung unterstützt die humanitäre Arbeit von Sea-Eye. Wir sind solidarisch mit den Rettern und vor allem den Betroffenen.\u0026rdquo; Solidarisch erklärten sich auch die Vertreter der muslimischen Gemeinde Spaniens und der Balearen.\nder Bischof Sebastián Taltavull Angladader von der katholische Kirche Palmas, segnete das Sea-Eye Schiff \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo;. So fand der Bischof trostspendende Worte für die Familie, erinnerte an die Pflicht zur Hilfe und segnete das Schiff samt Besatzung mit der damit verbundenen Hoffnung, dass die \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; vielen Menschen helfen möge. Beim Papst wolle er sich dafür einsetzen, dass die Familie eingeladen wird.\nDas Schiff soll in den kommenden Tagen aufbrechen, um im zentralen Mittelmeer Wache zu halten und Auge der Öffentlichkeit zu sein. Mit an Bord ist erstmalig ein professionelles Rettungsteam der spanischen Hilfsorganisation Proem Aid. Die spanische NGO war bereits in schwierigen Einsätze im zentralen Mittelmeer und entsendet regelmäßig Rettungskräfte in die Ägäis. Sea-Eye und Preom Aid wollen enger zusammenarbeiten und voneinander lernen.\nDie Frauen und Männer der ersten Besatzung der \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; stammen aus insgesamt 5 Nationen. Am Sonntagabend setzten sie ihr Crewtraining fort und werden das Schiff auf seinen nächsten Einsatz vorbereiten.\nDie Seebrücke Lüneburg wünscht dem Schiff Alan Kurdi immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel, ein gutes Gelingen sowie offene Häfen. Mit Herz und Seele und vielen Aktionen werden wir euch auf der nächsten Mission begleiten. # ","date":"10 Februar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/bewegende-schiffstaufe-auf-mallorca/","section":"","summary":"Am Sonntagvormittag (10.02) erhielt das ehemalige, deutsche Forschungsschiff den Namen “Alan Kurdi”. Taufpate des Schiffes ist der Vater des gleichnamigen Jungen, der am 02.09.2015 im Mittelmeer ertrank. (alle Fotos:…","title":"Bewegende Schiffstaufe auf Mallorca","type":"archive"},{"content":"Solidarität muss praktisch werden: Heute treffen sich europäische Bürgermeister*innen, um sichere Häfen zu schaffen und Menschenrechte auf See zu verteidigen. Wenn Regierungen versagen, muss Zivilgesellschaft einspringen. Solidarität kennt keine Grenzen! Die Seebrücke Lüneburg dankt allen beteiligten Bürgermeister*innen und wünscht eine erfolgreiche Konferenz. Am 28.2.2019 wird nun endlich in Lüneburg der Stadtrat entscheiden, ob Lüneburg sich zum sicheren Hafen erklärt. Wir sind sehr zuversichtlich und bitten Euch schon mal, einen Stuhl für unseren Oberbürgermeister Herrn Ulrich Mädge, bei der nächsten Konferenz bereitzustellen. 9. Februar2019\n","date":"9 Februar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/treffen-der-europaischen-burgermeister/","section":"","summary":"Solidarität muss praktisch werden: Heute treffen sich europäische Bürgermeister*innen, um sichere Häfen zu schaffen und Menschenrechte auf See zu verteidigen. Wenn Regierungen versagen, muss Zivilgesellschaft einsprin…","title":"Treffen der europäischen Bürgermeister","type":"archive"},{"content":" ","date":"7 Februar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/demonstration-23-2-2019-luneburg-zum-sicheren-hafen-erklaren/","section":"","summary":"","title":"Demonstration 23.2.2019 Lüneburg zum sicheren Hafen erklären","type":"archive"},{"content":"Interview im Deutschlandfunk mit Claus Peter Reisch (Kapitän der Lifeline)\nhttps://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2019/02/05/lob_und_tadel_fluechtlingshelfer_im_mittelmeer_drk_20190205_1737_fe8d2ff7.mp3\n","date":"7 Februar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/man-kann-die-menschen-nicht-sterben-lassen/","section":"","summary":"Interview im Deutschlandfunk mit Claus Peter Reisch (Kapitän der Lifeline)","title":"„Man kann die Menschen nicht sterben lassen“","type":"archive"},{"content":"Am 10. Februar gibt Sea-Eye der \u0026ldquo;Professor Albrecht Penck\u0026rdquo; einen neuen Namen. Die Schiffstaufe wird in kleinem Rahmen im Hafen von Palma de Mallorca durchgeführt. Der Verein bat die Familie Kurdi bereits im Dezember erfolgreich um die Genehmigung, dem Schiff nach seinem ersten Einsatz, den Namen ihres verstorbenen Jungen geben zu dürfen. Die Familie willigte ein und nahm zudem die Einladung des Vereins an, die Taufe des Schiffes selbst durchzuführen. Vater Abdullah Kurdi und die Tante des Jungen Fatima Kurdi, werden dazu eigens nach Mallorca reisen.\n„Mit dem Namen \u0026ldquo;Alan Kurdi\u0026rdquo; wollen wir eindringlich daran erinnern worum es wirklich geht und allein gehen sollte. Es geht eben nicht um Schiffe, Kapitäne, NGO\u0026rsquo;s und Konflikte mit verirrten Politikern. Es geht um Menschen, die täglich im Mittelmeer ertrinken und um den unendlich andauernden Schmerz derer Angehörigen.\u0026quot; sagt Gorden Isler -Sprecher von Sea-Eye e.V.\nDie Aufnahmen des ertrunkenen Jungen im September 2015 bewegten tausende Zivilisten Europas dazu sich der zivilen Seenotrettung zuzuwenden. So auch Hannelore und Michael Buschheuer aus Regensburg, die zusammen mit Freunden den Verein Sea-Eye e.V. gründeten. Es war der Moment an dem Handwerker, Rechtsanwälte, Ärzte, Makler, Rentner und Studenten mehr als nur Betroffenheit empfanden. Sie fühlten sich verantwortlich und fähig etwas zu tun. Mit Sea-Eye Schiffen retteten seit 2016 hunderte, ehrenamtliche Crewmitglieder, in über 60 Missionen, weit mehr als 14.000 Menschenleben. Darunter auch vielen Kindern, die neben ihren Müttern und Vätern auf seeuntauglichen Gummibooten saßen. Sea-Eye Helfer waren neben anderen Hilfsorganisationen da, als diesen Menschen aus politischen Gründen keine staatliche Seenotrettung mehr geschickt worden ist.\n\u0026ldquo;Wir sind glücklich darüber, dass ein deutsches Rettungsschiff den Namen unseres Jungen tragen wird. Mein Junge am Strand darf niemals vergessen werden. Unseren Schmerz um den Verlust meiner Frau und meiner Söhne, teilen viele, tausend Familien, die Söhne und Töchter auf so tragische Weise verloren haben.\u0026quot; sagt Abdullah Kurdi Die Schiffstaufe wird am 10.02.2019 um 10 Uhr im Hafen von Palma de Mallorca stattfinden. Eingeladen sind auch der Bürgermeister von Palma, Antoni Noguera und die Sozialministerin der Balearen, Fina Santiago. Die Politiker besuchten das Sea-Eye Schiff bereits in der vergangenen Woche um mit dem Kapitän und der Vereinsleitung zu sprechen. Sie begrüßten Sea-Eye auf Mallorca und erklärten sich solidarisch mit dem Anliegen der zivilen Seenotretter.\n","date":"5 Februar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-eye-rettungsschiff-erhalt-namen-des-ertrunkenen-alan-kurdi/","section":"","summary":"Am 10. Februar gibt Sea-Eye der “Professor Albrecht Penck” einen neuen Namen. Die Schiffstaufe wird in kleinem Rahmen im Hafen von Palma de Mallorca durchgeführt. Der Verein bat die Familie Kurdi bereits im Dezember e…","title":"Sea-Eye Rettungsschiff erhält Namen des ertrunkenen Alan Kurdi","type":"archive"},{"content":"Zahlreiche europäische Hilfsorganisationen haben die Bundesregierung aufgerufen, sich für schnelle und verbindliche Verfahren für die aus Seenot geretteten Flüchtlinge einzusetzen. Jedes Mal, wenn ein Schiff Geflohene im Mittelmeer gerettet habe, führten die EU-Regierungen quälende und langwierige Debatten darüber, wo das Schiff anlegen und welche Länder die Geretteten aufnehmen könnten, hieß es in einem am Freitag veröffentlichten offenen Brief an Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).\nSeit mehr als sechs Monaten versuchten die EU-Regierungen erfolglos, sich auf ein Verfahren zu einigen. Derweil seien seit Januar 2018 mindestens 2.500 Frauen, Kinder und Männer im Mittelmeer ertrunken.\nBrief mit 40 Unterzeichnern # Dennoch übten europäische Regierungen unangemessenen Druck auf die privaten Organisationen aus, die im Mittelmeer Geflohene suchten und retteten, statt sie zu unterstützen, hieß es in dem Brief von knapp 40 Organisationen und Initiativen, darunter „Ärzte ohne Grenzen“, Oxfam und Pro Asyl. Auch die EU-Marinemission „Sophia“ laufe Gefahr, eingestellt zu werden, weil sich die Regierungen nicht darauf einigen könnten, wo die Geretteten von Bord gehen sollten.\nStattdessen würden die Menschen nach Libyen zurückgebracht, wo sie mit großer Wahrscheinlichkeit willkürlich inhaftiert, misshandelt, gefoltert oder in die Sklaverei verkauft würden, heißt es in dem Brief. Laut den UN seien 2018 über 15.000 Migranten nach Libyen zurückgebracht worden. Laut internationalem Recht sollten auf See gerettete Menschen jedoch an den nächsten sicheren Ort gebracht werden. Das Recht, Asyl zu suchen, sei in den Verträgen der EU ebenso verankert wie der Grundsatz der Nichtzurückweisung.\nEU-Rat soll handeln # Vom EU-Rat für Justiz und Inneres, der am Donnerstag in Bukarest zu einem informellen Treffen zusammenkommt, fordern die Organisationen die Unterstützung von Such- und Rettungsaktionen im Mittelmeer, zügige und verlässliche Ausschiffungsregelungen und das Ende der Rückführungen nach Libyen. Angesichts der immer dramatischeren Situation im Mittelmeer müssten diese Maßnahmen umgehend ergriffen werden.\nZuletzt mussten 47 Flüchtlinge an Bord der „Sea-Watch 3“ zwölf Tage lang ausharren, bis sie am Donnerstag vergangener Woche in der italienischen Hafenstadt Catania an Land gehen konnten. Davor hatten die EU-Staaten tagelang über die Verteilung der Geretteten verhandelt. (epd/mig)\n","date":"4 Februar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/40-europaische-hilfsorganisationen-fordern-die-bundesregierung-auf-die-seenotrettung-nicht-langer-zu-blockieren/","section":"","summary":"Zahlreiche europäische Hilfsorganisationen haben die Bundesregierung aufgerufen, sich für schnelle und verbindliche Verfahren für die aus Seenot geretteten Flüchtlinge einzusetzen. Jedes Mal, wenn ein Schiff Geflohene…","title":"40 europäische Hilfsorganisationen fordern die Bundesregierung auf, die Seenotrettung nicht länger zu blockieren.","type":"archive"},{"content":" Kardinal Marx antwortet auf den Hilferuf der Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye, mit einer Spende von 50.000€ Im Dezember blockierte Malta beinahe 2 Wochen das Sea-Eye Schiff. Die \u0026ldquo;Professor Albrecht Penck\u0026rdquo; musste daher nach Palma de Mallorca fahren. Die Blockade fügte der Hilfsorganisation einen finanziellen Schaden zu. Durch die Spende der Erzdioezese kann der nächste Einsatz der \u0026ldquo;Professor\u0026rdquo; nun doch durchgeführt werden. Damit stellt sich Kardinal Marx ein weiteres Mal eindeutig an die Seite ziviler Seenotretter. ","date":"31 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/kirchliche-zuwendung-an-sea-eye-sichert-nachste-einsatze-ab/","section":"","summary":"Kardinal Marx antwortet auf den Hilferuf der Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye, mit einer Spende von 50.000€ Im Dezember blockierte Malta beinahe 2 Wochen das Sea-Eye Schiff. Die “Professor Albrecht Penck” musste…","title":"Kirchliche Zuwendung an Sea-Eye sichert nächste Einsätze ab","type":"archive"},{"content":"Die Fahrt über das Mittelmeer ist für Bootsflüchtlinge noch gefährlicher geworden. 2018 kamen pro Tag sechs Migranten bei dem Versuch, Europa zu erreichen, ums Leben, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk beklagt. Linkspolitikerin Jelpke spricht von „verbrecherischer Flüchtlingspolitik“.\nDie Vereinten Nationen prangern eine alarmierend hohe Zahl von Flüchtlingen an, die bei der Fahrt über das Mittelmeer ums Leben kommen. Mit durchschnittlich sechs Toten pro Tag sei das Mittelmeer 2018 wieder die weltweit gefährlichste Seeroute gewesen, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Mittwoch in Genf mit. Insgesamt seien dort im vergangenen Jahr 2.275 Migranten und Flüchtlinge ertrunken.\nDen Angaben zufolge sank zwar die Zahl der Toten auf der zentralen Mittelmeerroute von Libyen nach Europa auf weniger als die Hälfte, aber die Todesrate hat sich mehr als verdoppelt. Auf jeweils 14 Flüchtlinge und Migranten, die in Europa ankamen, war laut UNHCR ein Toter zu beklagen. 2017 kam ein Flüchtling ums Leben, während 38 ihr Ziel erreichten.\nUN: EU verantwortlich für das Sterben # Das UNHCR macht die restriktive Flüchtlingspolitik von EU-Staaten dafür mitverantwortlich, dass Migranten auf Schlepperbooten in Gefahr geraten und ihr Leben verlieren. So verweigerte Italien privaten Seenotrettungsschiffen die Einfahrt in seine Häfen. Die Rettung von Menschenleben auf hoher See sei keine Frage der Politik, sondern eine uralte Verpflichtung, betonte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi.\n","date":"30 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sechs-tote-jeden-tag-un-legt-erschutternde-bilanz-fur-2018-vor/","section":"","summary":"Die Fahrt über das Mittelmeer ist für Bootsflüchtlinge noch gefährlicher geworden. 2018 kamen pro Tag sechs Migranten bei dem Versuch, Europa zu erreichen, ums Leben, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk beklagt. Linkspoli…","title":"Sechs Tote jeden Tag – UN legt erschütternde Bilanz für 2018 vor","type":"archive"},{"content":"Auf Anordnung des EGMR muss Italien den 47 Flüchtlingen an Bord des Rettungsschiff /Sea-Watch 3/ Essen, Wasser und medizinische Unterstützung zukommen lassen. Die Regierung müsse die Menschen \u0026ldquo;schnellstmöglich\u0026rdquo; versorgen, ordnete der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte an. Der Gerichtshof verpflichtete die italienische Regierung außerdem, ihn regelmäßig über die Lage auf dem Schiff informieren. Dem Antrag, dass die Geflüchteten das Boot verlassen dürfen, kam das Gericht dagegen nicht nach. Die /Sea-Watch 3/ hatte die Menschen vor rund zehn Tagen vor Libyen aus Seenot gerettet.\nDer rechte Innenminister Italiens *Matteo Salvini* fordert, dass Deutschland oder die Niederlande die Geflüchteten aufnehmen. Nur wenn das zugesichert werde, dürfe das Schiff anlegen. Laut WELT sagte er, in Italien seien schon \u0026ldquo;zu viele aufgenommen und zu viel ausgegeben\u0026rdquo; worden.\nDie *Niederlande*, unter deren Flagge die \u0026ldquo;Sea-Watch 3\u0026rdquo; unterwegs ist, fühlt sich auch nicht verantwortlich. Migrationsminister Mark Harbers erklärte am Wochenende, dass die \u0026ldquo;Sea-Watch\u0026rdquo; die Geflüchteten *\u0026ldquo;eigenverantwortlich\u0026rdquo; *an Bord genommen habe und es deshalb *Aufgabe des Kapitäns* sei, einen sicheren Hafen zu finden. (SPIEGEL ONLINE http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-sea-watch-schaltet-menschenrechtsgerichtshof-ein-a-1250444.html)\nDie deutsche Bundesregierung hatte sich zunächst auch geweigert, die Asylsuchenden aufzunehmen. Am Dienstag sagte ein Sprecher des Innenministeriums allerdings, das man bereit sei, *\u0026ldquo;einen solidarischen Beitrag zu leisten\u0026rdquo;*. Man fordere allerdings \u0026ldquo;eine *ausgewogene Verteilung\u0026rdquo;* der Geflüchteten auf verschiedene EU-Länder. (WELT https://www.welt.de/politik/ausland/article187882610/Sea-Watch-3-Migranten-sollen-nach-Deutschland-fordert-Matteo-Salvini.html)\nErst vor wenigen Wochen gab es eine ähnliche Situation: Bis zu *18 Tage* mussten Geflüchtete und Crews auf der \u0026ldquo;Sea Watch 3\u0026rdquo; und auf der \u0026ldquo;Professor Albrecht Penck\u0026rdquo; auf See verbringen, weil die Schiffe *nirgendwo anlegen durften*. Erst als acht EU-Länder sich über die teilweise Aufnahme der Geflüchteten geeinigt hatten, öffnete Malta einen Hafen.\nhttps://www.bento.de/politik/sea-watch-zieht-vor-gerichtshof-fuer-menschenrechte-wir-haben-bei-ruben-neugebauer-nachgefragt-a-9f09e6f2-13ca-4ac4-bacb-5e87bb5d8b0f\n","date":"30 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/fluchtlinge-auf-der-sea-watch-3-warten-weiterhin-auf-eine-losung/","section":"","summary":"Auf Anordnung des EGMR muss Italien den 47 Flüchtlingen an Bord des Rettungsschiff /Sea-Watch 3/ Essen, Wasser und medizinische Unterstützung zukommen lassen. Die Regierung müsse die Menschen “schnellstmöglich” versor…","title":"Flüchtlinge auf der Sea watch 3 warten weiterhin auf eine Lösung","type":"archive"},{"content":"Die spanische Regierung plant den Abzug des Salvamento Marítimo im westlichen Mittelmeer, um die Fluchtpassaage von Marokko und Algerien nach Spanien um 50 Prozent zu drosseln. Die Schiffe und Hubschrauber der Seenotrettung sollen nicht mehr proaktiv das Seegebiet patrouillieren, sondern nur noch in dokumentierten Notfällen zur Rettung auslaufen, wie aus Brüssel gemeldet wird. Die NGO-Rettungsschiffe sollen nach Regierungsplan stillgelegt werden. Es handelt sich um einen Plan des proaktiven Ertrinkenlassens, in dem Papier wird mit Vergleichszahlen der Todesraten in den verschiedenen Mittelmeerregionen operiert. ? Im Dezember 2018 hat das Salvamento Marítimo sein eigenständiges öffentliches Meldesystem über Twitter etc. vollständig eingestellt und dadurch ein Blackout der Informationen über Boat-people im westlichen Mittelmeer produziert. - ?European Solution? dann also auch im westlichen Mittelmeer?\nhttps://ffm-online.org/spanien-plant-abzug-der-seenotrettung-im-westlichen-mittelmeer/\n","date":"30 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/spanische-regierung-plant-abzug-des-salvamento-maritimo-und-stilllegung-von-ngo-rettungsschiffen/","section":"","summary":"Die spanische Regierung plant den Abzug des Salvamento Marítimo im westlichen Mittelmeer, um die Fluchtpassaage von Marokko und Algerien nach Spanien um 50 Prozent zu drosseln. Die Schiffe und Hubschrauber der Seenotr…","title":"Spanische Regierung plant Abzug des Salvamento Maritimo und Stilllegung  von NGO-Rettungsschiffen","type":"archive"},{"content":"Die tödlichen Gefahren der Flucht über das Mittelmeer haben für Flüchtlinge und Migranten im vergangenen Jahr nach UN-Angaben alarmierende Ausmaße angenommen. Besonders drastisch war die Entwicklung zwischen Libyen und den EU-Ländern Malta und Italien, berichtete das Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Genf. Dort stieg die Todesrate fast auf das Dreifache: während 2017 ein Migrant für alle 38 Ankömmlinge auf See ums Leben kam, war es im vergangenen Jahr ein Toter für alle 14 Ankömmlinge. Wahrscheinlich habe die Einschränkung der Such- und Rettungsmissionen dazu beigetragen, so das UNHCR.\nhttps://www.zdf.de/nachrichten/heute/unhcr-bericht-todesrate-bei-flucht-ueber-mittelmeer-gestiegen-100.html\n","date":"30 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/unhcr-todliche-gefahren-bei-flucht-uber-das-zentrale-mittelmeer-rasant-gestiegen/","section":"","summary":"Die tödlichen Gefahren der Flucht über das Mittelmeer haben für Flüchtlinge und Migranten im vergangenen Jahr nach UN-Angaben alarmierende Ausmaße angenommen. Besonders drastisch war die Entwicklung zwischen Libyen un…","title":"UNHCR: Tödliche Gefahren bei Flucht über das (zentrale) Mittelmeer rasant  gestiegen","type":"archive"},{"content":"Video:\n","date":"29 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/bayrischer-filmpreis-2018-an-markus-imhoof-uberreicht-von-claus-peter-reisch-lifeline/","section":"","summary":"Video:","title":"Bayrischer Filmpreis 2018 an Markus Imhoof überreicht von Claus Peter Reisch - Lifeline","type":"archive"},{"content":"Die @seawatchcrew 3 braucht dringend einen sicheren Hafen. Ein Sturm mit 7m hohen Wellen, Regen und eisigem Wind gefährdet das Leben von 47 Geflüchteten + Crew! ⚓️\n✍️ „Öffnet die Häfen für die Sea-Watch 3, @EU_Commission!“ https://t.co/9yPtTqa4Dh pic.twitter.com/jvwJf8bDZi\n— Change.org DE (@ChangeGER) 25. Januar 2019\n","date":"25 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/macht-die-hafen-auf/","section":"","summary":"Die @seawatchcrew 3 braucht dringend einen sicheren Hafen. Ein Sturm mit 7m hohen Wellen, Regen und eisigem Wind gefährdet das Leben von 47 Geflüchteten + Crew! ⚓️ ✍️ „Öffnet die Häfen für die Sea-Watch 3, @EU_Commiss…","title":"Macht die Häfen auf!","type":"archive"},{"content":"19 Tage lang ließ kein Staat die Sea-Watch 3 in einem Hafen anlegen. In dieser Zeit erwischte das Hilfsschiff unter anderem ein heftiger Sturm. Thomas Scheible saß fast drei Wochen mit 32 Migranten im Mittelmeer fest. Die Haltung der EU im aktuellen Fall der Sea Watch 3 erschüttert ihn.\nDas Interview der WAZ: https://www.waz.de/politik/rettungsschiff-in-not-sea-watch-helfer-kritisiert-die-eu-id216286923.html\n","date":"24 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/rettungsschiff-in-not-sea-watch-helfer-kritisiert-die-eu-interview-mit-thomas-scheible-von-sea-watch/","section":"","summary":"19 Tage lang ließ kein Staat die Sea-Watch 3 in einem Hafen anlegen. In dieser Zeit erwischte das Hilfsschiff unter anderem ein heftiger Sturm. Thomas Scheible saß fast drei Wochen mit 32 Migranten im Mittelmeer fest….","title":"Rettungsschiff in Not: Sea-Watch-Helfer kritisiert die EU. Interview mit Thomas Scheible von Sea-Watch","type":"archive"},{"content":"Ein seltenes Wetterphänomen mit Namen Medican ,macht der Sea- Watch3 zu schaffen. Die #SeaWatch3 sucht Schutz vor bis zu 7 Meter hohen Wellen, Regen und eisigem Wind. An Bord sind seit 5 Tagen 47 Menschen, die letzten Samstag aus Seenot gerettet wurden. Europa, wir brauchen einen sicheren Hafen! Das Zeltdach auf dem Achterdeck ist undicht, es ist feucht und kalt.\nhttps://twitter.com/i/status/1088403520280322048\n","date":"24 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-watch-3-ist-mit-einem-medican-konfontiert/","section":"","summary":"Ein seltenes Wetterphänomen mit Namen Medican ,macht der Sea- Watch3 zu schaffen. Die # SeaWatch3 sucht Schutz vor bis zu 7 Meter hohen Wellen, Regen und eisigem Wind. An Bord sind seit 5 Tagen 47 Menschen, die letzte…","title":"Sea-Watch 3 ist mit einem Medican konfontiert","type":"archive"},{"content":" über den deutschen Rückzug aus der EU-Mission »Sophia« # Geflüchtete aus Seenot zu retten könnte einfach sein: Ihre Boote sind per Radar zu orten und sie verfügen über Satellitentelefone, mit denen sie Notrufe absetzen können. Es ist eine Frage des Wollens. Die Bundesregierung will nicht: Die Marine wird kein neues Schiff zur Unterstützung von »Sophia« ins Mittelmeer schicken. Die EU-Mission hat den Auftrag, Schleuser zu bekämpfen und Geflüchtete in Seenot zu retten. So wichtig die Anliegen, so dünn die Erfolge: Die Schiffe der Mission fuhren zu weit von der libyschen Küste entfernt, um Schleuser auch nur mit dem Fernglas zu sichten. Zweck des Einsatzes ist längst ein anderer: Die Marine beteiligt sich seit 2016 an der Ausbildung libyscher Milizen, mit dem Ziel, Menschen an der Überfahrt zu hindern. Das Bundeswehrmandat wurde ein weiterer Mauerstein in der Festung Europas. Wir brauchen endlich eine europäische staatlich organisierte Seenotrettung im Mittelmeer.\n","date":"23 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/der-verantwortungsloser-ruckzug-aus-der-mission-sophia-ist-eine-todliche-entscheidung/","section":"","summary":"Geflüchtete aus Seenot zu retten könnte einfach sein: Ihre Boote sind per Radar zu orten und sie verfügen über Satellitentelefone, mit denen sie Notrufe absetzen können. Es ist eine Frage des Wollens. Die Bundesregier…","title":"Der verantwortungsloser Rückzug aus der Mission Sophia, ist eine tödliche Entscheidung","type":"archive"},{"content":"Das Mitiga-Internierungslager am Flughafen Tripolis dient auch zur extralegalen (willkürlich, außerhalb des Gesetzes stehend) Haft sowie der Folter und Erpressung von Boat-people. Es wird von der Special Deterrence Force (SDF) in Tripolis betrieben, mithin dem Innenministerium und dem Präsidentenpalast unter Serraj. Gegen alle drei Instanzen wird ermittelt, wie der „Libya Observer“ mitteilt. Die IOM nutzte das Lager für Abschiebungen. Die UN-Menschenrechtskommission veröffentlichte am 20.12.2018 einen umfangreichen Bericht über die Menschenrechtslage von Flüchtlingen und MigrantInnen in Libyen, in dem auch Folter, Erpressung Angehöriger, völlige Rechtlosigkeit und extralegale Hinrichtungen im Internierungslager Mitiga dokumentiert sind. Hier Auszüge aus dem UN-Bericht, unten der Artikel des „Libya Observer“.\n","date":"23 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/internationaler-strafgerichtshof-ermittelt-gegen-internierungslager-flughafen-tripolis/","section":"","summary":"Das Mitiga-Internierungslager am Flughafen Tripolis dient auch zur extralegalen (willkürlich, außerhalb des Gesetzes stehend) Haft sowie der Folter und Erpressung von Boat-people. Es wird von der Special Deterrence Fo…","title":"Internationaler Strafgerichtshof ermittelt gegen Internierungslager Flughafen Tripolis","type":"archive"},{"content":" Januar 2019 Tripolis/Misrata/Khoms, 23. Januar 2019. In den vergangenen beiden Tagen wurden 250 Flüchtlinge und Migranten völkerrechtswidrig vom Mittelmeer nach Libyen zurückgebracht und in überfüllte Internierungslager in den Städten Misrata und Khoms gesperrt. Ein Team von Ärzte ohne Grenzen überwies am Montag in Khoms zehn Menschen nach ihrer Rückführung wegen akuter Gesundheitsprobleme in ein Krankenhaus. Trotzdem starb ein 15 Jahre alter Junge wenig später in der Klinik. Die EU unterstützt mit der Finanzierung der libyschen Küstenwache und der Behinderung von Rettungsschiffen die systematischen Rückführungen von auf dem Mittelmeer aufgegriffenen Schutzsuchenden in das Konfliktgebiet nach Libyen.\n„Menschen nach Libyen zurückbringen zu lassen, ist inhuman“, sagt Florian Westphal, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland. „Die EU-Staaten inklusive Deutschlands zwingen Männer, Frauen und Kinder zurück in einen Kreislauf von Missbrauch und Gewalt. Dass die Bundesregierung sogar den jüngsten UN-Bericht über die furchtbaren Zustände in Libyen ignoriert, ist unfassbar. Und während Rettungsschiffe gezielt blockiert werden, ertrinken weiterhin Menschen im Mittelmeer. Statt für ausreichend Seenotrettung zu sorgen, zieht sich die Bundesregierung sogar aus der EU-Operation Sophia zurück, die zuletzt ohnehin kaum noch Menschen gerettet hat. Europa lässt Schutzsuchende ertrinken und zwingt die Überlebenden in akute Gefahr.“\nAm vergangenen Wochenende ertranken mehr als 100 Menschen im Mittelmeer. Am Montag wurden 106 Überlebende von einem Handelsschiff in den Hafen von Khoms zurückgebracht. Laut ihrer Berichte sind sechs Mitglieder dieser Gruppe ertrunken. „Als die Menschen an Land kamen, benötigten mehrere von ihnen dringend medizinische Hilfe“, sagt Julien Raickman, der Projekte von Ärzte ohne Grenzen in Misrata, Khoms und Bani Walid koordiniert. „Die Menschen sind verzweifelt. Sie brauchen Hilfe und Schutz, und dürfen nicht länger von einer Gefangenschaft in die nächste geschickt werden.“\nAm Dienstag wurden 144 weitere Überlebende von einem anderen Handelsschiff nach Misrata zurückgebracht. Unter den 250 Flüchtlingen und Migranten sind Frauen, darunter Schwangere, Babys und Kinder unter sieben Jahren. Seit Anfang 2019 stieg die Zahl der willkürlich festgehaltenen Menschen in den Lagern der Region um Misrata und Khoms von 650 auf 930.\nDie ohnehin schlechten Lebensbedingungen in den überfüllten Internierungslagern verschärfen sich auf diese Weise weiter. Die Gefangenen haben keine Möglichkeit, aus den Zellen heraus ans Tageslicht zu kommen. Sie erhalten kaum sauberes Wasser und Nahrung. Das Essen entspricht in keiner Weise dem Ernährungsbedarf von Kranken, Kindern und Schwangeren. Einige der kürzlich zurückgebrachten Menschen leiden an Mangelernährung, Unterkühlung oder schwerem Durchfall. Mehrere berichten, dass sie vor ihrem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren, bereits wochen- oder monatelang von Menschenhändlern gefangen gehalten und systematisch missbraucht und gefoltert worden seien.\nAuch in den Internierungslagern in der Hauptstadt Tripolis steigen die Zahlen der festgehaltenen Flüchtlinge und Migranten. Fast alle Internierungslager sind schlecht gegen das Winterwetter geschützt. Aufgrund der Kälte erkranken die Gefangenen vermehrt. In einem Lager hat Ärzte ohne Grenzen bei den Gefangenen einen starken Gewichtsverlust beobachtet, weil sie zu wenig zu essen bekommen.\nZudem gerieten bei den jüngsten Kämpfen im Süden von Tripolis erneut Flüchtlinge und Migranten in einem offiziellen Internierungslager in die Schusslinie. Bei den Kämpfen wurden nach Angaben von Vertretern der Weltgesundheitsorganisation 14 Menschen getötet und 58 verletzt. Zivilisten waren zeitweise in der Kampfzone eingeschlossen, darunter etwa 228 Geflüchtete und Migranten, die willkürlich im Internierungslager Kasr Bin Gaschir festgehalten werden. Die Wasserversorgung des Lagers wurde unterbrochen und die Gefangenen blieben ohne Zugang zu sauberem Wasser, bis Ärzte ohne Grenzen eine Notversorgung einrichten konnte. Ein Team der Organisation hat das Internierungslager in den vergangenen 48 Stunden zweimal besucht, um Patienten zu behandeln und Medikamente für Tuberkulosepatienten bereitzustellen. Quelle: @msf_de\n","date":"23 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/250-menschen-in-uberfullte-internierungslager-in-libyen-zuruckgebracht-schutzsuchende-leiden-unter-mangelernahrung-krankheiten-und-gewalt/","section":"","summary":"","title":"250 Menschen in überfüllte Internierungslager in Libyen zurückgebracht - Schutzsuchende leiden unter Mangelernährung, Krankheiten und Gewalt","type":"archive"},{"content":"Am Montag erhielt der Hamburger Kapitän Klaus Merkle die Genehmigung, mit der \u0026ldquo;Professor Albrecht Penck\u0026rdquo;, in den Hafen von Palma de Mallorca einzufahren und anzulegen. Damit endete der erste Einsatz der \u0026ldquo;Professor\u0026rdquo; zwei Wochen später als geplant. Nach einer zweiwöchigen Schikane, durch die maltesische Regierung und der Übernahme von 17 geretteten Menschen am 09.01.2019, darf nun auch die Besatzung zu ihren Familien zurückkehren.\nSeit 12 Tagen suchte die Besatzung der \u0026ldquo;Professor\u0026rdquo; nach einem Hafen für das Sea-Eye Schiff. Am 09.01.2019 übernahm die maltesische Army zwar die 17 geretteten Menschen, dem Schiff verweigerte man jedoch die Anlegeerlaubnis. Premier Jospeh Muscat begründete diese Entscheidung mit Sicherheitsbedenken für sein Land. Trotz intensiver Bemühungen des deutschen Botschafters auf Malta, verweigerte die maltesische Regierung nicht nur den Liegeplatz, sondern auch den Austausch der Crew. Schließlich entschied der Verein einen alternativen Hafen im westlichen Mittelmeer zu suchen, nachdem auch die griechische Hafenbehörde von Patras eine Vorabanfrage am 12.01.2019 abschlägig beantwortete. In der Nähe Tunesiens suchte das Schiff drei Tage Schutz vor dem schlechten Wetter und nahm dann Kurs auf Spanien. Am Montag schließlich erhält Sea-Eye die Genehmigung, mit der \u0026ldquo;Professor\u0026rdquo;, im Hafen von Palma de Mallorca anzulegen.\nLaut IOM Sprecher Flavio Di Giacomo sind allein am 19.01.2019 bis zu 120 Menschen ums Leben gekommen. 3 Überlebende berichteten davon, wie diese Menschen, darunter auch Frauen, Kinder und ein 2 Monate altes Baby, bei einem Bootsunglück im Mittelmeer ertranken. In der libyschen Stadt Syrte werden derweil täglich Leichen an die Strände der Region gespült.\n","date":"22 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-eye-schiff-erreicht-palma-de-mallorca-odyssee-der-professor-albrecht-penck-endet-fur-die-besatzung-in-spanien/","section":"","summary":"Am Montag erhielt der Hamburger Kapitän Klaus Merkle die Genehmigung, mit der “Professor Albrecht Penck”, in den Hafen von Palma de Mallorca einzufahren und anzulegen. Damit endete der erste Einsatz der “Professor” zw…","title":"Sea-Eye Schiff erreicht Palma de Mallorca Odyssee der \"Professor Albrecht Penck\" endet für die Besatzung in Spanien","type":"archive"},{"content":"Mitschnitt der Bundestagsdebatte vom 17.1.2019 über die Situation im Mittelmeer:\nMichel Brand / Die Linke 2. Helge Lindh / SPD 3. Luise Amtsberg / B90 /Grüne 4. Frank Schwabe / SPD ","date":"22 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/die-seebrucke-hat-es-in-den-bundestag-geschafft-bundestagsdebatte-vom-17-1-2019/","section":"","summary":"Mitschnitt der Bundestagsdebatte vom 17.1.2019 über die Situation im Mittelmeer:","title":"DIE SEEBRÜCKE HAT ES IN DEN BUNDESTAG GESCHAFFT! Bundestagsdebatte vom 17.1.2019","type":"archive"},{"content":"","date":"21 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/euronews-zu-den-ereignissen-am-wochende/","section":"","summary":"","title":"Euronews zu den Ereignissen am Wochende","type":"archive"},{"content":"UN-Informationen zufolge könnten bei zwei Bootsunglücken bis zu 170 Menschen vor der libyschen Küste ums Leben gekommen sein. Die Menschen waren in Schlauchboten unterwegs Richtung europäisches Festland.\nRettungsaktion im Mittelmeer © Laurin Schmid / SOS MEDITERRANEE\nBei zwei Bootsunglücken im Mittelmeer sind möglicherweise bis zu 170 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Vor der libyschen Küste sank ein Schlauchboot, in dem sich nach Angaben von drei Überlebenden 120 Menschen befanden, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitteilte. Zwischen Spanien und Marokko sank ein weiteres Boot. Der einzige Überlebende sagte nach Angaben des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) vom Samstag, er sei mit 53 weiteren Migranten auf dem Weg nach Spanien gewesen. Spanische und marokkanische Schiffe suchten zunächst vergeblich nach Überresten des Fischkutters.\nDie italienische Küstenwache rettete bei dem Unglück vor der libyschen Küste drei Migranten aus dem Meer. Nach ihrer Ankunft auf der Insel Lampedusa sagten die beiden Sudanesen und ein Mann aus Ghana nach Angaben des italienischen Sprechers der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Flavio Di Giacomo, auf dem Schlauchboot hätten sich insgesamt 120 Menschen befunden.\nDas Schlauchboot war Donnerstagnacht vom Hafen Garabulli östlich von Tripolis aus gestartet. Nach zehn Stunden auf See begann das Boot den Überlebenden zufolge zu sinken.\nSeaWatch rettet 47 Menschen # Die deutsche Organisation Sea Watch rettete mit ihrem Schiff „Sea-Watch 3“ nach eigenen Angaben bei einem weiteren Unglück vor Libyen 47 Menschen von einem in Seenot geratenen Schlauchboot. Zudem warf die Rettungsorganisation Italien vor, im Fall des vor der libyschen Küste gesunkenen Schlauchboots keine Hilfe geleistet zu haben.\n(epd/mig) aus MiGAZIN\n","date":"21 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/bis-zu-170-tote-bei-unglucken-im-mittelmeer-befurchtet/","section":"","summary":"UN-Informationen zufolge könnten bei zwei Bootsunglücken bis zu 170 Menschen vor der libyschen Küste ums Leben gekommen sein. Die Menschen waren in Schlauchboten unterwegs Richtung europäisches Festland.","title":"Bis zu 170 Tote bei Unglücken im Mittelmeer befürchtet","type":"archive"},{"content":" [LÜNEBURG ZUM SICHEREN HAFEN ERKLÄREN] # Menschen in Seenot, niemand rettet sie und niemand nimmt sie auf - so kann aktuell die Migrationspolitik der Europäischen Union zusammengefasst werden. Doch einzelne Städte Europas haben sich bereits mit Fliehenden solidarisiert und angeboten sie aufzunehmen. Die Bewegung SEEBRÜCKE fordert jetzt, dass auch Lüneburg sich zum sicheren Hafen erklärt.\nWir als AStA unterstützen diese Bewegung in seinen Forderungen. Wenn Menschen sterben und sterbengelassen werden, ist es Zeit, dass alle Institutionen und Organisationen Solidarität fordern. Universität ist kein abgeschlossener Raum. Wir sind Teil der Gesellschaft und wirken in ihr - auch wir Student*innen, denn einige Mitglieder und zukünftige Mitglieder unserer Student*innenschaft sind betroffen von der aktuellen menschenfeindlichen europäischen Migrationspolitik.\nDas Sterben und das Sterbenlassen im Mittelmeer müssen aufhören! Wir brauchen Solidarität für die, die flüchten müssen. Wir wollen, dass Lüneburg zum sicheren Hafen wird!\nhttps://www.openpetition.de/…/lueneburg-zum-sicheren-hafen-…\n","date":"20 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/asta-luneburg-fordert-luneburg-zum-sicheren-hafen-erklaren/","section":"","summary":"Menschen in Seenot, niemand rettet sie und niemand nimmt sie auf - so kann aktuell die Migrationspolitik der Europäischen Union zusammengefasst werden. Doch einzelne Städte Europas haben sich bereits mit Fliehenden so…","title":"ASTA Lüneburg fordert Lüneburg zum sicheren Hafen erklären","type":"archive"},{"content":"Das Beobachtungsflugzeug der zivilen Seenotrettungsorganisation Sea-Watch, die Moonbird, hat am 18.01.2019 um 10:54 einen Funkspruch abgefangen, dass ein Boot in Seenot geraten ist. Das Boot ist halb gesunken und die ersten Menschen sind im Wasser. Ein Handelsschiff ist in der Nähe, aber scheint nicht zu helfen. Dies ist eine Folge von geschlossenen Häfen: zu ängstlich um zu helfen. Die Seenotleitstelle (MRCC) in Rom verweigert der Sea-Watch 3 weitere Informationen und verweist auf die MRCC Tripolis. Die MRCC Tripolis reagiert nicht. Die Seawatch 3 ist ca. 10 Stunden von dem Unglücksort entfernt. Da es kein Update über Hilfe gibt, änderte die Sea-Watch 3 ihren Kurs und steuert in Richtung des Bootes in Seenot.\n","date":"19 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/seenotleitstelle-mrcc-tripolis-reagiert-nicht/","section":"","summary":"Das Beobachtungsflugzeug der zivilen Seenotrettungsorganisation Sea-Watch, die Moonbird, hat am 18.01.2019 um 10:54  einen Funkspruch abgefangen, dass ein Boot in Seenot geraten ist. Das Boot ist halb gesunken und die…","title":"Seenotleitstelle (MRCC) Tripolis reagiert nicht","type":"archive"},{"content":" ","date":"18 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/boot-an-der-festung-europa-zerschellt/","section":"","summary":"","title":"Boot an der Festung Europa zerschellt","type":"archive"},{"content":"Drei Tage lag die Sea-Watch 3 vor Tunesien und wartete darauf, dass sich das Wetter in der Such- und Rettungszone bessert. Seit Gestern patroulliert die Sea-Watch 3 nun wieder als letztes verbliebenes Rettungsschiff vor der libyschen Küste auf der Suche nach Booten.\n","date":"17 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-watch-3-seit-drei-tagen-vor-der-kuste-tunesiens/","section":"","summary":"Drei Tage lag die Sea-Watch 3 vor Tunesien und wartete darauf, dass sich das Wetter in der Such- und Rettungszone bessert. Seit Gestern patroulliert die Sea-Watch 3  nun wieder als letztes verbliebenes Rettungsschiff…","title":"Sea-Watch 3 seit drei Tagen vor der Küste Tunesiens","type":"archive"},{"content":"Die spanischen Behörden verhindern ein erneutes Auslaufen der Open Arms mit der zynischen Begründung, dass sie gegen \u0026ldquo;die Verpflichtung, die auf See Geretteten im nächsten Hafen abzusetzen\u0026rdquo; verstoßen hätten. Die Häfen, die die Open Arms nicht reingelassen haben. Während die zivilen Seenotretter*innen in den europäischen Häfen festgehalten werden, sterben die geflüchteten Menschen auf offener See. So wurden in den letzten 48 Stunden erneut sieben angeschwemmte Leichen an der Libyschen Küste bei Sirte geborgen.\n","date":"15 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/das-zivile-seenotrettungsschiff-der-organisation-openarms-wird-in-barcelona-festgehalten/","section":"","summary":"Die spanischen Behörden verhindern ein erneutes Auslaufen der Open Arms mit der zynischen Begründung, dass sie gegen “die Verpflichtung, die auf See Geretteten im nächsten Hafen abzusetzen” verstoßen hätten. Die Häfen…","title":"Das zivile Seenotrettungsschiff der Organisation OpenArms wird in Barcelona festgehalten","type":"archive"},{"content":"Fast drei Wochenlang wurden die zivilen Seenotrettungs-Organisationen See-Watch und Sea-Eye mit 49 aus der Seenot geretteten Menschen daran gehindert an der Küste Maltas anzulegen. Die europäischen Regierungen missbrauchten die Geflüchteten als Geiseln im Streit über die Zuständigkeiten. Es ist ein Skandal, dass den erschöpften Crews der Seawatch3 und der Professor Albrecht Penck auch weiterhin ein Anlegen in Malta verwehrt wird. Wir brauchen ein gerechtes europäisches Aufnahmeverfahren, welches mit den Menschenrechten konform ist.\nMutwillig werden die Rettungsmissionen behindert. Es ist absehbar, dass bei den nächsten Rettungsmissionen dieses Machtspiel auf den Rücken der Geflüchteten erneut beginnt. Während die Rettungsschiffe Sea-watch 3 und die Professor Albrecht Penck 19 tagelang in Malta nicht anlegen durften, wurden Sie an weiteren Rettungseinsätzen gehindert. In dieser Zeit ereignete sich erneut eine Katastrophe: Am 4.1.2019 wurden Leichen weiterer ertrunkener an den Ufern der libyschen Küstenstadt Sirte angeschwemmt. Menschen, die aus der libyschen Hölle fliehen, in der Folter, Mord, Versklavung und Zwangsprostitution auf der Tagesordnung stehen, lassen sich nicht vor einer Flucht über das Mittelmeer abschrecken.\nWir fordern Solidarität statt Abschottung und Abschreckung\nDie Zahl der Toten oder als vermisst gemeldeten Menschen lag im Jahr 2018 bei 2.262 (offizielle Zahl, Dunkelziffer ist wesentlich höher). Das teilt das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit. Zwar sind verglichen mit den Jahren zuvor weniger Menschen über das Mittelmeer geflüchtet, dennoch hat die Todesrate ein trauriges Rekordhoch erreicht. Wir fordern die Europäische Union auf, ihre unmenschliche und völkerrechtswidrige Abschottungspolitik umgehend zu beenden. Stattdessen müssen die europäischen Regierungen das Völker- und Seerecht wieder achten und sich an der gelebten Menschlichkeit der Städte und der Zivilgesellschaft orientieren. Wir brauchen sichere Fluchtwege und wir brauchen eine europäische Seenotrettung im Mittelmeer.\nLüneburg zum sicheren Hafen erklären\nDie Zivilgesellschaft macht mobil. Viele Städte in Europa haben sich zu einem sicheren Hafen erklärt. Allein in Deutschland sind es über 30 Städte und Kommunen. Die Städte: Hamburg, Berlin, Bremen, Marburg und Hildesheim hatten als „sichere Häfen“ dem Bundesinnenministerium gegenüber, Ihre Bereitschaft bekundet, die Geretteten aufzunehmen. Doch Seehofer blockierte 19 Tage lang.\nIn Lüneburg wird am 28.2.2019 der Lüneburger Stadtrat über den Antrag „Lüneburg zu einen sicheren Hafen zu erklären“ entscheiden. Bis es zu einer tragbaren europäischen Lösung kommt, erklären sich die Städte bereit, die aus der Seenot geretteten Menschen zusätzlich aufzunehmen. Wir wollen mit den Städten die sich zum sicheren Hafen erklärt haben, den Druck auf die Bundesregierung und die EU erhöhen, endlich sichere Fluchtwege zu schaffen. Leben zu retten darf zu keiner Zeit kriminalisiert werden oder zur Debatte stehen. 12.01.2019 Seebrücke Lüneburg\n","date":"13 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/presseerklarung-der-seebrucke-luneburg/","section":"","summary":"Fast drei Wochenlang wurden die zivilen Seenotrettungs-Organisationen See-Watch und Sea-Eye mit 49 aus der Seenot geretteten Menschen daran gehindert an der Küste Maltas anzulegen. Die europäischen Regierungen missbra…","title":"Presseerklärung der Seebrücke Lüneburg","type":"archive"},{"content":"C’est fini.\nIt\u0026rsquo;s over.\nانتهى.\nÉ finita.\nEs ist vorbei.\nhet is voorbij.#DefendSolidarity #SeaWatch #SeaEye #united4med pic.twitter.com/IE2DYmuhhn\n— Sea-Watch (@seawatchcrew) 9. Januar 2019\n","date":"9 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/es-ist-vorbei/","section":"","summary":"C’est fini. It’s over. انتهى. É finita. Es ist vorbei. het is voorbij. #DefendSolidarity #SeaWatch #SeaEye #united4med pic.twitter.com/IE2DYmuhhn","title":"Es ist vorbei","type":"archive"},{"content":"#Breaking https://t.co/iSYTjoxXbE\n— sea-eye (@seaeyeorg) 9. Januar 2019\n","date":"9 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-watch-3-und-die-professor-albrecht-penck-durfen-in-malta-anlegen/","section":"","summary":"#Breaking https://t.co/iSYTjoxXbE","title":"Sea-Watch 3 und die Professor Albrecht Penck dürfen in Malta anlegen","type":"archive"},{"content":"Wichtiger und richtiger Kommentar von Matthias Walk auf TVA https://t.co/0OuMRJmbvk\n— sea-eye (@seaeyeorg) 8. Januar 2019\n","date":"8 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/kommentar-von-matthias-walk/","section":"","summary":"Wichtiger und richtiger Kommentar von Matthias Walk auf TVA https://t.co/0OuMRJmbvk","title":"Kommentar von Matthias Walk","type":"archive"},{"content":" Blockade des Schiffs von Sea-Eye dauert bereits seit 9 Tagen an – Vorräte werden rationiert # Foto: Die „Professor Albrecht Penck“ und die Sea-Watch 3 suchen zusammen Schutz in der Nähe des maltesischen Festlands\nDie Blockade der „Professor Albrecht Penck“ dauert nun bereits seit 8 Tagen an. An Bord des Schiffes befinden sich 18 Besatzungsmitglieder und 17 gerettete Menschen. Auf der „Sea-Watch 3“ wartet man mit 32 Schiffbrüchigen bereits seit dem 22. Dezember. Noch nie wurde ein Schiff einer Hilfsorganisation nach einer Rettung so lange blockiert. Die Bundesregierung besteht auf eine europäische Lösung. Die EU-Kommission wurde eingeschaltet und vermittelt. Am Sonntag forderte der Papst die europäischen Regierungen auf, entschlossen zu handeln und zu helfen.\n17 Menschen, darunter eine Frau und 2 Kinder, wurden am 29.12.18 in internationalen Gewässern vor Libyen gerettet die Bundesregierung attestierte Sea-Eye und der Crew des Schiffes am 02.01. „rechtlich konformes Handeln„ Papst appellierteindringlich an europäische Regierungen den Geretteten zu helfen Inzwischen werden die Trink- und Brauchwasservorräte des Schiffes streng rationiert. Die 17 Geretteten schlafen auf der Krankenstation, in einem Container an Deck, und sie teilen sich nur eine Toilette. Matratzen und Wechselkleidung gibt es nicht, denn das Schiff ist für längere Personentransporte ungeeignet.\n„Wenn das so weitergeht, dann werden wir Malta in Kürze um Unterstützung und Auffüllung unserer Vorräte bitten müssen. Unsere Treibstoffvorräte sind ebenfalls endlich. Wir wünschen uns, dass diese Situation ein schnelles und positives Ende findet.“ – Jan Ribbeck, Einsatzleiter an Bord und Vorstand von Sea-Eye e.V.\nAuch für die 18 Besatzungsmitglieder sind die Grenzen der Belastbarkeit längst überschritten. So fürchten einige von ihnen ernsthafte Konsequenzen aufgrund ihrer verspäteten Heimreise. Zwei Ärzte werden ihren Dienst in Deutschland nicht antreten können. Ein Student kann seine Masterarbeit nicht einreichen. Die Familien müssen ihren Alltag länger als geplant ohne ihre Angehörigen weiter bestreiten. Zuversichtlich stimmt die Besatzung die jüngste, direkte Unterstützung durch Papst Franziskus, der sich am Sonntag an die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten wandte: „Ich appelliere eindringlich an die die europäischen Führungspersönlichkeiten, dass sie diesen Menschen gegenüber konkrete Solidarität zeigen mögen.“\n„Wir sind dankbar, dass sich der Papst so eindeutig zu uns positioniert hat. Wir hoffen sehr, dass sein Appell auch in Berlin und Ingolstadt gehört worden ist. Deutschland hat im Jahr 2018 genau 115 aus dem Mittelmeer gerettete Menschen aufgenommen. Italien hingegen immer noch 22.935 und Spanien inzwischen 52.621. Dass nun ausgerechnet Deutschland eine europäische Lösung einfordert wirkt auf viele Menschen zurecht verstörend.“ Gorden Isler – Sprecher von Sea-Eye e.V.\nTrotz dieser außergewöhnlichen, körperlichen und psychischen Belastung ist die Crew zu einem starken Team zusammengewachsen. Einige Crewmitglieder denken bereits über ihren nächsten Einsatz für Sea-Eye nach. Doch derweil den beiden Schiffen die Hafeneinfahrt verwehrt wird, fehlen die Schiffe im sogenannten Einsatzgebiet. Dort befindet sich nun kein Schiff einer Hilfsorganisation. Das sie dort gebraucht werden zeigten die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr.\n","date":"7 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/situation-auf-der-professor-albrecht-penck-verschlechtert-sich/","section":"","summary":"","title":"Situation auf der „Professor Albrecht Penck“ verschlechtert sich","type":"archive"},{"content":" „Das menschliche Leben hat keinen Preis und die Verhandlungen sollten nie zu Lasten derer gehen, die in Schwierigkeiten sind“: Dieser Appell kommt von Maltas Erzbischof Charles Scicluna, der am Samstag das Schiff MV Lifeline im Hafen von Malta besucht hat. # Wie aus einer Mitteilung der kleinen Bischofskonferenz Maltas hervorgeht, habe der Erzbischof die Crew des Schiffes Lifeline getroffen und erneut an die Politik appelliert, auf dass „Europa ohne weitere Verzögerung handelt, um unsere Brüder und Schwestern zu retten,“ die sich noch auf dem Meer befänden. Das Problem der Migration sei auf gesamteuropäischer Ebene anzugehen, so die Mahnung von Scicluna. Deshalb sei es eine „große Ungerechtigkeit, dass diese Brüder und Schwestern Opfer der Verhandlungen zwischen den europäischen Führungspersönlichkeiten geworden sind“.\nÄhnlich äußerte sich gegenüber dem italienischen Pressedienst SIR der Migrationsbeauftrate der italienischen Bischofskonferenz, Bischof Antonio Stagliano. Es müsse eine schnelle Lösung gefunden werden. Er vertraue darauf, dass die Politik und die italienische Regierung handeln werden, so der Bischof.\n","date":"7 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/erzbischof-von-malta-nicht-auf-dem-rucken-von-migranten-verhandeln/","section":"","summary":"Wie aus einer Mitteilung der kleinen Bischofskonferenz Maltas hervorgeht, habe der Erzbischof die Crew des Schiffes Lifeline getroffen und erneut an die Politik appelliert, auf dass „Europa ohne weitere Verzögerung ha…","title":"Erzbischof von Malta: Nicht auf dem Rücken von Migranten verhandeln","type":"archive"},{"content":"Während die Seenotrettungsschiffe vor der Küste Maltas verharren und durch die europäische Abschottungspolitik gehindert werden, Menschen vor dem ertrinken zu retten, sind erneut geflüchtete im Mittelmeer ertrunken. Das ist das Ergebnis der Behinderung von Seenotrettung. Hamburg, Berlin, Bremen, Hildesheim und Marburg haben sich bereit erklärt die 49 von den Seenotrettungsschiffen Sea-Watch 3 und Professor Penck geretteten Menschen aufzunehmen. Weil Seehofer mauert, können unsere zivilen Seenotretter den Menschen nicht zu Hilfe kommen. Herr Seehofer Ihre Politik ist tödlich, treten Sie endlich zurück !!!\n","date":"5 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/ertrunkene-an-den-ufern-der-lybischen-kustenstadt-sirte-angeschwemmt/","section":"","summary":"Während die Seenotrettungsschiffe vor der Küste Maltas verharren und durch die europäische Abschottungspolitik gehindert werden, Menschen vor dem ertrinken zu retten, sind erneut geflüchtete im Mittelmeer ertrunken. D…","title":"Ertrunkene an den Ufern der Lybischen Küstenstadt Sirte angeschwemmt","type":"archive"},{"content":"Dunja Mijatovic, die Menschenrechtskommissarin des Europarates fordert die europäischen Staaten auf, unverzüglich den von der Sea-Watch 3 und der Sea-Eye 2 geretteten Flüchtlingen einen „sicheren Hafen“ anzubieten. „Die Gesundheit und Sicherheit der Kinder, Frauen und Männer an Bord der Schiffe dürfe nicht länger gefährdet werden.“ Und weiter schrieb Mijatovic auf Twitter: „Menschlichkeit und Mitgefühl müssen die Oberhand gewinnen.“\nEine Delegation von fünf deutschen Abgeordneten forderte nach einem gestrigen Besuch auf der Sea-Watch 3 eine sofortige Lösung. Der Bundestagsabgeordnete Helge Lindh SPD und Mitglied des Innenausschusses erklärte:\n.@helgelindh, MdB der @spdbt war heute an Bord der Sea-Watch 3 und fand deutliche Wort zur Aufnahme der 49 Geretteten auf der #SeaWatch3 und der #ProfessorAlbrechtPenck von @seaeyeorg: „Es ist notwendig, es ist richtig und es ist menschlich geboten.“ #United4Med pic.twitter.com/zzL9xWzNF6\n— Sea-Watch (@seawatchcrew) 4. Januar 2019\n","date":"4 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/massive-kritik-von-der-menschenrechtskommissarin-des-europarats-und-der-delegation-des-deutschen-bundestags/","section":"","summary":"Dunja Mijatovic, die Menschenrechtskommissarin des Europarates fordert die europäischen Staaten auf, unverzüglich den von der Sea-Watch 3 und der  Sea-Eye 2  geretteten Flüchtlingen einen „sicheren Hafen“ anzubieten….","title":"Massive Kritik von der Menschenrechtskommissarin des Europarats und der Delegation des deutschen Bundestags","type":"archive"},{"content":"Auf #SeaWatch3 erhielten wir einen Brief vom Bürgermeister von Neapel. Wir sind tief bewegt und froh, dass europäische Solidarität noch etwas bedeutet, wenn nicht für Innenminister, dann für die Bürgermeister und Menschen einer wachsenden Bewegung von #SolidarityCities. Danke\n","date":"3 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/brief-vom-burgermeister-von-neapel-an-die-sea-watch-3/","section":"","summary":"Auf #SeaWatch3 erhielten wir einen Brief vom Bürgermeister von Neapel. Wir sind tief bewegt und froh, dass europäische Solidarität noch etwas bedeutet, wenn nicht für Innenminister, dann für die Bürgermeister und Mens…","title":"Brief vom Bürgermeister von Neapel an die Sea-Watch 3","type":"archive"},{"content":"","date":"3 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/video-von-euronews-uber-die-aktuelle-situation-der-sea-watch-3/","section":"","summary":"","title":"Video von Euronews über die aktuelle Situation der Sea-Watch 3","type":"archive"},{"content":"Die Situation auf dem Mittelmeer ist unerträglich, menschenverachtend, vergleichbar aber weitaus dramatischer als im Juni des vergangenen Jahres. Seit nun 13 Tagen finden 32 Menschen an Bord der „Sea-Watch 3“ keinen sicheren Hafen. Die Menschen auf der „Prof. Albrecht Penck“ warten bereits seit sechs Tagen. In der gestrigen Nacht hat sich das Wetter rapide verschlechtert. Die Schiffe befinden sich in einer bedrohlichen Lage, ohne dass sie einen sicheren Hafen anlaufen dürfen. Unser Protest hat Wirkung gezeigt: Über 30 Städte haben sich zu sicheren Häfen erklärt. Bereits vier Städte, darunter Berlin, wollen die Menschen aufnehmen.\nMenschenleben dürfen niemals zum Spielball machtpolitischer Interessen werden! Menschenrechte sind nicht verhandelbar! Das Bundesministerium des Inneren versperrt sich einer Aufnahme und setzt die Leben der 49 Menschen aufs Spiel.\nWir fordern:\nDie unverzügliche Aufnahme der Menschen von der „Sea-Watch 3“ und der „Prof. Albrecht Penck“!\nWir fordern sichere Häfen!\nSolidarität mit den Menschen an Bord der Schiffe!\nUnterstützung und Entkriminalisierung der zivilen Seenotrettung!\nHerr Seehofer, handeln Sie endlich!\nUnterstützt unseren Protest. Organisiert eigene Veranstaltungen! Kommt nach Berlin!\n","date":"2 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/seenotrettung-statt-seehofer/","section":"","summary":"Die Situation auf dem Mittelmeer ist unerträglich, menschenverachtend, vergleichbar aber weitaus dramatischer als im Juni des vergangenen Jahres. Seit nun 13 Tagen finden 32 Menschen an Bord der „Sea-Watch 3“ keinen s…","title":"Seenotrettung statt Seehofer!","type":"archive"},{"content":"Sea-Eye hat am heutigen 1. Januar 2019 in einem Offenen Brief an die Abgeordneten der Fraktionen der CDU/CSU, der SPD, der Grünen, der FDP und der Linken appelliert, den geretteten Schiffbrüchigen im Mittelmeer zu einem sicheren Hafen zu verhelfen. Hier das Schreiben im Wortlaut:\nSehr geehrte Abgeordnete, Sehr geehrte Damen und Herren,\nmeine heutige Nachricht hat einen besonderen Grund. Wir wenden uns heute an Sie, weil wir davon überzeugt sind, dass die Mitglieder Ihrer Parteien für die bedingungslose Einhaltung von Grundrechten und die universelle Gültigkeit von Menschenrechten einstehen.\nViele von Ihnen konnten den Medien bereits entnehmen, dass zwei Schiffe, die „Sea-Watch 3“ und die „Professor Albrecht Penck“ mit insgesamt 49 geretteten Menschen vor Malta auf eine politische Antwort warten:\nWer übernimmt jetzt die Verantwortung für diese 49 geflüchteten Menschen?\nUnser Schiff, die „Professor Albrecht Penck“, fahren wir unter der Bundesflagge. Neben 17 Geretteten sind 12 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger sowie 6 weitere Besatzungsmitglieder aus 5 verschiedenen Nationen an Bord. Sie verbringen den ersten Tag des Jahres in Unklarheit und Unsicherheit an Bord unseres Schiffes. Die Menschen auf der „Sea-Watch 3“ warten nunmehr seit 11 Tagen auf eine Lösung.\nWas ist passiert? Gestern schrieb uns ein geflüchteter Junge aus Eritrea. Sein Name ist Efrem. Er erfuhr in den Medien von der Rettung von 17 Menschenleben auf dem Mittelmeer. Er erkundigte sich bei uns, ob sein Bruder Yonas dabei gewesen wäre. Er vermisse ihn seit vielen Monaten. Diese Frage mussten wir voller Bedauern und in tiefer Traurigkeit mit nein beantworten.\nAm Samstagabend retteten wir 17 Menschen aus 7 Nationen, 43 Kilometer von der libyschen Küste entfernt, aus einem überladenen Fischerboot. Zwei von ihnen sind minderjährig. Die 24 Jahre alte Mercy aus Nigeria kann keine Frage beantworten, ohne zu weinen. Der 17 Jahre alte Alphayorb berichtet von willkürlicher Verhaftung. Er wurde ohne Begründung zwei Monate lang in Libyen eingesperrt. Andere berichten von Gewalt, von Folter, von Mord und von Menschenhandel. Es ist absurd, darüber zu streiten, ob ein kleines Fischerboot mit 17 Menschen ein Seenotfall war oder nicht. Auch auf der Nordsee hätte man Menschen in so einer Situation keinen Benzinkanister, Medikamente, Lebensmittel und einen Kompass in die Hand gedrückt, um dann in die richtige Himmelsrichtung zu zeigen! Das alles findet jeden Tag statt. Seit Jahren. Auf der anderen Seite des Mittelmeers. An dem Ort, den einige von Ihnen für sicher halten, obgleich Ihnen das Auswärtige Amt keine Dienstreise dorthin genehmigen würde. Es ist zu gefährlich. Übrigens nicht nur für Abgeordnete des Deutschen Bundestags.\nWir bekommen oft Nachrichten von Angehörigen der Geflüchteten. „Wo ist mein Sohn? Wo ist mein Bruder? Für meine Schwägerin wird Lösegeld erpresst. Können Sie mir helfen?“ Wir antworten regelmäßig: „Nein, wir wissen es nicht. Nein, wir können nicht helfen.“\nIn den vergangenen Stunden bekamen wir auch E-Mails von den Angehörigen unserer eigenen Besatzung. „Ist mein Sohn in Sicherheit? Das Wetter soll schlechter werden. Haben Sie genug Lebensmittel für alle an Bord? Welcher Hafen wird es? Wer kümmert sich darum?“ Wir antworten: „Das Auswärtige Amt arbeitet an einer Lösung. Alle geben ihr Bestes.“\nHeute beginnt ein neues Jahr. Jeder und jede von Ihnen entscheidet für sich allein, wie er oder sie sich zur Menschenrechtssituation in Libyen aufstellt, sich zur Kriminalisierung ehrenamtlicher, engagierter Bürgerinnen und Bürger auf dem Mittelmeer äußert und was Sie von Ihren Parteifreundinnen und Parteifreunden einfordern. Uns erfüllt es mit Stolz, dass tausende Bundesbürgerinnen und Bundesbürger bereit waren, selbst viel zu riskieren, um anderen Menschen zu helfen.\nWir wünschen uns Ihre sofortige Unterstützung und Ihre Solidarität, denn eine lebendige Demokratie fürchtet und bekämpft kein ziviles Engagement. Bitte handeln Sie jetzt und zeigen sich verantwortlich, statt über Zuständigkeiten zu streiten und die Verantwortlichkeit woanders zu adressieren.\nWir wünschen uns, dass Sie mehr mit uns reden, statt nur über uns. Wir wünschen uns, dass Sie genauer hinsehen und genauer hinhören, wenn über das Sterben auf dem Mittelmeer berichtet wird. Wir wünschen uns eine Politik, die den Menschen nutzt. In diesem Jahr starben 2241 Menschen auf der Flucht über das zentrale Mittelmeer. Es würde niemandem in Deutschland schlechter gehen, wenn diese Menschen noch leben würden. Doch sie sind alle für immer verloren. Das ist nicht im Sinne unseres Landes.\nWir vertrauen Ihnen. Wir vertrauen und hoffen genau in diesem Moment auf Sie. Bitte helfen Sie unseren beiden Schiffen, bitte helfen Sie den 49 geretteten Menschen sofort, denn das Wetter verschlechtert sich und die Schiffsvorräte sind beinahe aufgebraucht. Deutschland kann auch ohne die Hilfe anderer Länder Verantwortung für 49 Menschen übernehmen. Es gibt viele Menschen in Deutschland, die jetzt helfen wollen. Bitte helfen Sie den 30 deutschen Städten, die dazu bereit sind, jetzt sichere Hafenstadt zu werden.\nBitte arbeiten Sie ab dem ersten Tag dieses neuen Jahres mit uns an einem Europa, das keine Menschen im Mittelmeer ertrinken lässt, um andere von der Flucht abzuschrecken. Bitte setzen Sie ab heute einen menschlichen, politischen Kurs und treten jedem Versuch, die Geschichte und die Gegenwart umzudeuten, geschlossen entgegen.\nVon Herzen: Ein frohes, neues und erfolgreiches Jahr!\nMit freundlichen Grüßen\nGorden Isler\nMitglied des Vorstands\n","date":"2 Januar 2019","externalUrl":null,"permalink":"/archive/offener-brief-von-sea-eye-an-die-abgeordneten-des-deutschen-bundestags/","section":"","summary":"Sea-Eye hat am heutigen 1. Januar 2019 in einem Offenen Brief an die Abgeordneten der Fraktionen der CDU/CSU, der SPD, der Grünen, der FDP und der Linken appelliert, den geretteten Schiffbrüchigen im Mittelmeer zu ein…","title":"Offener Brief von Sea-Eye an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags","type":"archive"},{"content":"Kurz vor Jahreswechsel am Samstag den 29.12.2018 rettet die Crew der \u0026ldquo;Professor Penck\u0026rdquo; (von der zivilen Seenotrettungsorganisation Sea-Eye), 17 in Seenot geratenen Menschen das Leben. Die Völlig erschöpften geflüchteten befanden sich auf einem kleinen überladene Fischerboot 43 km vor der lybischen Küste. Die Geretteten stammen aus sieben afrikanischen Nationen. Sie stammen aus Mali, Nigeria, Cameroon, dem Sudan, Sierra Leone, Ivory Coast und Guinea Conakry. Sie berichten der Crew von Folter, Menschenhandel und willkürlicher Gewalt. Der jüngste von ihnen ist gerade einmal 17 Jahre alt. Ungeklärt ist der Verbleib eines Bootes mit 72 geflüchteten, die laut IMRCC Rom vor 3 Tagen östlich von Tripolis aufbrachen. Im Laufe des Samstags wird bekannt, dass auch von dort aus erneut zwei Gummiboote aufgebrochen seien. Zum Verbleib dieser Menschen gibt es aktuell keine Informationen.\nFotos: Alexander Draheim / sea-eye.org\n","date":"30 Dezember 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-eye-rettet-17-menschenleben-auf-hoher-see/","section":"","summary":"Kurz vor Jahreswechsel am Samstag den 29.12.2018 rettet die Crew der “Professor Penck” (von der zivilen Seenotrettungsorganisation Sea-Eye), 17 in Seenot geratenen Menschen das Leben. Die Völlig erschöpften geflüchtet…","title":"Sea-Eye rettet 17 Menschenleben auf Hoher See","type":"archive"},{"content":"Europa lässt im Mittelmeer keine Nummern und Zahlen ertrinken, sondern Menschen. Sie haben Freunde und Familie, Ängste und Träume. Sie sind Menschen wie du und ich.\nhttps://sea-watch.org/unseretoten/\n","date":"28 Dezember 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/uns-fehlen-die-ertrunkenen/","section":"","summary":"Europa lässt im Mittelmeer keine Nummern und Zahlen ertrinken, sondern Menschen. Sie haben Freunde und Familie, Ängste und Träume. Sie sind Menschen wie du und ich.","title":"UNS FEHLEN DIE ERTRUNKENEN","type":"archive"},{"content":" Sehr geehrter Herr Bundesinnenminister, sehr geehrte Oberbürgermeister*innen, sehr geehrte Bürgermeister*innen, # sicherlich haben Sie schöne Festtage mit Ihrer Familie verbracht und die Ruhe der Weihnachtszeit genossen. Nicht alle Menschen haben dieses Privileg. Die Seenotretter*innen der Nichtregierungsorganisationen waren auch über Weihnachten auf dem Mittelmeer, um Flüchtende aus Seenot zu bergen. Sie flohen u.a. vor Krieg und Verfolgung. Sie sind den Lagern der libyschen Milizen entkommen, in denen Folter, Morde, Versklavung alltäglich sind.\nDie Sea-Watch 3 hat bereits am vergangenen Samstag 32 Menschen aus Seenot gerettet. Seitdem wird den Retter*innen kein sicherer Hafen zugeteilt, in dem das Schiff anlegen darf. Unter den Geretteten befinden sich auch Kinder.\nErst vor Kurzem hat die „Open Arms“, das Schiff der spanischen Seenotrettungsorganisation Proactiva Open Arms, über 300 Menschen aus Seenot gerettet. Spanien hat sich bereit erklärt, die Menschen aufzunehmen. Derzeit befindet sich die „Open Arms“ auf dem Weg zum spanischen Hafen Algeciras.\nNun ist es an Ihnen zu handeln. Folgen Sie dem Beispiel Spaniens und zeigen Sie, dass fundamentale Rechte keine leeren Worthülsen sind.\nIn Deutschland haben sich bereits 33 Städte zu Sicheren Häfen erklärt und ihre Bereitschaft signalisiert1, freiwillig über die Verteilungsquote hinaus Geflüchtete aufzunehmen und sich öffentlich solidarisch mit Geflüchteten und den Seenotretter*innen zu zeigen. Immer mehr Städte bemühen sich darum, aus Seenot Gerettete aufzunehmen und für sie ein sicherer Hafen zu sein. Dies zeigt die ungebrochene Bereitschaft der Städte für ein menschliches Miteinander und Menschenrechte einzustehen.\nWir fordern den Bundesminister des Inneren auf: Veranlassen Sie unverzüglich alles politisch Erforderliche zur Aufnahme der Menschen. Weisen Sie das BAMF an, Aufnahmezusagen für die Menschen auf der Sea-Watch 3 zu erteilen. Unterstützen Sie die Städte bei der Aufnahme der Menschen von der Sea-Watch 3. Erkennen Sie die Bereitschaft der Städte an, für ein menschliches Miteinander und Menschenrechte einzustehen, und ermöglichen Sie mit entsprechenden Anordnungen diese Aufnahme.\nWir fordern alle Oberbürgermeister*innen und Bürgermeister*innen auf: Erklären Sie Ihre Städte zu sicheren Häfen. Erklären Sie sich bereit, die geretteten Menschen aufzunehmen. Zeigen Sie sich solidarisch mit den Geflüchteten und den Seenotretter*innen. Zeigen Sie sich solidarisch mit anderen Städten, die sich bereits zu Sicheren Häfen erklärt haben. Fordern Sie den Bundesminister des Inneren dazu auf, die Aufnahme der aus Seenot Geretteten unverzüglich zu veranlassen.\nEs ist nicht hinnehmbar, dass sich die Geretteten und die Crew der Sea-Watch 3 bei schwierigen Wetterverhältnissen noch immer in einer gefährlichen Situation befinden. Es bedarf unser aller Solidarität und unseres entschlossenen Handelns, den Menschen von der Sea-Watch 3 einen Sicheren Hafen zu geben. Lassen Sie uns der nächste sichere Hafen sein und die Türen hochmachen!\nZeigen Sie den Menschen, dass alle sich auch nach Weihnachten auf Menschlichkeit und die Durchsetzung fundamentaler Menschenrechte verlassen können.\nSeien Sie die SEEBRÜCKE!\n","date":"28 Dezember 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/offener-brief-der-seebrucke-an-innenminister-und-burgermeister-innen/","section":"","summary":"sicherlich haben Sie schöne Festtage mit Ihrer Familie verbracht und die Ruhe der Weihnachtszeit genossen. Nicht alle Menschen haben dieses Privileg. Die Seenotretter*innen der Nichtregierungsorganisationen waren auc…","title":"Offener Brief der Seebrücke an Innenminister und Bürgermeister*innen","type":"archive"},{"content":"In den vergangenen Stunden retteten die zivilen Seenotrettungsorganisationen Open Arms und Sea-Watch 363 Menschen vor dem Ertrinken im Mittelmeer.\nMutter Saliund SohnSam wurden in der Nacht zum 22. Dezember von der maltesischen Army durch einen Helikopter evakuiert. Es geht Ihnen gut und sie werden leben.\nFoto (c) Olmo Calvo / Pro Activa Open Arms\nDie spanische Regierung hat eingewilligt 311 gerettete vom Bord der Open Arms aufzunehmen, 33 Menschen vom Bord der Sea-Watch 3 warten derzeit noch auf die Zusage eines sicheren Hafens.\nÜber 30 Städte haben sich in Deutschland zum sicheren Hafen erklärt und sind bereit den aus dem Mittelmeer geretteten Menschen zu helfen. Die Sea-Watch 3 darf immer noch keinen Hafen anlaufen und hat nach wie vor 33 Gerettete an Bord, darunter auch Kinder. Auch jetzt an Weihnachten bleibt Europa für Menschen in Not geschlossen, ein Land ums andere, das die Crew der Sea-Watch 3 angefragt hat verschließt dem Schiff seine Häfen - fast so wie es Maria und Josef in der Weihnachtsgeschichte ergangen ist.\nFür über 30 Seebrücke Städte wäre es ein Leichtes, die wenigen Menschen aufzunehmen, lediglich der Innenminister muss dieser Lösung zustimmen.\n# # # # Petition # ","date":"25 Dezember 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/32-gerettete-brauchen-einen-sicheren-hafen/","section":"","summary":"In den vergangenen Stunden retteten die zivilen Seenotrettungsorganisationen Open Arms und Sea-Watch 363 Menschen vor dem Ertrinken im Mittelmeer.","title":"32 gerettete brauchen einen sicheren Hafen","type":"archive"},{"content":" Sea-Eye Schiff \u0026ldquo;Professor Penck\u0026rdquo; auf den Weg in den Einsatz! Umfangreiche Überprüfungen durch die spanischen Behörden überstanden. # Sea-Eye hat das deutsche Forschungsschiff \u0026ldquo;Professor Albrecht Penck\u0026rdquo; am 21. Dezember in seinen ersten Einsatz vor die libyschen Küsten entsandt. Am Freitagabend startete das Schiff nach einer letzten Überprüfung durch die spanischen Behörden in seine erste Mission.\n\u0026ldquo;Professor Albrecht Penck\u0026rdquo; ist das erste Schiff einer zivilen Hilfsorganisation mit der Bundesflagge\n- 18 Crewmitglieder aus 6 Nationen verbringen die kommenden 2 Wochen zusammen vor Libyen die spanischen Behörden haben nach 5 Tagen intensivster Überprüfung, am Freitagabend die Auslaufgenehmigung erteilt ohne die Unterstützung der deutschen Behörden wäre dies unmöglich gewesen Unterstützung durch Christoph Hempel, dem Eigner der Aquariusausreichend Crew zu mobilisieren Der Einsatz des ersten deutschen Schiffes hat begonnen. Am Freitagabend hat die \u0026ldquo;Professor Albrecht Penck\u0026rdquo; den Hafen von Algeciras verlassen. Das Schiff wurde in den vergangenen fünf Tagen einer intensiven technischen und formellen Überprüfung durch die spanischen Behörden unterzogen.\nAuf der \u0026ldquo;Professor\u0026rdquo; sind nun 18 Besatzungsmitglieder aus Österreich, Deutschland, Ghana, Norwegen, der Ukraine und aus Russland gemeinsam auf dem Weg ins Einsatzgebiet vor der libyschen Küste. Dort wurden am Freitag mehrere Seenotfälle bekannt. Die spanische NGO \u0026ldquo;Open Arms\u0026rdquo; rettete am Freitagnachmittag bereits mehr als 200 Menschen das Leben. Die Besatzung besteht aus 7 Seeleuten, angeführt vom Hamburger Kapitän Klaus Merkle. Sie wird um 11 ehrenamtliche Menschenrechtsbeobachter, Ärzte und Rettungssanitäter ergänzt. Die Fahrt ins Einsatzgebiet kann zwischen 4 und 5 Tage dauern. Dort wird sich die \u0026ldquo;Professor\u0026rdquo; den anderen NGO Schiffen \u0026ldquo;Sea-Watch 3\u0026rdquo; und \u0026ldquo;Open Arms\u0026rdquo; anschließen, um vor den Küsten Libyens Wache zu halten, zu beobachten, zu dokumentieren und selbstverständlich zu helfen, wenn Hilfe benötigt wird. Im neuen Jahr wird die \u0026ldquo;Professor\u0026rdquo; dann nach Valletta fahren, um dort den maltesischen Stützpunkt von Sea-Eye anzulaufen.\n","date":"22 Dezember 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/wir-sind-wieder-da-weihnachten-vor-libyen-sea-eye-entsendet-die-professor-in-ihre-erste-mission/","section":"","summary":"","title":"Wir sind wieder da! Weihnachten vor Libyen - Sea-Eye entsendet die \"Professor\" in ihre erste Mission.","type":"archive"},{"content":"Wenn sie aufgegeben haben, besteigen sie die Flugzeuge. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) transportiert verzweifelte Flüchtlinge und Migranten zurück in ihre Heimatländer ? den Senegal, Niger oder Nigeria. Es ist die Rettung vor dem sicheren Tod und gleichzeitig ein Flug zurück in die Hoffnungslosigkeit.\nFür die Menschen, die Tausende Kilometer nach Libyen gereist sind, um nach Europa überzusetzen, wird die EU-Grenzsicherung zunehmend zur Falle. Denn die Schleuser in Libyen haben ihr Geschäftsmodell geändert: Nun verhindern sie die Überfahrt, kassieren dafür von der EU und verkaufen die Migranten als Sklaven.\nDie Rückkehrer sind die einzigen Zeugen der Sklaverei. Alexander Bühler hat sich ihre Geschichten erzählen lassen.\nDirektlink zum Download der Radiosendung\n","date":"13 Dezember 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/das-geschaft-mit-den-fluchtlingen-endstation-libyen/","section":"","summary":"Wenn sie aufgegeben haben, besteigen sie die Flugzeuge. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) transportiert verzweifelte Flüchtlinge und Migranten zurück in ihre Heimatländer ? den Senegal, Niger oder Ni…","title":"Das Geschäft mit den Flüchtlingen - Endstation Libyen","type":"archive"},{"content":"Sea-Eye hat das deutsche Forschungsschiff\u0026ldquo;Professor Albrecht Penck\u0026rdquo; am 1. Dezember ins Mittelmeer entsandt. Am Sonntagabend erreichte das Schiff nun die spanische Stadt La Coruña.\n\u0026ldquo;Professor Albrecht Penck\u0026rdquo; ist das erste Schiff einer zivilen Rettungsorganisation unter deutscher Flagge schweres Wetter und raue See liegen hinter der achtköpfigen Crew die erste Beobachtungsmission startet am 16. Dezember ab Spanien und wird 3 Wochen andauern dafür werden dringend Nautiker und Schiffsmechaniker mit Wachbefähigung gesucht Der Einsatz des ersten deutschen Schiffes, in den Händen einer zivilen Rettungsorganisation, rückt näher. Am Sonntagabend erreicht die \u0026ldquo;Professor Albrecht Penck\u0026rdquo; den Hafen von La Coruña. Im Hafen der spanischen Stadt gab es einen kleinen Austausch der Besatzung durch das Festrumpfschlauchboot (RHIB). Zwei Maschinenhelfer tauschten ihre Plätze.\nDie Fahrt durch die Biscaya gilt zu dieser Jahreszeit ohnehin als sehr anspruchsvoll. Dem 69 Jahre alten, Löbauer Kapitän Dr. Christian Haas gelang dabei ein nautisches Meisterstück. Tagelang beobachtete er die verschiedenen Wind- und Wettervorhersagen, um ein möglichst gutes Fenster für eine sichere Passage zu finden. Tatsächlich fuhr er dem schlimmsten Sturm davon. Bis zu 4 Meter hohe Wellen blieben der Besatzung und dem Schiff dennoch nicht erspart. Am Sonntagabend setzt die \u0026ldquo;Professor\u0026rdquo; ihren Kurs nach Algeciras fort. Von dort aus soll der erste Einsatz eines deutschen NGO-Schiffes starten. Kapitän Dr. Christian Haas wird dort an den Hamburger Kapitän Klaus Merkle übergeben. Ausserdem treffen erfahrene, ehrenamtliche Rettungskräfte und Menschenrechtsbeobachter aus Deutschland ein. In Algeciras führt der Regensburger Chris Orlamünder und der Kemptener Jan Ribbeck das Crewtraining und das Briefing durch. Ab dem 16. Dezember soll \u0026ldquo;Sea-Eye 2\u0026rdquo; dann einsatzbereit sein.\n\u0026ldquo;Im Einsatzgebiet werden wir weiter die Unterstützung der italienischen und maltesischen Behörden einfordern. Ausserdem werden wir uns eng mit Sea-Watch abstimmen, und das MRCC Bremen andauernd informieren. Niemand soll an Weihnachten im Einsatzgebiet ertrinken müssen, wenn die zivilen Seenotretter gemeinsam zurückkehren\u0026rdquo; - Gorden Isler, Sprecher Sea-Eye e.V.\nSchwierig gestaltet sich die Suche nach Nautikern. Die Kampagne gegen die NGO\u0026rsquo;s zeigt Wirkung. So sagt ein Kapitän, dass er Restriktionen durch den italienischen Staat befürchtet, falls er Menschen dorthin bringen muss, weil das Völkerrecht es so verlangt.\n*\u0026ldquo;Als Organisation stellen wir uns hinter unsere hauptamtlichen und ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Wir handeln in Einklang mit dem Gesetz. Es gibt keine Verfahren oder Anklagen gegen Sea-Eye! Es gibt nur Diffamierungen von politischen Brandstiftern. Kriminelle Handlungen wirft uns ausgerechnet ein italienischer Innenminister vor, gegen den die eigene Justiz wegen Machtmissbrauch ermittelt. Von Matteo Salvini brauchen wir keine juristische Nachhilfe.\u0026quot;*Gorden Isler, Sprecher Sea-Eye e.V.\nDer Verein Sea-Eye e.V. wurde 2015 in Regensburg gegründet. Mit den umgerüsteten Fischkuttern \u0026ldquo;Sea-Eye\u0026rdquo; und \u0026ldquo;Seefuchs\u0026rdquo; beteiligten sich mehr als 800 ehrenamtliche Rettungskräfte, in über 60 Missionen, unter niederländischer Flagge an der Rettung von 14.378 Menschen. Im Sommer 2018 entschied die Vereinsführung zwei neue Schiffe unter deutscher Flagge in den Einsatz zu senden. Die Bavaria One und die\u0026ldquo;Professor Albrecht Penck\u0026rdquo;.\n","date":"10 Dezember 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/die-ruckkehr-der-seenotretter-professor-albrecht-penck-sea-eye-erreicht-spanien/","section":"","summary":"","title":"Die Rückkehr der Seenotretter: \"Professor Albrecht Penck\" (Sea-Eye)erreicht Spanien","type":"archive"},{"content":" „Das ultimative Maß eines Menschen ist nicht, wo er in Momenten von Komfort und Bequemlichkeit steht, sondern in Zeiten der Herausforderung und Kontroversen“. – Martin Luther King\nMigration ist weder ein Problem, das gelöst, noch eine unnatürliche Bewegung, die gestoppt werden muss. Migration ist eine Tatsache, und das schon seit Anbeginn der Menschheit.\nDas Mittelmeer ist zur gefährlichsten Grenze der Welt geworden, mit mehr als 17.000 Toten in den letzten fünf Jahren. Europa verantwortet diese Todesfälle auch auf Kosten seiner demokratischen Traditionen, seiner Werte der Solidarität und der Achtung der Menschenrechte. Die gescheiterte Migrationspolitik erschüttert die europäischen Prinzipien in ihren Grundfesten.\nUnsere Regierungen finanzieren Drittländer, einschließlich Diktaturen und gescheiterte Staatsmilizen, um Flüchtlinge und Migrant*innen daran zu hindern, nach Europa zu gelangen. Täglich verletzen sie die Menschenrechte, internationale Übereinkommen zur Rettung auf See und die Grundrechte von Menschen auf der Flucht.\nWir wurden Zeugen einer wachsenden Kriminalisierungskampagne gegen Migrant*innen und Flüchtlinge sowie Menschenrechtsaktivist*innen, die sich für die Verteidigung der Rechte von MigrantInnen und Flüchtlingen einsetzen. In jüngster Zeit hat sich diese Kampagne zu einer ausgewachsenen Regierungs- und Justizstrategie entwickelt, die darauf abzielt, die Solidarität gegenüber Menschen in Not zu einer strafbaren Handlung zu machen.\nIm September 2018 starb jeder Fünfte, der versuchte, das zentrale Mittelmeer zu überqueren; dies war der tödlichste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen und eine direkte Folge der Vertreibung des größten Teils der humanitären Rettungsflotte durch die europäischen Regierungen aus dem Mittelmeer, die weder Rettung noch Zeugnis auf See erlaubten. Diese defekte Union, die ihre Südgrenze in ein nasses Massengrab verwandelt hat, ist nicht das Europa, in dem wir leben wollen.\nWir glauben an ein unterstützendes, inklusives, einladendes Europa, das sich verpflichtet, das Leben und die Rechte der Menschen sowie seine eigenen demokratischen Traditionen zu achten und zu bewahren.\nWir können uns nicht mit der Erkenntnis abfinden, dass Europa seine Prinzipien geopfert und seine Menschlichkeit verloren hat. Deshalb haben wir ein Bündnis für ein „Europa in Solidarität“ geschlossen, sowohl auf See als auch an Land und in der Luft . Eine humanitäre Flotte, bestehend aus Mediterranea, Open Arms und Sea-Watch, aber off en für andere Organisationen, sticht zusammen in See; eine Flotte, die eng mit einem Netzwerk humanitärer Städte, Bewegungen und zivilen Organisationen auf der ganzen Welt verbunden ist und von diesen unterstützt wird, um die elementarsten Menschenrechte zu verteidigen: Leben und Würde.\nWir werden beweisen, dass die aktive Zivilgesellschaft nicht nur bereit ist, Leben auf See zu retten, sondern auch in der Lage ist, ein neues Europa und ein gerechtes Aufnahmesystem an Land zu schaffen.\nWir rufen europäische Städte, Bürgermeister*innen, Bürger*innen, Vereine, Bewegungen, Organisationen und alle, die an unsere Mission glauben, zum Handeln auf. Schließt Euch unserem zivilen Bündnis an und lasst uns gemeinsam aufstehen und mutig eine Zukunft voller Respekt und Gleichberechtigung einfordern. Wir werden gemeinsam für das Recht zu kommen und für das Recht zu bleiben eintreten.\nWir rufen Euch auf, nicht zu schweigen, sondern gegen die unfaire europäische Politik der Unmenschlichkeit anzutreten. Wir bitten Euch, die Achtung unserer Verfassungen und unserer Geschichte zu verteidigen. Wir bitten Euch, auf unserer Seite zu sein. Gemeinsam können wir beweisen, dass eine andere Welt noch möglich ist.\nEin Zusammenschluss von Sea-Watch, Open Arms und Mediterranea.\nRom, 23 November 2018.\n","date":"10 Dezember 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/manifest-von-sea-watch-mediterranea-und-openarms/","section":"","summary":"„Das ultimative Maß eines Menschen ist nicht, wo er in Momenten von Komfort und Bequemlichkeit steht, sondern in Zeiten der Herausforderung und Kontroversen“ .         – Martin Luther King","title":"Manifest von Sea-Watch, Mediterranea und OpenArms","type":"archive"},{"content":"Der Druck war zu groß: Die Seenotretter beenden den Einsatz der „Aquarius“. Das Schiff wurde zum Symbol der europäischen Flüchtlingspolitik. Nun suchen „Ärzte ohne Grenzen“ und SOS Méditerranée nach Alternativen. Migrationsforscher Bade kritisiert EU-Flüchtlingspolitik. Denunziationen und Kriminalisierung hätten fürs erste gesiegt.\nDer Einsatz des Rettungsschiffs „Aquarius“ im Mittelmeer wird beendet: Nach monatelangen Auseinandersetzungen sehen sich „Ärzte ohne Grenzen“ und SOS Méditerranée gezwungen, das Schiff außer Betrieb zu nehmen, wie die beiden Hilfsorganisationen am Freitag mitteilten. Bereits seit zwei Monaten habe es den Hafen von Marseille nicht verlassen können.\n„Was wir in den vergangenen Monaten erlebt haben, war eine gezielte Kampagne gegen die Rettung von verzweifelten Menschen auf dem Mittelmeer“, erklärte Florian Westphal, Geschäftsführer von „Ärzte ohne Grenzen“ in Deutschland. Dies bedeute, dass mehr Menschen ertrinken werden.\nDafür sei auch die EU verantwortlich, sagte die Geschäftsführerin von SOS Méditerranée in Deutschland, Verena Papke. Dass Leben retten im Mittelmeer unmöglich gemacht werden solle, verdeutliche das Scheitern Europas. „Wir haben den Höhepunkt der Kriminalisierung von humanitärer Hilfe auf See erreicht.“\nMoralische Pflicht, weiterzumachen # Als erstem Schiff verweigerte Italien der „Aquarius“ im Juni einen Hafen zum Anlegen. Mit über 600 Flüchtlingen an Bord musste die Besatzung eine Woche lang im Mittelmeer ausharren, bis das Schiff schließlich in Spanien anlegen durfte. Auch für andere Rettungsschiffe blieben die italienischen Häfen daraufhin geschlossen. Zudem wurden der „Aquarius“ den Organisationen zufolge nach Rettungseinsätzen auf politischen Druck hin zweimal die Flagge entzogen. Und die italienischen Behörden hätten das Schiff wegen angeblich illegaler Abfallentsorgung beschlagnahmen wollen.\nDennoch wollen beide Organisationen weitermachen. „Wir müssen auf das Meer zurückkehren, es ist unsere moralische Pflicht und unser Recht, weiterzumachen“, betonte Sophie Beau von SOS Méditerranée Frankreich in Paris. Das soll mit einem neuen Schiff geschehen. Dafür würden nun mutige Reedereien gesucht, die bereit seien, „ein Zeichen der Solidarität mit den zivilen Seenotrettern zu setzen“, sagte Papke.\nBislang keine Pläne # „Wir sind mit Reedereien im Gespräch, aber bisher war noch kein passendes Schiff dabei, weil ein Rettungsschiff zahlreiche Kriterien erfüllen muss“, erläuterte Papke dem „Evangelischen Pressedienst“. Auch mit Ländern innerhalb und außerhalb der EU sei die Organisation im Gespräch, um zu sehen, unter welcher Flagge das neue Schiff fahren könne. „Wir brauchen eine stabile Flagge, die uns nicht so schnell entzogen wird.“\n„Ärzte ohne Grenzen“ teilte auf Anfrage des „Evangelischen Pressedienstes“ mit, die Organisation überlege, wie sie weiter vorgehen werde. Bislang gebe es keine Pläne für eine Zusammenarbeit mit einer weiteren Organisation. Nothilfekoordinatorin Karline Kleijer erklärte, solange Menschen im Mittelmeer und in Libyen litten, werde „Ärzte ohne Grenzen“ nach Möglichkeiten suchen, sie medizinisch zu versorgen.\nBade: Kriminalisierung hat gesiegt # Der renommierte Migrationsforscher Prof. Klaus J. Bade sagte dem MiGAZIN: „Denunziationen und Kriminalisierung, auch aus Deutschland, haben fürs erste gesiegt. Das passt wenig zu den hehren Zielen des globalen Migrationspakts„. Bade zeigte sich erfreut, dass die Retter weitermachen: „Mit der Rettung von Ertrinkenden im Dienst der Menschlichkeit. Und durch Dokumentation auf See im Kampf gegen das organisierte Verbrechen an der Menschlichkeit im Mittelmeer.“\nDiese Politik wird nach Überzeugung Bades von Europa und Deutschland aus noch befördert durch die Aufrüstung der libyschen Küstenwache, „die zum Teil im Einvernehmen mit kriminellen Schleppern arbeitet und abgefangene Flüchtlinge zurück in die Lager deportiert.“\nAmnesty und Barley bedauern Ende # Auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bedauerte das Ende des „Aquarius“-Einsatzes. Dass die beiden Organisationen gezwungen würden, ihre Rettungsoperationen zu beenden, zeige die Prioritäten der europäischen Regierungen: die Schließung der Mittelmeerroute sogar zum Preis von mehr Todesopfern, erklärte Generalsekretär Kumi Naidoo.\nEnttäuscht vom Aus zeigte sich auch Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD). Die „Aquarius“ stehe auch für ein besseres, menschliches Europa, sagte die designierte SPD-Europaspitzenkandidatin Barley. „Wer auf See Leben rettet, verdient Respekt und nicht Schikane und Kriminalisierung.“\nFast 30.000 Menschen gerettet # Derweil rufen die Vereinten Nationen zu verstärkter Seenotrettung im Mittelmeer auf. Auch nichtstaatliche Organisationen müssten die Möglichkeit haben, in koordinierter Absprache Such- und Rettungsmaßnahmen auszuweiten, erklärte eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR am Freitag in Genf. Vorrang müsse immer haben, Leben zu retten. Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte warnte davor, Hilfe für Migranten zu kriminalisieren. Wenn immer weniger Schiffe von Staaten und Hilfsorganisationen im Mittelmeer unterwegs seien, bedrohe dies das Überleben von Migranten, so eine Sprecherin.\nDen Rettungsorganisationen zufolge wurden bei den Einsätzen der „Aquarius“ seit Februar 2016 fast 30.000 Kinder, Frauen und Männer vor dem Ertrinken bewahrt. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) kamen in diesem Jahr bislang 2.160 Menschen bei der Überquerung des Mittelmeers ums Leben. (epd/mig) aus MiGAZIN\n","date":"10 Dezember 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/aus-fur-aquarius-leben-retten-im-mittelmeer-wurde-unmoglich-gemacht/","section":"","summary":"Der Druck war zu groß: Die Seenotretter beenden den Einsatz der „Aquarius“. Das Schiff wurde zum Symbol der europäischen Flüchtlingspolitik. Nun suchen „Ärzte ohne Grenzen“ und SOS Méditerranée nach Alternativen. Migr…","title":"AUS FÜR \"AQUARIUS\" Leben retten im Mittelmeer wurde unmöglich gemacht","type":"archive"},{"content":" ","date":"7 Dezember 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/auftaktveranstaltung-luneburg-zum-sicheren-hafen-erklaren-am-14-12-2018-um-19-uhr-im-cafe-klatsch/","section":"","summary":"","title":"Auftaktveranstaltung \"Lüneburg zum sicheren Hafen erklären\"  am 14.12.2018 um 19 Uhr im Cafe Klatsch","type":"archive"},{"content":"Ein Video der Seebrücke Lüneburg:\nSeebrücke Lüneburg Mahnwache 25.11.2018 from Seebrücke Lüneburg on Vimeo.\nLandeszeitung 26.11.2018\n","date":"25 November 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/totensonntag-mahnwache-25-11-luneburg/","section":"","summary":"Ein Video der Seebrücke Lüneburg:","title":"Totensonntag Mahnwache 25.11. Lüneburg","type":"archive"},{"content":"Liebe Seebrücke-Gruppen,\ndie Repression gegen zivile Rettungskräfte auf dem Mittelmeer hat eine letale Wirkung entfaltet: Im September, als gar keine zivilen Rettungsschiffe mehr vor Ort waren erreichte die Todesrate einen historischen Rekord: Eine aus fünf Personen, die die Überfahrt antraten, starb. Deshalb geben wir nicht auf und werden alles tun, um weiter Menschen in Seenot zur Hilfe zu kommen.\nWirkung entfaltet hat aber auch euer Protest für die zivile Seenotrettung und für sichere Häfen. Deshalb können wir endlich auch gute Neuigkeiten verkünden: Nach Monaten der Rückschläge befindet sich unser Schiff, die Sea-Watch 3, gemeinsam mit zwei weiteren Rettungsschiffen auf dem Weg zurück ins Einsatzgebiet und kann, unterstützt durch unser Aufklärungsflugzeug Moonbird, endlich wieder seinem Zweck nachkommen - Menschen vor dem Ertrinken retten.\nDass wir nach monatelanger willkürlicher Festsetzung jetzt doch wieder auf dem Weg in den Einsatz sind, ist nur möglich, weil ihr uns unterstützt und mit uns für Menschenrechte kämpft. Danke dafür!\nDie eigentliche Herausforderung dieser Mission fängt jedoch mit der unmittelbaren Rettung erst an: In den letzten Monaten wurde vielen Schiffen, die Menschen aus Seenot gerettet haben, die Zuteilung eines sicheren Hafens zunächst verweigert, darunter sogar die Italienische Küstenwache. Tage-, teils wochenlang mussten Gerettete auf den Schiffen ausharren, bis sie endlich an Land gehen konnten. Militär- und Handelsschiffe kommen deshalb immer häufiger ihrer seerechtlichen Pflicht nicht mehr nach, weil sie eine solche Situation vermeiden wollen. So hängen die Todesrate auf dem Mittelmeer und die Aufnahmebereitschaft europäischer Staaten, Bundesländer und Kommunen unmittelbar zusammen.\nDeshalb sind wir heute mehr denn je auf eure Unterstützung angewiesen. Die breite gesellschaftliche Unterstützung, die wir über den Sommer erfahren durften, hat bereits viel bewirkt. Jetzt geht es konkret darum, Leben zu retten, dabei könnt ihr mit eurem Engagement einen entscheidenden Unterschied machen. Macht eure Stadt zum sicheren Hafen und macht mit uns gemeinsam Druck auf den Innenminister, dass der §23 AufenthG. auch zur Anwendung kommt, denn derzeit ist es die Blockade Seehofers, welche einer Lösung im Weg steht, aber wenn wir immer mehr Sichere Häfen werden und die Seebrücke-Bewegung weiter durchhält, wird Seehofer irgendwann einknicken müssen.\nDeshalb begleitet uns auf unserer Mission. Haltet euch auf Twitter/Facebook auf dem Laufenden, helft mit, wenn wir erneut das Recht auf Flucht und das Recht auf Leben verteidigen müssen. Unsere Schiffe haben in der Vergangenheit mehr als 37 000 Menschen das Leben gerettet, in der jetzigen Situation können unsere Crews das jedoch nicht mehr allein. Damit wir auch weiterhin Leben retten können, zählen wir auf eure Unterstützung, insbesondere wenn es darum geht, Kommunen und Länder zur Aufnahmebereitschaft zu bewegen. 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MISSION LIFELINE sucht Segelyacht-Besitzer, die ihr Boot zur Verfügung stellen, die passende Crew und sammelt Spenden für die Ausrüstung. (…) Claus-Peter Reisch, Schiffsführer für MISSION LIFELINE: “Mit The Real Civil Fleet öffnen wir die Seenotrettung für Jedermann. Egal ob Yachtbesitzer, erfahrener Skipper oder Spender für Ausrüstung – wenn Staaten Seenotrettung verhindern, bedarf es einer Bürgerbewegung, die das Heft des Handelns übernimmt! Man kann doch nicht zusehen und nichts unternehmen, wenn Menschen ertrinken. Die in Seenot geratenen Flüchtlinge können nicht warten, bis vorgeschobene Flaggendiskussionen geführt sind, wir müssen jetzt handeln! Sobald es die Witterungsverhältnisse zulassen, wollen wir gut vorbereitet auslaufen, um dem sinnlosen Sterben Einhalt zu gebieten!”… Aufruf von MISSION LIFELINE vom 9. November 2018 mit weiteren Infos externer Link ","date":"22 November 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/mission-lifeline-die-aktion-the-real-civil-fleet-seenotrettung-fur-jedermann/","section":"","summary":"“ Mit der 7. Mission, die kürzlich stattfand, hat MISSION LIFELINE bewiesen, dass selbst ein Segelboot als Rettungsschiff dienen kann. 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So werden aus Flüchtlingen, die den libyschen\nFolterlagern zu entkommen versuchen, \u0026ldquo;Piraten\u0026rdquo; gemacht, und die EU\nwäscht ihre Hände in Unschuld.\nSiehe auch den Bericht von 16.11.2018 im Ticker \u0026ldquo;Verzweifelte Flüchtlinge auf Frachtschiff\u0026rdquo;\n","date":"22 November 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/fluchtlinge-von-libyscher-kustenwache-von-bord-gezwungen-und-eingesperrt/","section":"","summary":"Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat die libysche Küstenwache die auf dem Schiff Nivin gegen ihre Rückschiebung nach Libyen protestierenden Flüchtlinge von Bord gezwungen und in Haftlager gesperrt. Den Betroffenen…","title":"Flüchtlinge von libyscher Küstenwache von Bord gezwungen und eingesperrt","type":"archive"},{"content":" ROM taz | Italien verschärft seinen Kurs gegen die in der Flüchtlingsrettung im Mittelmeer tätigen Hilfsorganisationen. Am Dienstag ordnete ein Untersuchungsrichter in Catania die Beschlagnahmung des von den Ärzten ohne Grenzen und SOS Méditerranée eingesetzten Schiffs „Aquarius“ sowie das Einfrieren mehrerer Bankkonten an. Der absurde Vorwurf: Der Bordmüll sei in italienischen Häfen über mehrere Jahre hinweg illegal entsorgt worden. # Konkret gehe es um insgesamt 24 Tonnen Abfälle, die die „Aquarius“ in den letzten Jahren entfernt, aber nicht als giftigen Sondermüll deklariert habe, sagte Staatsanwalt Carmelo Zuccaro. So seien Kosten von rund 460.000 Euro eingespart worden – deshalb jetzt die Beschlagnahmungsaktion. Zugleich laufen strafrechtliche Ermittlungen gegen 24 Personen wegen illegaler Müllbeseitigung. So seien im Mai in Catania 15 Kubikmeter Abfälle entsorgt worden, von denen 2 Kubikmeter eindeutig Giftmüll gewesen seien. Die Ermittler beziehen sich auf von Migranten benutzte Kleidung, die mit Krankheitserregern kontaminiert sein könne.\nZurzeit liegt die „Aquarius“ in Marseille vor Anker. Schon im Sommer hatte Italiens Innenminister Matteo Salvini allen Rettungsschiffen ein Verbot erteilt, italienische Häfen anzulaufen. Damit nicht genug: Der „Aquarius“ wurde erst von Gibraltar, dann von Panama die Flagge entzogen, offenbar auf Druck aus Italien hin. Damit konnte das Schiff auch vor der Aktion der italienischen Justiz keine Rettungseinsätze mehr fahren. Staatsanwalt Zuccaro folgt Salvinis Linie. Seit zwei Jahren ermittelt er gegen die Ärzte ohne Grenzen, denen er Komplizenschaft mit den libyschen Schleusern vorwirft.\nDie Organisation will er der Beihilfe zur illegalen Immigration überführen. Beweise gibt es bisher aber nicht. Ärzte ohne Grenzen wies die Vorwürfe zurück. „Es handelt sich um eine unverhältnismäßige und unbegründete Maßnahme, die lediglich dazu dienen soll, lebensrettende Aktionen auf See zu kriminalisieren.“ Die Hilfsorganisation habe bei der Abfallentsorgung „immer die Standardverfahren eingehalten“, nie hätten italienische Behörden etwas auszusetzen gehabt.\nAuch wenn Salvini, der das Innenministerium für migrantenfeindliche Kampagnen nutzt, diesmal keine aktive Rolle spielt, äußert er sich dennoch hochzufrieden. Mit seinem Stopp der Rettungsschiffe habe er „nicht nur das Geschäft mit klandestinen Immigranten, sondern – wie jetzt deutlich wird – auch mit Giftmüll beendet“, twitterte der Lega-Chef.\n(aus: TAZ 21.11.2018\n","date":"21 November 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/italien-will-aquarius-festsetzen/","section":"","summary":"Konkret gehe es um insgesamt 24 Tonnen Abfälle, die die „Aquarius“ in den letzten Jahren entfernt, aber nicht als giftigen Sondermüll deklariert habe, sagte Staatsanwalt Carmelo Zuccaro. So seien Kosten von rund 460.0…","title":"Italien will „Aquarius“ festsetzen","type":"archive"},{"content":" ","date":"16 November 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/mahnwache-25-11-2018-um-14-uhr-am-stint/","section":"","summary":"","title":"Mahnwache 25.11.2018 um 14 Uhr am Stint","type":"archive"},{"content":"Aus Angst vor Willkür und Inhaftierung weigern sich gerettete Flüchtlinge in Libyen an Land zu gehen. Sie harren seit Tagen auf einem Frachtschiff aus. Die Menschenrechtsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ spricht von einer „großen Schande“.\nDutzende aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge harren nach Angaben von „Ärzte ohne Grenzen“ seit Tagen auf einem Frachtschiff im Handelshafen der libyschen Stadt Misrata aus. Knapp 80 Menschen weigerten sich, von Bord zu gehen, weil ihnen in Libyen willkürliche Inhaftierung drohe, erklärte die Hilfsorganisation am Donnerstag in Berlin. Weitere 16 der aus Seenot geretteten Flüchtlinge hätten in den vergangenen Tagen das Schiff verlassen und seien in Internierungslager gebracht worden.\nTeams von „Ärzte ohne Grenzen“ hätten am Mittwoch medizinische Hilfe an Bord leisten können. „Die Menschen waren völlig verzweifelt“, erklärte Landeskoordinator Julien Raickman. In der Gruppe seien mehrere Personen, darunter Minderjährige, die in Libyen ein Jahr oder länger gefangen gehalten und von Menschenhändlern gefoltert worden seien.\n„Es ist eine große Schande, dass die einzige Antwort, die den Menschen auf der Suche nach Sicherheit gegeben wird, eine lange willkürliche Inhaftierung in dem Land ist, das sie verzweifelt zu verlassen versuchen“, sagte Raickman. Unter den Geretteten, die auf der „Nivin“ nach Misrata zurückgebracht wurden, seien unter anderen Menschen aus Eritrea, Somalia und dem Sudan.\n(aus: MiGAZIN)\n","date":"16 November 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/arzte-ohne-grenzen-verzweifelte-fluchtlinge-auf-frachtschiff/","section":"","summary":"Aus Angst vor Willkür und Inhaftierung weigern sich gerettete Flüchtlinge in Libyen an Land zu gehen. Sie harren seit Tagen auf einem Frachtschiff aus. Die Menschenrechtsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ spricht von e…","title":"Ärzte ohne Grenzen: Verzweifelte Flüchtlinge auf Frachtschiff","type":"archive"},{"content":"Die private Rettungsorganisation „Sea Eye“ sticht diese Woche mit einem neuen Schiff in See. Nach viermonatiger Zwangspause könne die Organisation so die Rettung von schiffbrüchigen Flüchtlingen im Mittelmeer wieder aufnehmen, sagte „Sea Eye“-Gründer Michael Buschheuer.\nSeit Juni hat „Sea Eye“ keine Einsätze mehr fahren können, weil die Flaggen der Schiffe plötzlich zum Problem wurden. Jetzt soll es unter deutscher Flagge weitergehen. „Sea Eye“ rettete nach eigenen Angaben in den vergangenen drei Jahren mehr als 14.000 Flüchtlinge vor dem Ertrinken.\nWann werden die neuen Schiffe einsatzbereit sein?\nSea Eye - Gründer Michael Buschheuer: Die „Sea-Eye 2“ sticht diese Woche noch von Deutschland aus in See, mit deutscher Flagge und deutscher Crew. Das ist uns wichtig, weil wir Probleme mit unseren ausländischen Flaggen hatten. Unser neues Schiff wird in der Lage sein, mit ein paar Menschen an Bord notfalls eine Woche auszuhalten. Dieses professionell geleitete Schiff wird in etwa zwei Wochen das Einsatzgebiet im Mittelmeer erreichen. Das zweite Projekt ist ein Segler, genannt „Bavaria One“. Dieses kleine Segelschiff dient der Beobachtung und Dokumentation. Wir wollen die Öffentlichkeit darüber informieren, was sich derzeit nur noch im Schatten einer tödlichen europäischen Abschottungspolitik abspielt. Der Segler wird sich parallel zum großen Schiff in etwa drei Wochen vor der libyschen Küste bewegen.\naus: MiGAZIN\n","date":"15 November 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/nach-zwangspause-wieder-in-see/","section":"","summary":"Die private Rettungsorganisation „Sea Eye“ sticht diese Woche mit einem neuen Schiff in See. 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Soli-Party im Anna und Arthur: Night Crawlers (Selected Electro \u0026 Indie Sounds)","type":"archive"},{"content":"2007 überlebte Micky gemeinsam mit 150 anderen Flüchtlingen die\nÜberfahrt von Libyen nach Sizilien. In Italien bekam der Eritreer kein\nAsyl, verließ als Illegaler das Land und floh weiter nach Schweden. Er\nwurde zurückgeschoben nach Italien und floh erneut in die Schweiz. Dort\nbekam der Meeresbiologe Asyl, fand eine minderwertige, aber gut bezahlte\nArbeit und lebt heute in Basel. Micky war einer der Protagonisten des\nFeatures \u0026ldquo;Die Flucht nach der Flucht\u0026rdquo;, das vor zehn Jahren Flüchtlinge\nauf ihrer Odyssee nach der Ankunft in Europa porträtierte. Jahre später\nmachen sich Autor und Autorin auf die Suche, um zu erfahren, wo und wie\ndie Protagonisten heute leben, wie es ihnen ergangen ist und was sie\ndenken und empfinden - über ihre Flucht, über Europa und über die\nMenschen, die heute immer noch fliehen müssen.\nFür alle, die es verpasst haben:\nNDR Kultur\n","date":"13 November 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/heute-ndr-kultur-13-november-20-00-es-gibt-nur-ein-kleines-happy-end-die-flucht-nach-der-flucht-jahre-spater/","section":"","summary":"2007 überlebte Micky gemeinsam mit 150 anderen Flüchtlingen die Überfahrt von Libyen nach Sizilien. In Italien bekam der Eritreer kein Asyl, verließ als Illegaler das Land und floh weiter nach Schweden. Er wurde zurüc…","title":"Heute NDR Kultur 13. November 20:00 : Es gibt nur ein kleines Happy End. Die Flucht nach der Flucht - Jahre später","type":"archive"},{"content":"Seit Beginn des Jahres sind nach Angaben der Vereinten Nationen 2.040 Migranten und Flüchtlinge auf dem Mittelmeer bei der gefährlichen Überfahrt nach Europa gestorben. Allein vergangene Woche seien mindestens 52 Menschen im westlichen Mittelmeer umgekommen oder würden vermisst, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Genf mit. Seit Januar erreichten den Angaben nach mehr als 101.000 Männer, Frauen und Kinder Europas südliche Küsten.\n","date":"13 November 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/mehr-als-2-000-migranten-2018-im-mittelmeer-gestorben/","section":"","summary":"Seit Beginn des Jahres sind nach Angaben der Vereinten Nationen 2.040 Migranten und Flüchtlinge auf dem Mittelmeer bei der gefährlichen Überfahrt nach Europa gestorben. Allein vergangene Woche seien mindestens 52 Mens…","title":"Mehr als 2.000 Migranten 2018 im Mittelmeer gestorben","type":"archive"},{"content":"Am 14.11.2018 findet auf dem Campus Hamburg im Cafe Knallhart eine Soli - Küche der Seebrücke Lüneburg statt. Der Erlös geht an Seenotrettungsorganisationen zur Finanzierung der Seenotrettung im Mittelmeer.\nAngeboten werden vegetarische Spagetti Bolognese\n","date":"12 November 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/14-11-2018-soli-kuche-im-cafe-knallhart-hamburg/","section":"","summary":"Am 14.11.2018 findet auf dem Campus Hamburg im Cafe Knallhart eine Soli - Küche der Seebrücke Lüneburg statt. Der Erlös geht an Seenotrettungsorganisationen zur Finanzierung der Seenotrettung im Mittelmeer.","title":"14.11.2018 Soli-Küche im Cafe Knallhart Hamburg","type":"archive"},{"content":"Gestern Abend, am 7. November 2018, erhielt das Alarmphone einen\ndirekten Anruf um 18.18 Uhr MEZ von einem Mann auf einem Boot vor der\nKüste Libyens. Er sagte, dass sie etwa 100 Menschen auf dem Schlauchboot\nseien, darunter mehrere Frauen und Kinder, die dringend gerettet werden\nmussten. Sie waren bereits in der Nacht zuvor aufgebrochen und über 19\nStunden auf See, als sie uns anriefen. Später haben wir ihre\nGPS-Position erhalten und blieben mit ihnen bis heute Morgen um 4.06 Uhr\nMEZ telefonisch in Kontakt.\nWir haben die europäischen Behörden wiederholt über die dringende\nNotsituation der Menschen auf dem Boot informiert. Wir haben uns sowohl\nan die italienische als auch an die maltesische Küstenwache gewandt. Das\nitalienische MRCC hat sich wiederholt seiner Verantwortung entzogen und\nbehauptet, die libyschen Behörden für die \u0026ldquo;Rettung\u0026rdquo; der Migranten seien\nverantwortlich. In diesem Fall würde die \u0026ldquo;Rettung\u0026rdquo; der 100 Menschen die\nRückkehr nach Libyen zu den Haftbedingungen, zu Folter, Erpressung und\nsexueller Gewalt bedeuten - Bedingungen, vor denen sie versuchen zu\nfliehen. Wir haben eine zivile Rettungs-NGO kontaktiert, die jedoch\nnicht nah genug an dem Boot in Not war, um die Menschen aufzunehmen.\nVor einigen Stunden, um 7.46 Uhr MEZ, informierte uns das MRCC Rom, das\nBoot sei von der libyschen Küstenwache gefunden und gerettet worden. Wir\nhaben keine andere Quelle, um diese Informationen zu bestätigen. Das\nzivile Aufklärungsflugzeug Moonbird fliegt derzeit über das Gebiet, um\nzu sehen, ob es Spuren dieses oder anderer Boote zu dokumentieren gibt.\nAber was kann ein Zivilflugzeug tun, außer zu dokumentieren, dass Boote\nkentern oder nach Libyen zurückgeschleppt werden?\nWir fordern die europäischen Behörden nachdrücklich auf, Verantwortung\nzu übernehmen und Such- und Rettungsaktionen durchzuführen. Es gibt\nviele Rettungsschiffe, die eingesetzt werden könnten. Was aber fehlt,\nist der politische Wille im aktuellen rassistischen Klima gegen\nMigrant*innen.\nEuropa hat den libyschen Behörden das Mandat erteilt, Menschen in Not\nauf hoher See zu entführen. Wir finden keine Worte für die Perversität\nder Situation - Folter oder Tod scheinen die einzigen Möglichkeiten für\nMenschen zu sein, die Sicherheit in Europa suchen.\n","date":"9 November 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/08-11-2018-alarmphone-meldet-100-personen-in-seenot/","section":"","summary":"Gestern Abend, am 7. November 2018, erhielt das Alarmphone einen direkten Anruf um 18.18 Uhr MEZ von einem Mann auf einem Boot vor der Küste Libyens. Er sagte, dass sie etwa 100 Menschen auf dem Schlauchboot seien, da…","title":"08.11.2018 Alarmphone meldet 100 Personen in Seenot","type":"archive"},{"content":"Auf dem Überregionalen Seebrückentreffen am 4. und 5. 11. in Göttingen haben wir gemeinsam beschlossen ein bundesweites Aktionswochenende der Seebrücke am 24. und 25.11.2018 stattfinden zulassen. Hintergrund ist der Totensonntag am 25.11. an dem wir der vielen geflüchteten Menschen gedenken wollen, die auf der Flucht gestorben sind. Gerade die Kriminalisierung der Seenotrettung und die europäische Abschottungspolitik, hat in den vergangenen Monaten dazu geführt, dass derzeit 22% der geflüchteten Menschen, die das Mittelmeer überqueren, sterben.\nDie staatlich organisierte unterlassene Hilfeleistung ist unerträglich! # Für das Totensonntags-Wochenende rufen wir auf zum öffentlichen Gedenken an die Menschen, die an den europäischen Grenzen gestorben sind.\n34.361 Menschen auf der Flucht, so hat es das Netzwerk UNITED FOR INTERCULTURAL ACTION dokumentiert, sind seit 1993 in Folge der Abschottungspolitik gestorben. Sie haben Sicherheit und ein besseres Leben in Europa gesucht, doch sie fanden den Tod. Die größte Gruppe unter ihnen sind die Ertrunkenen im Mittelmeer. Und das Sterben geht weiter: Durch die Verweigerung sicherer Fluchtwege und durch die Behinderung der freiwilligen Seenotrettung.\nDie Tode dieser Menschen auf der Flucht wiegen besonders schwer, denn sie waren vermeidbar. Das Sterben im Mittelmeer ist kein Unglück. Menschen, denen Hilfe bewusst verweigert wird, sterben nicht einfach, sondern sie werden getötet.\nWir gedenken dieser Menschen, die unsere Freund*innen und Nachbar*innen sein könnten, aber den Weg zu uns nicht überlebt haben.\nWir sind zugleich unfassbar wütend über die tödliche Abschreckungpolitik an den europäischen Grenzen. Das Sterben kann und muss beendet werden. Jetzt.\nVom 28. bis 30.11. findet die 209. Innen-Minister-Konferenz in Magdeburg statt. An den Aktionswochenende 24. und 25.11.2018 wollen wir, mit Mahnwachen und vielen bunten Aktionen, den Druck auf die Innen-Minister-Konferenz erhöhen, endlich die Menschenverachtende und rassistische Asylgesetzgebung aufzugeben. Die Seebrücke Lüneburg (Ortsbrücke) trifft sich, zur Vorbereitung einer Aktion am Aktionswochenende, am 08.11.2018 um 20 Uhr im Büro (Katzenstr.2 in 21335 Lüneburg)\n","date":"7 November 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/24-und-25-11-2018-aktionswochenende-der-seebrucke/","section":"","summary":"Auf dem Überregionalen Seebrückentreffen am 4. und 5. 11. in Göttingen haben wir gemeinsam beschlossen ein bundesweites Aktionswochenende der Seebrücke am 24. und 25.11.2018 stattfinden zulassen. Hintergrund ist der T…","title":"24. und 25.11.2018 Aktionswochenende der Seebrücke","type":"archive"},{"content":"Am 28.10.2018 wurde der Film Juventa im Programm-Kino SCALA mit Vertretern von \u0026ldquo;Jugend rettet\u0026rdquo; gezeigt. Die Seebrücke Lüneburg konnte im Anschluss der Veranstaltung, der Juventa-Crew, 500 Euro an gesammelten Spendengeldern überreichen. Mit diesen 500 Euro wollen wir deutlich zum Ausdruck bringen, dass wir unsere kriminalisierten SeenotretterInnen nicht in Stich lassen und solidarisch mit Ihnen sind.\nSeenotrettung ist kein Verbrechen!!! # ","date":"28 Oktober 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/spenden-fur-die-juventa/","section":"","summary":"Am 28.10.2018 wurde der Film Juventa im Programm-Kino SCALA mit Vertretern von “Jugend rettet” gezeigt. Die Seebrücke Lüneburg konnte im Anschluss der Veranstaltung, der Juventa-Crew, 500 Euro an gesammelten Spendenge…","title":"Spenden für die Juventa","type":"archive"},{"content":"Eine Gruppe junger engagierter Menschen gründet im Herbst 2015 in Berlin die Initiative JUGEND RETTET. Über eine Crowdfunding-Kampagne kaufen sie einen umgebauten Fischkutter und taufen ihn auf den Namen „Iuventa“. Im darauffolgenden Jahr startet ihr Schiff zu seiner ersten Mission und schließt sich den Schiffen verschiedener NGOs, der italienischen Küstenwache sowie der Marine an.\nNach fast zwei Jahren Einsatz und ca. 14.000 auf hoher See geretteter Menschen wurde im August 2017 das Schiff plötzlich beschlagnahmt und von den italienischen Behörden in Lampedusa festgesetzt. Seitdem kursiert u.a. der Vorwurf der Kooperation mit Schlepperbanden. Eine Anklage ist jedoch bis heute nicht erfolgt.\nDie bewegende Geschichte wurde von Regisseur Michele Cinque festgehalten. Über ein Jahr lang verfolgt der Film das Leben der jungen Protagonist*innen, fängt die gesamte Spanne der Mission ein, beginnend mit dem Moment, in dem sie in See stechen und ihr unglaubliches Vorhaben wahr wird, bis zu dem Punkt, an dem dieser mit der politischen Realität kollidiert.\n[Juventa trailer](https://www.youtube.com/embed/5dJ5MrrVyjI?start=4\" frameborder=\u0026ldquo;0\u0026rdquo; allow=\u0026ldquo;autoplay; encrypted-media\u0026rdquo; allowfullscreen\u0026gt;)\n","date":"28 Oktober 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/film-juventa-im-scala-kino-am-28-10-2018-um-11uhr/","section":"","summary":"Eine Gruppe junger engagierter Menschen gründet im Herbst 2015 in Berlin die Initiative JUGEND RETTET. Über eine Crowdfunding-Kampagne kaufen sie einen umgebauten Fischkutter und taufen ihn auf den Namen „Iuventa“. Im…","title":"Film \"Juventa\" im SCALA Kino am 28.10.2018 um 11Uhr","type":"archive"},{"content":"Jetzt ist die MISSION LIFELINE zurück, mit einem neuen Schiff und neuer Flagge! \u0026ldquo;Wenn das neue Schiff von Mission Lifeline in den nächsten Tagen im Einsatzgebiet vor der libyschen Küste eintrifft, weht am Heck eine deutsche Fahne. Das wird die Schiffbrüchigen in den seeuntüchtigen Gummibooten wahrscheinlich nicht weiter interessieren, doch der Crew beim Einlaufen in einen Hafen das Leben leichter machen.\n","date":"25 Oktober 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/mission-lifeline-ist-zuruck-diesmal-unter-deutscher-flagge/","section":"","summary":"Jetzt ist die MISSION LIFELINE zurück, mit einem neuen Schiff und neuer Flagge! “Wenn das neue Schiff von Mission Lifeline in den nächsten Tagen im Einsatzgebiet vor der libyschen Küste eintrifft, weht am Heck eine de…","title":"Mission LIFELINE ist zurück diesmal unter deutscher Flagge","type":"archive"},{"content":"Wir, die Zivilgesellschaft, schließen uns der Besatzung der Aquarius an und fordern alle europäischen Staaten mit Nachdruck dazu auf, der Pflicht Menschen aus Seenot zu retten, nachzukommen. Die Aquarius ist das einzig verbliebene Rettungsschiff im Mittelmeer.\nWir fordern die Einhaltung internationalen Rechts und die Entkriminalisierung ziviler Seenotrettung. Wir rufen die Staaten Europas dazu auf:\nAlle Maßnahmen zu ergreifen, die es der Aquarius sowie allen anderen zivilen Seenotrettungsschiffen erlauben, ihren lebensrettenden Einsatz so schnell wie möglich fortzusetzen, der Pflicht nachzukommen, Menschen in Seenot zu retten, sowie durch den Aufbau eines europäischen Rettungssystems im Mittelmeer Verantwortung zu übernehmen. Warum das wichtig ist:\nDie Aquarius ist seit 31 Monaten im zentralen Mittelmeer im Einsatz und hat in mehr als 230 Rettungseinsätzen 29.523 Menschen gerettet.\nIn den letzten Monaten wurde mit allen politischen Mitteln gezielt versucht, die Rettungseinsätze der Aquarius zu stoppen. Dem Schiff wurde innerhalb eines Monats zweimal die Flagge aberkannt; zuerst von Gibraltar, dann von Panama.\nWenn die zivilen Rettungsschiffe ihre Einsätze nicht fortsetzen dürfen, sterben mehr Menschen vor den Toren Europas. Sie sterben ungehört und ungesehen, weil Europa beschlossen hat, die Augen vor der humanitären Katastrophe im Mittelmeer zu verschließen.\nWir rufen alle europäischen Staaten dazu auf, alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen zu ergreifen, damit die Aquarius weiter Menschen vor dem Ertrinken retten kann.\nWir fordern die unverzügliche Bereitstellung einer neuen Flagge für die Aquarius.\nIn den letzten Monaten wurden Seefahrer*innen und die Rettungsteams der zivilen Rettungsschiffe Zeug*innen todbringender politischer Entwicklungen im zentralen Mittelmeer. Diese Entwicklungen sind sowohl mit internationalem Recht, als auch mit dem Seerecht unvereinbar. Zivile Rettungsschiffe werden daran gehindert, Leben zu retten. Die Pflicht, Menschen aus Seenot zu retten, wird ignoriert; Solidarität und Menschlichkeit wird kriminalisiert.\nWir verurteilen zugleich den politischen Willen, Retter*innen und humanitäre Helfer*innen zu kriminalisieren.\nGemeinsam mit anderen zivilen Rettungsschiffen hat die Aquarius ihren Einsatz als Antwort auf das Versagen der europäischen Staaten begonnen. Diese haben bis heute keine angemessene Reaktion auf die humanitäre Tragödie im zentralen Mittelmeer gefunden. Das Mittelmeer ist damit zur tödlichsten Migrationsroute der Welt geworden.\nMenschen, die vor den Menschenrechtsverletzungen in Libyen fliehen, müssen gerettet werden. Darüber hinaus ist es seit Juni 2018 keine Selbstverständlichkeit mehr, dass für gerettete Menschen ein sicherer Hafen bereitgestellt wird.\nVoraussehbare und verlässliche Mechanismen auf See geretteter Menschen, um diese in einen sicheren Hafen zu bringen, müssen vorhanden sein.\nMenschen sterben weiterhin. Wenn wir jetzt nicht handeln, sterben sie ungesehen.\nUnterschreibe unsere Petition und unterstütze zivile Seenotrettungsorganisationen, gemeinsam humanitäre Werte und Menschlichkeit auf See aufrechtzuerhalten.\nUnterstützen auch Sie uns und unterzeichnen die Petitionhier!\n","date":"25 Oktober 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/petition-wir-mussen-jetzt-handeln-fur-die-aquarius-und-zivile-seenotrettung/","section":"","summary":"Wir, die Zivilgesellschaft, schließen uns der Besatzung der Aquarius an und fordern alle europäischen Staaten mit Nachdruck dazu auf, der Pflicht Menschen aus Seenot zu retten, nachzukommen. Die Aquarius ist das einzi…","title":"Petition // Wir müssen jetzt handeln! Für die Aquarius und zivile Seenotrettung!","type":"archive"},{"content":"Es ist soweit. Nachdem in der vergangenen Woche die Verträge für die Bavaria One unterzeichnet worden sind, konnten wir in dieser Woche auch bei der Sea-Eye 2 zuschlagen. Die dazu nötigen Vorraussetzungen wurden nun endlich von der Eignerin geschaffen. Inzwischen befinden sich bereits auf beiden Schiffen Werftcrews, um sie auszurüsten und auf die Einsätze vorzubereiten. Beide Schiffe werden noch im November unter Deutscher Flagge Einsatzcrews in die sogenannte SAR-Zone tragen.\nAn dieser Stelle sei allen Spenderinnen und Spendern ausdrücklich und aus tiefstem Herzen gedankt. DANKE! Ohne die beispiellose Großzügigkeit unserer treuen Unterstützerinnen und Unterstützer, wären wir niemals an diesem Punkt angekommen und hätten möglicherweise längst aufgeben müssen.\nNun stehen wir gemeinsam vor neuen, großen Herausforderungen, denn wir haben wieder zwei einsatzbereite Schiffe. Die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten beider Schiffe gehören zu einer ganzheitlichen SAR–Strategie. Niemand soll an unseren Außengrenzen ertrinken! Wir werden vor Ort sein – beobachten – finden – erste Hilfe leisten – Hilfe rufen – dokumentieren – die Öffentlichkeit informieren und retten, wenn wir können. Aber wir werden niemals aufgeben, solange unsere Spenderinnen und Spender diese gemeinsamen Ziele tragen und unsere ehrenamtliche Arbeit ermöglichen.\nBeide Schiffe werden von Spanien aus in den Einsatz aufbrechen. Auf der Bavaria One sehen wir 6 ehrenamtliche Crewmitglieder vor. Das Crewing beginnt, sobald wir absehen können, wann das Schiff einsatzbereit ist. Auf der Sea-Eye 2 werden neben 8 Profi-Seeleuten zusätzlich bis zu 12 Sea-Eye-Einsatzkräfte eingesetzt. Dazu gehören Ärzte, Rettungskräfte, Journalisten und Menschenrechtsbeobachter.\nhttps://sea-eye.org\n","date":"25 Oktober 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-eye-bereitet-2-neue-schiffe-auf-erste-rettungseinsatze-vor/","section":"","summary":"Es ist soweit. Nachdem in der vergangenen Woche die Verträge für die Bavaria One unterzeichnet worden sind, konnten wir in dieser Woche auch bei der Sea-Eye 2 zuschlagen. Die dazu nötigen Vorraussetzungen wurden nun e…","title":"Sea-Eye bereitet 2 neue Schiffe auf erste Rettungseinsätze vor","type":"archive"},{"content":"Aufgelistet werden für jeden Monat ab Januar 2016 die offiziell bestätigten Abfahrten von Flüchtlingen in Libyen und ins Verhältnis gesetzt dazu, wie viele von ihnen in Italien angekommen sind, nach Libyen zurückgeschickt (v.a. von der so genannten libyschen Küstenwache) wurden oder bei der Überfahrt ums Leben gekommen sind. Hier ein Ausschnitt aus dem Dokument, der den Trend sehr deutlich erkennen lässt: Bei insgesamt sinkenden Zahlen ist das Risiko enorm gestiegen - mehr als jeder Fünfte(!) kam im September 2018 ums Leben, und nur noch ganz wenige Schutzsuchende kommen auch tatsächlich in Europa an.\nDies ist sicherlich auch direkte Konsequenz der Blockade der privaten Seenotrettung durch die Regierungen v.a. Italiens und Maltas.\nDie Zahlen werden monatlich aktualisiert und sind hier abrufbar:\nhttps://docs.google.com/spreadsheets/d/1ncHxOHIx4ptt4YFXgGi9TIbwd53HaR3oFbrfBm67ak4/edit#gid=0\n","date":"25 Oktober 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/konsequenzen-der-blockade-der-privaten-seenotrettung/","section":"","summary":"Aufgelistet werden für jeden Monat ab Januar 2016 die offiziell bestätigten Abfahrten von Flüchtlingen in Libyen und ins Verhältnis gesetzt dazu, wie viele von ihnen in Italien angekommen sind, nach Libyen zurückgesch…","title":"Konsequenzen der Blockade der privaten Seenotrettung","type":"archive"},{"content":"Vom 24. - 26.10. findet in Hamburg die Konferenz der Ministerpräsidenten statt. Aus diesem Anlass erinnert die SEEBRÜCKE Hamburg an den Beschluss des Senats, dass Hamburg ein „sicherer Hafen“ für Gerettete und Geflüchtete sein zu wollen. DIESEN WORTEN MÜSSEN NUN TATEN FOLGEN, damit das Sterben im Mittelmeer tatsächlich beendet wird. Kommt zur Kundgebung/Demo am Mittwoch, 24. Oktober um 18:30 zum\nJungfernstieg\nFacebook-Event: https://www.facebook.com/events/1591136874319085/\nHier die Forderungen der SEEBRÜCKE Hamburg, damit aus den Worten Taten folgen:\nDie Hamburger Bürgerschaft hat beschlossen: Unsere Stadt soll ein sicherer Hafen für Geflüchtete sein. In dem Beschluss bekundet die Bürgerschaft ihren Respekt für die Arbeit der privaten Seenotretter*innen, dringt auf die Einhaltung des Völkerrechts und bekundet die Bereitschaft Hamburgs zur Aufnahme Geretteter. Eine gemeinsame Erklärung der Bürgermeister Bremens, Berlins und Hamburgs hat einen ähnlichen Tenor.\nMit einer eindrucksvollen Demonstration hatten mehr als 16.000 Menschen am 2. September gefordert, dass die Hansestadt Hamburg angesichts des Sterbens im Mittelmeer nicht untätig bleibt und zum sicheren Hafen wird. Daher begrüßt die SEEBRÜCKE HAMBURG die Erklärungen der Bürgerschaft und des Ersten Bürgermeisters. Nun müssen den Worten allerdings auch Taten folgen. Denn Resolutionen allein retten keine Leben, sondern das können kurzfristig nur Rettungsschiffe und auf Dauer nur sichere, offene Fluchtwege.\nDaher erwarten wir vom Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher und vom Innensenator Andy Grote die folgenden konkreten Schritte:\n1. Den Beschluss der Bürgerschaft vom 26.9. unverzüglich umzusetzen, und dem Bundesinnenministerium mitzuteilen, dass Hamburg zur Aufnahme von Geretteten aus dem Mittelmeer bereits ist und verlangt, dass eine \u0026ldquo;humanitäre Zwischenlösung\u0026rdquo; für die Situation im Mittelmeer erzielt wird.\n2. Ebenso gegenüber den Regierungen Italiens und Maltas sowie der Europäischen Union den Standpunkt Hamburgs klarzustellen, d.h. die unverzügliche Freigabe der blockierten Rettungsschiffe zu verlangen, die Einhaltung von See- und Völkerrecht anzumahnen, gegen die Zusammenarbeit um der so genannten libyschen Küstenwache zu protestieren und die eigene Aufnahmebereitschaft zu erklären.\n3. Den Seenotrettungsorganisationen konkrete politische, juristische und finanzielle Hilfe anzubieten, damit sie ihre Arbeit fortsetzen können.\n4. Eine Patenschaft für ein konkretes Rettungsschiff oder eine Rettungsmission zu übernehmen, diese öffentlich zu begleiten und sich mit Nachdruck dafür einzusetzen, dass die Geretteten dann tatsächlich in Hamburg aufgenommen werden.\n5. Die Konferenz der Innenminister vom 28. - 30. November in Magdeburg zu nutzen, um dort auf eine grundsätzliche und weitreichende Aufnahmebereitschaft des Bundesrepublik Deutschland sowohl für Gerettete aus dem Mittelmeer als auch für solche Geflüchtete zu verlangen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen in \u0026ldquo;Hotspot\u0026rdquo;-Lagern wie in Moria auf Lesbos (Griechenland) festsitzen.\n6. Auf der Innenministerkonferenz darüber hinaus zu verlangen, dass den Ländern und Kommunen die Möglichkeit gegeben wird, in eigener Verantwortung die Aufnahme von Geretteten aus Seenot oder aus den Hotspots vorzunehmen.\n7. Schließlich die Minimalanforderung für einen sicheren Hafen zu erfüllen, nämlich Abschiebungen nach Afghanistan und in andere Kriegsgebiete weder zu veranlassen, noch sich irgendwie an diesen zu beteiligen und sie zu unterstützen.\n","date":"21 Oktober 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/den-worten-mussen-taten-folgen-mahnlichterzug-der-seebrucke-am-mi-24-10-18-30-uhr-jungfernstieg-in-hamburg/","section":"","summary":"Vom 24. - 26.10. findet in Hamburg die Konferenz der Ministerpräsidenten statt. Aus diesem Anlass erinnert die SEEBRÜCKE Hamburg an den Beschluss des Senats, dass Hamburg ein „sicherer Hafen“ für Gerettete und Geflüch…","title":"Den Worten müssen Taten folgen - Mahnlichterzug der SEEBRÜCKE am Mi. 24.10., 18.30 Uhr Jungfernstieg in Hamburg","type":"archive"},{"content":"Die Sea-Watch 3 erhielt nach drei Monaten willkürlicher Beschlagnahmung, die Genehmigung Malta zu verlassen. Das Schiff verließ den Hafen von Valetta um 7 Uhr heute früh und fährt zunächst für Routinearbeiten in eine spanische Werft.\nDas 50 Meter lange, niederländisch geflaggte Rettungsschiff Sea-Watch 3 war seit dem 02. Juli 2018, gemeinsam mit anderen Rettungsschiffen von der Maltesischen Regierung, daran gehindert worden, den Grand Harbour von Malta zu verlassen. Malta hatte Untersuchungen bezüglich der Registrierung der MS Lifeline eingeleitet, nachdem das Schiff mit über 200 geretteten Migrant*innen an Bord, in einen politischen Limbo zwischen Italien und Malta geraten war. Darauffolgend verweigerte Malta auch allen anderen niederländisch geflaggten zivilen Rettungsschiffen das Auslaufen, vorgeblich um Registrierungsfragen zu klären.\nTrotz eines Reports der Niederlande, die die Sea-Watch 3 von allen Anschuldigungen und Zweifeln bezüglich der Registrierung, Ausrüstung und Tauglichkeit freisprach, hielt Malta das Schiff ohne Begründung für fast zwei weitere Monate fest. “Es ist höchste Zeit, dass die Maltesischen Behörden unser Schiff freilassen”, sagt Johannes Bayer, Vorstandsvorsitzender von Sea-Watch e.V. “Über 500 Menschen sind im Mittelmeer ertrunken, seit unsere Schiffe beschlagnahmt wurden – vermutlich viele mehr, von deren Schicksal an der tödlichsten Grenze der Welt niemand mitbekommen hat, weil niemand vor Ort war um zu berichten.”\nDie Sea-Watch 3 befindet sich nun auf der Überfahrt nach Spanien, um dort reguläre Instandhaltungsarbeiten durchzuführen und für kommende Aufgaben überholt zu werden. “Die Sea-Watch 3 ist momentan das größte und am besten ausgerüstete zivile Rettungsmittel im zentralen Mittelmeer”, sagt Sea-Watch-Kapitänin Pia Klemp. “Wir sind mehr als erleichtert, dass das Schiff endlich aus dieser politischen Geiselhaft befreit wurde.”\n","date":"20 Oktober 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/sea-watch3-verlasst-malta/","section":"","summary":"Die Sea-Watch 3 erhielt nach drei Monaten willkürlicher Beschlagnahmung, die Genehmigung Malta zu verlassen. Das Schiff verließ den Hafen von Valetta um 7 Uhr heute früh und fährt zunächst für Routinearbeiten in eine…","title":"Sea-Watch3 verlässt Malta","type":"archive"},{"content":"Fast ein Jahr nach der Beschlagnahmung des Rettungsschiffs Iuventa der Organisation Jugend Rettet hat die Staatsanwaltschaft im italienischen Trapani offiziell Ermittlungen gegen 22 Personen eingeleitet. Ihnen wird vorgeworfen, durch ihre Rettungseinsätze im zentralen Mittelmeer vor der libyschen Küste, illegale Einwanderung nach Italien begünstigt zu haben. Zehn der Betroffenen waren Besatzungsmitglieder der Iuventa. Im Falle einer Verurteilung drohen den Crew Mitgliedern bis zu 15 Jahre Haft. Die Mitglieder der Iuventa Crew weisen die Vorwürfe zurück und verurteilen die Kriminalisierung ziviler Rettungseinsätze. \u0026ldquo;Wenn wir uns vor Gericht dafür verantworten müssen, diese Menschen gerettet zu haben, hat Europa einen politischen und moralischen Tiefpunkt erreicht. Sollte es wirklich kriminell sein, Leben zu retten, dann sitze ich auf der richtigen Seite der Anklagebank.\u0026rdquo; Kathrin Schmidt, Einsatzleiterin / Iuventa … Aktuelle Presseerklärung und weitere detaillierte Informationen hier: https://solidarity-at-sea.org\n","date":"19 Oktober 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/kriminalisierung-iuventa-italien-eroffnet-strafrechtliche-untersuchung-gegen-retterinnen/","section":"","summary":"Fast ein Jahr nach der Beschlagnahmung des Rettungsschiffs Iuventa der Organisation Jugend Rettet hat die Staatsanwaltschaft im italienischen Trapani offiziell Ermittlungen gegen 22 Personen eingeleitet. Ihnen wird vo…","title":"Kriminalisierung Iuventa: Italien eröffnet strafrechtliche Untersuchung gegen RetterInnen","type":"archive"},{"content":"*Seebrücke Hannover: Hanover soll sicherer Hafen werden!*\nDie Seebrücken-Gruppe Hannover hat einen Aufruf verfasst,\nder die Stadt und die Region Hannover auffordert, sich zu einem\nsicheren Hafen zu erklären. Mit der Erklärung zu einem sicheren Hafen\nsollen sich Stadt und Region Hannover verpflichten, fliehende Menschen,\ndie im Mittelmeer aus Seenot gerettet werden, aktiv aufzunehmen.\nDamit soll dem Beispiel anderer Städte folgend ein Signal für Humanität\nvon Stadt und Region Hannover ausgehen und deutlich werden, dass dem\nSterben Schutz suchender Menschen auf dem Mittelmeer nicht weiter\ntatenlos zugesehen wird.\n*Antrag an Rat Hannover, Besuch der öffentlichen Sitzung:*\nMit dem Aufruf soll auch ein bereits von der Gruppe Die Linke/Piraten im\nRat der Stadt Hannover eingebrachter Antrag\nhttps://e-government.hannover-stadt.de/lhhSIMwebdd.nsf/C2ED64DC0501A53EC1258305001C5273/$FILE/Druckversion.pdf\nunterstützt werden, mit dem die Landeshauptstadt sich zu einem sicheren\nHafen erklären soll. Morgen, Donnerstag, findet dazu in der\nöffentlichen Sitzung des Ratsausschusses Internationales eine Beratung\nstatt. Die Seebrücke Hannover fordert auf, dort hinzugehen und in\noranger Kleidung und mit anderen orangen Accessoires die Unterstützung\ndes Antrages deutlich zu machen. Dazu treffen sich die\nSeebrücke-Aktivist_innen um 13.30 Uhr am Kestner-Museum vor dem Neuen\nRathaus.\n","date":"19 Oktober 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/hannover-soll-sicherer-hafen-werden/","section":"","summary":"Seebrücke Hannover: Hanover soll sicherer Hafen werden! Die Seebrücken-Gruppe Hannover hat einen Aufruf verfasst, der die Stadt und die Region Hannover auffordert, sich zu einem sicheren Hafen zu erklären. Mit der E…","title":"Hannover soll sicherer Hafen werden","type":"archive"},{"content":"Wann: 03.11.2018-04.11.2018\nWo: Göttingen\nBeginn: SA, 03.11.2018 um 11:00\nEnde: SO, 04.11.2018 um 15:00\nAnmeldung über Seebrücke Lüneburg\n","date":"19 Oktober 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/uberregionales-seebrucken-treffen-in-gottingen/","section":"","summary":"Wann: 03.11.2018-04.11.2018","title":"Überregionales Seebrücken Treffen in Göttingen","type":"archive"},{"content":"Kabul (IRIB) - Der Menschenrechtskoordinator der Vereinten Nationen in Afghanistan hat gewarnt, dass mindestens drei Millionen Afghanen in absoluter Ernährungsunsicherheit leben und die Gefahr einer Hungersnot ihr Leben bedroht.\n\u0026ldquo;Die aus Afghanistan erhaltenen Informationen sind sehr besorgniserregend\u0026rdquo;, sagte Toby Lanzer am Montag in einem Interview mit AFP.\n\u0026ldquo;In Bezug auf Ernährungsunsicherheit sind jetzt mindestens acht Millionen Menschen auf Level 3 und mindestens drei Millionen weitere auf Level 4, so dass nur ein Level bis zu Level 5, also der absoluten Hungersnot, Abstand hat\u0026rdquo;, fügte er hinzu und unterstrich: \u0026ldquo;Es muss diesen Leuten schnellstens geholfen werden, denn dies ist eine krisenhafte Ernährungsunsicherheit.\u0026rdquo;\nWeiterlesen auf parstoday.com\u0026hellip;\n","date":"19 Oktober 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/uno-drei-millionen-menschen-in-afghanistan-sind-in-absoluter-ernahrungsunsicherheit/","section":"","summary":"Kabul (IRIB) - Der Menschenrechtskoordinator der Vereinten Nationen in Afghanistan hat gewarnt, dass mindestens drei Millionen Afghanen in absoluter  Ernährungsunsicherheit leben und die Gefahr einer Hungersnot ihr Le…","title":"UNO: Drei Millionen Menschen in Afghanistan sind in absoluter Ernährungsunsicherheit","type":"archive"},{"content":"Das Aufklärungsflugzeug Moonbird, das Sea-Watch in Zusammenarbeit mit der Schweizer Humanitarian Pilots Initiative betreibt, wurde von der maltesischen Regierung über drei Monate lang ohne Rechtsgrundlage am Einsatz gehindert. In Folge der Blockade der zivilen Seenotrettung erreichte die Sterblichkeitsrate an der europäischen Seegrenze ein Rekordhoch – aktuell ertrinkt eine von fünf Personen bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren. Heute Morgen um 0945 UTC startete unser Flugzeug von einer neuen operativen Basis und ist nun wieder im Einsatz, um die tödliche Grenzpolitik Europas zubezeugen und bei Bedarf Notrufe abzusetzen.\n„Sie können unsere Schiffe widerrechtlich beschlagnahmen, aber die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die im Namen der Europäischen Union mit Unterstützung von Muscat und Salvini auf dem Mittelmeer begangen werden, können sie nicht vertuschen.” sagt Tamino Böhm, Leiter der Luftaufklärungsoperationen bei Sea-Watch.\nBei dem Versuch, über Libyen aus Nordafrika nach Europa zu fliehen, ertrinkt einer von fünf Menschen. Die Sterblichkeitsrate im zentralen Mittelmeer war noch nie so hoch wie heute, wo die meisten zivilen Rettungsmittel blockiert oder beschlagnahmt sind, und auch die staatlichen Seenotrettungsdienste nicht gut funktionieren. Verschlimmert wird die aktuelle Situation durch die Tatsache, dass heute kein MRCC mehr eine effektive Koordination von Notfällen übernimmt. Außerdem ignorieren Handelsschiffe oft Notfälle oder vermeiden es aktiv, in die Lage zu geraten, retten zu müssen. Sie befürchten, selbst in Schwierigkeiten zu geraten, jetzt wo Europa seine Häfen für die Schiffe, die Menschen aus Seenot gerettet haben, geschlossen hat.\n„Wir werden nicht nachlassen, eine europäische Politik anzuklagen, die Menschen dem Ertrinken überlässt. Unsere Mission ist heute wichtiger denn je, denn das Mittelmeer hat sich in eine tödliche Black Box verwandelt, in der nicht nur täglich grobe Menschenrechtsverletzungen begangen werden, sondern auch Männer, Frauen und Kinder verschwinden, ohne dass jemand etwas bemerkt. Deshalb werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, diese zu bezeugen und Rettungsmaßnahmen durchzusetzen„, sagt Moonbird-Initiator Ruben Neugebauer. Der neue Basis ist logistisch viel komplexer und teurer als früher von Malta aus, aber das Flugzeug wird einen großen Teil des zentralen Such- und Rettungsgebiets im Mittelmeer abdecken können.\n","date":"10 Oktober 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/das-sea-watch-aufklarungsflugzeug-moonbird-schafft-es-den-betrieb-wieder-aufzunehmen-wahrend-die-sterblichkeitsrate-auf-ein-rekordniveau-steigt/","section":"","summary":"Das Aufklärungsflugzeug Moonbird, das Sea-Watch in Zusammenarbeit mit der Schweizer Humanitarian Pilots Initiative betreibt, wurde von der maltesischen Regierung über drei Monate lang ohne Rechtsgrundlage am Einsatz g…","title":"Das Sea-Watch-Aufklärungsflugzeug Moonbird schafft es, den Betrieb wieder aufzunehmen, während die Sterblichkeitsrate auf ein Rekordniveau steigt","type":"archive"},{"content":"Die Mare Jonio, ein 37,5 m langes Schiff unter italienischer Flagge, welches das zivilgesellschaftliche Projekt „Mediterranea“ in Zusammenarbeit mit Sea-Watch betreiben wird, ist heute in Richtung zentrales Mittelmeer aufgebrochen. Begleitet von der Astral der spanischen NGO Proactiva Open Arms wird die Mare Jonio an der tödlichsten Grenze der Welt die zivile Seenotrettung weiterführen. Die Zahl der Todesopfer liegt aufgrund der anhaltenden Blockade ziviler Seenotrettung auf einem Rekordniveau. Heute erreichte das Schiff internationale Gewässer.\nAm fünften Jahrestag des tödlichen Schiffsunglücks vom 3. Oktober 2013 ist die Mare Jonio in Richtung der Such- und Rettungszone im zentralen Mittelmeer aufgebrochen. Nachdem die Sea-Watch 3 und andere Rettungsschiffe in Malta willkürlich festgesetzt wurden und der MS Aquarius die Flagge auf politischen Druck der italienischen Regierung entzogen wurde, stellen die Mare Jonio und ihre Eskorte die einzigen dezidierten Rettungskräfte im Gebiet dar. Im September starb nach offiziellen Angaben der IOM mehr als jede zehnte Person, die versuchte, von Nordafrika nach Italien zu gelangen. Tatsächlich dürfte die Zahl der Todesopfer jedoch viel höher sein, da sich kaum Zeug*innen in der Such- und Rettungszone befinden, um von den tödlichen Folgen der europäischen Grenzpolitik zu berichten. „Die Rettung auf See – ein Zeichen unserer gemeinsamen Menschlichkeit – wurde von der Politik als Geisel genommen“, erklärte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge Filippo Grandi am Montag.\n„Die europäischen Staaten haben mehr als deutlich gemacht, dass sie Menschen lieber ertrinken, als auf europäischem Boden ankommen zu lassen. Die Mare Jonio setzt ein Zeichen, dass die Zivilgesellschaft die europäischen Werte noch nicht aufgegeben hat und bereit ist, die Menschenrechte auf See weiter zu verteidigen“, sagt der Vorsitzende von Sea-Watch, Johannes Bayer. „Erst diesen Montag entdeckte unsere Flugbesatzung eine treibende Leiche, Hinweis auf eine weitere unbeachtet gebliebene Tragödie. Die Zivilgesellschaft muss jetzt Position beziehen, deshalb unterstützt Sea-Watch das Projekt Mediterranea von Anfang an, sowohl finanziell als auch mit Besatzung und unserem Wissen, das wir bei zahlreichen Rettungseinsätzen gesammelt haben“.\n„Wir freuen uns, dass mit unseren Freunden auf der Astral und der Mare Jonio, begleitet vom Aufklärungsflugzeug Colibri, jetzt zumindest eine kleine zivile Flotte auf dem Weg in die tödlichsten Gewässern der Welt ist“, sagt Sea-Watch-Crewmitglied Tilman Telteman vor Ort. „Wir haben wenige Möglichkeiten und geringe Kapazitäten, aber die großen Rettungsschiffe sind im Hafen festgesetzt, also tun wir, was wir können.“\n„Mediterranea ist eine italienische zivilgesellschaftliche Initiative, der auch Sea-Watch angehört. Wir wollen gemeinsam Menschenleben retten und zugleich die europäische Gesellschaft vor ihrer Entmenschlichung bewahren“, erklärt Giorgia Linardi, Sea-Watch-Sprecherin in Italien. „Durch den Akt der zivilen Seenotrettung wollen wir auf die Idee einer Gesellschaft zurückkommen, die auf Solidarität und gleichen Rechten für alle beruht. Wenn der Pass einen Unterschied bei der Rettung von Menschenleben macht, wenn die Menschenwürde verletzt wird, sind die Grundlagen unserer Gesellschaft in Gefahr.“\nDie Mare Jonio wird spätestens Samstag die SAR-Zone erreichen.\n","date":"4 Oktober 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/neues-italienisches-schiff-in-zusammenarbeit-mit-sea-watch-auf-dem-weg-ins-mittelmeer-um-leben-zu-retten/","section":"","summary":"Die Mare Jonio, ein 37,5 m langes Schiff unter italienischer Flagge, welches das zivilgesellschaftliche Projekt „Mediterranea“ in Zusammenarbeit mit Sea-Watch betreiben wird, ist heute in Richtung zentrales Mittelmeer…","title":"Neues italienisches Schiff in Zusammenarbeit mit Sea-Watch auf dem Weg ins Mittelmeer, um Leben zu retten","type":"archive"},{"content":"Die Seebrücke Lüneburg und welcome united Lüneburg initiierten gemeinsam eine Demonstration in Lüneburg. Weitere 20 Organisationen schlossen sich in einem Bündnis zusammen und erarbeiteten einen Aufruf. Wir möchten allen beteiligten Organisationen für die gute Zusammenarbeit danken. In vielen Redebeiträgen wurde unter anderen der Zusammenhang von Fluchtursachen und Rüstungsexporten, Rassismus und Abschottungspolitik der EU, sowie von Sozialabbau und den geplanten neuen Polizeigesetzen aufgezeigt. Bei sonnigen Wetter trafen sich ca. 500 Teilnehmerinnen und demonstrierten durch die Lüneburger Innenstadt gegen das Massensterben im Mittelmeer und dafür, dass Lüneburg zum sicheren Hafen erklärt wird.\n","date":"1 September 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/antikriegstag-1-9-2018/","section":"","summary":"Die Seebrücke Lüneburg und welcome united Lüneburg initiierten gemeinsam eine Demonstration in Lüneburg. Weitere 20 Organisationen schlossen sich in einem Bündnis zusammen und erarbeiteten einen Aufruf. Wir möchten al…","title":"Antikriegstag 1.9.2018","type":"archive"},{"content":"Auf einer Mahnwache der Seebrücke Lüneburg, zum Day Orange, an der über 50 Menschen teilnahmen fand ein sehr eindrucksvoller Flashmob statt. Das von der LZ gemachte Video bekam auf Facebook über 16.000 Klicks.\nStoppt das Massensterben im Mittelmeer\n","date":"4 August 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/day-orange-4-8-2018/","section":"","summary":"Auf einer Mahnwache der Seebrücke Lüneburg,  zum Day Orange, an der über 50 Menschen teilnahmen fand ein sehr eindrucksvoller Flashmob statt. Das von der LZ gemachte Video bekam auf Facebook über 16.000 Klicks.","title":"Day Orange 4.8.2018","type":"archive"},{"content":"Juli 2018 fanden zahlreiche Aktionen und Demonstrationen im Rahmen des Bündnisses „Seebrücke – Schafft sichere Häfen“statt. So auch in Niedersachsen: In Lüneburg gingen Menschen unter dem Motto „Solidarität statt Abschottung“ auf die Straße. Die Teilnehmenden protestierten gegen die unmenschliche Asyl- und Flüchtlingspolitik und für die Wiederaufnahme und Ausweitung der zivilen Seenotrettung.\n","date":"28 Juli 2018","externalUrl":null,"permalink":"/archive/solidaritat-statt-abschottung-28-7-2018/","section":"","summary":"Juli 2018 fanden zahlreiche Aktionen und Demonstrationen im Rahmen des Bündnisses „Seebrücke – Schafft sichere Häfen“statt. So auch in Niedersachsen: In Lüneburg gingen Menschen unter dem Motto „Solidarität statt Absc…","title":"Solidarität statt Abschottung 28.7.2018","type":"archive"},{"content":"Nachfolgend finden Sie Informationen darüber, welche Daten beim Besuch dieser Webseite erhoben werden, zu welchem Zweck sie verwendet werden und wie ich den Datenschutz gewährleisten.\nVerantwortlicher # Verantwortlich für die Datenverarbeitung:\nDorian Werner - mitlinks.it\nRudolfstraße 5\n76131 Karlsruhe\nDeutschland\nE-Mail: info@mitlinks.it\nBei Fragen zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten können Sie mich unter der oben angegebenen E-Mail-Adresse kontaktieren.\nHosting # Die Webseite wird mit Codeberg Pages gehostet, einem Dienst von Codeberg e.V. (Arminiusstraße 2 - 4, 10551 Berlin, Deutschlandn).\nBeim Aufruf der Webseite stellt Ihr Browser eine Verbindung zu den Servern von Codeberg her. Dabei werden technische Daten wie IP-Adresse, Zeitpunkt des Zugriffs und verwendeter Browser übertragen. 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Darüber hinaus könnt ihr euch jedes mal auf einen kleinen kulturellen oder politischen Beitrag freuen. Kommt gerne mit Rezeptideen und Hunger vorbei, alle sind willkommen! Mahnwache Horst Wir zeigen uns solidarisch mit den Menschen in der Landeserstaufnahmeeinrichtung in Horst. Dazu veranstalten wir regelmäßig Mahnwachen vor Ort, bei denen wir gemeinsam essen, Kaffee trinken und spielen. Sonstige Arbeit Wir veranstalten auch Demonstrationen und Informations-Workshops und leisten solidarische Arbeit mit anderen Initiativen wie Nein zur Bezahlkarte Lüneburg. Du möchtest mitmachen, uns zu einer Veranstaltung einladen oder aus einem anderen Grund mit uns in Kontakt treten?\nKontakt aufnehmen ","externalUrl":null,"permalink":"/about-us/","section":"Seebrücke Lüneburg","summary":"","title":"Über uns","type":"page"}]